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KT Zimtzicke denkt: Die Spielebranche und der Kuchen...

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Zimtzicke schrieb:
Die grossen Publisher wie Capcom, Nintendo, Ubi oder Acti werden in Zukunft noch verstärkter auf Mega-Blockbuster setzen, werden ihr Marketing für diese Titel weiter anheizen. Deren Output wird grosse Teile des Rests für uns überflüssig machen. Und für den Massenmarkt dann noch mehr. Meine Meinung.

Ich sehs an mir, ich kaufe mir fast nur noch diese 'großen' Spiele. Mir fehlt die Zeit (und die Lust) mich mit anderen Spielen zu beschäftigen. Auf die Art hangele ich mich von einem Top-Titel zum nächsten, für alles dazwischen bleibt kein geld mehr übrig.
 
Und welche Konsequenzen hat das für uns Spieler? Nun, wahrscheinlich nicht sonderlich viele. Der Markt wird sich bereinigen und „gesundschrumpfen“.


Falsch

Nicht der Markt wird sich bereinigen sondern die Industrie.

und der Vorgang is im übrogen ein völlig normaler wirtschaftlicher Vorgang.

Siehts du in jeder branche bei jedem Produkt.
 
Der quantiative Ausstoß an Spielen wird langfristig sicherlich deutlich zurückgehen. Aufgrund des Wachstums ist der Output in den letzten Jahren immer größer gworden und gleichzeitig ist die durchschnittliche Qualität spürbar angestiegen. Mittlerweile nehmen sich die Spiele gegenseitig das Geld weg, von einigen Blokbustern, die kaum betroffen sind, mal abgesehen.
Wäre imo auch gar nicht schlecht, selbst als Vielspieler erscheinen heutzutage beinahe mehr gute Spiele, als man überhaupt spielen kann, von Gelegenheitszockern mal ganz abgesehen. Dass Nischentitel dabei völlig verschwinden glaube ich allerdings nicht, es wird immer Leute geben, die das Risiko wagen, in einer Nische Geld zu verdienen.
 
Zimtzicke schrieb:
Steffko schrieb:
Wenn sie entsprechende Stücke vom Kuchen abkriegen würden bestimmt. Dummerweise (für die Third Parties) hat Nintendo allerdings in letzter Zeit nen enormen Hunger ;)

Ja, Nintendo hat grossen Hunger. Und Capcom, und Acti, und EA und Take Two... Und für den Rest bleibt halt nicht mehr viel. Mensch Steffko, du siehst es doch selbst jeden Monat, wer Spiele verkauft. Die grossen Titel überragen alles, dann geht es auf Platz vier in den US-Charts meistens schon mit sehr mageren Zahlen weiter. Guck dir den Output im Frühjahr 2010 an, dann weisst du jetzt schon, wer in den Statistiken oben stehen wird, und wer erst garnicht erwähnt wird. Zwar gab es das in der Form schon immer, aber IMO nie so extrem. Und wenn dein Spiel dann bei 300k bis 400k weltweit stehen bleibt, war's das.

Ausserdem kannst du nicht wissen, ob der Markt gesättigt ist oder nicht. Nur weil es stetiges Wachstum gab, muss das nicht zwangsläufig heissen, dass dies immer so bleiben wird. Siehe Handy-Branche, siehe iPod. Haben sich lange Zeit verkauft wie geschnitten Brot...


Ich habe nie gesagt, dass der Markt einfach immer weiter wachsen würde. Ich habe nur gesagt, dass der Markt aktuell nicht gesättigt ist. Das sieht man an den Zahlen des riesigen Wachstums der letzten Jahre. Das kann in fünf Jahren, wer weiß. Aber aktuell ist es nun mal so, dass die Branche in absolut wahnwitzigem Tempo wächst und sich dieses Jahr ne Verschnaufpause gönnt. Daraus das Argument zu konstruieren, dass der Markt gesättigt ist, ist - sorry - einfach Schwachsinn.

