indierocker
Kolbenfresser
Eigentlich begann alles ganz harmlos...
Ab und an am Samstagabend mit meinem Schwager bei einer Dose Rockstar Need for Speed gespielt und als wir uns für die ganz krassen Rennfahrer hielten, musste ein Lenkrad her. Also bin ich beim Dealer meines Vertrauens aufgeschlagen und habe mir ein Logitech Driving Force GT geholt, welches ich mir auf den Lenker meines Fahrrades gebunden habe und auf dem Heimweg tatsächlich von der Polizei angehalten wurde.
In Verbindung mit dem Bügelbrett meiner Frau wollte das Ganze aber nicht so recht hinhauen und wackelte härter als der Schwanz eines reudigen Köters, also haben wir jedes Mal den Küchentisch, vorbei an den fragenden Blicken der Ehefrau, ins Wohnzimmer gehievt und das Dingens da montiert.
Das zweite Lenkrad, welches ich dann auf den Lenker meines Fahrrades gebunden habe, war bereits ein Logitech G27. Höllenmaschine. Also das Lenkrad. Pedale aus Metall! Kupplung! 6-Gang-Schaltung! Schalt-LED's! Und es liess sich bereits erahnen, welch Potenzial in dieser Materie steckt.
Der Schritt zu einem "richtigen" Lenkrad war also nur ein logischer und nach einigen schlaflosen Nächten habe ich mir dann tatsächlich ein Fanatec CSR Elite bestellt (siehe auch http://www.konsolentreff.net/themen...bsport-pedals-v2-gran-turismo-5-review.19203/). Spätestens ab da war es dann vollumfänglich um mich geschehen und ich bin regelrecht in die Welt der Lenkräder eingetaucht, habe alles, was ich vor die Augen bekam verschlungen und obwohl mich meine Kumpels bereits da als völlig irre eingestuft haben, stand eines Tages UPS mit der kompletten Fanatec CSW-Austattung und einem Seat vor der Türe.
So sass ich da als des öfteren am Mittwoch/Hitwoch mit vor Wahnsinn aufgerissenen Augen in meinem Sitz und habe meine Runden bei GT5 abgerissen, als es immer öfters im Herzen zu zwicken begann. Weder eine Button-Box, noch irgendwelche andere Blingbling-Teile konnte ich an die Playstation anschliessen. Ich vermisste den brachialen Sound, von dem mir Samstrike auf dem PC immer erzählte. Ich sehnte mich nach besserem Force-Feedback, Lobbies, in denen 30 Mann am Start sind. Ich wünschte mir Positionskämpfe, bei denen ich mir sicher sein konnte, dass sich der Gegner ebenfalls mit einer H-Schaltung abmüht. Kurz; ich war (mal wieder) unzufrieden.
Ich stornierte meine Vorbestellung der PS4 just an dem Tag als die Verschiebung von Driveclub bekannt wurde und dies mit einer gewissen Erleichterung, da bis dato noch immer nicht sicher war, ob mein Equipement denn auch tatsächlich unterstützt wird. Ich entschied mich das Projekt, welches mein kleines Rennfahrer-Herz seit so langem vereinnahmt hatte, umzusetzen; Indie goes PC und zwar in aller Konsequenz!
Beim Querlesen durch alle möglichen Foren wurde mir aber bewusst, dass als PC-Noob der Weg ein steiniger werden könnte und genau deshalb möchte ich Euch von meiner Reise erzählen. Nicht zuletzt deswegen, weil mir hier einige User mit sehr viel Kompetenz zur Seite gestanden sind und es noch immer tun. Merci dafür!
Bereits bei der Planung gab es einige Faktoren, die mir arg Kopfzerbrechen bereiteten:
1. Wohnsituation!
Durch den Umstand, dass wir in einer schmucken Altbauwohnung mit 3 Zimmern und einem Kind leben und ich das Wohnzimmer temporär als Racing-Point benutze, kam ein PC-Tower nicht in Frage. Also musste ich mich auf die Suche nach einem leistungsstarken Gaming-PC machen, dessen Gehäuse unwesentlich grösser als eine Konsole ist und sich via HDMI problemlos an unseren TV verbinden lässt.
2. Fachkenntnisse? Fachkenntnisse!
Als Mac-User habe ich weder eine Ahnung von Treibern, keinen Schimmer von Installationen allgemein und Steam war bis anhin ein Fremdwort. Die Liste an zu installierenden Programmen, Treibern und Freeware umfasst bereits jetzt eine ganze A4-Seite! Fachkenntnisse? My Ass!
