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VOTE Olympia 2024 in Hamburg?

Soll sich Hamburg für Olympia bewerben?


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    33

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

also abseits aller "vernünftigen argumente" find ichs schade. olympische spiele sind cool.
die WM2006 hat ja auch gezeigt, dass wir da ordentlich was auf die beine stellen können.

für mich ist das eine dieser "geschichten" (in diesem falle eben großveranstaltungen) wo man nicht unbedingt ausschließlich mit dem rechenschieber entscheiden sollte. ja, das ding wird teuer, möglicherweise holt man die kohle auch nicht wieder rein. aber dafür präsentiert man sich wieder als land. hat die wichtigste sportübergreifende veranstlatung in der nähe. bietet auch den bürgern hier eine 4-wöchige fete, an die man sich ein leben lang erinnert. manchmal muss man auch "scheißdrauf" sagen und einfach machen. aber dem steht diese "deutsche mentailtät" wohl meist im wege.


Die Mieten in Hamburg sind jetzt schon enorm. Nimmt man London als Beispiel, ist es relativ wahrscheinlich, dass diese nach diesem "die Stadt für die Welt attraktiver-Machen" noch höher sind. Wenn sich die Leute jetzt schon kaum eine Wohnung leisten können, kann man da in meinen Augen nicht mal eben drauf scheißen, dass es noch teurer wird.
 
Die Mieten in Hamburg sind jetzt schon enorm. Nimmt man London als Beispiel, ist es relativ wahrscheinlich, dass diese nach diesem "die Stadt für die Welt attraktiver-Machen" noch höher sind. Wenn sich die Leute jetzt schon kaum eine Wohnung leisten können, kann man da in meinen Augen nicht mal eben drauf scheißen, dass es noch teurer wird.
ich will das gar nicht diskutieren. wie gesagt: es gibt sicher ne menge gründe, die dagegen sprechen und ne menge gründe, die dafür sprechen. letztlich ist es pure spekulation, was gewesen wäre, wenn. am ende wurde es abgelehnt und gut. nur eines ist für mich sicher: mit permanenten bedenken wird man auf dauer nicht weit kommen. und bedenkträger gibt es echt ne menge, in unserem schönen land ;)
 
ich will das gar nicht diskutieren. wie gesagt: es gibt sicher ne menge gründe, die dagegen sprechen und ne menge gründe, die dafür sprechen. letztlich ist es pure spekulation, was gewesen wäre, wenn. am ende wurde es abgelehnt und gut. nur eines ist für mich sicher: mit permanenten bedenken wird man auf dauer nicht weit kommen. und bedenkträger gibt es echt ne menge, in unserem schönen land ;)


Ja, aber es ist doch klar, dass die Perspektive der Betroffenen eine andere ist als derjenigen, die 200 Kilometer entfernt wohnen. Um Folgen einzuschätzen, muss man irgendwelche Erfahrungswerte nehmen. Da bietet sich London an, wo die Mieten nach Olympia um bis zu 30% gestiegen sind. Ist doch klar, dass Menschen, die finanziell nicht zum oberen Drittel gehören, das erst mal nicht wollen und vor allem auch gar nicht können. Dann ist es letztendlich auch einfach nur ein Sportereignis, das weitreichende Folgen für viele Menschen haben _könnte_. Der Fokus ist da natürlich ein ganz anderer: Wenn die Spiele in Bremen stattfinden sollten, fände ich das wohl auch tendenziell cooler. Um Mieten oder andere Folgen für die Stadt müsste ich mir ja erst mal keine Gedanken machen.
 
[QUOTE="Mingo,

So wie ich das sehe, waren die Gegner*innen mitnichten "hauptsache dagegen", sondern im Gegenteil für ganz viele andere Sachen. Zum Beispiel für mehr bezahlbare Wohnungen, für eine sozialverträgliche Stadtentwicklung, für die nachhaltige Verbesserung von Infrastruktur, etc. pp.[/QUOTE] Was in der Theorie alles super klingt . Aber hatte auch Diskussionen mit Olympia Gegnern die auch derart naiv denken. Aber die Infrastrukturellen Veränderungen wäre gekommen wenns geklappt hätte. So wird typisch Hamburg einfach nix passieren. Die Kohle die für Olympia locker gemacht worden wäre (die liegt ja nicht in irgendeiner Schatzkammer ) Wird jetzt eben nicht locker gemacht . Verlust für die Stadt. Punkt.

