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Scuzzle goes vegan..

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Punkt 1: Das Klischee erfüllen.

Woran erkennt man einen Veganer? Jaha, richtig, er erzählt es einem, und darum möchte natürlich auch ich euch damit (kurz) belästigen.

Lassen wir die frohe Kunde aber erst mal kurz sacken, denn der ein oder andere wird möglicherweiße etwas verdutzt oder gar schockiert in diesem Moment auf seinen Bildschirm starren.
"Whaaaaaaat? Der Typ? Mit all seinen Burgereskapaden und dem ungesunden Shizzle jeden Tag."
So oder so ähnlich dürfte es jetzt wohl manchem durch den Kopf schießen bzw. waren das u.a. die Reaktionen die ich auch im RL von Freunden/Verwandten/Bekannten geerntet habe. Neben einigen spöttichen Bemerkungen und anfänglichen Gelächter natürlich.
Aber ok, damit hab ich gerechnet und eigentlich isses mir ja auch völlig egal was irgendwer davon hält.

Kommen wir erstmal zum Warum?

Zu aller erst möchte ich sagen dass diese Entscheidung einen rein ethischen Hintergrund hat und ich die positiven gesundheitlichen Aspekte als reines Beiwerk natürlich auch gern mitnehme. Die Entscheidung zu dieser Lebensweise ist natürlich nicht über Nacht entstanden.
Die Durchführung dann hingegen schon. Gedanken diesbezüglich keimten schon seit Monaten in mir und ich hab mich auch mehr als einmal bei dem Gedanken erwischt warum ich denn gerade tue was ich tue. In diesem Fall natürlich ganz klar auf die Ernährung bezogen, denn ich muss sagen ich war nie, auch als Kind schon nicht, ein Fan von z.B. Zoos, Haustieren oder Zirkussen (Zirken? Zirkulate? Ok, ich musste den Plural googeln :gerri:). Hab diese Sachen also schon vorher bewusst gemieden.Warum stopfe ich mir also hier gerade ein (ehemaliges) Lebewesen rein? Wozu? Aber es schmeckt doch so gut, also halts Maul und is weiter.
Ja, es hatte ab und zu schon etwas leicht schizophrenes. Guter Scuzzle, böser Scuzzle.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt und Faktor der mir seit jeher extrem sauer aufgeschlagen hat ist der generelle Umgang mit Lebensmitteln, hier primär die Verschwendung jener. Das fängt beim heimischen Grillen in der Familie an geht weiter über Freßgelage in Restaurants, Fastfood Buden whatever bis hin zu den ganzen Kochsendungen im TV. Die ja auch noch wesentlich zu einer enormen Gesamtverblödung beitragen, aber das ist ein anderes Thema.
Wenn ich bedenke was da tagtäglich an Tonnen von "Speisenabfällen" im Mülleimer landet. Ich kenn es ja auch aus eigener Erfahrung, wenn dir Gäste dann erzählen das sie eigentlich gar keinen Hunger hatten und aus reiner Langeweile ins Restaurant gekommen sind.

Desweiteren habe ich mich in jüngerer Vergangenheit auch mit so manchem Veganer unterhalten und mir auch deren Motive angehört.
Den meisten war grundsätzlich erstmal das tierische Wohl am wichtigsten und ich habe auch durch eigene Recherchen jene Motive zu schätzen gelernt. Mir wahr natürlich schon vorher klar woher mein Essen kam und wie es gemacht wird/wurde, aber je tiefer ich mich auch in die Materie einlas, Videos schaute, Gespräche führte, desto bewusster wurde mir dass ich Dinge tat bzw. unterstützte die ich so eigentlich nicht mit mir vereinbaren wollte und auch nicht konnte.
Ich hatte gelernt das mich Gewohnheit, Ignoranz und sicherlich auch mangelnde Bildung diesbezüglich völlig fehlgeleitet haben.

Lets do this!

