Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

KT Alarmierendes 2017: Lootbox und Paywall-Wahnsinn

  • Ersteller Ersteller Gelöschte Mitglieder 617
  • Erstellt am Erstellt am

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Kann man das Game denn tatsächlich ohne den ganzen Arbeitsbeschaffungs-Mist spielen? Hatte es mal bei nem Kumpel gesehen, fand das Setting eigentlich interessant, jedoch hat die Mini-Map mich ein wenig ... „schockiert“.

Ich glaub man mußte vieles machen, ja ...aber irgendwie hat das Spiel trotzdem gesuchtet. Bei Ubisoft spiele höre ich schon nach 5-6 STD auf zu spielen weils mich anödet ...außer Wildlands das hat mir trotz der abarbeitung gut gefallen
 
Wüsste gar nicht, wann ich das letzte Mal ein EA-Spiel gekauft habe. Aber bringt EA wirklich ausschließlich Spiele mit Microtransactions auf den Markt? Kann man mit einem UFC, Fifa oder NFL keinen Spaß mehr haben, ohne noch zusätzlich Geld reinzubuttern?

Doch, kann man. Und haben auch die meisten Spieler. Dazu kommt noch das ein Jahr alte Titanfall 2 mit sehr fairer Multiplayer-Geschäftspolitik und einer der besten Singleplayerkampagnen diese Generation. Mass Effect Andromeda dieses Jahr hat auch keine (nennenswerten?) Microtransactions oder sonstige Kundenverarschen, aber halt andere Probleme.
Wobei ich hier die Entwicklung zum Schlechten sehe. Richtige Games werden gecancelt, Microtransactions in Singleplayer-Games, etc. sind schon EAs aktueller Weg und mal sehen, ob das jetzt durch den Shitstorm aufhört.

Und hier mal die aktuellen Ubisoft-Projekte, die von der Marketingabteilung kommen:

AC: Origins mit dem absolut frischen Ägypten-Setting
For Honor mit Melee-PVP
Skull & Bones mit Piratenschiffstaktik
South Park 2 als rundenbasiertes Taktik-Rollenspiel im Comicstil mit Fokus auf Humor
Mario & Rabbits als bunter XCOM-like
Star Trek Bridge Crew als innovatives VR-Konzept

Es ist zu einfach auf EA, Ubisoft und Activision draufzukloppen ohne den Markt mal genauer unter die Lupe zu nehmen.
 
Mass Effect Andromeda dieses Jahr hat auch keine (nennenswerten?) Microtransactions

Doch, hat es. Die üblichen Kosmetik-Lootboxen im Multiplayer mit Echtgeld-Optionen bis zu 100 Euro. Nennenswert u.a. zuletzt durch die News, dass jemand 15.000 Dollar dafür ausgegeben hat. Und das System dahinter hat auch diverse Währungen (multiplayer credits, mission funds, andromeda points).
 
Na gut, kosmetischer Kram in einem angehefteten Multiplayer, was ja bei anderen Spielen mit Singleplayerkern nicht unbedingt nennenswert war. Aber zumindest hat man hier noch sowas wie eine volle Experience ohne Microtransactions. Bei Payback und Battlefront 2 ja nicht mehr unbedingt. Es ist zumindest so, dass EA hier noch wechselhaft ist, auch wenn sie dieses Jahr schon ans Limit gehen.
 
Titanfall 2 war EA zwar Publisher, aber Respawn war noch "freier" Entwickler. Mal gucken, wie es dann bei Titanfall 3 sein wird.

ME:A war (wie Titanfall 2) in 2016. Auch da darf man gespannt sein, wie das im nächsten BioWare-Spiel aussehen wird.

Man sieht halt eindeutig, dass EA in 2017 einen verschärften Kurs damit fährt.

Und ich kann es nur wiederholen, wenn sie jetzt zurückrudern, hat man es dem weltweiten Shitstorm zu verdanken. Daher kann bei sowas das Geschrei garnicht laut genug sein. Es reicht schon, wenn nachher wieder einige sagen "War doch alles garnicht so schlimm" ohne zu bedenken, wer dafür gesorgt hat.
 
Mass Effect Andromeda war 2017. Titanfall 2 halt Ende 2016. Beim diesjährigen FIFA wurde es so wie ich es verstanden habe, etwas entschärft. Also Ultimate Team lässt sich jetzt auch ohne Geldeinsatz durch irgendwelche Challenges oder so gut spielen.
Es sind jetzt erst einmal "nur" zwei Spiele, die eine Grenze überschreiten. In anderen Punkten, z.B. Open World-Fokus, ist es bei EA viel offensichtlicher.
 
