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Über Alkohol und Drogen...

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Keine Macht dem Alkohol.

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Hab Anfang letzen Jahres mal den Selbstversuch gestartet und drei Monate lang komplett auf Alkohol verzichtet.

a) Um heraus zu finden ob ich es überhaupt kann

und

b) um heraus zu finden ob sich ein positiver körperlicher Effekt einstellt.

Ergebnis:

a) Ja ging. War aber stellenweise echt lästig. Gibt einfach diverse Situationen da hab ich mein Bierchen gern. Z.B. abends im Steakrestaurant, beim Mucke machen mit dem Kumpel, oder am WE zu Hause auf der Couch mit Pizza und Serien/Film/Zocken. Will ich in Zukunft jedenfalls nicht drauf verzichten müssen.

b) Konnte keine Veränderung feststellen.
 
Ist ja auch ein großer Unterschied zwischen Komplettverzicht und Verzicht auf wochenendliche Saufgelage. Wenn man auf letzteres verzichtet, wird man definitiv eine positive Auswirkung auf den Körper feststellen.
Aber mal Wochenends ein oder zwei Bierchen, n gemütliches Glas Rotwein oder ein guter Scotch auf der Couch wirken sich imo auch nicht auf das Wohlbefinden aus.

Auf letzteres will ich auch nicht verzichten, aber Saufgelage muss ich nicht mehr haben. Zu 99% trink ich geringe Mengen für den Genuß - dafür halt hochwertige Sachen, nicht mehr die 5€-Flasche Wodka mit O. :D Soviel gesoffen, dass ich mit nem Brummschädel aufwach, hab ich seit ca. nem Jahr nicht mehr und hab absolut kein Bedürfnis, das nochmal zu erleben. Die Zeiten sind vorbei.
 
Glaube auch kaum das ab und zu mal ein Bier sich negativ auf den Köper auswirkt, genauso wenig positiv wenn man es weg lässt ;)
Nur dieses volllaufen lassen am Wochenende, das ist halt richtig schädlich, gerade wenn man aktiv viel Sport macht wirft das einen 1-2 Wochen Training zurück.
 
Wenn dann müsste es "keine Macht den Drogen" heißen, das die Statistik völlig hinfällig ist, sollte dir ja auch klar sein.
Wenn ich aber bedenke, dass nur Alkohol (neben Tabak) die einzig legale Droge ist und diese dann auch noch insgesamt am Gefährlichsten ist, kann man das ruhig kritisieren.
Entweder ich verbiete alles oder ich legalisiere alles, simple as that.

Und wenn die schon einem einem halben Nebensatz die komplette Statistik für obsolet erklärst, dann dürftest du auch gerne erklären, warum.
 
Wenn ich aber bedenke, dass nur Alkohol (neben Tabak) die einzig legale Droge ist und diese dann auch noch insgesamt am Gefährlichsten ist, kann man das ruhig kritisieren.
Entweder ich verbiete alles oder ich legalisiere alles, simple as that.

Und wenn die schon einem einem halben Nebensatz die komplette Statistik für obsolet erklärst, dann dürftest du auch gerne erklären, warum.

Naja alles finde ich jetzt etwas too much, so zeug wie Heroin, Meth und Koks muss nicht unbedingt legal sein.

Bei den pflanzlichen Stoffen sieht das ganz anders aus. :knuddel:
 
Naja alles finde ich jetzt etwas too much, so zeug wie Heroin, Meth und Koks muss nicht unbedingt legal sein.

Bei den pflanzlichen Stoffen sieht das ganz anders aus. :knuddel:
Ich verstehe aber einfach nicht warum, deine aufgezählten Drogen sind (in reiner Form) ungefährlicher als Alkohol.
Heroin in reiner Form ist nicht einmal toxisch für den Körper.

