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Megabahnstreik - was denkt ihr?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Bexter

Marketing-Sau
Der Wahnsinn der GDL geht weiter. Just heute Abend haben sie angekündigt, dass sie nun fast sieben Tage am Stück streiken werden.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/un...s-tage-lang-im-personenverkehr-a-1031867.html

Ich muss sagen, dass ich da inzwischen eine ordentliche Wut im Bauch auf die GDL habe - vor allem auf dem Weselsky.
Es ist gut, dass es das Streikrecht gibt und man soll davon Gebrauch machen, wenn es nötig ist.
Aber hier geht es meiner Meinung nach um eine große Egoshow eines einzelnen - vor allem, weil er ja auch auf die Vorschläge der Bahn nicht eingeht weil er meint, dass er auch die Zugbegleiter unbedingt in seiner Gewerkschaft haben will (die übrigens selber da gar nicht soooo hinterher sind).
Es ist schon absurd, dass der GDL 4,7% mehr Lohn und 1000€ einmalig nicht reicht - ich glaube andere Branchen wären sehr sehr froh über so ein Angebot.

Was denkt ihr dazu?
 
Stimmt, die sind einfach so bei der GDL Mitglied geworden. :lol:

Naja, medial halten die sich enorm zurück und auch so stehen da viele eher neutral hinter.
Ein langjähriger Freund von mir arbeitet als Zugbegleiter im Raum NRW und meint selber, dass die inzwischen selber keinen Bock mehr auf diese Charade haben - das geht fast alles von den Lockführern aus.
 
Scheiß rumgestreike andauernd. Gehts den allen so schlecht oder was? Leben die etwa alle am Existenzminimum oder was und wissen nicht ob sie morgen noch ihre Familien ernähren können?
 
Bei so was denke ich mir immer: Wenn die Menschen aus der Pflegebranche streiken würden, dann würde ich das SOFORT verstehen! Aber die machen es nicht - und dafür kann man dankbar sein, denn dann würde es echt übel aussehen.
 
Wenn mal die Altenpfleger streiken, dann werden sich viele wundern, wie schnell Menschenleben dabei drauf gehen!

Aber bei Lokführern, meine Fresse, irgendwann muss man doch mal zufrieden sein mit seinem Lebenstandard. Soviele Menschen dehnen dadurch wirklich täglich das Leben schwer gemacht wird..

Man kann sowas ja mal machen, aber dieses Dauergestreike halte ich für blanke Schikane und Dauererpressung.

EDIT : @Bexter war schneller-
 
Wieder nen ewigen Umweg fahren.
Es nervt langsam echt aber ich verstehe das Recht zu streiken und finds deshalb auch ok.

Mich selbst fuckt es zwar ab weil ich betroffen bin aber Streiks sollen ja auch schmerzen. Ne Lehrerin von mir bekommt fast 2000€ weniger lohn als andere Lehrer sowas ist auch nicht fein.
 
Wenn man einmal streikt und seine Argumente vorbringt, sich dann aber nicht einig wird mit der anderen Partei, dann muss man halt auch mal die bittere Pille schlucken und das so akzeptieren. Das Leben geht weiter, Zeit geht ins Land - da kann immer noch ne Menge passieren.

Streik-Gespame ist einfach asozial.
 
Ich bin da hin und her gerissen. Das Streikrecht ist wichtig und richtig. Prinzipel wird in Deutschland viel zu viel geschluckt. Ständig die Leier von Fachkräftemangel aber gleichzeitig das rumgezicke wenn es mal um Mindestlohn und Inflationsausgleich geht. Wir haben uns halt alle auch diesen Mist mit "der deutsche Arbeiter/Angestellte ist zu teuer" geschluckt - von daher ist eine Gewerkschaft die mal den Weg des Arbeitskampfes geht absolut in Ordnung.

Nun aber der besondere Fall der GDL. Ehrlich gesagt, ich weiss nicht wer hier lügt, ich glaube einfach alle beide. Bislang ging es ja immer um die Anerkennung der Gewerkschaft in Verhandlungsfragen. Aktuell geht es nun aber ums Geld - ja was den nun. Haben die sich in dem primären Punkt geeinigt? Wie kann die GDL dann sagen das die Bahn sich nicht bewegt. Wenn nicht, warum jetzt das gezicke ums Geld, das vorher im Hintergrund war.

Fragen über Fragen, als normalo kann man da keinem mehr wirklich glauben schenken, deshalb wäre ein Schlichter wirklich etwas vernüftiges.

Dazu kommt das ich durchaus Verständnis dafür habe wenn mich eine Gewerkschaft indirekt zum mit Streiknehmer macht, indem sie mir mein Verkehrsmittel massiv einschränkt. Allerdings immer im Verhältnis. 2 Tage Streik mit Ankündigung sind irgendwie ertragbar - aber nun 6 Tage, doch ein wenig zu viel des guten.

Beim letzten Streik war in FFM auch die S-Bahn mit voll betroffen. Von Niederrad fuhr nur eine Bahn alle Stunde das war dann mit viel rennerei wenn man kurz vorher noch aus einem Meeting fällt und es grade noch so schafft. Nun hab ich Urlaub, also persöhnlich kein Problem - aber die Kollegen haben wieder mal den streß an den Hacken. Vor allem Kollegen die Bereitschaft und Co. haben - echt nicht schön. Das Auto ist in FFM schon normal nicht wirklich eine Alternative aber meine Frau stöhnt schon, weil so aus 45 Minuten Autofahrt mal wieder 1,5 h werden, da eben fast jeder aufs Auto umsteigt und das im Rhein-Main Gebiet nicht mehr verkraftbar ist.