Nunja, der Entschluss war gefasst also hab ichs auch durchgezogen. Ganz oder gar nicht war die Devise. Keine halben Sachen. Ein Problem und ständiger Begleiter vom ersten Tag an war die verdammte Gewohnheit. Mettbrötchen beim Bäcker, Kuhmilch im Kaffee etc. pp. Immer wieder hab ich mich dabei ertappt wie ich fast völlig unbewusst die bisher normalsten Dinge zu mir genommen hätte. Aber keine Gefahr Leute, ich konnte das Unheil bisher abwenden.
Was ich so esse fragt ihr euch? Bisher überwiegend Obst, Gemüse, Reis, Pasta und andere Teigwaren aber natürlich auch den Mainstream "Veggiefraß", Tofuzeug in allerlei Formen sowie Sojagedöns in unterschiedlichsten Konsistenzen. Ich muss sagen rein geschmacklich haben mir diese Dinge
schon erstmal einen Dämpfer verpasst. Ekelhafte Tofubolognese, widerliche Sojaschnitzel oder Gemüseburger, Reis und Sojamilch im Kaffee.
Es war widerlich und alles in mir hat sich gegen dieses Zeug gewehrt und nach altbekanntem geschrien.
Also bliebs erstmal bei normalem Gemüse, (für meine Verhältnisse) viel Obst und Brötchen und so Shizzle. Achja, und Mandelmilch hat sich als äußerst bekömmlich erwiesen. Und Linsen. Ich habe ewig keine Linsen gegessen. Ein völlig verkanntes Lebensmittel.
Hab mir mal ein veganes Kochbuch bestellt und muss noch bisschen im Netz forschen nach guten Fleischersatzprodukten die vor allem geschmacklich überzeugen können. Damn, ich will mal wieder Bacon schmecken. Hier ist meine Reise also bei weitem noch nicht zu Ende und es wird wohl sicherlich noch das ein oder andere kulinarische Hoch und Tief geben.

The Darkside so far....

Hm, ja. ich bin Koch. Ich hab meinen eigenen Laden und ich verarbeite auch jede Menge tierischer Produkte.
Das und die Tatsache das ich ja nicht einfach so kündigen kann wie ein normaler Angestellter bringen mich derzeit noch in großen moralischen Konflikt. Ok, ich koste die tierischen Produkte natürlich nicht mehr selbst. Ich habe da noch keine wirkliche Lösung gefunden für die Zukunft und ein radikaler Schnitt wäre auch verantwortungslos.
Mal schauen wie sich das entwickeln wird.
Einen herben Rückschlag muss ich leider auch in Sachen Süßkram hinnehmen. Goodbye, geliebte Kinderschokolade, Gummibärchen und wasweisich. Die Alternativen haben mich da bis jetzt auch noch nicht wirklich überzeugt, und meine Fresse, ich hasse Zartbitterschokolade. Sowas abgrundtief ekelhaftes.
Auch so manche Fastfood Werbung macht mich natürlich hin und wieder schwach für einen Moment.

Warum dieser Fred?

Tipps, Anregung, Empfehlungen sind gern gesehen. Vielleicht will sich auch jemand anschließen. (?)

Abschließend möchte ich sagen dass dieser Schritt sicher kein leichter ist, mit einigem Verzicht einhergeht und auch erstmal viel Disziplin verlangt.
Aber ich denke dass es das wert ist um die Welt vielleicht ein bisschen besser zu machen. Man darf halt auch einfach nicht immer alles haben.
 
Ich glaube im Moment muss als Veganer auf nichts mehr verzichten. Da es eigentlich von allen Sachen fast irgendetwas gibt. Muss sich nur ein wenig damit auseinander setzten.

Was ich dir aber sagen kann ist, es wird dich jede Menge Geld kosten.


Wichtig ist das du B12 zu dir nimmst das nimmst du aus dem Fleisch, da hast du sonst einen Mangel.

Sonst würde ich dir raten ab und zu mal Fisch zu Essen.

Hier noch ne Internetseite

Www.vebu.de
 
Richtig cool :dhoch:

Werde in den nächsten Tagen mal berichten, ob ich mich anschließe, esse eh kaum noch Fleisch, aber direkt vegan zu leben...
Puh, da muss ich wirklich erstmal sehen.

Aber finde ich echt eine tolle und mutige Entscheidung, auch wenn dich das als Koch natürlich vor weitere Probleme stellt.
 
Ich glaube im Moment muss als Veganer auf nichts mehr verzichten. Da es eigentlich von allen Sachen fast irgendetwas gibt. Muss sich nur ein wenig damit auseinander setzten.

Was ich dir aber sagen kann ist, es wird dich jede Menge Geld kosten.


Wichtig ist das du B12 zu dir nimmst das nimmst du aus dem Fleisch, da hast du sonst einen Mangel.

Sonst würde ich dir raten ab und zu mal Fisch zu Essen.

