Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Meinst du mich? Aber sicher doch, Witze sind Witze, egal, ob über Blondinen, Ostfriesen, Juden oder Schwarze.

Nee, ganz allgemein.

Ich mag z.B. @Mingo , aber er ist so ein Typ... ich glaub, wenn ich hier einen Frauenwitz loslassen würde, würde er nicht lachen sondern mich eher darauf hinweisen, dass das nicht korrekt sei. :D

Ich selbst bin ja jemand, der für die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist.

Ich bin aber auch jemand, der im Laufe des Lebens erkannt hat, dass es diese 100%ige Gleichstellung nie geben wird, auch nicht im Berufsleben. Geht einfach nicht. Es gibt ja streng genommen im Job nichtmals eine Gleichstellung zwischen Mann und Mann.

Daran zu arbeiten, dass es minimiert wird, das ist klar.

In meinem Privatleben habe ich aber auch oft erlebt (und im Job auch, ich habe ja viel Kundenkontakt), dass diese Gleichstellung teils nichtmals von Frauen gewünscht wird. Nicht, dass die klassische Rollenverteilung das Ziel sei, aber manche Dinge haben sich halt auch als "gut" etabliert und werden auch von Frauen so gelebt.

Ich habe auch erlebt, dass das, was hier als Sexismus benannt wird, teils auch von Frauen gegen Männer gelebt wird. In der heutigen Zeit sogar ganz selbstverständlich. Und ich kenne kaum Männer, die da ein Problem mit haben. Witze gegen Männer? Lachen auch Männer drüber. Ich habe eine Chefin, und nie ein Problem damit gehabt. Meine Frau hat Magic Mike (und fand ihn schlecht) geschaut. Und? Mir doch egal.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass bei solchen Diskussionen garnicht erfasst wird, was von der Gesellschaft eigentlich angestrebt wird. Wollen wir unsere Sprache vergewaltigen, nur um... was zu erreichen? Vielleicht bin ich auch einfach schon zu alt und festgefahren in meinen Gedanken, aber wir leben in einer Zeit, in der jede Frau das gottgegebene Recht hat, mir ihre Brüste entgegenzustrecken, aber ich darf als Mann nicht hingucken, und wenn ich mich erdreiste, auch nur einen Pieps dazu zu sagen, bin ich ein Sexistenschwein...

Ich lebe mein Leben weiter wie gehabt. Bin damit 40 Jahre gut durchgekommen und nie Probleme mit Frauen gehabt, auch nicht, was meine Einstellung angeht.
 
Nee, ganz allgemein.

Ich mag z.B. @Mingo , aber er ist so ein Typ... ich glaub, wenn ich hier einen Frauenwitz loslassen würde, würde er nicht lachen sondern mich eher darauf hinweisen, dass das nicht korrekt sei. :D

Ich selbst bin ja jemand, der für die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist.

Ich bin aber auch jemand, der im Laufe des Lebens erkannt hat, dass es diese 100%ige Gleichstellung nie geben wird, auch nicht im Berufsleben. Geht einfach nicht. Es gibt ja streng genommen im Job nichtmals eine Gleichstellung zwischen Mann und Mann.

Daran zu arbeiten, dass es minimiert wird, das ist klar.

In meinem Privatleben habe ich aber auch oft erlebt (und im Job auch, ich habe ja viel Kundenkontakt), dass diese Gleichstellung teils nichtmals von Frauen gewünscht wird. Nicht, dass die klassische Rollenverteilung das Ziel sei, aber manche Dinge haben sich halt auch als "gut" etabliert und werden auch von Frauen so gelebt.

Ich habe auch erlebt, dass das, was hier als Sexismus benannt wird, teils auch von Frauen gegen Männer gelebt wird. In der heutigen Zeit sogar ganz selbstverständlich. Und ich kenne kaum Männer, die da ein Problem mit haben. Witze gegen Männer? Lachen auch Männer drüber. Ich habe eine Chefin, und nie ein Problem damit gehabt. Meine Frau hat Magic Mike (und fand ihn schlecht) geschaut. Und? Mir doch egal.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass bei solchen Diskussionen garnicht erfasst wird, was von der Gesellschaft eigentlich angestrebt wird. Wollen wir unsere Sprache vergewaltigen, nur um... was zu erreichen? Vielleicht bin ich auch einfach schon zu alt und festgefahren in meinen Gedanken, aber wir leben in einer Zeit, in der jede Frau das gottgegebene Recht hat, mir ihre Brüste entgegenzustrecken, aber ich darf als Mann nicht hingucken, und wenn ich mich erdreiste, auch nur einen Pieps dazu zu sagen, bin ich ein Sexistenschwein...