Kein schlag für den Sport? Du bist wohl kein Sportler . Die lächerlich niedrigen Förderungen für Randsportarten (also eigentlich alle ausser fussball ) werden mit Sicherheit Genauso bleiben wie Sie sind und der sport immer weiter in die Bedeutungslosigkeit versinken.
Dein Lösungsansatz ist Edel aber ,sorry , total naiv. Das wird in diesem Jahrhundert nicht passieren.

Wenn man alles realistisch und nicht rosarot betrachtet, bleibt es eine einmalige Chance die uns genommen wurde :kaffee: aber das ist ja auch Schnee von gestern nicht wahr?
 
Aber was gelder im,Sport angeht hat er doch recht. Wie soll man aus dem Fußball denn die Luft lassen, jetzt mal realistisch. Und schaut euch doch mal an, wieviel Geld die Briten in kleinere sportarten gesteckt haben, als klar war, dass sie olympische Spiele ausrichten. Ich finde schon, dass da was dran ist.

Aber ich wollte es ja nicht diskutieren.,sorry!
 
Aber was gelder im,Sport angeht hat er doch recht. Wie soll man aus dem Fußball denn die Luft lassen, jetzt mal realistisch. Und schaut euch doch mal an, wieviel Geld die Briten in kleinere sportarten gesteckt haben, als klar war, dass sie olympische Spiele ausrichten. Ich finde schon, dass da was dran ist.

Aber ich wollte es ja nicht diskutieren.,sorry!


Das meinte ich auch gar nicht. Eher der Vorwurf, die Gegner würden nur die negative Seite sehen, dann aber selbst so tun, als hätte Olympia ausschließlich positive Auswirkungen. Es gibt halt beides. Und wie das jeder für sich bewertet, ist ja jedem freigestellt. Wenn man am äußersten Rand wohnt, ist man sicher auch noch mal anders betroffen als die Leute im "Olympiagebiet". Dass die da auch deshalb noch mal einen anderen Blick drauf haben, könnte man zumindest mal in Betracht ziehen.
 
Das meinte ich auch gar nicht. Eher der Vorwurf, die Gegner würden nur die negative Seite sehen, dann aber selbst so tun, als hätte Olympia ausschließlich positive Auswirkungen. Es gibt halt beides. Und wie das jeder für sich bewertet, ist ja jedem freigestellt. Wenn man am äußersten Rand wohnt, ist man sicher auch noch mal anders betroffen als die Leute im "Olympiagebiet". Dass die da auch deshalb noch mal einen anderen Blick drauf haben, könnte man zumindest mal in Betracht ziehen.
da hast du recht und andere meinungen akzeptiere ich auch. für mich überwiegt aber eindeutig die chance und das erlebnis. wenn ich abends in die kneipe gehe (oder von mir aus feiern, im club) ist das auch ein minus-geschäft. trotzdem ist das möglicherweise etwas, woran man sich länger erinnert und was ein großer spaß war. jetzt multipliziere ich das mit X und habe die größte sportveranstaltung der welt für 4 wochen in meinem land, meiner stadt, der nähe.
es gibt nen haufen leute, die das kalt lässt. geschenkt, das ist dann so. es gibt nen haufen leute, die das durchrechnen und der meinung sind, dass sich das niemals finanzieren lässt, man am ende verlust macht. okay, mag sein. bei der elbphilharmonie haben die auch ohne ende geld verbrannt. für mich persönlich wäre es das wert. das erlebnis der spiele, die präsentation des landes in der welt. ja, das wäre es mir wert, geld dafür zu verbrennen. lieber sowas, als der ganze scheiß, der im schwarzen buch des bundes der steuerzahler steht ;)

und alles folgende: die mieten steigen in HH doch so auch schon oder? möglicherweise gehts dann einfach nur schneller. london hat imho (rein subjektiv, null fundiert) nicht nur wegen der spiele einen sprung gemacht. die eh schon beliebte und teure stadt hat einen aufschwung hinter sich, der auch ohne die spiele stadtgefunden hätte. vielleicht nicht so schnell.

edit: ach menno. ich will doch gar nicht diskutieren.
 
