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Der "Ich könnte kotzen" Thread (4 Betrachter)

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Viele Firmen ermöglichen ihren Mitarbeiter auch Home Office um das Thema Work/Life Balance besser hinzubekommen. So kann man seine Kinder sehen und dann ggfs. am Abend noch was abarbeiten. Passt natürlich nicht auf jedes Profil.
Aber ich würde nie statt einer ganzen Stelle, zwei halbe Stellen daraus machen. Bei der Übergabe geht da einfach Zuviel verloren, an Wissen und Zeit.
 
Als Mann wird man heutzutage immer noch schief angeguckt, wenn man sagt, man würde gerne mehr Zeit für die Familie haben.
Auch wenn man dafür auf Gehalt verzichtet. In den Betonköpfen hier herrscht immer noch die Meinung, der Mann müsse Karriere machen, und die Frau hat sich um Haus und Kinder zu kümmern. In den großen Unternehmen mag das anders sein, und auch im Osten der Republik wird das auch anders gesehen, aber in den vielen kleinen Betrieben hier stösst man als Mann bei sowas auf völliges Unverständnis.
Vor der Geburt unseres 2. Kindes hatte ich einige Vorstellungsgespräche, und was meint ihr, wieviele dankend abgewunken haben, als ich damals sagte, dass ich bei einem evtl. weiteren Kind selbstverständlich wieder Elternzeit nehmen will?
Ich konnte es nicht glauben, wie konservativ und verbohrt manche Leute immer noch sind.
 
Vor der Geburt unseres 2. Kindes hatte ich einige Vorstellungsgespräche, und was meint ihr, wieviele dankend abgewunken haben, als ich damals sagte, dass ich bei einem evtl. weiteren Kind selbstverständlich wieder Elternzeit nehmen will?
Deswegen würd ich das in einem Vorstellungsgespräch niemals sagen. Schade, dass man zu solchen Mitteln greifen muss, aber so ist die Gesellschaft leider häufig. Der Arbeitgeber hat auch gar kein Recht, diese Frage zu stellen...

Naja, ich hab bei meinem AG glücklicherweise komplett andere Erfahrungen gemacht. Meine zwei Monate Elternzeit wurden sofort akzeptiert, ohne Murren, ohne Diskussionen oder KOnsequenzen für mich. Mein Chef und der Geschäftsführer haben sich für mich gefreut, meine Kollegen haben meine Fehlzeit richtig toll aufgefangen, ist wirklich top gelaufen.
Ebenso der flexible Urlaubsbeginn zur Geburt (hatte da keine Elternzeit, sondern normaler Urlaub). Wurde als Selbstverständlichkeit gesehen.
Und denen ist auch klar, dass es bei einem zweiten Kind wieder so laufen wird, dass ich zwei Monate daheim bin.

Hab einige Kollegen (auch in anderen Abteilungen), die Vater geworden sind und jedes Elternzeitmodell wurde ohne Diskussionen oder "aber" angenommen. Sei es zwei Monate, zwei mal ein Monat, Teilzeitmodelle etc.

Apropos Teilzeit: Das ist auch kein Problem. Von 40% bis 80% sind alle möglichen Konstellationen vertreten. Wenn ich wollte, könnte ich Montag Teilzeit beantragen und würde die auch bekommen. Naja, was heißt wollen... Ich würde schon gerne, aber das liebe Geld...

Und Thema Überstunden: Ich komme in normalen Wochen nicht über 40 Stunden, wird bei uns auch als Normalfall gesehen. Wenns doch mal länger ist, z.B. wegen Kundentermin mit langer Fahrt (Fahrtzeit = Arbeitszeit) oder Messe, dann hat man sein Überstundenkonto, dessen Leerung auch kein Problem ist. Momentan hab ich 8 Stunden drauf... Und wenn man zu viele Überstunden sammelt, kommt der Chef und sagt, dass man bitte abbauen soll.
 
Gut, ich hab halt ne 40 Stunden Woche und standardmäßig nur 26 Tage Urlaub.
Aber ich konnte einen Teil meines Urlaubsgeldes in Urlaubstage umwandeln, so dass ich effektiv auch 30 Tage hab und halt mein 13. Gehalt kleiner ist.
 
Die Frage ist viel mehr wer bei 8 Stunden mehr als 5 Stunden produktiv ist :D
Am liebsten würde ich jetzt einen "Deine Mudda" Witz reissen, aber ich verkneif es mir.

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Deswegen würd ich das in einem Vorstellungsgespräch niemals sagen. Schade, dass man zu solchen Mitteln greifen muss, aber so ist die Gesellschaft leider häufig. Der Arbeitgeber hat auch gar kein Recht, diese Frage zu stellen...
Ich weiß, dass das der AG nicht fragen darf. Ich hatte mir auch überlegt zu lügen, bin dann aber bei der Wahrheit geblieben. Denn alleine das die Frage überhaupt kam, hat mir gezeigt, dass die ein Problem damit hätten. Und bei so einer Firma will ich dann auch nicht arbeiten.
Während meiner erstem Elterzeit wurde ich btw von meinem damaligen AG gekündigt. Natürlich ungerechtfertigt, nicht zulässig, Abfindung vom Gericht bekommen usw, aber trotzdem nicht schön.
Um sowas zu vermeiden, hab ich gleich von Anfang an abgewunken, wenn potentielle Arbeitgeber andeuteten, Elternzeit sei ja nicht ganz so arbeitgeberfreundlich.
 
Theoretisch hat man doch meines Wissens immer das Recht, seine Stunden verkürzen zu dürfen, oder?

Die Sache ist ja halt auch, dass es kaum Führungspositionen in Teilzeit gibt, weil man ja mehrheitlich erreichbar sein muss. Erst dann würde man ja aufgrund eines höheren Grund Gehalts weniger Stunden stemmen können.
 

Was auch immer da stand, ich möchte noch ergänzen, dass Führungspositionen in Teilzeit so lange rar oder gar utopisch bleiben, wie man nicht von der 40 Stunden Woche als gesamtkonstrukt oder Richtwert abweicht. Ich habe eben einen Artikel gesucht, aber leider nicht gefunden, in dem es darum ging, dass der Automatisierungsprozess durch eine Senkung der Wochenstunden für den Mitarbeiter aufgefangen werden kann und wenn alle an einem Strang ziehen, eine 25 Wochen Stunde möglich wäre. Nur müsste man sich dann auch als privatmensch umstellen, dass man nicht mehr so flexibel einkaufen kann, Hotlines begrenzt erreichbar sind etc, denn der Dienstleistungsbereich und Einzelhandel müsste auch mitziehen.

Und wo wir gerade bei undingen sind: Handwerker werden oft schlecht bezahlt und kriegen vom Chef mit auf den Weg: kannst dir ja samstags Wat schwatt dazu verdienen.

Aber auch da ist das schon so in den Köpfen drin, dass ich selten welche getroffen habe, die sich so drüber beschwert haben.
 
Geh grad in den REWE und will Trauben kaufen. Haben 6 verschieden Sorten und Marken.
Aber ALLE! Kernlos?
Was ist bloß los mit der Welt?! Ich will Kerne in den Trauben.

Gut dann bekommen die halt net mein Geld.
 
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