Das mittlerweilige Lineup von EA ist schon wirklich übel, wenn man da mal an die letzte Generation zurückdenkt, aber inzwischen haben die jeden kreativen Ast gestutzt, der nicht irgendeine große und gewinnbringende Reihe unterhält. Zwar tun sie alle paar Jahre noch so, als seinen sie ein Spielepublisher, und keine uniformierte Gelddruckerei für ihre Shareholder, und bringen ein lausiges Prestige-Projekt raus, aber im Großen und Ganzen ist EA echt nur noch Sports, Sports, Sports, Multiplayer-Shooter und NfS. Noch erbärmlicher ist eigentlich nur Activision (minus Blizzard), was den eigenen Output anbelangt.

Vor allem wenn man bedenkt wie groß diese Vereine sind und mit wie viel Geld die hantieren, wie viele tolle Spiele damit produziert werden könnten...stattdessen gibt's jährlich ein Update vom Selben, Games as a Service bis der Arsch glüht und mittlerweile Loot- und XP-Systeme wie in den schlimmsten Mobile-Games. Dagegen ist ein Ubisoft doch der regelrechte Topf Buntes...
 
Aber zumindest hat man hier noch sowas wie eine volle Experience ohne Microtransactions.

bestimmt kann @HajinShinobi noch mehr dazu sagen, aber die haben den mp von andromeda kurz nach release durch etliche nerfs und balancing änderungen ziemlich unspielbar gemacht. hat sich damals für mich so angefühlt, dass man die spieler dadurch zum kauf von lootboxen (bessere chancen auf stärkere waffen) bringen wollte.

so oder so aber eine derbe enttäuschung nach dem mp von me3.
 
bestimmt kann @HajinShinobi noch mehr dazu sagen, aber die haben den mp von andromeda kurz nach release durch etliche nerfs und balancing änderungen ziemlich unspielbar gemacht. hat sich damals für mich so angefühlt, dass man die spieler dadurch zum kauf von lootboxen (bessere chancen auf stärkere waffen) bringen wollte.

so oder so aber eine derbe enttäuschung nach dem mp von me3.

Meinte jetzt, dass man wie bei Uncharted/The Last of Us das Spiel eher für den Singleplayer kauft und dort die Erfahrung bekommt, die man erwartet. So mehr oder weniger. Zu kritisieren ist das natürlich auch, aber man hat nicht unbedingt das Gefühl verarscht worden zu sein.


Ich glaube, die Branche steckt in einer kleinen Krise, weil der Markt so stark gewachsen ist, Spieleproduktionen immer teurer werden und einen höheren Anspruch bedienen müssen. Und dann brauchen diese Projekte eine zusätzliche Monetarisierung, die man durch Lootboxen, DLCs, Microtransactions, etc. erreicht.

Leider sieht der Markt auch so aus, dass ein bekannter Name die Verkaufszahlen trägt. Und da braucht es nicht ein riesiges Update oder kreative Konzepte. Ich sehe das auch gar nicht so negativ. Call of Duty als Extrembeispiel hat jedes Jahr ein gewisses Niveau. Soll man das jedes Jahr von mir aus herausbringen. Bei anderen Titeln sieht es ähnlich aus. Und ich denke auch, dass das der richtige Weg ist. Allerdings sollten sich dann Publisher in der Verantwortung sehen, mit den Einnahmen das Medium Videospiel voranzubringen und Kreativität zu fördern. Und bei einigen Publishern sieht man das auch. Sony bringt viele Safe-Bets raus, aber auch viele neuartige Projekte, Ubisoft hat Assassin's Creed, aber dann eben ein South Park, Square Enix verdient sich an Final Fantasy-Gacha dämlich, aber traut sich an ein neues Nier-Spiel. Und das ist eine gesunde Mischung für ein Unternehmen. EA hingegen hat das nicht mehr. Da geht die Reise nur noch in die Open-World/Multiplayer/Microtransaction-Gefilde und dem ordnen sich alle Konzepte unter.

Jetzt kann man nur hoffen, dass sich das schnell wieder einpendelt. Ich könnte heulen, wenn ich sehe, wie viele Serien und Entwickler wir an Open World und Microtransactions und der nächsten Iteration verloren haben. Auf der anderen Seite haben wir in dieser Branche auch viele intelligente kreative Köpfe, die unabhängig arbeiten. Und so haben wir Studios wie Platinum, Ninja Theory und natürlich CDPR, die zeigen, dass es auch anders geht und damit erfolgreich sind. Leider (und zum Glück) ist es Aufgabe der Konsumenten zu zeigen, dass man mit Qualität besser als mit Lootboxen verdienen kann.
 