3. Cockpit!
Mittlerweile (und bereits ohne Umbau) befindet sich in meinem Rig 10kg Material. Durch den Umstand, dass beim Betrieb mit einer PC-Sim vermutlich noch mehr an Kräfte auf das Material wirken, hat mir der Punkt am meisten Kopfzerbrechen bereitet. Der Fanatec CSL-Seat, den ich im Einsatz habe, ist jetzt schon (trotz ersten Modifikationen durch einen erfahrenen Schweisser, siehe Laufschienen vorne für die Pedalaufnahme) komplett am Limit dessen, was aufgrund der Konstruktion zumutbar ist und die Konsequenz dessen ist, dass ich mich mit reichlich Flex (an dieser Stelle Grüsse nach Biel aus Luzern!) auseinander setzen muss, was keinesfalls spassfördernd ist. Sobald ich im sequenziellen Shifter-Modus die Gänge reinknalle bewegt sich die ganze Aufhängung, an welcher das Lenkrad befestigt ist, um fast 5cm nach hinten und nach vorne. Es gibt aber noch ein weiteres Problem; mittlerweile habe ich mir meine Sitzposition wie in einem GT3-Wagen eingerichtet. Sprich; Beine gestreckt, Lenkrad relativ hoch und nahe am Körper, Schalthebel auf Höhe der mittleren Speiche des Lenkrades. Bei meiner Grösse war es unmöglich auf dem Markt einen Sitz zu finden, der stabiler ist und gleichzeitig eine auch nur annähernd von mir favorisierte Sitzposition bietet. Und ich habe derer viele vor Ort begutachtet.
So blieb mir nur Umbau meines bestehenden Seats, wobei das Wort Umbau mit Vorsicht zu geniessen ist, da meine Frau mit Kind bereits zu Schwiegermama flüchtet, wenn ich nur schon mit Schraubenzieher durch die Wohnung ziehe.
Im ersten Schritt habe ich also mein Rig komplett zerlegt, wobei offensichtlich wird, dass die tragende (nach hinten laufende) Aufnahme für das Lenkrad selber durch das Gewicht einfach wippen muss.
Dies galt es zu eliminieren und mir war auch klar, wie dies vonstatten gehen soll. Allerdings brauchte ich dafür professionelle Unterstützung, denn wir erinnern uns; Schraubenzieher, Schwiegermama ...
Hier kam wil aus dem Forum ins Spiel, denn ich wusste, dass die Chance in seinem Bekanntenkreis jemanden zu finden, der mit einem Schraubenzieher umgehen kann, ohne im Krankenhaus zu landen, weitaus grösser ist als in meinem. Und tatsächlich; wil ist nicht nur ausgesprochen schnell bei F1, er ist auch überaus kompetent, verlässlich und hat mir jemanden vermittelt, der meine Idee in absoluter Perfektion umgesetzt hat:
Kleiner Umbau mit grosser Wirkung! Die angebrachte Strebe verhindert, dass sich die Halterung des Lenkrades aufschaukelt, sie ist verstellbar (!) und gleichzeitig lässt sich mein CSS-Shifter nicht nur bombenfest, sondern auch in meiner bevorzugten Höhe montieren:
Zusätzlich habe ich noch einen kleinen Winkel verschraubt, damit der Schalthebel an zwei unabhängigen Punkten befestigt ist, um der ursprünglichen Konstruktion die Belastungsspitzen im Renneinsatz zu nehmen:
Kurzes Probesitzen mit Testen der Schaltvorgängen im sequenziellen wie traditionellem 6-Gang-Modus haben gezeigt, dass nun wirklich alles absolut bombenfest sitzt und die einzigen Bewegungen, die ich noch im Rig habe, dem verbauten Materials (Aluminium) zuzuschreiben sind, welche sich kaum eliminieren lassen.
Und mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass das ganze Gelump, welches ich noch verbauen möchte, ordnungsgemäss und stabil befestigt werden kann:
An dieser Stelle nochmals ein ganz, ganz grosses Dankeschön an wil! Seine Hilfsbereitschaft und Zuverlässigkeit haben mich sehr beeindruckt und er wird einer der ersten sein, der eine Runde bei GTR2, GTL, Arsetto Corsa oder IRacing bei Kaffee und Kuchen bei mir drehen darf.
Das war's fürs Erste! Über Anregungen, Fragen, Diskussionen oder auch Den-Vogel-Zeigen freue ich mich und werde berichten, sobald sich Dell meiner erbarmt und endlich meinen wohnzimmertauglichen Gaming-PC geliefert hat.