Ich lebe mein Leben weiter wie gehabt. Bin damit 40 Jahre gut durchgekommen und nie Probleme mit Frauen gehabt, auch nicht, was meine Einstellung angeht.
das ist doch alles anerzogen...
 
Dass es natürlich Frauen gibt, die sich ihrer konservativen, traditionellen Rolle verpflichtet fühlen, tut ja hier eigentlich nichts zur Sache. Das ist völlig legitim und da kann und will und muss man eine Änderung auch nicht erzwingen. Aber es herrscht leidet zum einen keine Chancengleichheit bei der Einstellung, keine Gleichstellung bei der Bezahlung und kein Respekt, spätestens wenn sich die Frau fünf Meter von der Männergruppe entfernt.

Viele Feministen schießen vielleicht manchmal über das Ziel hinaus. Ist zumindest meine Meinung, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass es sehr viel unausgesprochenen, verleugneten Sexismus gibt, von dem sich die ganze westliche Welt distanziert. Und es ist schwierig diesen Sexismus anzugreifen, wenn keiner ihn kennen will und man ihn als Illusion der Feministinnen abstempelt oder zwanghaft versucht dieses Verhalten auf der Seite der Frauen zu suchen, um es als natürliches Phänomen zu deklarieren. (Ist es aber nicht.)

Und natürlich können Männer über Männerwitze lachen, weil sie es nicht ernst nehmen. Da ist doch eine riesige emotionale Distanz zur Pointe. Ich bin mir aber sicher, dass die meisten Dicken über Dicken-Witze allenfalls äußerlich lachen und Türkenwitze auch gerne ins Herz treffen und man halt auch nicht unbedingt über Frauenwitze lacht, wenn man ein starkes Bewusstsein für Sexismus hat.
 
Dass es natürlich Frauen gibt, die sich ihrer konservativen, traditionellen Rolle verpflichtet fühlen, tut ja hier eigentlich nichts zur Sache. Das ist völlig legitim und da kann und will und muss man eine Änderung auch nicht erzwingen. Aber es herrscht leidet zum einen keine Chancengleichheit bei der Einstellung, keine Gleichstellung bei der Bezahlung und kein Respekt, spätestens wenn sich die Frau fünf Meter von der Männergruppe entfernt.

Aber es kann auch nicht immer Chancengleichheit geben. Zb. wenn sich eine Frau als Stahlarbeiterin bewirbt, aber aufgrund der körperlichen Vorraussetzung nicht genommen wird.
 
Dass es natürlich Frauen gibt, die sich ihrer konservativen, traditionellen Rolle verpflichtet fühlen, tut ja hier eigentlich nichts zur Sache. Das ist völlig legitim und da kann und will und muss man eine Änderung auch nicht erzwingen. Aber es herrscht leidet zum einen keine Chancengleichheit bei der Einstellung, keine Gleichstellung bei der Bezahlung und kein Respekt, spätestens wenn sich die Frau fünf Meter von der Männergruppe entfernt.

Sorry, aber das ist IMO vollkommen falsch ausgedrückt. Schon mal auf die Idee gekommen, dass sich Frauen dieser Rolle nicht verpflichtet fühlen, sondern sie gerne und aktiv leben?

Bzgl. Chancengleichheit: Meine Chefin hat mir beim Einstellungsgespräch gesagt, dass sie sich nie eine junge Frau als Verkäuferin holen würde. Die kommt mit Mitte 20 und dann besteht jederzeit die "Gefahr", dass sie schwanger wird und erstmal ausfällt. Was in Betrieben mit 500 Mitarbeitern kompensiert werden kann, ist im Mittelstand ein echtes Problem, gerade bei langen Einarbeitungszeiten.

Und eine Gleichstellung bei der Bezahlung gibt es nicht. Auch nicht zwischen Männern. Du hast 10 Männer in einem Betrieb, alle machen die gleiche Arbeit, und trotzdem werden alle unterschiedlich bezahlt. Man kann da höchstens vom Durchschnitt sprechen und da ist es natürlich legitim, dass Frauen, falls nicht längst passiert, in dieses Gefüge gehoben werden.