Es geht ja nicht darum, dass du im Supermarkt dann dein Heroin kaufen kannst, aber eine legale Ausgabe an Süchtige wäre die sinnvollste Lösung.
Kein gestrecktes Zeug, ergo weniger Gefahr für die Konsumenten; keine Beschaffungskriminalität, ergo Entlastung der Justiz; nur Vorteile für die Konsumenten und den Staat.

Schau nach Portugal, in die Schweiz, auch so gut wie alle Mediziner, Wissenschaftler und Strafrechtler sprechen sich für eine Legalisierung (besser: kontrollierte Abgabe) aus.
 
Heroin in reiner Form ist nicht einmal toxisch für den Körper.
Oh, das stimmt aber meines Wissens nicht... Heroin ist ein Opiat und damit auch in Reinform sehr toxisch.
Wenn ich mich recht erinnere, hat man bei Heroin noch dazu die Gefahr, dass die Spannweite zwischen einer wirksamen Dosis und einer tödlichen Dosis sehr gering ist. Und das auch ohne Verunreinigungen.
Dazu kommt, dass Heroin ein extremes Abhängigkeitspotenzial hat - psychisch aufgrund der starken Wirkung auf das Befinden und auch körperlich, wie jedes Opiat.
 
Oh, das stimmt aber meines Wissens nicht... Heroin ist ein Opiat und damit auch in Reinform sehr toxisch.
Wenn ich mich recht erinnere, hat man bei Heroin noch dazu die Gefahr, dass die Spannweite zwischen einer wirksamen Dosis und einer tödlichen Dosis sehr gering ist. Und das auch ohne Verunreinigungen.
Dazu kommt, dass Heroin ein extremes Abhängigkeitspotenzial hat - psychisch aufgrund der starken Wirkung auf das Befinden und auch körperlich, wie jedes Opiat.
Der reine Wirkstoff des Heroins (Diacetylmorphin) ist tatsächlich nicht besonders gefährlich für den Körper.
Kommt natürlich auch darauf an, wie es konsumiert wird und was so auf der Straße verkauft wird, das ist von der Reinheit natürlich meilenweit von reinem Diacetylmorphin entfernt.
Und da bestehen die Probleme, bei der Streckung und den dabei verwendeten Stoffen, bei der Applikation (also wie es konsumiert wird), der Beschaffung der Droge und des Bestecks, den Folgen verunreinigter Nadeln

Die mögliche Abhängigkeit ist natürlich gegeben, die liegt meines Wissens aber auch "nur" bei ca. 15% bis 25%.
Klar, das ist recht hoch, aber auch nicht so, dass sofort jeder nach einer Dosis Heroin für immer an der Nadel hängt.
Das war auch der Grund, warum es aus der Pharmaindustrie zurückgezogen wurde, reines Diacetylmorphin war mal ein kleines Allheilmittel und wird jetzt noch als Medikament gegen Durchfall eingesetzt (natürlich in veränderter Form, dass es nicht aufs Gehirn wirkt).
Also ja, eine Droge, die sehr schnell abhängig macht, noch ein Grund mehr, die Abgabe zu regeln, da Konsumenten deutlich mehr tun, um an ihre Dosis zu kommen.

Ich sage ja nicht, dass nun ein Nicht-Konsument aus Spaß sein Heroin kaufen kann, nein.
Es geht um eine kontrollierte Abgabe und mir fällt einfach kein einziger Grund ein, warum dies nicht schon längst so geregelt ist.
 
Wenn ich aber bedenke, dass nur Alkohol (neben Tabak) die einzig legale Droge ist und diese dann auch noch insgesamt am Gefährlichsten ist, kann man das ruhig kritisieren.
Entweder ich verbiete alles oder ich legalisiere alles, simple as that.

