Daylight
Ich bin im letzten Kapitel des Spiels und muß den ganzen schlechten Kritiken widersprechen. Ich finde das Spiel durchaus gelungen und spannend. Mit einem Outlast hält es nicht mit, aber das versucht es auch gar nicht.
Viel mehr klaut es von Slenderman, den ähnlich wie dieser springt der Geist von Ort zu Ort und verfolgt einen nicht aktiv. Ich hatte dadurch durchaus einige Schreckmomente.
Die Level sind zufallsgeneriert, was sich leider auch an der Baukastenform bemerkbar macht. Zwischen den Leveln gibt es aber immer wieder vorgefertigte Abschnitte, die zumindest für etwas Abwechslung sorgen. Kanalisation, Knast, Krankenhaus und Wald unterscheiden sich dafür optisch deutlich. In diesen Zufallsarealen macht man immer das Selbe. Man sucht Reliquien bis man einen Gegenstand aus einem "Portal" holen kann um ein Siegel zu brechen, durch das es in den nächsten Abschnitt geht.
Je mehr Reliquien man findet und dem Rätsel auf die Spur kommt, desto agressiver wird der Geist. So weit, so Slender.
Zwischendurch gibt es immer noch Schattenwesen, die einen verfolgen und die mit Signalfackeln bekämpft werden könnnen. Die sind eher nervig und auf den höheren Schwierigkeitsgraden eine echte Plage.
Grafisch ist es stellenweise nett, aber bei weitem nicht weltbewegend. Die Framerate ist trotz der durchschnittlichen Optik mit teils verwaschen Texturen auch nicht allzu hoch und beim generieren des nächsten Abschnitts ruckelt das Spiel gewaltig. Ansonsten läuft es gottseidank flüssig.
Die Lichteffekte und manch plastische Oberfläche können zwar gefallen, insgesamt ist das aber nicht der Einstand der UE 4 den man sich erhofft hat....