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Scuzzle goes vegan..

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Okay, cool. Ich kenne ausschließlich Menschen, die bei Schlachtvideos wegschauen.

Wir reden hier ja eh von der Theorie. Ich bin doch stark davon überzeugt, dass so einige Menschen kein Fleisch mehr essen würden, wenn sie von jetzt an ihr Fleisch nur noch dann bekommen, nachdem sie das Tier selbst erlegt haben. Wohingegen die ethischen Bedenken geringfügiger ausfallen würden, wenn die Leute sich ihre Möhren selbst ernten müssten.

Sehe ich eher nicht so.
Das ist ne Theorie die völlig unbelegt ist und auch GARKEINEN Hintergrund hat. Du sagst die Leute würden sensibilisiert, ich sage: sie "stumpfen ab" und sehen es als Normal an. Als Hausschlachtungen noch Standard waren, gabs auch keine Vegetarier....
 
Sehe ich eher nicht so.
Das ist ne Theorie die völlig unbelegt ist und auch GARKEINEN Hintergrund hat. Du sagst die Leute würden sensibilisiert, ich sage: sie "stumpfen ab" und sehen es als Normal an. Als Hausschlachtungen noch Standard waren, gabs auch keine Vegetarier....


Aber das Walvideo wollteste dir auch nicht angucken. :D

Man stumpft bei allen Dingen ab. Wer fünfmal einem Arzt bei ner Hirn-Operation zusieht, findet das auch nicht mehr so schlimm.

As I said: Ich bin der Diskssion allmählich überdrüssig.
 
Jetzt machst du es dir aber etwas leicht. Man ist in der Pflanzenforschung mittlerweile sehr weit und hat rausgefunden, dass Pflanzen sowas ähnliches wie Sozialstrukturen entwickeln und benachbarte Pflanzen bei Schädlingsangriffen warnen können, woraufhin diese gezielt Verteidigungsmaßnahmen ergreifen. Irgendwo habe ich gelesen, dass manche Pflanzen sogar Kaugeräusche von Raupen an Blättern hören, die nichtmal von der Pflanze selbst sind und daraufhin Maßnahmen zum Schutz ergreifen. (Keine Gewähr, Link dazu such ich jetzt nicht)

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Aber gut, nehmen wir das ZNS. Ist die Schermaus ein Lebewesen nach deiner Vorstellung? Also mit Nervensystem und allem?

Dann wird es dich bestürzen zu hören, dass jedes Jahr Millionen dieser possierlichen Tierchen vergiftet oder vergast werden, je nachdem, was der jeweilige Landwirt für effektiver erachtet. Das passiert auch im Biolandbau, da sind die Mittel nur eingeschränkt, weswegen da wahrscheinlich noch etliche andere Tierchen mehr ins Gras beißen müssen.

Bis hierhin wurde noch kein einziges Tier verputzt, aber schon Millionen sind erbärmlich verreckt.
 
Sehe ich eher nicht so.
Das ist ne Theorie die völlig unbelegt ist und auch GARKEINEN Hintergrund hat. Du sagst die Leute würden sensibilisiert, ich sage: sie "stumpfen ab" und sehen es als Normal an. Als Hausschlachtungen noch Standard waren, gabs auch keine Vegetarier....

Vegetarier gab es schon immer. Damals nannte man sie vielleicht Asketen und die Beweggründe waren andere.
 
Ich fänd es aber gut, wenn Schlachtungen im Schulunterricht drankämen.

Dann würden vielleicht mehr Leute wieder das abgepackte Würstchen mit dem Schwein in Verbindung bringen und man hätte vielleicht wieder allgemein mehr Respekt vorm Essen und vor den Erzeugern.
 
Wieso denn nun wieder Schmerzen? Der Tötungsvorgang geht (wenn nicht etwas falsch gemacht wird - darum soll es nicht jeder Hanswurst selber machen) doch biologisch gesehen ziemlich schmerzlos über die Bühne. Betäubung durch Bolzen, Schock, oder Gas und vom Schnitt kriegt das Tier garnix mehr mit.