Stay tuned!
indierocker
Ab und an am Samstagabend mit meinem Schwager bei einer Dose Rockstar Need for Speed gespielt und als wir uns für die ganz krassen Rennfahrer hielten, musste ein Lenkrad her. Also bin ich beim Dealer meines Vertrauens aufgeschlagen und habe mir ein Logitech Driving Force GT geholt, welches ich mir auf den Lenker meines Fahrrades gebunden habe und auf dem Heimweg tatsächlich von der Polizei angehalten wurde.
In Verbindung mit dem Bügelbrett meiner Frau wollte das Ganze aber nicht so recht hinhauen und wackelte härter als der Schwanz eines reudigen Köters, also haben wir jedes Mal den Küchentisch, vorbei an den fragenden Blicken der Ehefrau, ins Wohnzimmer gehievt und das Dingens da montiert.
Das zweite Lenkrad, welches ich dann auf den Lenker meines Fahrrades gebunden habe, war bereits ein Logitech G27. Höllenmaschine. Also das Lenkrad. Pedale aus Metall! Kupplung! 6-Gang-Schaltung! Schalt-LED's! Und es liess sich bereits erahnen, welch Potenzial in dieser Materie steckt.
Der Schritt zu einem "richtigen" Lenkrad war also nur ein logischer und nach einigen schlaflosen Nächten habe ich mir dann tatsächlich ein Fanatec CSR Elite bestellt (siehe auch http://www.konsolentreff.net/themen...bsport-pedals-v2-gran-turismo-5-review.19203/). Spätestens ab da war es dann vollumfänglich um mich geschehen und ich bin regelrecht in die Welt der Lenkräder eingetaucht, habe alles, was ich vor die Augen bekam verschlungen und obwohl mich meine Kumpels bereits da als völlig irre eingestuft haben, stand eines Tages UPS mit der kompletten Fanatec CSW-Austattung und einem Seat vor der Türe.
So sass ich da als des öfteren am Mittwoch/Hitwoch mit vor Wahnsinn aufgerissenen Augen in meinem Sitz und habe meine Runden bei GT5 abgerissen, als es immer öfters im Herzen zu zwicken begann. Weder eine Button-Box, noch irgendwelche andere Blingbling-Teile konnte ich an die Playstation anschliessen. Ich vermisste den brachialen Sound, von dem mir Samstrike auf dem PC immer erzählte. Ich sehnte mich nach besserem Force-Feedback, Lobbies, in denen 30 Mann am Start sind. Ich wünschte mir Positionskämpfe, bei denen ich mir sicher sein konnte, dass sich der Gegner ebenfalls mit einer H-Schaltung abmüht. Kurz; ich war (mal wieder) unzufrieden.
Ich stornierte meine Vorbestellung der PS4 just an dem Tag als die Verschiebung von Driveclub bekannt wurde und dies mit einer gewissen Erleichterung, da bis dato noch immer nicht sicher war, ob mein Equipement denn auch tatsächlich unterstützt wird. Ich entschied mich das Projekt, welches mein kleines Rennfahrer-Herz seit so langem vereinnahmt hatte, umzusetzen; Indie goes PC und zwar in aller Konsequenz!
Beim Querlesen durch alle möglichen Foren wurde mir aber bewusst, dass als PC-Noob der Weg ein steiniger werden könnte und genau deshalb möchte ich Euch von meiner Reise erzählen. Nicht zuletzt deswegen, weil mir hier einige User mit sehr viel Kompetenz zur Seite gestanden sind und es noch immer tun. Merci dafür!
Bereits bei der Planung gab es einige Faktoren, die mir arg Kopfzerbrechen bereiteten:
1. Wohnsituation!
Durch den Umstand, dass wir in einer schmucken Altbauwohnung mit 3 Zimmern und einem Kind leben und ich das Wohnzimmer temporär als Racing-Point benutze, kam ein PC-Tower nicht in Frage. Also musste ich mich auf die Suche nach einem leistungsstarken Gaming-PC machen, dessen Gehäuse unwesentlich grösser als eine Konsole ist und sich via HDMI problemlos an unseren TV verbinden lässt.
2. Fachkenntnisse? Fachkenntnisse!
Als Mac-User habe ich weder eine Ahnung von Treibern, keinen Schimmer von Installationen allgemein und Steam war bis anhin ein Fremdwort. Die Liste an zu installierenden Programmen, Treibern und Freeware umfasst bereits jetzt eine ganze A4-Seite! Fachkenntnisse? My Ass!