Und wenn die schon einem einem halben Nebensatz die komplette Statistik für obsolet erklärst, dann dürftest du auch gerne erklären, warum.
dieser overall-harm-score setzt sich wie zusammen? wenn das auf absoluten zahlen beruht ist das jetzt wenig verwunderlich eben vor dem hintergrund, dass alkohol legal zu erwerben ist.
tabak passt da imo irgendwie nicht wirklich rein, weil es zwar abhängig macht, aber in dem sinne ja nicht "betäubt" oder "bewusstseinsverändernd" wirkt.
 
Wenn ich aber bedenke, dass nur Alkohol (neben Tabak) die einzig legale Droge ist und diese dann auch noch insgesamt am Gefährlichsten ist, kann man das ruhig kritisieren.
Entweder ich verbiete alles oder ich legalisiere alles, simple as that.

Und wenn die schon einem einem halben Nebensatz die komplette Statistik für obsolet erklärst, dann dürftest du auch gerne erklären, warum.

Wollte gerade ausholen aber Bitbyter hats eigentlich schon gesagt.
 
dieser overall-harm-score setzt sich wie zusammen?


Klassifizierung nach Schadenspotenzial

Schadenspotential geläufiger Drogen
nach Nutt, 2010[44]
Rang Droge Punktwert
1 Alkohol 72
2 Heroin 55
3 Crack 54
4 Methamphetamin 33
5 Kokain 27
6 Tabak 26
7 Amphetamin 23
8 Cannabis 20
9 GHB 19
10 Benzodiazepine 15
11 Ketamin 15
12 Methadon 14
13 Mephedron 13
14 Butan 11
15 Khat 9
16 Anabolika 10
17 Ecstasy 9
18 LSD 7
19 Buprenorphin 7
20 Psilocybinhaltige Pilze 6
Anmerkung: Je höher der Punktwert, desto höher das Schadenpotential
Die Risikobewertung auf Basis evidenzbasierter Methoden ist schwierig.

Ein möglicher Ansatzpunkt ist der Vergleich von Todesfällen und Konsumeinheiten. Nach Angaben der Bundesregierung sterben in Deutschland jährlich rund 74.000 Menschen an den direkten und indirekten Folgen von Alkoholmissbrauch. Gleichzeitig wird von einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von zehn Litern reines Alkohols pro Person (in der Bevölkerung ab 14 Jahren) ausgegangen,[45] was somit einem Todesopfer auf ca. 9.000 bis 10.000 konsumierte Liter reinen Alkohols entspricht. Ausgehend von einem Alkoholgehalt von 4,8 Prozent fordern somit in Deutschland – rechnerisch – je knapp 600.000 kleine Bier (0,33 L) ein Todesopfer. Demgegenüber steht ein Todesopfer dem Konsum von – je nach Untersuchung – 1.000.000 bis 17.000.000 Ecstasy-Pillen gegenüber.[46] Problematisch bei diesem Ansatz ist, dass zwar die Zahl der drogenbezogenen Todesfälle bekannt ist, nicht jedoch immer die Zahl der Konsumenten.[47][48]

Im März 2007 wurde in der renommierten medizinischen Fachzeitschrift The Lancet eine von einem Forscherteam um David Nutt durchgeführte Studie[49] veröffentlicht. Darin wurden drei Hauptfaktoren definiert, die das Schadenspotenzial des Konsums einer Droge ausmachen:

  • der (körperliche und gesundheitliche) physische Schaden für das Individuum, den die Droge verursachen kann;
  • das potenzielle Ausmaß der Abhängigkeit des Individuums von der Droge;
  • die möglichen Auswirkungen des Drogengebrauchs auf die Familie, die Gemeinde und die Gesellschaft, in welcher der Drogennutzer lebt, also der soziale Schaden.
Jede dieser Kategorien ist wiederum in drei Unterkategorien unterteilt. Psychiater und unabhängige Experten vergaben für alle Substanzen 0 bis 3 Punkte in jeder Unterkategorie. Die gemittelten Bewertungen aller Kategorien wurden für jede Substanz addiert, um einen Wert für das generelle Schadenspotenzial zu erhalten.