Auch davon abgesehen kann es in vielen Berufen keine Chancengleichheit geben. Du tust das ab, was @M4rius93 sagt, aber das ist im Handwerk ganz grundsätzlich ein Problem. Das fängt an damit, dass Betriebe per Gesetz die Möglichkeit getrennter Umkleiden und Duschen schaffen müssen und geht weiter damit, dass die meisten Frauen im KFZ-Gewerbe z.B. einfach keinen Radsatz von einem X5 wechseln können. Also müsste ein Mann einspringen. Kunde von mir hat einen Malerbetrieb. Hatte eine Azubine, die konnte die Farbeimer nicht über die Leiter hochtragen. Das sind Beispiele aus der Realität.

Ansonsten machen wir bei uns in der Firma die Frauenwitze immer, wenn die Frauen dabei sind. Da gehen wir keine 5 Meter weg. :D
 
Kunde von mir hat einen Malerbetrieb. Hatte eine Azubine, die konnte die Farbeimer nicht über die Leiter hochtragen. Das sind Beispiele aus der Realität.

Ansonsten machen wir bei uns in der Firma die Frauenwitze immer, wenn die Frauen dabei sind. Da gehen wir keine 5 Meter weg. :D


So eine haben wir auch, mal einen PC oder Drucker durchs Gebäude tragen geht nur mit Sackkarre, ist ja kein Ding, aber eben ein Unterschied.
 
Also zunächst mal: Wenn meine Freundinnen oder Bekannte so losseuftzen: "Männer eben...", "typisch Mann!", weise ich die genauso darauf hin, dass da Quatsch ist. Da es meist um Beziehungsangelegenheiten und Liebe geht, und normalerweise von heterosexuellen cis-Frauen kommt, kann ich denen meist auch gleich genug Gegenbeispiele geben.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass bei solchen Diskussionen garnicht erfasst wird, was von der Gesellschaft eigentlich angestrebt wird. Wollen wir unsere Sprache vergewaltigen, nur um... was zu erreichen?

Ja, ich will unsere Sprache "vergewaltigen", um was zu erreichen. Ich will erreichen, dass bei Wörtern "Professor", "Arzt", "Anwalt", "Arbeiter", "Pilot", "Astronaut", "Wissenschaftler", etc. nicht automatisch an eine männliche Person gedacht wird. Denn "Wenn ich die männliche Form benutze, meine ich ja eigentlich selbstverständlich ALLE Personen!" funktioniert eben (noch?) nicht. Und Frauen auch im Arbeitsleben überhaupt als Möglichkeit in den Sinn zu rufen, lässt sich nur erreichen, wenn man sie ausdrücklich in die Sprache mit einbezieht. Deswegen mache ich das und deswegen machend as viele andere. Nicht, um irgnedwen zu ärgern, sondern Bewusstsein dafür zu schaffen.

Ich finde dieses Beispiel immer noch gut, ich glaube, wir hatten das hier auch schonmal.

Ein Vater fährt mit seinem Sohn im Auto. Sie haben einen schweren Unfall, bei dem der Vater sofort stirbt. Der Sohn wird mit schweren Kopfverletzungen in ein Spezialklinik eingeflogen. Die Operation wird vorbereitet, alles ist fertig. Der Chef-Chirurg erscheint, wird plötzlich blass und sagt: "Ich kann nicht operieren, das ist mein Sohn!".


Und solche Festgefahrenheiten in unserer Sprache sorgen tatsächlich mitunter, wenn auch nicht ausschließlich, dafür, dass Mädchen sich eine Zukunft als ITlerin, Pilotin, etc. gar nicht erst vorstellen können. Nicht zuletzt, weil solche Dinge auch sehr rückständigen in sämtlichen Medien stetig weitergetragen werden. Es geht nicht darum, sie in etwas reinzudrängen. Wenn eine Frau eine leidenschaftliche Mutter ist - wunderbar. Die allermeisten ziehen allerdings eben nichtmal in Betracht, dass sie andere Möglichkeiten hätten. (Was die Möglichkeiten zur Vereinbarung von Job und Kinder angeht, ist das ja nochmal eine eigenständige, politische Sache, bei der eine Menge Handlungsbedarf besteht!)

Es geht darum, ihnen eine ehrliche und offene Möglichkeit und Chance dafür zuzugestehen.
 
habs gegoogelt. Eine Frau, die sich für eine Frau hält :lol:
kanye-wtf.gif
 
Zurück
Oben