PS: Aber geil: Können Pflanzen Schmerzen empfinden? - Link auf "vegane-Lebensweise.de".
Knaller.

Können Tiere Schmerzen empfinden: Link auf "fleisch-ist-lecker.de"
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Idealfall.
Dass es auch Fälle gibt (wie hoch dabei die Zahlen ausfallen, kann sich bei der Masse an Schlachtungen in Deutschland jede*r selber ausrechnen), bei denen dieser Idealfall nicht eintritt, bestreitet wohl niemand.
 
Also meinst du, dass die schmerzlose Tötung eher die Ausnahme darstellt und das niemand merkt?

Aber soll die (wie auch immer ausfallende, wahrscheinlich aber eher geringe) Zahl der Fehlbetäubung eher dazu führen, dass die Methoden verbessert oder die Schlachtung komplett abgeschafft wird?

Jetzt mal wertfrei.

Da könnte man auch sagen, weil es Montagsautos gibt, schaffen wir Autos komplett ab.
 
Also meinst du, dass die schmerzlose Tötung eher die Ausnahme darstellt und das niemand merkt?
Nein, das habe ich ja nicht mal im Ansatz so geschrieben.
Ich habe geschrieben, dass der "Idealfall" nicht immer erreicht wird. Ich gehe mal davon aus, dass sogar in der überwiegenden Mehrheit der Fälle der "Idealfall" erreicht wird.
Sagen wir mal bei 99,99%.
Ich habe nach kurzem googeln herausgefunden, dass in Deutschland jährlich 55 Millionen (!) Schweine geschlachtet werden.
Unter Annahme der Fehleranfälligkeit bei der Schlachtung von 0,01% bedeutet das, dass jährlich 55.000 Schweine geschlachtet werden, die nicht schmerzfrei sterben und sofort tot sind.
Das sind 150 Schweine täglich, die eher jämmerlich verrecken als einen schnellen und "angenehmen" Tod zu erfahren.

Das habe ich geschrieben.

Und ja, ich halte die Schlachtung für falsch. Und ja, ich finde die Methoden gehören abgesehen davon dennoch verbessert. Und da gehört noch einiges mehr dazu, als auf die Einhaltung geltender Gesetze zu verweisen.
 
Was sollen die Landwirte denn sonst einhalten?
Vielleicht Wunschzettel einsammeln?

Man kann eine Verbesserung ja auch fordern, man muss aber auch bereit sein, dafür zu zahlen. Und wenn man die weiter oben geposteten Zahlen anschaut, sind das eben die meisten Leute nicht. Die Bereitschaft ist bestenfalls ein Lippenbekenntnis.

Beim Fleisch ist es noch verheerender als beim Gemüse. Wenn die Leute aber keine Qualität (mit der damit verbundenen Erhöhung der Lebensqualität für die Tiere) kaufen wollen, warum sollten die Landwirte das anbieten? Da Grundangebot ist da, 98% der Verbraucher wollen es aber nicht annehmen.
 
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Natürlich sollen sie Gesetze einhalten. Man darf aber dennoch der Meinung sein, dass die Gesetze offensichtlich nicht ausreichend sind, um z.B. Tierleid zu verhindern. Oder etwa nicht?
 
Darfst du. Aber die Verantwortung dafür ist in der Politik zu suchen.
Wäre mir neu, dass Bauern jetzt ihre eigenen Gesetze schreiben.
Es gibt im Netz die Adressen der jeweiligen Abgeordneten. Die kann man anschreiben und auf die Themen aufmerksam machen.
Hast du das schonmal gemacht?
 
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Das habe ich weder bei diesem Thema gemacht noch bei anderen Themen, die mir mindestens ebenso am Herzen liegen.
Mein Beitrag beschränkt sich größtenteils auf die Teilhabe am gesellschaftlichen Diskurs und auf Verzicht auf Fleisch.
 
Damit änderst du für dich etwas und wenn du Glück hast, überzeugst du ein paar Gesprächspartner.
Wenn dir das reicht....

