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Der "Ich könnte kotzen" Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Aber so ist das mit Kindern. Kinder kosten Zeit, Kinder bedeuten Verzicht.

Es gibt einen gesetzlichen Anspruch auf Teilzeit, den kann jeder nutzen. Dann muss man aber auch damit klar kommen, dass man weniger in der Tasche hat. Man kann doch nicht erwarten, dass alles so easy läuft wie mit 18 wenn man eine Familie gründet? Man ist sich doch vorher bewusst, dass das unglaublich anstrengende 12 - 18 Jahre werden, bis das Kind aus dem gröbsten raus ist. Sowohl finanziell als auch sozial.

Und selbst wenn es so wäre. Gilt es nicht, so etwas zu Hinterfragen und zu kritisieren?

Wie gesagt, es geht doch um Effizienz. Könnte ich hier surfen, wenn ich wirklich hochkonzentriert den ganzen Tag arbeiten würde? Wohl kaum. Gehe ich auf Teilzeit, kann ich den Gürtel gar nicht so eng schnallen. Das klappt nicht. Da braucht es nicht einmal ein Kind für. Mit Kind ist es ohnehin komplett unmöglich für mich auf Teilzeit umzusteigen.

Aber du redest so lapidar daher, als wenn man einfach mal kurz die Uhr umstellen muss, dann klappt das auch locker mit Familie, Arbeit und Freizeit. Das ist mir einfach viel zu kurz gedacht und aus einer Denke heraus, die die Realität einfach nicht widerspiegelt.
 
@M4rius93 Du behauptest zuerst, dass es ein bewährtes System gäbe und kein Grund erkennbar sein auch nur irgendetwas daran zu ändern nur um mit jedem weiteren deiner Beiträge deine eigene Behauptung zu widerlegen und aufzuzeigen, was genau nicht funktioniert an diesem System.
 
@M4rius93 Du behauptest zuerst, dass es ein bewährtes System gäbe und kein Grund erkennbar sein auch nur irgendetwas daran zu ändern nur um mit jedem weiteren deiner Beiträge deine eigene Behauptung zu widerlegen und aufzuzeigen, was genau nicht funktioniert an diesem System.
Ne, ich gesteh mir einfach ein, dass es kein perfektes System gibt, aber das aktuell bestehende ein guter Kompromiss ist ;)
 
Hey, Kinder kosten Geld, Kinder kosten Zeit, Kinder brauchen Aufmerksamkeit. Zu glauben, dass Kinder das Leben nicht verändern, sowohl sozial als auch finanziell, ist noch realitätsferner als ich bisher gedacht habe.

Ich appelliere ja genau deswegen für eine Arbeitszeitreduzierung. :ulgy:
Um mehr Zeit für die Familie zu haben. Um den Kindern mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen zu können.
Unter anderem.
 
Ne, ich gesteh mir einfach ein, dass es kein perfektes System gibt, aber das aktuell bestehende ein guter Kompromiss ist ;)

Ich hab mich auch mit dem System arrangiert und es gibt mit Sicherheit schlechtere. Aber nur weil der Status Quo akzeptabel ist, heißt das doch nicht, dass man ihn nicht hinterfragen kann.

Ich empfinde es einfach nur als störend, dass du so tust, als wenn es nur kleinerer mentaler Anpassungen bedarf, um ein bequemes Leben zu führen. Da fehlt doch jegliche Differenzierung. Eine gewisse Abstrahierung ist notwendig, das ist klar. Aber das hier ist mir dann doch etwas zu simpel gestrickt.
 
Bin hier jetzt hin und her gerissen, weil ich sowohl Marius als auch Cthulhu verstehe.
Ich finde die 39 Stunden Woche (ist es meist nicht sogar 40?) gut, weil es für mich im Vergleich zu früher eine starke Verbesserung bedeutet. Ich habe knapp 10 Jahre lang im Schnitt 72 Stunden gearbeitet (12 Stunden Schichtdienst). Mittlerweile habe ich zwei Kinder und ja, Zeitmangel ist ein tägliches Thema.

Beispiel 1:
Wenn ich arbeiten gehe, stehe ich um 6 Uhr auf, gehe um 7.30 Uhr mit den Jungs zur Kita, damit die um 8 Uhr Frühstück bekommen. Dann fahre ich weiter zur Arbeit um zwischen 8.30 und 9 Uhr auf Arbeit zu sein, bedeutet bis 17 Uhr arbeiten. In der Zeit versucht meine Partnerin gegen 16 Uhr die Kinder abzuholen. Wenn bei ihr auf Arbeit Alarm ist (Gefängnis) kann das ein Problem werden. Also bin ich gegen 17.30/18 Uhr zu Hause, allerdings kommen die Kinder gegen 19 Uhr ins Bett. Viel Zeit bleibt da nicht wenn man noch gemeinsam essen möchte. (ganz zu schweigen von Haushalt etc)

Beispiel 2:
Wenn ich Berufsschule habe, muss ich um 5 Uhr aufstehen und gegen 6 Uhr los. So, wer bringt die Kinder zur Kita? Ihre Oma, weil es nicht anders geht. Und da geht's ja schon los. Erheblicher Mehraufwand und die ganze Familie einbeziehen, nur damit Mama und Papa arbeiten gehen können.