Ja, damit magst du auch recht haben. Vielleicht gibt es auch viele Leute, die dafür bereit wären, Geld zu "verbrennen". Aber nicht jeder kann das auch. Es gibt schlichtweg viele, die bei so stark steigenden Mieten ihren Stadtteil verlassen müssen. Ich finde, das sollte einfach jeder für sich kalkulieren - und das sollte dann auch jeder akzeptieren. Hamburg kommt jetzt auch schon nicht mit dem Wohnraum hinterher - es gibt schlichtweg keine Wohnungen für Menschen, die in die Stadt ziehen wollen. Und dann macht man die Stadt "noch attraktiver", hm. Ich glaube einfach, dass Hamburg im Moment sehr viel auf dem Schirm hat, um das man sich bevorzugt kümmern sollte.
 
Ja, damit magst du auch recht haben. Vielleicht gibt es auch viele Leute, die dafür bereit wären, Geld zu "verbrennen". Aber nicht jeder kann das auch. Es gibt schlichtweg viele, die bei so stark steigenden Mieten ihren Stadtteil verlassen müssen. Ich finde, das sollte einfach jeder für sich kalkulieren - und das sollte dann auch jeder akzeptieren. Hamburg kommt jetzt auch schon nicht mit dem Wohnraum hinterher - es gibt schlichtweg keine Wohnungen für Menschen, die in die Stadt ziehen wollen. Und dann macht man die Stadt "noch attraktiver", hm. Ich glaube einfach, dass Hamburg im Moment sehr viel auf dem Schirm hat, um das man sich bevorzugt kümmern sollte.
ich akzeptiere ja die entscheidung, finde sie nur schade (und aus meiner sicht zu kurz gedacht).

was die mieten angeht. naja. bei jedem, der nen mietvertrag hat, werden die mieten nicht sprunghaft ansteigen können. und für kleines geld in einer beliebten großstadt wohnen ist halt schwierig. da muss ich nunmal im rahmen meiner möglichkeiten bleiben. ist ein bisschen so, als würde ich mich darüber beschweren, dass BMW seine autos so teuer macht. seit monaten redet man davon, dass wohnraum in den städten knapp wird. wenn die vermieter ihre wohnungen nicht zu hohen preisen vermietet bekämen, würden sich die preise ganz schnell anpassen. es können aber nunmal nicht alle in der innenstadt wohnen, die das wollen. nachfrage bestimmt hier den preis.
aber in 10 jahren sieht das eh wieder anders aus und alle wollen aufs land.
 
Ja. Aber wenn du dir jetzt den BMW leisten kannst, der Hersteller aber fragt: "hey, wir wollen den jetzt gerne für vier Wochen bei so nem Autorennen anmelden" und du befürchtest, dass du ihn dir danach nicht mehr leisten kannst? :D Anyway - sei es drum. Es gibt sicher viele Aspekte, die dafür sprechen und sicher viele, die dagegen sprechen. Jeder muss für sich schauen, welche am schwersten wiegen. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Respekt .

Macht deine Aussage trotzdem nicht besser ;) so gesehen eher schlimmer. König Fußball ein wenig die Luft abzulassen. Ist das der Ansatz der Sportwissenschaft? Oh oh
Das ist natürlich nicht der Ansatz "der" Sportwissenschaft, denn "die" Sportwissenschaft gibt es nicht.
Das fängt schon dabei an, dass es nicht mal eine einheitliche Definition des Sportbegriffs gibt und hört bei der Tatsache auf, dass sich die Sportwissenschaft aus verschiedensten Teildisziplinen zusammensetzt, die oftmals untereinander nur sehr wenig Berührungspunkte haben (Bewegungswissenschaft, Trainingswissenschaft, Sportmedizin, Soziologie, Ökonomie, etc.).

Aber tendenziell würde ich der Sportwissenschaft natürlich schon eine gewisse Nähe zum professionellen und organisierten Sport attestieren, wenn man böse sein will kann man es auch Filz nennen (siehe z.B. Dopingprogramm an der Uni Freiburg). In gewisser Weise ist der Profisport vielleicht sogar der einzige Grund, warum eine Sportwissenschaft in Deutschland in der Form überhaupt existiert.
Von daher ist meine Meinung wohl eher eine Außenseitermeinung, denn natürlich sichern oder bescheren die olympische Spiele in Deutschland auch und gerade der Sportwissenschaft massig Forschungsaufträge, Forschungsgelder, Stellen, etc.

Aber um auf deinen Beitrag zurückzukommen.
Inwiefern ist es schlimmer, wenn ich als Sportwissenschaftler eine kritische (vulgo: ablehnende) Haltung zur zunehmenden Kommerzialisierung und Eventisierung des (professionellen) Sports einnehme als wenn ich dies als Nicht-Sportwissenschaftler tun würde? Das würde mich ernsthaft interessieren.
 
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