Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Megabahnstreik - was denkt ihr?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ach herrlich, nun streiken auch die Kitas unbefristet. Gerüchteweise betrifft es uns mit 2 Tagen plus einem Schließungstag = 3 Urlaubstage weniger. Paar Urlaubstage habe ich noch, also streikt weiter! Ich kann es ja schon verstehen, aber irgendwann hört es eben auf. Wer sein Kind nicht abgeben kann oder einen verständnisvollen Chef hat, hat echt verschissen. Die jetzigen 2500 finde ich zudem gar nicht so wenig für eine Ausbildungsberuf. Dass hab ich nicht mal als ausgelernter Industriekaufmann bekommen.
 
@JohnnyWohlfahrt Sicherlich seine Sichtweise, aber ich denke nicht, daß er seine CSU-Mitgliedschaft über seine Reputation als Verfassungsjurist stellen würde. Und er ist mit dieser Ansicht ja auch nicht alleine. Es ist ja auch nicht so, daß die Situation bis vor ein paar Jahren nicht auch noch anders gewesen war und damals hat auch niemand wegen ggf. Verfassungswidirigkeit geklagt oder gejammert. Das jetzt ist einfach nur die Korrektur einer Fehlentwicklung.

Btw., die Lokführer könnten mit ihrer GDL auch weiterhin streiken und das Land stilllegen, trotz Tarifeinheitsgesetz. Es ist ja nicht so, daß ihnen damit das Streikrecht abgesprochen werden würde...
 
Wollte ich auch nicht unterstellen, wird halt nur gerne in der öffentlichen Diskussion so behauptet. Ich wollte es nur mal erwähnt haben :)
 
Eben. Wird von der Politik auch nicht sonderlich deutlich vermittelt, dass das Gesetz an sich nicht viel ändert und nur darauf abzielt kleine Gewerkschaften zu schwächen. Deswegen wird es ja auch im Fahrtwind der Bürgerwut auf die GDL durchgebracht um den Klüngel zu stärken. Dass so bummelig 80% der Lokführer der DB in der Mini-Gewerkschaft GDL organisiert sind ist nämlich in anderen Branchen nicht alltäglich.
 
und nur darauf abzielt kleine Gewerkschaften zu schwächen.

Und das ist das, was die Kleingewerkschaften immer gerne postulieren, obwohl es so nicht stimmt :D

Wie gesagt, solange sie die meisten Beschäftigten einer Berufsgruppe vertreten, ändert sich für sie überhaupt nichts. Wie eben bei den Lokführern und der GDL! Nur wenn sie meinen, bei anderen Gewerkschaften in anderen Beschäftigungsgruppen wildern zu müssen und dann mit ihrer Blockademacht bei den Lokführern auch noch faktisch Mitgliederwerbung betreiben, dann hört es auf. Das ist nicht nur egoistisch, sondern imho auch unredlich und unverhältnismäßig. Dafür ist das Streikrecht auch nicht vorgesehen!
 
Und das ist das, was die Kleingewerkschaften immer gerne postulieren, obwohl es so nicht stimmt :D

Wie gesagt, ich gehöre einer Großgewerkschaft an, und bin längst nicht der einzige, der das vollkommen anders sieht. Jetzt mal lieber ohne Smiley. Es würde nämlich ausschließlich die eine Gewerkschaft bevorteilen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttreten des Gesetzes bereits die meisten Mitglieder einer Berufsgruppe hat.

Aber hier im KT, bin ich nur für den Meinungsaustausch da. Alles andere wird die Zeit zeigen.
 
Ich frag mich sowieso immer, wer überhaupt noch freiwillig Bahn fährt?

In unserer Region wurden massig Kurzstreckenverbindungen gestrichen, das, was es noch gibt, ist viel zu teuer, wenn man keine Bahncard hat.

Bei meiner letzten Bahnreise im ICE musste der Zug während der Fahrt wegen technischem Defekt anhalten. Der Anschlusszug konnte so nicht erreicht werden, Ersatzticket zu bekommen war eine bürokratische Qual und dann landet man in einem völlig überfüllten IC.

Ja, ich weiss, das muss nicht die Regel sein, aber ich als "Gelegenheits"-Bahnfahrer nehme lieber das Auto und nehme den "Stress" auf mich als Bahn zu fahren.
 
Ich fahre regelmäßig Bahn, wenn es aus der Stadt rausgeht. Und es ist wirklich nicht die Regel: ich habe weder technische Defekte noch großartige Verspätungen erlebt. Bevor ich mich mit den ganzen anderen Idioten auf der Autobahn einreihe, sitze ich lieber gemütlich im Zug.
 
Ich fahre regelmäßig Bahn, wenn es aus der Stadt rausgeht. Und es ist wirklich nicht die Regel: ich habe weder technische Defekte noch großartige Verspätungen erlebt. Bevor ich mich mit den ganzen anderen Idioten auf der Autobahn einreihe, sitze ich lieber gemütlich im Zug.

