Ach ja, wir haben ja einen Thread.

Dann klatsche ich meinen Ersteindruck auch hier noch mal rein. Scheint mir auf den ersten Blick ein gutes Spiel zu sein.
Auf den Kern, das Überleben, reduziertes Survival-Game, in dem man mit einem jungen Mädchen und ihrem Hund per Floß einen Fluss hinuntertreibt, dabei an verschiedenen Orten anlegen und nach Nahrung, Trinkwasser, Pflanzen, Werkzeug und mehr suchen muss, um den nächsten Tag zu überstehen.
Der Fluss und die Örtlichkeiten sind dabei zufallsgeneriert. Eine tatsächliches Ende oder eine Story gibt es im Grunde nicht. Es geht lediglich ums nackte Überleben. Und das sehr umfangreich. Du musst essen, trinken, schlafen, auf deine Körpertemperatur achten und kannst krank werden. Bist du nass, solltest du dich an einem Feuer trocknen. Nicht zu vergessen die wilden Tiere. Meine erste Begegnung mit einem Wildschwein zog gleich ein gebrochenes Bein nach sich. Um dieses zu richten, mussten dann erst mal Rohstoffe gefunden werden, die ich zu einer Schiene umfunktionieren konnte. Das ging wiederum nur mit einem Steinmesser, das ich mir zuvor glücklicherweise schon zusammengebastelt hatte.
Crafting und Inventarverwaltung sind also ein existentieller Bestandteil. Hast du nicht genug Nahrung, verhungerst du. Nichts zu trinken und du bist verdurstet. Wirst du krank, kannst du sterben. Hast du nicht die passende, warme Kleidung dabei, erfrierst du womöglich. Und mit Wölfen ist eh nicht zu spaßen: wollte an gleich drei von ihnen vorbei, um eine Tankstelle zu durchsuchen und habe dadurch nach lediglich 6 Ingame-Tagen das Zeitliche gesegnet.
Im "Einsteigermodus" gibt es glücklicherweise Checkpoints und auch sonst verzeiht das Spiel etwas mehr. Einfach ist es dennoch nicht und manchmal muss man auch Glück haben. Da die Welt zufällig bestückt wird, kann es theoretisch sein, dass irgendwann das Trinkwasser fehlt, während man davon im nächsten Spieldurchgang mehr als genug hat. Für harte Kerle gibt es auch noch einen Endlos-Survivalmodus und einen Schwierigkeitsgrad samt Permadeath.
Ein durchaus anspruchsvoller und clever gestalteter Überlebenskampf in zauberhafter Optik. Sound(track) ist auch gelungen. Texte (Sprache gibt es eh nicht) sind komplett auf deutsch. Leider passen die Textbausteine manchmal nicht in die Textfelder, wodurch Wortteile nicht lesbar sind.
Im Prinzip ist es eine charmante und motivierende Highscorejagd - wer überlebt länger? Am Ende gibt es dann auch eine Übersicht über den zufälligen Fluss, die angesteuerten Orte und die überlebten Tage bzw. zurückgelegte Strecke.