IMO ist der Markt seit Jahren viel zu aufgeblasen, damit alle davon leben können. Also auf Entwickler/Publisher-Seite. Und den kleinen Studios fällt es sicher noch leichter. Aber wenn im Jahr (sagen wir einfach mal) 200 grosse Spiele erscheinen ist einfach logisch, dass davon die allermeisten nicht (ausreichend) gekauft werden.

Wenn man mir dann verklickern will, dass EA an Star Wars nichts verdient, weil Disney so viele Lizenzgebühren verlangt, dann sollte sich EA halt vorher überlegen, ob sich ein Spiel immernoch nicht rechnet, selbst wenn man über 10 Millionen Einheiten davon verkauft. Bei EA kommt ja noch dazu, dass kein anderer Publisher so viele Lizenzgebühren zahlen muss, damit er seine Spiele überhaupt verkaufen kann. Von NfS, über alle Sportspiele bis hin zu Star Wars.

Noch sehe ich dem Ganzen aber gelassen entgegen. NfS ist nur noch ein Schatten seiner selbst, Battlefront kann man auch ignorieren. Ist nicht so, als gebe es nicht (zu) viele Spiele da draussen, auf die man ausweichen kann.
 
Ich glaube, die Branche steckt in einer kleinen Krise, weil der Markt so stark gewachsen ist, Spieleproduktionen immer teurer werden und einen höheren Anspruch bedienen müssen. Und dann brauchen diese Projekte eine zusätzliche Monetarisierung, die man durch Lootboxen, DLCs, Microtransactions, etc. erreicht.

Ich frage mich halt nur, warum die Preise für Retailspiele nicht angehoben bzw. nicht schon längst angehoben worden sind.
Die Preise sind ja relativ stabil geblieben, zumindest zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Vor 20 Jahren hat man für ein SNES - Spiel häufig auch schon 160,-DM hinblättern müssen.

Von der rechtlichen Seite (Preiskartell , Absprache bla bla bla) mal abgesehen, wäre es für die Publisher doch ein leichtes,
sich auf eine Erhöhung der Preise zu verständigen. Gerade bei Games hat man ja schwerlich die Möglichkeit auf ein Alternativprodukt auszuweichen. Dass dies funktioniert, zeigen genügend Beispiele aus anderen Branchen, bei denen die Produkte deutlich austauschbarer sind, als im Gaming-Sektor.
 
Milchmädchenrechnung.
Die sparen im Vergleich zu damals bei der Veröffentlichung schon wesentlich mehr als damals.

Mal davon abgesehen wie viel zusätzlich bei den Digitalen Verkäufen eingenommen wird weil da der komplette Weg bis zum Endkunden garnicht mehr da ist.

Sind bei 69,99 die es ja im Store meistens sind schon wieder nen ordentliches Plus auf seiten der Publisher. Und wo du damals noch Module gebraucht hast sind die Kosten durch BD, Wegfall von Heftchen, Transport etc auch alles wieder gesunken. Hat man nur nie an den Verbraucher weitergegeben.

Man will halt einfach nur noch mehr haben.
 
Ich frage mich halt nur, warum die Preise für Retailspiele nicht angehoben bzw. nicht schon längst angehoben worden sind.
Die Preise sind ja relativ stabil geblieben, zumindest zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Vor 20 Jahren hat man für ein SNES - Spiel häufig auch schon 160,-DM hinblättern müssen.

Von der rechtlichen Seite (Preiskartell , Absprache bla bla bla) mal abgesehen, wäre es für die Publisher doch ein leichtes,
sich auf eine Erhöhung der Preise zu verständigen. Gerade bei Games hat man ja schwerlich die Möglichkeit auf ein Alternativprodukt auszuweichen. Dass dies funktioniert, zeigen genügend Beispiele aus anderen Branchen, bei denen die Produkte deutlich austauschbarer sind, als im Gaming-Sektor.

Zu viel Konkurrenz und ich glaube, dass der Konsument hier nicht bereit ist, mehr zu zahlen. Immerhin fallen die Preise ja extrem schnell auf 30-40€ und immer häufiger haben wir Neupreise bei 40€. Das wird schon seine Gründe haben.
 
Zurück
Oben