Was den Rest angeht: wie du schon sagtest, es ist schon immer so, dass es große Titel gibt, die sich extrem häufig verkaufen, und kleine, die das eben nicht wirklich schaffen (und andere, die irgendwo dazwischen liegen). Wer weiß, vielleicht ist das etwas extremer geworden, das müsste man sich dann allerdings schon mal etwas genauer ansehen, um zu so einer Aussage zu kommen.
Ansonsten sehe ich eben gerade nicht, dass auf Platz 3, 4, 5 plötzlich die Verkaufszahlen einbrechen, weil sich jeder nur auf 1, 2 Spiele stürzt. Das ist ganz schlicht und ergreifend nicht wahr.
Viele machen auch einfach den Fehler und programmieren Spiele, von denen sie eigentlich wissen müssten, dass sie sich im Bereich von wenigen hunderttausend Einheiten verkaufen und geben dafür dann 5 Millionen aus. Da stimmt dann irgendwo das Verhältnis nicht mehr. Ob das an der Unfähigkeit der Entwickler liegt oder daran, dass es vor allem auf X360/PS3 exorbitant teuer zu sein scheint ein Spiel zu entwickeln, wäre da natürlich so eine Frage. Das Problem mit dem teuren Entwickeln betrifft interessanterweise den PC afaik nicht in dieser extremen Art.
 
Ob das Schwachsinn ist, kannst du nicht wissen, genauso wenig wie ich es weiss. Das wird nur die Zukunft zeigen.

Momentan sind die grossen Märkte teils um 20% (!) oder mehr eingebrochen, selbst wenn es 2010 wieder leicht bergauf gehen würde, hat die Industrie massiv gelitten. Und noch hab ich auch von Nintendo keine positiven Prognosen für 2010 gehört, dass es mit der Wii wieder bergauf gehen soll. Abwarten.
 
Es geht aber nicht um die Zukunft! Es geht um das hier und jetzt. Du sagst: Markt ist gesättigt. Ich sage: Markt ist nicht gesättigt. Dein Argument: in der Zukunft wird man das sehen. Mein Argument: man sieht es aktuell.
Du kannst doch unmöglich damit argumentieren, dass irgendwann mal dieser Markt nicht mehr wachsen wird. Damit kann man ungefähr alles in Frage stellen. Morgen bricht der Markt mit HD Fernsehern zusammen, übermorgen das Internet... usw. wird die Zukunft zeigen :?

Wie gesagt, die selbe Industrie, die jetzt Rückgänge verbucht (diese 20% sind schon eher die aller extremsten Fälle, Deutschland zum Beispiel ist zumindest bis zum 2. Quartal 2009 sogar deutlich im Plus gewesen!) hat in den Jahren davor unheimliches Wachstum gehabt. Auch mit den ~10-15% Minus, die der US Markt dieses Jahr haben wird, werden die Umsätze aus 2007 noch deutlich übertroffen werden.
 
Steffko schrieb:
Es geht aber nicht um die Zukunft! Es geht um das hier und jetzt. Du sagst: Markt ist gesättigt. Ich sage: Markt ist nicht gesättigt. Dein Argument: in der Zukunft wird man das sehen. Mein Argument: man sieht es aktuell.
Du kannst doch unmöglich damit argumentieren, dass irgendwann mal dieser Markt nicht mehr wachsen wird. Damit kann man ungefähr alles in Frage stellen. Morgen bricht der Markt mit HD Fernsehern zusammen, übermorgen das Internet... usw. wird die Zukunft zeigen :?

Wie gesagt, die selbe Industrie, die jetzt Rückgänge verbucht (diese 20% sind schon eher die aller extremsten Fälle, Deutschland zum Beispiel ist zumindest bis zum 2. Quartal 2009 sogar deutlich im Plus gewesen!) hat in den Jahren davor unheimliches Wachstum gehabt. Auch mit den ~10-15% Minus, die der US Markt dieses Jahr haben wird, werden die Umsätze aus 2007 noch deutlich übertroffen werden.

Ich rede vom jetzt. Die nahe Zukunft wird höchstens zeigen, ob ich recht habe oder nicht. ;)

Ich weiss auch nicht wie du "Sättigung" definierst. iPod und Handymarkt sind ähnlich dramatisch gewachsen. Jedes Jahr auf's Neue. Trotzdem kam irgendwann der Zeitpunkt, als es mit dem rapiden Wachstum nicht mehr weiter ging. Und obwohl Apple immernoch fleissig iPods verkauft, spricht man von der Sättigung des MP3-Player-Marktes. Analog bei den Handys. Eine Sättigung des Marktes tritt doch nicht erst dann ein, wenn es nur noch bergab geht.

