Nr. 28:
Dread (2009)
Quaid, Stephen und Cheryl starten ein Videoprojekt über das Thema Furcht. Dazu suchen sie nach Leuten, die ihre tiefsten Ängste vor der Kamera präsentieren möchten. Zahlreiche andere Studenten melden sich und berichten von ihren Ängsten. Alles sehr unspektakulär. Doch Quaid hat einen besonderen Bezug zur Furcht und steigert sich deshalb so immens in das Projekt hinein, dass er versucht die Leute zu zwingen, ihre Furcht zu besiegen. Wie er das anstellt? Seine Theorie lautet: Man muss sich seiner Angst erneut stellen und einen Ausweg finden. Dazu versucht er jede befragte Person wieder in ihre ursprüngliche Angstsituation zu versetzen, doch nur die Wenigsten schaffen es, ihrer Angst zu entkommen.
Neben dem blutigen Start zieht sich der restlicher Teil des Films wie Kaugummi. Gerade in der ersten Hälfte wird nur gelabert. Der Film kommt gar nicht auf den Punkt und sagt uns auch nicht, was er eigentlich will. Die Charaktere weisen keinerlei Originalität auf und erfinden das Rad ebenfalls nicht neu, da wirkt jeder wie aus dem Baukasten. Die Idee hinter dem ganzen Film scheint interessant zu sein, doch hier wird nur wenig überzeugt. Im Großen und Ganzen zieht sich die Handlung ins Unendliche und ist definitiv nichts für eingefleischte Horrorfans. Auch wenn der Film das Thema „Angst“ behandelt, so konfrontiert er uns eigentlich nicht mit Ängsten. Es gibt keinerlei Versuche, den Zuschauer zu schocken, ihm Angst einzujagen, oder ins Zittern zu bringen. Es braucht eine halbe Ewigkeit, bis der Film endlich Fahrt aufnimmt und dann ist das Spektakel schon wieder vorbei. Hier und da bekommt man noch die eine oder andere Halluzination mit massig Blut zu Gesicht, aber auch das kann dem geschulten und abgestumpften Filmauge nichts mehr anhaben. Neben den paar Halluzination gibt es noch ein paar Sex-Szenen, getreu nach dem Motto: Sex Sells! Nach und nach kommen dann noch ein paar Dialoge neben, vor und hinter der Kamera ins Spiel, die recht unmotiviert wirken. Hier fehlt es deutlich an Gefühl und Bindung zum Zuschauer, weshalb der gesamte Film einfach uninteressant wirkt. Erst gegen Ende baut der Film ein wenig Spannung auf und beginnt interessant zu werden, indem das gesamte Projekt die zweite Phase einläutet. Leider kommt diese gute Absicht viel zu spät, denn zwei Drittel sind bereits mit ödem Geschwafel verschwendet worden. Im letzten Drittel flippt der Film dann völlig aus und versorgt uns mit Gore-Szenen vom Feinsten. Dabei vergisst der Film völlig, welche Botschaft er eigentlich vermitteln wollte. Ob man ihn trotzdem schauen sollte muss jeder selbst entscheiden. Die erste 5 Min sind klasse, dann passiert ne knappe Stunde nichts und die letzten zehn Minuten sind wieder gut. Die Szenen zu Begin und Ende sind klasse, recht echt schwer zu schauen. Die Idee ist so gut aber die Umsetzung zu langweilig. Wer trotzdem Lust drauf hat, schaut ihn. Wer nicht 60 Minuten Zeit verschwenden will nur um 15 Minuten was gutes zu sehen lässt es.
4,5/10