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Der "Ich könnte kotzen" Thread

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Wenn man im ÖD arbeitet, und auch nur den ÖD kennt, sollte man sich mit wohlmeinenden Ratschlägen diesbezüglich imo etwas zurück halten. Ich kenne keinen Arbeitgeber, bei dem man Beruf und Familie so gut vereinbaren kann. Mal später kommen oder früher gehen ist im ÖD kein Problem. Und gerade die Flexibilität braucht man, wenn man Kinder hat.

Das geht leider im Mittelstand nicht immer so einfach. Ich bin auch in einer Firma gelandet, wo Anwesenheit alles ist. Da muss man seine 9 Std absitzen, weil nur dann ist man ein guter Mitarbeiter. Völlig egal, ob man an dem Tag seine Arbeit auch in 3 Std erledigt hätte. Wäre ich noch im ÖD, könnte ich dank Gleitzeit irgendwann mal gehen, bei meiner jetztigen Stelle wäre das völlig undenkbar.

Und ja, Kinder bedeuten Verzicht. Weiß ich, ist auch kein Thema. Aber mit Kindern muss ich ja schon bei nem Vollzeitgehalt verzichten, mit einem Teilzeitgehalt würde ich meine Familie gar nicht ernähren können. Und da gehts dann gar nicht mal um "Party machen" oder Urlaube, sonderm um Wohnraum, Essen, versicherungen und sonstige essentielle Dinge. Weiß gar nicht, wie sich manche das vorstellen...davon mal abgesehen läuft man ja auch in eine Altersarmut-Falle, wenn man längere Zeit nur Teilzeit arbeitet. Meine Frau kann ein Lied davon singen.
Und noch was: klar hat man ein Recht auf Teilzeit. Aber aus der Teilzeit kommt man dann aber auch nie wieder raus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Mitarbeiter werden teils fragwürdig verteilt. Das Geld ist ja offensichtlich da.
Im Ingenieursbereich ist das auch schlimm geworden. Mehr Dienstleister, günstige Bezahlung.
Kunde drückt den Preis auch extrem, weil sie scheiße gebaut haben und Geld sparen müssen. Mein Kunde hat ne 34 Stunden Woche und eine alten Vertrag. Nicht studiert, arbeitet seit zwanzig Jahren nur dort.

Jetzt kostet eine Ingenieursstunde vllt. Gerade mal 50-60€...
 
Ich persönlich finde das aber jetzt hanebüchene Kritik :O_o:

Natürlich wäre es schön, mehr Freizeit zu haben, aber 39 Stunden/Woche sehe ich durchaus als ein System an, welches sich bewährt hat. Nicht umsonnst geht es Bürgern und Bund vergleichsweise gut.

Und bei 39 Stunden hat man durchaus noch Zeit für Hausarbeit, Famile, Freunde und Hobby. Rechne doch mal grob auf ne 5-Tage Woche. Fängst um 7 an, hast um halb 4 Feierabend und den ganzen Nachmittag und Abend für dich. Und wenn man sich dann dazu entscheidet, Kinder zu bekommen, dann muss man halt kürzer treten.

Also für mich auch der gröbste Unsinn. :lol:
Jetzt nicht dass was Du geschrieben hast, sondern worauf es sich bezieht ... die Kritik an 39 Stunden Arbeitswoche.
Ich arbeite zB mindestens 45Stunden in der Woche. Mindestens. Und ich kriege Hausarbeit und Einkauf und Kochen und Freunde und Hobbies auch noch geregelt.
Wenn die Leute weniger arbeiten wollen, dann können Sie das in flexiblen Systemen ja auch.
Da arbeitet man dann 36 oder weniger Stunden, ist bei einigen Arbeitgebern ja Verhandlungssache, bekommt man aber natürlich weniger Geld. Das wollen dann aber viele auch wiederum nicht.
Also am liebsten würden alle weniger Arbeiten, mehr Freizeit, keine Abstriche beim Gehalt machen und so weiter und so fort ... aber das ist eine Glücksbärchiwelt, die es halt nicht gibt.
 
Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung würde schon reichen.
Ich will gar nicht weniger arbeiten, ich würde nur gerne besser über die Zeiten in denen ich arbeite bestimmen können.
Und Marcello, bist du nicht im Unternehmen der Familie tätig? Wenn ja, kannst du bestimmte Dinge sicherlich auch mal während der Arbeitszeit erledigen, das kônnen viele andere nicht.
 
Na ja, ich arbeite in der Regel auch über 40 Stunden in der Woche. Freizeit hab ich nicht sonderlich viel. Auf Grund des Kindes. Letzteres ist natürlich von mir gewählt. Aber irgendwie an Großeltern abgeben geht halt nicht. Da haben es andere Leute ein wenig besser. Der größte Leidtragende ist aber mein Sohn, weil er so lange in der Schule ist, wie ich und meine Frau arbeiten müssen. Anders ist das es nicht machbar. Weniger Stunden geht einfach nicht. Dass nicht für weniger Arbeit, das gleiche Geld kriege, ist mir an sich auch klar.