Und ja, Kinder werden krank, müssen zum Arzt etc, dann kann es richtig kompliziert werden.

Zeit für Hobbys, Freunde etc? Schwierig.
 
Zuletzt bearbeitet:
wie kommst du zu dem Schluss?
Weil die eigentlich meinen "Billiglohnarbeitermangel für Facharbeit". Gerade in der IT, wo es ja besonders krassen Mangel geben soll, ist das eigentlich nicht mal mehr ein offenes Geheimnis. Aber so kann man das Outsourcing nach Indien schön reden als auch die chronischen Unterbesetzungen (um ein Vielfaches übrigens) in den IT-Abteilungen. Und der Staat macht kräftig mit. In öffentlichen Einrichtungen sieht es nämlich auch so aus. Verwaltungen platzen jedoch aus allen Nähten und sind kontinuierlich am Expandieren.
 
... und wie es stattdessen läuft:
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Wobei ich das jetzt durchaus nachvollziehen kann, ein Ehrenamt als Betreuer ist da durchaus eine zwiespältige Sache. Man kann ja bis zu 10 Betreuungen als Ehrenamtler haben und das kann dann bis zu 4000€ im Jahr bringen. Diese Zeit sollte man dann besser in die Jobsuche investieren oder sich als Berufsbetreuer selbstständig machen, wenn man die Qualifikation hat.
 
Ich appelliere ja genau deswegen für eine Arbeitszeitreduzierung. :O_o:
Um mehr Zeit für die Familie zu haben. Um den Kindern mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen zu können.
Unter anderem.
Ja, aber du kannst auch nicht alles auf die Wirtschaft abwälzen. Klar gibt es Berufe, da ginge es. (Bei mir ja auch, ich würde die Arbeit wohl auch in 5 - 6 Stunden schaffen). Aber wenn ich dich richtig verstehe, dann strebst du ja eine Arbeitszeitverkürzung mit vollem Lohnausgleich an. Und da gibt es eben Bereiche, wo das echt problematisch wird. Nehmen wir mal Fließbandarbeit. Eine Reduzierung auf 6 Stunden würde eine weitere Zusätzliche Schicht und damit einen erheblichen Finanziellen Mehraufwand bedeuten, der am Ende auch wieder bei uns ankäme, was wieder dazu führen würde, dass wir uns am Ende weniger kaufen könnten.

Das kann man jetzt sicher auf viele Branchen runterbrechen und es gibt sicher in beiden Richtungen Bsp. wo es gut funktionieren würde und wo es eben erhebliche Probleme gäbe. Daher bin ich der Meinung, dass unser System ein gutes Mittelding ist. :)
 
Weil die eigentlich meinen "Billiglohnarbeitermangel für Facharbeit". Gerade in der IT, wo es ja besonders krassen Mangel geben soll, ist das eigentlich nicht mal mehr ein offenes Geheimnis. Aber so kann man das Outsourcing nach Indien schön reden als auch die chronischen Unterbesetzungen (um ein Vielfaches übrigens) in den IT-Abteilungen. Und der Staat macht kräftig mit. In öffentlichen Einrichtungen sieht es nämlich auch so aus. Verwaltungen platzen jedoch aus allen Nähten und sind kontinuierlich am Expandieren.
Den letzten Satz verstehe ich jeder gerade im Kontext zum rest nicht?!
 
Ich hoffe einfach mal, dass man sich in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten nicht einfach an die einfachen Arbeitsstunden klammert und davon ausgeht, dass mehr Arbeitsstunden mehr Effektivität und Produktivität und weniger Stunden eben weniger Produktivität und Effektivität.

Bei vielen Menschen zeigt sich, dass sie am effektivsten arbeiten (weniger krank, glücklicher etc.) bei einer 25-35h Woche.
Eine bessere Trennung von Arbeit und Freizeit wäre auch nicht verkehrt bei gleichzeitigem Anheben der Work-Life-Balance.

Ein paar Gedankenspiele mit der 4-Tage-Woche sind auch ganz interessant.
 
Ich hoffe einfach mal, dass man sich in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten nicht einfach an die einfachen Arbeitsstunden klammert und davon ausgeht, dass mehr Arbeitsstunden mehr Effektivität und Produktivität und weniger Stunden eben weniger Produktivität und Effektivität.

Bei vielen Menschen zeigt sich, dass sie am effektivsten arbeiten (weniger krank, glücklicher etc.) bei einer 25-35h Woche.
Eine bessere Trennung von Arbeit und Freizeit wäre auch nicht verkehrt bei gleichzeitigem Anheben der Work-Life-Balance.

Ein paar Gedankenspiele mit der 4-Tage-Woche sind auch ganz interessant.

In meiner Branche würde das bedeuten, dass du keinen einzigen Auftrag mehr kriegst , weil die Chinesen dich mit 50% Zeitersparnis am Markt zerficken würden. :D

Aber für Branchen ohne Wettbewerb sicher denkbar.
 
In meiner Branche würde das bedeuten, dass du keinen einzigen Auftrag mehr kriegst , weil die Chinesen dich mit 50% Zeitersparnis am Markt zerficken würden. :D

Aber für Branchen ohne Wettbewerb sicher denkbar.
Klar, das ist von Branche zu Branche unterschiedlich. Aber es gibt ja genügend Bereiche, wo das absolut umsetzbar wäre.
 
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