Was heisst denn "aus der Stadt rausgeht" bei dir?

Mein Arbeitsweg sind nur knapp 20km, es fährt vor allem da keine Bahn. Aber selbst Distanzen im Bereich 300 bis 600km würde ich immer das Auto bevorzugen.

Wir waren ja vor kurzem nach Oberhausen. Ins Auto und gemütlich die 300km abgespult. Völlig flexibel. Ja, Stau gab es auf dem Parkplatz des Centro bei der Rückfahrt. Und Starkregen auch.

Aber die Bahnfahrt hätte nicht nur wesentlich länger gedauert, sie wäre auch mit mehr Umständen verbunden gewesen und teurer als der Sprit wäre es für uns zwei auch gewesen.

Wie gesagt, Viel-Bahnfahrer mit Bahncard und einem Lebensstil, der dem Ganzen angepasst ist, sehen das sicher entspannter.
 
Was heisst denn "aus der Stadt rausgeht" bei dir?

Alles jenseits einer Stunde Fahrtzeit. Ich bin erst letzte Woche von Leipzig nach Hamburg gefahren: 3 Stunden von Hbf zu Hbf, völlig entspannt, keine Verspätung, keine Defekte, First Class für 75 € einfache Strecke ohne BahnCard. Das schaffe ich weder zeitlich noch finanziell mit Auto oder Flieger. Ich fahre gerne Bahn...

Wobei es natürlich auf die Strecke ankommt. Hundert mal umsteigen und ewige Wartezeiten gibt es natürlich auch, wenn man in der Provinz wohnt oder da hin will, aber zwischen den größeren Städten ist das idR kein Problem.
 
Bahnfahren ist anscheinend für viele schon eine Raketenwissenschaft. Wobei ich mir mehr Sorgen machen würde, dass solche Leute stattdessen ohne Aufsicht auf den Straßen unterwegs sind. :grins:

Bahnfahren ist vor allem eines: tausendmal gemütlicher. Man kann sich beschäftigen, auch mal aufstehen, etwas im überteuerten Bahn-Restaurant essen gehen und die kostenlose Landschaftsshow genießen.

Der Service ist halt überall nicht mehr so gut. Fliegen ist auch nicht mehr der Luxus, wie vor 20 Jahren. Massenabfertigung ohne Ende. So isset eben.
 
Bahnfahren ist anscheinend für viele schon eine Raketenwissenschaft. Wobei ich mir mehr Sorgen machen würde, dass solche Leute stattdessen ohne Aufsicht auf den Straßen unterwegs sind. :grins:

Bahnfahren ist vor allem unflexibel im Vergleich zum Auto.

Wären wir zu Zweit von uns zu Hause mit der Bahn gefahren, hätte uns das knappe 200€ gekostet, mit Vergünstigungen. Spritpreis ~50€ mit dem Benziner meiner Frau.

Im günstigsten Fall 6 Mal (!) Umsteigen!

Wartezeit an den Bahnhöfen von über 3 Stunden.

Gesamtfahrzeit knapp 9 Stunden!

Mit dem Auto sind wir knappe 6 Stunden hin und zurück gefahren (+ ca. 30 Minuten Stau auf dem Parkplatz), keine Wartezeiten, keine Idioten im Zug, 150€ "gespart".

Gemütlich Dieter Nuhr geguckt, die Einkäufe aus dem Centro vorher ins Auto gebracht, alles gut.
 
Ich fahre schon mein ganzes Leben lang Bahn, unter anderem auch, weil ich autolos aufgewachsen bin. Ich bin großer Fan.
Was nicht heißt, dass ich die DB als Unternehmen abfeiere oder so. Aber auf das Transportmittel Eisenbahn lasse ich nicht viel kommen. Für mich ist es sehr entspanntes Reisen. Man kann lesen, Musik hören, Filme schauen, aus dem Fenster schauen.
Und entweder kommt man pünktlich an oder man bekommt dick Knete zurück, wenns mehr als eine Stunde wird. Da bleibe ich dann auch gelassen.

Klar, manche Käffer haben eine miese Bahnanbindung. Und wie es für Pendler*innen ist, vermag ich auch nicht zu sagen. Aber für mein Nutzungsverhalten ist es das perfekte Reisemittel.
 
Das beste an der Bahn ist jedoch, dass man so unglaublich gut schlafen kann. Ich weiß nicht warum, aber ich schlafe im Zug wie ein Baby. Es ist nicht leise, es schaukelt, aber es ist trotzdem so beruhigend.

Ach, schade. Ich bereue es nie den Interrail Pass benutzt zu haben. 2 Wochen durch Europa reisen. Jetzt ist das Ding definitiv zu teuer.
 
Zurück
Oben