Beachtenswert ist, dass im Ergebnis die legalen Drogen Alkohol und Tabak unter den zehn schädlichsten Drogen zu finden sind. Nutt, damaliger Drogenbeauftragter der britischen Regierung, kritisierte aus diesem Grunde die Drogenpolitik als „den Erkenntnissen der Forschung widersprechend“, woraufhin er seines Amtes enthoben wurde.[50]

Im November 2010 wurde im Lancet eine Folgestudie basierend auf verbesserter Methodik veröffentlicht.[44] Das Schadenspotenzial setzte sich nunmehr aus 16 gewichteten Einzelfaktoren zusammen, welche sich auf die Gruppen physischer, psychischer und sozialer Schaden innerhalb der Dimensionen Selbstschädigung und Fremdschädigung verteilen.[51][52] Als Droge mit dem insgesamt größten Schadenspotenzial wurde Alkohol mit einer Bewertung von 72 von 100 Punkten identifiziert, gefolgt von Heroin (55) und Crack (54).[53][54] Das hohe Schadenspotenzial von Alkohol insbesondere in der Dimension Fremdschädigung lässt sich vermutlich teilweise mit der leichten Verfügbarkeit und dem weit verbreiteten und gesellschaftlich tolerierten Konsum erklären.[55] Andere Drogen mit insgesamt hoher Risikobewertung weisen hingegen ein höheres absolutes Selbstschädigungspotenzial auf. Dies dürfte vor allem auf die bei diesen Drogen ausgeprägte Gefahr einer schnellen Abhängigkeitsentwicklung zurückzuführen sein.


Also @Gerri , warum sind diese Daten völlig hinfällig?
 
Außerdem existieren auch noch andere Werte, in einer anderen Studie wurden gängige Drogen genommen und eine "Margin-of-Exposure"-Skala erstellt, die den Punkt errechnet, an dem Überleben und Tod gleich gewichtet sind ("Lethal-Dosis-50" Wert).
Da liegt Alkohol bei 1,2 und Heroin bei 1,1.
Heroin kann also eher zum Tod führen, was aber auch zum Großteil nicht explizit auf den Wirkstoff zurückzuführen ist, sondern an den Streckstoffen, verunreinigten Nadeln etc.
Alkohol betrifft das natürlich nicht.

Zum Vergleich noch ein paar andere Drogen: Nikotin liegt bei 6.8, Meth bei 7.7, Amphetamine bei 19, Cannabis bei 119.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4311234/
 
Ist ja auch ein großer Unterschied zwischen Komplettverzicht und Verzicht auf wochenendliche Saufgelage. Wenn man auf letzteres verzichtet, wird man definitiv eine positive Auswirkung auf den Körper feststellen.
Aber mal Wochenends ein oder zwei Bierchen, n gemütliches Glas Rotwein oder ein guter Scotch auf der Couch wirken sich imo auch nicht auf das Wohlbefinden aus.

Auf letzteres will ich auch nicht verzichten, aber Saufgelage muss ich nicht mehr haben. Zu 99% trink ich geringe Mengen für den Genuß - dafür halt hochwertige Sachen, nicht mehr die 5€-Flasche Wodka mit O. :D Soviel gesoffen, dass ich mit nem Brummschädel aufwach, hab ich seit ca. nem Jahr nicht mehr und hab absolut kein Bedürfnis, das nochmal zu erleben. Die Zeiten sind vorbei.

Bei mir war es zuletzt auf einen Freitagabend ca. eine halbe Flasche Jägermeister. War nie wirklich betrunken, konnte danach aber immer gut schlafen. Es war gemütlich und hat geschmeckt. Einen Kater hatte ich auch nie, bin trotzdem spätestens um 6 Uhr morgens aufgestanden, war aber den ganzen Tag über träge.

Jetzt stehe ich Samstags fit um 5 auf , gehe in die Garage , dusche , hole Brötchen und genieße den Tag.
 
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