Leider ändert sich damit nichts für die Tiere, deren Behandlung du als grausam empfindest.

Wir halten also fest: 55.000 ohne Betäubung getötete Schweine (wahrscheinlich sehr niedrig geschätzt) reichen allenfalls für ein paar müde Forenbeiträge. Für eine Email an den Abgeordneten muss noch mehr gehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Okay, ein letztes Mal noch, dann aber wirklich.

Was ist denn genau der Unterschied zwischen Kuh und Mensch? Die kognitiven Kapazitäten? Dass der Mensch auf zwei Beinen läuft? Ein Schwein hat deutlich mehr kognitive Fähigkeiten als so manch behinderter Mensch - das klingt hart, ist aber Fakt. Den Menschen essen wir nicht, weil er "Mensch" ist. Allein die Bezeichnung "Mensch" entscheidet darüber, dass wir Lebewesen nicht essen - ganz egal, wie die Konstitution dieses Lebewesens ist, oder nicht?
was unterscheidet die kuh vom menschen?
1. die kuh ist faktisch KEIN mensch
2. die kuh gehört nicht meiner eigenen spezies (mensch) an. und selbst bei karnivoren tieren gibt es afaik nur wenige, die die eigene spezies fressen
3. "behinderte" mensche sind die ausnahme, die minderheit der menschheit. ein gemeines schwein also mit ihnen zu vergleichen ist nicht wirklich passend. eher müsste man behinderte schweine mit ihnen vergleichen
4. du hast mal irgendwann erklärt ein schwein sei intelligenter als ein säugling. das mag stimmen, aber ein säugling ist nicht am ende seiner entwicklung angekommen.
5. das menschen einen höherentwickelten intellekt haben braucht man nicht diskutieren, denke ich.
6. (und das hab ich vor ein paar tagen schon mal geschrieben) haben wir menschen "gewonnen. wir machen die regeln. es wurde schon öfter angesprochen, aber deine sicht der dinge (die ich im übrigen absolut respektiere und dir auch nicht ausreden will!) basiert auf einer rein emotionalen wahrnehmenung die imo erst durch die evolution des menschen ermöglicht wurde. was uns wiederum vom tier abhebt und uns höher stellt (in meiner welt).



und eines wollte ich noch sagen: es wird ja gerne darauf verwiesen, dass wir kein fleisch-fresser-gebiss hätten. der konter lautet dann regelmäßig, dass wir ein alles-fresser-gebiss haben... soweit so gut. worauf aber selten hingewiesen wird sind andere fakten: wir haben z.b. augen eines jägers. unsere augen sind mittig im gesicht und gehen nach vorne, so wie bei vielen jagenden/fleisch-fressenden-spezien. unser seitliches sichtfeld ist dabei eingeschränkt. bei vielen pflanzenfressern ist das anderes. es gibt auch forscher, die der meinung sind, dass die entwicklung hin zum größeren fleischkonsum der entwicklung des menschen sehr stark geholfen haben. der körperlichen, wie der geistigen.
was ich nur sagen will: es gehört mehr dazu, als nur das gebiss...
 
Damit änderst du für dich etwas und wenn du Glück hast, überzeugst du ein paar Gesprächspartner.
Wenn dir das reicht....
Nein, ich ändere für mich nichts, weil ich schon immer fleischlos lebe. Es ist für mich auch kein emotional aufgeladenes Thema, als dass ich mit Herzblut für die Rechte der Tiere einsetzen könnte. Für mich ist es schlicht eine Selbstverständlichkeit, dass Tiere dieses Recht auf Leben besitzen, weil ich nach diesem Prinzip lebe und aufgewachsen bin.

Aber es ist natürlich schon ein wenig perfide von dir, auf der einen Seite Tierrechtsbewegungen und Tierbefreiungsorganisationen als lächerlich darzustellen und zu diskreditieren, auf der anderen Seite aber zu suggerieren, dass ich mich schuldig fühlen müsste, da ich nichts oder zu wenig für die Verbesserung der Situation von Schlachtvieh tun würde.
 
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