Von daher: Streik ja aber es muss auch immer im Verhältnis bleiben, es sei wir rufen die Weltrevolution gegen den Hunger, Kriege und das Ausbeutertum aus.
 
Naja, sieht man, dass in einigen Länden die Bahnen schon voll automatisch und ohne Lokführer laufen, dann sollte sich die GDL mal Gedanken darüber machen, ob sie mit ihren Aktionen, die von einem Herr Weselsky gesteuert werden, nicht bald selbst abschafft.
 
Der Wahnsinn der GDL geht weiter. Just heute Abend haben sie angekündigt, dass sie nun fast sieben Tage am Stück streiken werden.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/un...s-tage-lang-im-personenverkehr-a-1031867.html

Ich muss sagen, dass ich da inzwischen eine ordentliche Wut im Bauch auf die GDL habe - vor allem auf dem Weselsky.
Es ist gut, dass es das Streikrecht gibt und man soll davon Gebrauch machen, wenn es nötig ist.
Aber hier geht es meiner Meinung nach um eine große Egoshow eines einzelnen - vor allem, weil er ja auch auf die Vorschläge der Bahn nicht eingeht weil er meint, dass er auch die Zugbegleiter unbedingt in seiner Gewerkschaft haben will (die übrigens selber da gar nicht soooo hinterher sind).
Es ist schon absurd, dass der GDL 4,7% mehr Lohn und 1000€ einmalig nicht reicht - ich glaube andere Branchen wären sehr sehr froh über so ein Angebot.

Was denkt ihr dazu?

Lieber Bexter, bei allem Respekt, dank meiner Internen infos weiss ich ein klein wenig mehr (bin nicht bei GDL)
Es ist so, diese 4,7% mehr bringen nichts.
Die meisten rutschen eine Steuerklasse höher und bekommen dann monatlich weniger Geld.
Die 1000€ sind Brutto und werden nicht direkt gezahlt, sondern in kleinbeträgen, sodass nichts mehr übrig bleibt, oder weniger als zuvor.
Der Staat und die "höhere Macht" macht so etwas gekonnt und tricks so die leute aus.
Wenn sie das annehmen würden, würden sie sich nur selber in den Arsch ficken.

Bist du schonmal als Lokführer aktiv gewesen, die extremen Fahrgäste (besoffene Fussballer zb.) und dann die leute die sich vor die Gleise werfen und als Lokführer macht man sich ein leben LAng vorwürfe, das man ein Menschen leben auf dem Gewissen hat, aber drauf geschissen, haupsache man hat imaginäre 1000€ mehr und 4,7% was man nicht mal als zinsen bei der Bank bekommt :grins:

Sollen die mal scheisse lange und heftig streiken.
Damit Deutschland endlich mal zur besinnung kommt.
Hoffe das sie Züge und Busse irgendwann mal Komplett abschaffen, sowie autos und alles durch Pferde und Kutschen ersetzen, das ist sowieso viel geiler.
Dann kannst du dich als Sheriff in deiner Stadt total aufgeilen.
 
Naja, sieht man, dass in einigen Länden die Bahnen schon voll automatisch und ohne Lokführer laufen, dann sollte sich die GDL mal Gedanken darüber machen, ob sie mit ihren Aktionen, die von einem Herr Weselsky gesteuert werden, nicht bald selbst abschafft.

Die sollen alle scheiss strecken einfach abreissen und überall den Transrapid einsetzen, ich will endlich eine verdammte Magnetschwebebahn.
Scheiss regierung will eine Bahnstrecke zum Weltall bauen, aber Geld für die "zukunft" auf dem verkackten Boden haben die nicht.
 
Mein "lieber" Shaki. Ganz ehrlich: Das Problem ist aber, dass es denen ja gar nicht mehr ums Geld geht!
Und ich sage nicht, dass die einen easy Job haben. Aber es gibt noch ganz ganz viele Berufsgruppen, die weniger verdienen als die Bahn und trotzdem nicht streiken und das halbe Land lahm legen.

Ginge es hier ums Geld, damit die Leute, die wirklich etwas davon haben (also die Lokführer) besser da stehen, würde ich das direkt verstehen.
Aber nicht mit dem Hintergrund, dass man sich nur darum streitet, dass man eine größere Macht als Gewerkschaft hat.
 
Einerseits wirft man der GDL vor, dass sie als kleine Lokführer-Gewerkschaft nicht alles lahmlegen dürfen. Das wäre unverhältnismässig. Aber wenn sie dann auch die restlichen Kollegen vertreten möchten, damit die eine Alternative zur arbeitgebernahen EVG (?) haben, dann ist das auch wieder nicht richtig und wird als machtgierig kritisiert.
 
Einerseits wirft man der GDL vor, dass sie als kleine Lokführer-Gewerkschaft nicht alles lahmlegen dürfen. Das wäre unverhältnismässig. Aber wenn sie dann auch die restlichen Kollegen vertreten möchten, damit die eine Alternative zur arbeitgebernahen EVG (?) haben, dann ist das auch wieder nicht richtig und wird als machtgierig kritisiert.

Jein! Ich glaube einfach, dass das Problem da liegt, dass streng genommen beide Parteien ungeeignet sind.
Die EVG kuscht und bückt sich immer sehr schnell vor der Bahn und ist nicht wirklich ein Gegenpol. Allerdings legt die GDL eine enorm aggressive (gerechtfertigt oder nicht) und fragwürdige Vorgehensweise an den Tag.

Wenn DU also ein Unternehmen bist, gibst du dann eine Gruppierung freiwillig auch noch die Kontrolle über die anderen Arbeitnehmer, obwohl du weisst, dass dich diese Gruppierung ohne Skrupel bestreikt und erpresst?
 
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