Im Folgenden meine Rezension zum „Roman“ - „Zorn der Ahnen“:
Interessierte, die den „Roman“ noch lesen(!) wollen, sollten diese Rezension nicht lesen.
In meiner Rezension begutachte ich den „Roman“ von mehrere Blickwinkeln aus.
1. Vorwort
2. Handlung und ihr Verlauf
- 2.1 Logik
- 2.2 Glaubhaftigkeit
- 2.3 Ernsthaftigkeit
3. Ebene der Charaktere
- 3.1 Glaubhaftigkeit
- 3.2 sind ihre Handlungen logisch
- 3.3 kann man sich eventuell mit ihnen identifizieren(?)
4. Sonstige Anmerkungen
1. Vorwort
In erster Linie ist es schön, dass es immer wieder Leute gibt, die auch mal versuchen Geschichten oder „Romane“ zu schreiben, aber eine Frage,
was dachtest du dir beim Schreiben von deinem „Roman“? Lass mich meine Frage lieber anders formulieren, dachtest du überhaupt?
Wenn man dein Werk liest, fällt einem sicherlich schnell auf, dass du scheinbar keinen wirklichen Plan hattest.
Aber gut, bevor ich weiter mit haltlosen Aussagen komme, gehen wir lieber über zu einigen Fakten.
2. Handlung und ihr Verlauf
2.1 Logik
Dein ganzer „Roman“ zeigt logische Fehler auf. Sehen wir uns Dranas an, der bei seiner Geburt nicht geschrien hat, was zur zeitlichen Einordnung nach sein Todesurteil gewesen wäre.
Denn ein nicht schreiendes Neugeborenes wäre in der mittelalterlich angehauchten TES-Welt ein Besorgnis gewesen, denn die Hebamme hätte davon ausgehen müssen Drans sei bereits verstorben.
Demnach kann man sich vorstellen, nicht Dranas wurde aufgezogen, sondern viel mehr die Nachgeburt.
Im Folgenden werde ich Dranas sagen, aber ich beziehe mich dabei auf die Nachgeburt, denn Dranas ist scheinbar bereits verstorben und daher kann man sich wohl eher nur schlecht auf ihn beziehen.
Dranas hat es in seiner Kindheit nicht leicht, welche Kinder haben es schon leicht, aber er wurde vernachlässigt, weil der 18 Jahre alte Bruder Arethan „geschrien“ und „genervt“ hat?
Welche Eltern vernachlässigen ihr Kind, nur weil ihr präpubertärer und älterer Sohn Aufmerksamkeit will, in einem solchen Ausmaße?
Jetzt nur eine grobe Auflistung von eher unlogischen Ereignissen beziehungsweise Komplexen:
- 25 Tonnen schweres Schwert
- Schaulustige während dem Gewittersturm
- Feuerexplosionen, die normalerweise Gramfeste niederbrennen würden
- sinnlose Dialoge (Ordinator – Tor....)
- die ganze Stadt wird scheinbar nur von Dunmern bewohnt
- Sinnlose Aktionsaneinanderreihungen, „Vater …. Dro'Sharik“ und der Patriarch wusste was „gesehen“ war
- zeitliche Missbildungen
- undurchsichtige Szenen
- Protagonisten werden mit unsinnigen Informationen abgespeist
- verwirrende Familienverhältnisse (schlägt seine Mutter blutig, am nächsten Tag ist wieder alles friedlich)
- unwichtigere Sachen und Ereignisse werden in das Zentrum verfrachtet (ein Hochelf bekommt ein komisches Kraut....)
- Charaktere bekommen Dinge aus dem Gesicht „gerrannt“ (?)
2.2 Glaubhaftigkeit
Sieht man sich also nur den kleinen Teil von Logikfehlern an, kann man sich schon fast denken, dass die Glaubhaftigkeit der Story etwas leidet. Nicht nur, dass die Story schon im „Intro“ abgehandelt sein könnte, die Story wird scheinbar gezogen bis zum Maximum. Die Erzählstruktur weist nicht unbedingt klare Schemata auf und so kann der Leser nie wirklich in diesen „Roman“ eintauchen, sondern ist immer etwas zwiespältig im Geist. Außerdem wird bereits im „Intro“ von „Zorn der Ahnen“ zu „Ahnenzorn“ gewechselt, Glaubhaftigkeit ist demnach auf Talfahrt. Die prüde und oft nur sehr rudimentäre Art des Erzählens nimmt die letzten „guten Haare“, sollten jemals welche vorhanden gewesen sein, aus der Geschichte.