Hier noch ne Internetseite

Www.vebu.de


Einem Veganer empfehlen, Fisch zu essen. Jetzt habe ich alles gesehen. :O_o:

Das mit der Mangelernährung halte ich für großen Humbug. Die Omega-3-Fettsäuren sind bspw. hervorragend durch Leinöl, Nüsse etc. zu bekommen. Wichtig ist einzig, dass man sich ausgewogen ernährt. Wenn Scuzzle jetzt nur noch Pommes in sich reinstopfen würde, weil das halt das Einfachste ist - ja, dann geht es ihm irgendwann schlecht. Aber generell ist man nicht auf Fleisch angewiesen, um gute Blutwerte zu haben. Ich hatte noch nie in meinem Leben einen ernährungsbedingten Mangel.

Edit: Und für Veganer, die es mit B12 noch mal schwerer haben: Soja-Drinks, Reis-Drinks etc. sind heute oft mit Vitamin B12 angereichert. Da sollte man natürlich schon drauf achten - also sich, wie gesagt, einfach ausgewogen ernähren.
 
Einem Veganer empfehlen, Fisch zu essen. Jetzt habe ich alles gesehen. :O_o:

Das mit der Mangelernährung halte ich für großen Humbug. Die Omega-3-Fettsäuren sind bspw. hervorragend durch Leinöl, Nüsse etc. zu bekommen. Wichtig ist einzig, dass man sich abwechslungsreich ernährt. Wenn Scuzzle jetzt nur noch Pommes in sich reinstopfen würde, weil das halt das Einfachste ist - ja, dann geht es ihm irgendwann schlecht. Aber generell ist man nicht auf Fleisch angewiesen, um gute Blutwerte zu haben. Ich hatte noch nie in meinem Leben einen ernährungsbedingten Mangel.

Ja er schreibt er will das machen, und man muss ja nicht 100% Vegan leben, sich ab und zu ein Fisch reinhauen ist sicherlich nicht schädlich.

Es geht nicht um Omega 3 sondern um B12 und der Mangel kann sich gesundheitlich sehr wohl auswirken.

Aber gut was weiß ich schon, haben mir ja nur 2 Ärzte gesagt.
 
Es geht nicht um Omega 3 sondern um B12 und der Mangel kann sich gesundheitlich sehr wohl auswirken.

Aber gut was weiß ich schon, haben mir ja nur 2 Ärzte gesagt.


Wenn jemand Veganer ist, isst er keinen Fisch.

Es gibt auch vegane Vitamin B12-Quellen. Natürlich ist ein Mangel gesundheitlich nicht gut - das habe ich auch nicht bestritten. Ich habe nur gesagt, dass es auch gut fleischlos möglich ist, gute Blutwerte zu haben.
 
Respekt! Mutiger Schritt... vor allem mit dem Beruf... das wird wohl nicht einfach werden! Wünsche dir aber viel Erfolg!

Ich leb nun schon seit knapp 33 jahren vegetarisch und seit einigen Jahren mehr oder weniger vegan. Warum mehr oder weniger? Ganz einfach... in meiner täglichen Ernährung gibts keinerlei tierische Produkte. Wenn ich allerdings irgendwo auf einen Kuchen eingeladen werde, oder ein Ei drin ist werde ich nicht den militanten Veganer mimen und durch ne Ablehnung ne Diskussion entfachen. Dann ist das eben mal so. Es ist nämlich ein Vorurteil dass alle Vegetarier und Veganer einen das immer unter die Nase reiben wollen! ;)
 
Mingo hats erfasst, und ja es hat natürlich etwas von einem kalten Entzug, aber ich will solche Dinge radikal einschränken so wie ich es vor über 2 Jahren mit dem Rauchen gemacht habe und auch anderen Dingen in meinem früheren Leben.


Ihr habt ja auch so nen veganen Supermarkt bei euch. Pack dir mal ein paar Hunderter ein und geh da mal hin. :D Gibt da viele, richtig tolle und auch spannende Sachen. Vor allem kannst du halt "blind" kaufen, was ich immer ziemlich cool finde.
 
Wenn jemand Veganer ist, isst er keinen Fisch.

Es gibt auch vegane Vitamin B12-Quellen. Natürlich ist ein Mangel gesundheitlich nicht gut - das habe ich auch nicht bestritten. Ich habe nur gesagt, dass es auch gut fleischlos möglich ist, gute Blutwerte zu haben.

Ist mir auch klar, ich lebe Pescetarisch, da ich eben der Meinung bin das Fisch eine gute Quelle für Nährstoffe liefert. Dazu schmeckt mir das viel zu gut.

Ganz im Ernst die ganzen veganen Produkte sind doch auch nur noch Industrie und kaum mehr natürlich.
 
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