Da kenne ich auch einige.
Frag ich mich ehrlich gesagt auch, wie die das machen. Scheinen Menschen zu sein, die keinen Schlaf benötigen.
Naja... alles geht sicher nicht. Kinder hab ich zum Beispiel noch nicht und dann würd ich das auf jeden Fall auch anders machen wollen, weil ich schon ein extremer Familienmensch bin durch meine Erziehung und die Kleinen einfach aufwachsen sehen und mit ihnen die Welt entdecken will (dies schließt globale Reisen ein). Aber das kostet alles Geld. Ganz zu schweigen davon, dass meine bessere Hälfte Japanerin ist und wir auf jeden Fall in Japan UND Deutschland leben werden (müssen).
Aktuell (31) bin ich einfach fit genug, um 50h zu arbeiten und auch motiviert genug damit möglichst viel Erfahrung anzusammeln und Kontakte aufzubauen. Ich gehe darüber hinaus fast täglich 2h ins Gym, schaue 0,5-1h Netflix und/oder betreibe Modellbau. Geschlafen wird von 23-5 Uhr ohne Ausnahme. Nur am Wochenende stehe ich erst um 6 auf. Lese 2-3h ein Buch bzw. führe mein Tagebuch und Wochenplan und hab gegen 9 Uhr das Frühstück für meine Liebste geholt und vorbereitet. Danach gehört ihr mein Wochenende, wobei sie mir wie gesagt gerne noch etwas Zeit für den Modellbau/Sport einräumt oder mitkommt.
Zugegeben unter der Woche haben wir nur ca. 1h für uns auf der Couch bei einem Glas Wein. Machen uns auch immer zusammen fertig fürs Bett und gehen schlafen, oder machen aus 23 Uhr Schlafenszeit halt 24 für etwas "quality time".
Meine Frau Arbeitet ebenfalls wie ich, betreibt Yoga und liebt es zu kochen. Während Geschäftsreisen wird immer telefoniert oder geskyped und wir schreiben uns auch am Tag relativ viel. Um ehrlich zu sein sind wir mega zufrieden und davor hatte ich noch nie so eine "perfekte Beziehung" (am 8.4. werden es 5 Jahre), wo man noch wie am ersten Tag nach einander verlangt.
Dass wir dann auch noch das Geld haben mehrmals im Jahr wegzufliegen oder uns ein 250 Euro Dinner zu leisten, wenn uns danach ist und trotzdem für die zukünftige Familie zu sparen macht all die "Arbeit" (und das für viele wohl nicht Nachvollziehbare in unserem Leben) für uns absolut erstrebenswert.
Wie gesagt, sobald die Kinder da sind, soll sich einiges ändern... Aber aktuell fühlt sich alles mehr an Freizeit eher wie Vergeudung von Potenzial an. Ich will mir halt nicht denken müssen wenn die Kinder erstmal da sind, dass wir uns irgendwas nicht leisten können oder meine Familie kürzer treten muss (auch nicht zeitlich gemeinsam). Oder wegen Altersarmut depressiv werden. Klar kann sich noch alles ändern, aber ich brauch mir zumindest nicht vorwerfen nicht alles versucht zu haben.
Und zum Schluss noch... ich würde mich niemals nicht kaputt arbeiten! Hier wäre für mich auch aktuell Schluss. Wenn ich mich schwach und fertig fühlen würde, würde ich sofort damit aufhören (bzw. schon zuvor).
-.-.-.-.-.- edit -.-.-.-.-.-
Ach ja... Seit 2011 zocke ich fast gar nicht mehr, auch wenn ich es immer wieder versuche... von daher noch ein Beweis, dass nicht alles geht bzw. der Tag gerne mehr als 24h haben dürfte. Find ich aber auch okay...
Ich bin mit ner 40 Stundenwoche (und 70 Minuten Pendeln töglich) jeden Tag um 16:30 zuhause und hab Freitags um 13 Uhr Feierabend. Da ist noch genug Zeit für Hobbys, Haushalt und alles, was noch so ansteht.