Aber und das ja auch einer wichtigen Punkte, es ist nicht immer alle Schickilacki, nur weil man es nicht anders kennt und weil man selber in der Lage ist alles unter einen Hut zu bringen. Wenn ich jetzt sage, dass man auf Philippinen ein besseres Leben führen kann, als in Deutschland, weil ich es so kenne, dann trifft das trotzdem für zig Leute nicht zu, weil die Voraussetzungen nicht gegeben sind.
 
Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung würde schon reichen.
Ich will gar nicht weniger arbeiten, ich würde nur gerne besser über die Zeiten in denen ich arbeite bestimmen können.
Und Marcello, bist du nicht im Unternehmen der Familie tätig? Wenn ja, kannst du bestimmte Dinge sicherlich auch mal während der Arbeitszeit erledigen, das kônnen viele andere nicht.

Ich erledige nichts während der Arbeitszeit, ausser mal ins KT zu gucken.
Ich mach in der Regeln nichtmal Mittagspause, eben was Essen und das wars. Dafür unbezahlte Überminuten und -stunden.
Mehr als 2 Wochen Urlaub gibts nicht am Stück. Ich werd auch nicht einfach "krank" wenn ich mal keine Lust habe, hab in 11Jahren jetzt 3Tage mal gefehlt.
Ich verdiene ordentlich, aber jetzt auch nicht viel mehr als ich in der Branche an anderer Stelle verdienen würde.
Der einzige Unterschied ist eben dass ich weiss dass ich nicht für "irgendwen" anders arbeite, sondern für mich.
 
Aber und das ja auch einer wichtigen Punkte, es ist nicht immer alle Schickilacki, nur weil man es nicht anders kennt und weil man selber in der Lage ist alles unter einen Hut zu bringen.

Das sage ich auch nicht. Ich bin da doch nicht Leitbild und alles muss so sein wie ich das vorgebe.
Jeder soll von mir aus machen wie er will und mit seinem Modell glücklich werden, als wenig Arbeiter oder viel Arbeiter
Aber man muss halt auch gucken wie alles passt.
Wenn man weniger arbeiten will ... ist es ja auch nur natürlich, dass man dann weniger Geld bekommt, aber das will ja dann auch niemand. Dann ist ja nichts mehr bezahlbar. Ach?! :) Und flexible Arbeitszeiten sind halt auch nicht überall möglich.
Wenn ein Büro von 9 - 17 Uhr geöffnet hat, dann müssen eben auch die Leute von 9 - 17 Uhr da sein und nicht von 7 - 15 oder von 11 - 19.
Ich versteh auch, dass es mit Kind und allem nicht einfach ist...aber es geht ja halt nicht anders.
Die Welt, in der wir leben ist so aufgebaut und ein besseres System hat sich bisher ja noch nicht etabliert.
Der Sozialismus und Kommunismus ist ja nun in all seinen Formen überall gescheitert.
 
Weg von der 40 Stunden-Woche ist ja schon ein krasser Schritt. Aber ein recht einfacher wäre es ja schon, Gleitzeit flächendeckend durchzusetzen, Überstunden-Pauschalen abzuschaffen und vor allem Home-Office ein besseres Image zu verpassen.

Deutschlands Büros und ich glaube vor allem im Mittelstand und in kleineren Betrieben sind immer noch ein Hort des Neids. Wenn mal einer aus dem Innendienst einen Außentermin hat, dann ist das gleich eine "Fahrt ins Blaue". Home Office ist "Eierschaukeln". Jemand kann super Leistung bringen, wer aber nicht 90 Prozent des Tages mit dem Arsch am Bürostuhl klebt, wird in der Regel nicht die Reputation bekommen, wie der hammerhart-Anwesende.

On Top würde mehr Home-Office ja durchaus zu positiveren Ergebnissen in der Verkehrs- und Luftverschmutzungsstatistik führen.
 
@Marcello
Dann ist ja auch alles gut. Für mich klingt das es halt so durch, als wenn alles nur eine Frage des Willens ist. Und das ist es einfach viel zu häufig leider gar nicht. Den Einwurf mit dem Gehalt hab ich ja selber schon gebracht, da erzählst du mir ja auch nichts Neues. Mir ist durchaus bewusst, dass es da zig Faktoren gibt, die auch aus Unternehmersicht berücksichtigt werden müssen. Gerade deswegen führen so simple Beispiele am Ende nicht wirklich zu irgendwas. Es werden einfach zu viele Faktoren ausgeblendet.
 
okay. der fachkräftemangel ist also ein fake. na gut. die überalterung der gesellschaft in deutschland wohl auch? bei jeder erwähnung, das renteneintrittsalter zu erhöhen gibt es große aufschreie. teile der bevölkerung wollen keine zuwanderung, weil sie uns ja die jobs klauen. 40h wochen sind aber ebenso zu kritisieren? ich frag mich, wer die ganze arbeit dann machen soll.
 