3. Cockpit!
Mittlerweile (und bereits ohne Umbau) befindet sich in meinem Rig 10kg Material. Durch den Umstand, dass beim Betrieb mit einer PC-Sim vermutlich noch mehr an Kräfte auf das Material wirken, hat mir der Punkt am meisten Kopfzerbrechen bereitet. Der Fanatec CSL-Seat, den ich im Einsatz habe, ist jetzt schon (trotz ersten Modifikationen durch einen erfahrenen Schweisser, siehe Laufschienen vorne für die Pedalaufnahme) komplett am Limit dessen, was aufgrund der Konstruktion zumutbar ist und die Konsequenz dessen ist, dass ich mich mit reichlich Flex (an dieser Stelle Grüsse nach Biel aus Luzern!) auseinander setzen muss, was keinesfalls spassfördernd ist. Sobald ich im sequenziellen Shifter-Modus die Gänge reinknalle bewegt sich die ganze Aufhängung, an welcher das Lenkrad befestigt ist, um fast 5cm nach hinten und nach vorne. Es gibt aber noch ein weiteres Problem; mittlerweile habe ich mir meine Sitzposition wie in einem GT3-Wagen eingerichtet. Sprich; Beine gestreckt, Lenkrad relativ hoch und nahe am Körper, Schalthebel auf Höhe der mittleren Speiche des Lenkrades. Bei meiner Grösse war es unmöglich auf dem Markt einen Sitz zu finden, der stabiler ist und gleichzeitig eine auch nur annähernd von mir favorisierte Sitzposition bietet. Und ich habe derer viele vor Ort begutachtet.
So blieb mir nur Umbau meines bestehenden Seats, wobei das Wort Umbau mit Vorsicht zu geniessen ist, da meine Frau mit Kind bereits zu Schwiegermama flüchtet, wenn ich nur schon mit Schraubenzieher durch die Wohnung ziehe.
Im ersten Schritt habe ich also mein Rig komplett zerlegt, wobei offensichtlich wird, dass die tragende (nach hinten laufende) Aufnahme für das Lenkrad selber durch das Gewicht einfach wippen muss.
Dies galt es zu eliminieren und mir war auch klar, wie dies vonstatten gehen soll. Allerdings brauchte ich dafür professionelle Unterstützung, denn wir erinnern uns; Schraubenzieher, Schwiegermama ...
Hier kam wil aus dem Forum ins Spiel, denn ich wusste, dass die Chance in seinem Bekanntenkreis jemanden zu finden, der mit einem Schraubenzieher umgehen kann, ohne im Krankenhaus zu landen, weitaus grösser ist als in meinem. Und tatsächlich; wil ist nicht nur ausgesprochen schnell bei F1, er ist auch überaus kompetent, verlässlich und hat mir jemanden vermittelt, der meine Idee in absoluter Perfektion umgesetzt hat:
Kleiner Umbau mit grosser Wirkung! Die angebrachte Strebe verhindert, dass sich die Halterung des Lenkrades aufschaukelt, sie ist verstellbar (!) und gleichzeitig lässt sich mein CSS-Shifter nicht nur bombenfest, sondern auch in meiner bevorzugten Höhe montieren:
Zusätzlich habe ich noch einen kleinen Winkel verschraubt, damit der Schalthebel an zwei unabhängigen Punkten befestigt ist, um der ursprünglichen Konstruktion die Belastungsspitzen im Renneinsatz zu nehmen:
Kurzes Probesitzen mit Testen der Schaltvorgängen im sequenziellen wie traditionellem 6-Gang-Modus haben gezeigt, dass nun wirklich alles absolut bombenfest sitzt und die einzigen Bewegungen, die ich noch im Rig habe, dem verbauten Materials (Aluminium) zuzuschreiben sind, welche sich kaum eliminieren lassen.
Und mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass das ganze Gelump, welches ich noch verbauen möchte, ordnungsgemäss und stabil befestigt werden kann:
An dieser Stelle nochmals ein ganz, ganz grosses Dankeschön an wil! Seine Hilfsbereitschaft und Zuverlässigkeit haben mich sehr beeindruckt und er wird einer der ersten sein, der eine Runde bei GTR2, GTL, Arsetto Corsa oder IRacing bei Kaffee und Kuchen bei mir drehen darf.
Das war's fürs Erste! Über Anregungen, Fragen, Diskussionen oder auch Den-Vogel-Zeigen freue ich mich und werde berichten, sobald sich Dell meiner erbarmt und endlich meinen wohnzimmertauglichen Gaming-PC geliefert hat.
Stay tuned!
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), damit Du vom Sound so richtig weggeblasen wirst (Spiel vorher noch mit den knurrenden GT-Kätzchen, bevor Du den GT(R/L)-Tiger von der Leine lässt 