2.3 Ernsthaftigkeit
Wie auch die Glaubhaftigkeit leidet die Ernsthaftigkeit an der Vielfalt der Logikfehler. Selbst Situationen, die vor Ernsthaftigkeit strotzen sollten, werden durch die fehlende Logik im Punk der Spannung und der Authentizität, schnell zunichtegemacht. Im Hinblick auf keine echte Logik und einem minimalen Hauch von Glaubhaftigkeit lässt sich natürlich auch die Ernsthaftigkeit nicht aufbauen, geschweige denn halten.
Weiterhin lässt sich auch im weiteren Verlauf keine Besserung aufzeigen. Die Ernsthaftigkeit bleibt gemeinsam mit der Glaubhaftigkeit der Handlung auf einem Level, mit dem niedrigen Niveau, in diesem „Roman“.
3. Ebene der Charaktere
3.1 Glaubhaftigkeit
Charaktere sind wohl in einem Roman neben der Szene, eines der wichtigsten Elemente, daher sollte man beim Erstellen eines Charakters einen eigenen Plan im Hinterkopf haben. Sieht man sich deine Charaktere an, so fragt man sich, aus welchem Irrenhaus du sie hast. Die Personen stehen in einer völlig absurden Konstellation zueinander.
Arethan und Dranas, beachten wir z.B. mal die Fakten, des erst mit 47 Jahren aktiv gewordenen Diebes und der Nachgeburt auf 2 Beinen, nicht weiter, sondern widmen uns der Beziehung der beiden. Wenn man sie sich ansieht, frage ich mich persönlich, welche Gräueltaten haben diese Kinder erlebt? Egal was für eine unsinnige Aktion dazwischen kommt, ob nun Bosmer zum Lunch oder mal Gliedmaßen abgebrannt werden, bleiben Arethan und Dranas stark zusammen. Arethan ist egal, dass sein kleiner Bruder ihm seine Intimitäten mit einem „Flammenwerfer“ beseitigt. Nur die Frage, warum ist es ihm egal? Die Erkenntnis über sein Leben und die Vorstellung seine Nachkommen würde noch schlimmer werden als seine jetzige Familie? Wenn es so wäre, dann sollte man ihn als einen Volkshelden verehren. Außerdem kann man sich fragen wieso Arethan eher weniger vom Todesfall seines Vaters berührt ist, vielleicht herrscht dort ein dunkles Familiengeheimnis.
Patriarch und Delynas Beziehung ist eher sehr sonderbar. Wie krank muss der Patriarch sein, dass er Delyna bei der „Trauerbewältigung“ hilft, indem er dauerhaft mit ihr verkehrt?
Den ganzen „Roman“ über scheint sich diese Lust des Patriarchen nicht zu ändern, sondern steigert sich viel mehr.
Die Brüder sind allgemein zu Fremden sehr freundlich, was nebenbei bemerkt auch ein komisches Licht auf sie wirft. Sie wurden wegen ihrer naiven Art und Weise schon mehrmals in Gefahr gebracht, welche sie zum Denken anregen hätte müssen.
3.2 sind ihre Handlungen logisch
Betrachtet man auch nur grob das Verhalten der Charaktere, so lässt sich sagen: Die Handlungen sind nichts mehr als eine Ansammlung von unlogischen Taten.
Die meisten Handlungen sind eindeutig nicht auf ein Wesen mit einem gesunden Verstand zurückzuführen.
Beispiele:
- während der eine Bruder als Geisel genommen ist, stürmt der andere Bruder herein und erzählt vom Abendessen
- alle paar Seiten schlägt ein Bruder den anderen Bruder mit einem Stein den Schädel ein
3.3 kann man sich eventuell mit ihnen identifizieren(?)
Im Anbetracht ihrer Taten und der allgemeinen fehlenden Glaubhaftigkeit der Charaktere kann man eindeutig sagen, nein. Wer sich mit diesen Charakteren identifizieren kann, sollte einen Arzt konsultieren. Meiner Ansicht nach kann man sich in keiner Lebensphase mit auch nur einem der Charaktere identifizieren, außer eventuell mit dem Bosmer, der Dranas ein Messer in den Bauch rammt. Sollte sich also nicht eine Änderung bei dieser Charakterkonstruktion finden, so findet sich auch keine allgemeine und dauerhafte Leserschaft.