Aber ein recht einfacher wäre es ja schon, Gleitzeit flächendeckend durchzusetzen, Überstunden-Pauschalen abzuschaffen und vor allem Home-Office ein besseres Image zu verpassen.

Aber sowas geht halt nicht immer und überall.
Hab ja schon gesagt es gibt teilweise feste Öffnungszeiten bei Büros und Banken, da bringt Gleitzeit doch nichts, da geht es nicht.
Und home office ist auch nicht überall möglich.
Bei uns zb wäre das voll tödlich, wenn man nicht mitkriegt was die anderen machen, Teil des Ganzen ist und jeder nur seinen Bereich von zu Hause macht. Oder der Angestellte am Fließband kann auch kein Home office machen.
Von daher sind die Wünsche nicht so einfach in die Tat umzusetzen.
 
Der Sozialismus und Kommunismus ist ja nun in all seinen Formen überall gescheitert.
Was hat das denn nun wieder mit Sozialismus oder gar Kommunismus zu tun? :ulgy:
Es ist einfach eine Frage der Organisation und Verteilung von Arbeit und was gesellschaftliche Werte sind, die man anstrebt und fördert.
Klar möchte ich von meiner Lohnarbeit gut und möglichst sorgenlos leben können, dazu brauche ich dann auch nicht so viel Verdienst, dass ich mir drei Fernseher und zwei Autos leisten kann.
Aber ich möchte mich eventuell noch ehrenamtlich betätigen, etwas zum Gemeinwohl beitragen, mich politisch engagieren, mich weiterbilden, meine Kinder nicht nur morgens verabschieden und Abends ins Bett bringen, sondern wirklich auch Zeit mit ihnen verbringen, meine Beziehung pflegen, Freunde und Familie treffen. Das schaffe ich definitiv nicht mit einer 39-Stunden-Woche.
Wenn ein Büro von 9 - 17 Uhr geöffnet hat, dann müssen eben auch die Leute von 9 - 17 Uhr da sein und nicht von 7 - 15 oder von 11 - 19.
Ich versteh auch, dass es mit Kind und allem nicht einfach ist...aber es geht ja halt nicht anders.
Also gerade bei diesem Beispiel wäre es das einfachste der Welt die Arbeit so umzustrukturieren, dass sie auf mehrere Schultern verteilt wird und insgesamt jede*r weniger und flexibler arbeiten könnte.
Es ist nur eine Frage des Wollens.
 
Was hat das denn nun wieder mit Sozialismus oder gar Kommunismus zu tun? :O_o:
Es ist einfach eine Frage der Organisation und Verteilung von Arbeit und was gesellschaftliche Werte sind, die man anstrebt und fördert.
Klar möchte ich von meiner Lohnarbeit gut und möglichst sorgenlos leben können, dazu brauche ich dann auch nicht so viel Verdienst, dass ich mir drei Fernseher und zwei Autos leisten kann.
Aber ich möchte mich eventuell noch ehrenamtlich betätigen, etwas zum Gemeinwohl beitragen, mich politisch engagieren, mich weiterbilden, meine Kinder nicht nur morgens verabschieden und Abends ins Bett bringen, sondern wirklich auch Zeit mit ihnen verbringen, meine Beziehung pflegen, Freunde und Familie treffen. Das schaffe ich definitiv nicht mit einer 39-Stunden-Woche.


Also gerade bei diesem Beispiel wäre es das einfachste der Welt die Arbeit so umzustrukturieren, dass sie auf mehrere Schultern verteilt wird und insgesamt jede*r weniger und flexibler arbeiten könnte.
Es ist nur eine Frage des Wollens.
bei aller liebe mingo, was stellst du dir denn bitte für einen stundenlohn vor?
 
okay. der fachkräftemangel ist also ein fake. na gut. die überalterung der gesellschaft in deutschland wohl auch? bei jeder erwähnung, das renteneintrittsalter zu erhöhen gibt es große aufschreie. teile der bevölkerung wollen keine zuwanderung, weil sie uns ja die jobs klauen. 40h wochen sind aber ebenso zu kritisieren? ich frag mich, wer die ganze arbeit dann machen soll.
Du hast dabei vergessen: den Fachkräftemangel gibt es nicht und daher wäre überall die anfallende Arbeit auch in 25 Stunden zu bewältigen :D
 
heute doch beim arzt gewesen...nichts was ich nicht schon wüsste. virale erkältung.

dazu noch die freundin angesteckt... morgen der geburtstag. gehe wohl nur kurz hin. muss bis sonntag dann noch ein video interview fertig machen- mit toller stimme, augenringen und laufender nase- yeah!
und montag geht es in den kurzurlaub.... ich könnte sowas von kotzen
 
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