Ja, ich will unsere Sprache "vergewaltigen", um was zu erreichen. Ich will erreichen, dass bei Wörtern "Professor", "Arzt", "Anwalt", "Arbeiter", "Pilot", "Astronaut", "Wissenschaftler", etc. nicht automatisch an eine männliche Person gedacht wird. Denn "Wenn ich die männliche Form benutze, meine ich ja eigentlich selbstverständlich ALLE Personen!" funktioniert eben (noch?) nicht. Und Frauen auch im Arbeitsleben überhaupt als Möglichkeit in den Sinn zu rufen, lässt sich nur erreichen, wenn man sie ausdrücklich in die Sprache mit einbezieht. Deswegen mache ich das und deswegen machend as viele andere. Nicht, um irgnedwen zu ärgern, sondern Bewusstsein dafür zu schaffen.
Sorry, aber wenn du so (in meinen Augen) verquer denkst, liegt das Problem vielleicht da???
Wenn ich sage, ich gehe zum Arzt/Anwalt/Professor, dann nicht mit dem Gedanken zu einem Mann zu gehen, sondern zu jemandem zu gehen, der mir bei meinem Anliegen hilft. Ob das nun ein Mann oder eine Frau ist, ist mir relativ egal. Ich kenne auch zumindest keinen Mann in meinem Umfeld, der ein Problem mit Frauen in diesen Jobs hätte? Warum auch? (gibt es aber ganz sicher, keine Frage!)
Und wenn ich weiss, dass mein Arzt eine Ärztin ist, dann wird sie auch so genannt. Wobei ich auch immer dachte, es würde die Berufsbezeichnung genannt und nicht das Geschlecht...

) und Frauen oft ein Problem damit haben, wenn das Gegenüber mehr ausstrahlt, als man selbst. Da spielt wohl auch viel die Psychologie eine Rolle.