4. Sonstige Anmerkungen:
Du solltest deine PDF-Datei umbenennen beziehungsweise die namentliche Bezeichnung so ergänzen, dass man nicht sofort an „Aspekte afrikanischer Eschatologie aufgezeigt am Beispiel des Ahnenkults bei den Igala von Nigera: Ein Kernelement afrikanischer Religiosität als Anfrage an den christlichen Glauben“ denkt. So was ist unnötig und verwirrt den Leser nur.
Im Gesamtbild kann man sagen, zu Beginn denkt man an ein Happy End, jedoch schwappt die Geschichte dann leider zu einem Drama um, Dranas überlebt. Es ist faszinierend, du hast geschafft dem Leser den Protagonisten zu vermiesen, anstatt aufkommender Besorgnis, bei seiner Verletzung durch ein Messer, kommt Freude auf. Es ist scheußlich. Es ist eine Schandtat. Es ist eine scheußliche Schandtat, wirklich den letzten Funken der Verbundenheit treibt du dem Leser, mit deiner Art zu schreiben, aus.
Es ist schön zu sehen, dass du dich von der Bibel berührt fühlst und alle paar Seiten die Geschichte von Kain und Abel erzählen möchtest, aber welchen tieferen Sinn hat die Stein an Kopf-Szenerie? Jeder hat ein gewisses Faible für etwas, aber hierbei fehlt ein tieferer Sinn. Anstatt dir Ideen aus der Bibel zu holen, solltest du dir daher eigene Ideen kreieren und diese in einen passenden Kontext zusammenfügen.
Die ganzen Zeitsprünge um mit dem Spieler Schrittzuhalten sind auch nur eine große Qual. Wären sie gut überblendet, dann könnte man noch mal über die Sache reden, aber „6 Jahre später kam Arethan wieder“ sind unheimlich schlecht dargestellte Zeitsprünge. Der Leser könnte vielleicht noch was innerhalb der 6 Jahre erfahren, aber nein, man lässt lieber gleich 6 Jahre verstreichen, um jegliche Chance auf einen Hauch Charakteristik entwischen.
Zur Rechtschreibung lässt sich sagen, sie ist schrecklich. Sie ist einfach nur widerlich. Sie spiegelt unter anderem wider, was in dieser Welt falsch ist. Es ist ein Wunder wie man heutzutage noch Fehler in einer solchen Anzahl machen kann, da es genug Software gibt, um dem bösen Schreiber auf die Finger zu gucken. Die restlichen Fehler sollten vom gesunden Menschenverstand vertilgt werden.
Als Fazit bleibt übrig, dein „Roman“ wie du ihn nennst, ist mehr schlecht als recht geraten. Deine Aussage „So lange ich kein geld damit verdienen will ist es ok“ ist in jeder Hinsicht falsch. Nicht nur ist die Rechtschreibung mal wieder gänzlich entfallen, sondern diese Aussage ist einfach nicht korrekt. Warum sollte man nicht bei einem Werk, welches man unentgeltlich präsentiert, etwas Mühe investieren und etwas Gutes erschaffen, anstatt eine moderne Sammlung von Fehlern?
Um ehrlich zu sein, es würde mich fast nicht wundern, wenn Leute bald bei dir Schmerzensgeld einklagen wollen. Wenn du dich nicht besserst, sehe ich schwarz für dich und deine weiteren „Romane“ werden ebenso schlimm wie dein Erstlingswerk, wobei ein Erstlingswerk natürlich nicht als Ausrede für ein nicht so gelungenes Werk stehen sollte.
In meiner Rezension habe ich nur einige Beispiele aufgeführt, es bedarf meiner Ansicht nach, einer kompletten Überarbeitungen des „Romans“. Hätte ich alles auflisten wollen, so wäre dieser Beitrag noch größer geworden und ich wäre in diesem Moment noch nicht fertig. Überarbeite daher oder versuche mal einen Text von dir schon vor(!) der Veröffentlichung zu korrigieren. Sollte dir dies im Alter von 18 Jahren nicht möglich sein, solltest du dich fragen was du in der Schule gelernt hast beziehungsweise ob du von der Baumschule auf eine andere Schule wechselst. Vielleicht nimmst du einige der Punkte zu Herzen und stempelst es nicht gleich als Blödsinn ab, was man nebenbei erwähnt auch von deinem „Roman“ sagen könnten, sofern dieser weiterhin so bleibt.
Themis