Ansonsten hab ich ja auch nicht gesagt, dass der Markt komplett zusammenbricht und ab sofort nur noch Krise und Talfahrt ist. Ich denke, ich hab in meinem Text ziemlich deutlich geschrieben, bei wem und warum ich in Zukunft einige Probleme sehe. Und einige User bescheinigen das auch durch ihr eigenes Kaufverhalten. Und die grosse Masse betrifft das noch mehr als uns, wo wir uns neben den Blockbustern auch noch andere Titel kaufen. In meinem Text habe ich halt auchmal versucht das Risiko von Titeln aufzuzeigen, wo nicht CoD, GTA, Halo oder Resident Evil drauf steht. Wo stünde Activision ohne CoD? Wo stünde Activision ohne Blizzard? ;) Wie hätte das Jahr 2009 für dein besagtes Capcom ohne Resi 5 ausgehen? Und wieviele Publisher haben solche Spiele als "Rettungsanker"? Man kann davon ausgehen, dass Brütal Legend für EA kein wirklich gutes Geschäft war. Und Dante's Inferno wird es wohl ebenso ergehen, alleine weil das Marketing Unsummen kostet. Aber ohne Marketing weiss kein Schwein von dem Titel. Glaubst du, DI wird sich drei, vier Millionen Mal verkaufen?

Aber wie gesagt, dass ist ja auch nur meine Einschätzung. Wenn 2010 wieder alle Hurra schreien, die Studios wieder Leute in Massen einstellen und die Entwicklung von HD-Titeln günstiger wird, damit auch mal Geld hängen bleibt, dann hab ich halt in die Kloschüssel gegriffen.
 
Als gesättigt würd ich den Markt augeneblicklich auch nicht bezeichnen. Eher herscht ein Angebotsüberhang. Zuviele Spiele für zu wenige Käufer. Egal ob der Titel AAA oder nur A ist, der Konsument muss sich zwangsläufig für ein paar wenige (relativ) entscheiden. Hinzu kommen die schwache Wirtschaftslage und die die steigenden Produktionskosten der Titel. Beides schlägt negativ auf die VKZ der jeweiligen Titel nieder.
Und bei einem hohen UVP - und da muss man sich nix vormachen - den die Masse der Käufer bezahlt, fällt die Entscheidung ob man sich nun 2 statt nur noch 3 Titeln kauft, zwangsläufig relativ leicht. Zudem greift noch das Argument der indirekten Konkurrenz. Denn die 60 - 70 Euro für ein Spiel, könnte und muss man u. U. in ganz andere Sachen investieren als ein Videospiel.
Und wenn man dann hier von der z. B. Xbox mit einem Durchschnittsverkauf von einem Spiel in 5,5 Monaten liest, dann muss man kein Ökonom sein um zu wissen, dass gerade in den heutigen Tagen von der Games-Branche gegen den Gebrauchtmarkt und für die Online-Distribution gewettert wird.

Sicher ist auch, das sich der Markt gesundstoßen wird. Aber ich denke nicht, dass es im großen Stil passieren wird, wie bei der Formel 1 zum Beispiel. Das Kaufverhalten der Konsumenten wird sich, sofern sich die allgemeine Wirtschaftslage wieder begradigt, auch wieder auf einen ähnlich hohen Stand bringen können, wie es vor einem Jahr war. Alleine die "Schuld" bei den Publishern zu suchen, ist imo falsch.

Übelst vom Thema abgekommen, aber was soll`s. ;)
 
Meiner Meinung nach liegt das Problem bei der Art der Entwicklung, für ein Spiel braucht man mittlerweile min. 200 Mitarbeiter, als Synchronsprecher halten berühmte Schauspieler her und obendrein nimmt man noch berühmte Komponisten, wie Hans Zimmer oder Harry Gergson-Willaims für die Musik... am Ende hat man dann zwischen 10 und 20 Mio. ausgegeben und rausgekommen ist ein interaktiver Film. Bei GTA4 verdiente der Hauptsynchronsrecher 100000 Dollar... und der Typ ist nicht mal bekannt....

Genauso geil ist EA, hat 1400 Mitarbeiter und kauft sich Bioware, um endlich West RPGs auf dem Markt bringen zu können. Es ist doch einfach ein Witz, das die Unternehmen mehrere Millionen ausgeben, damit sie ein paar neue IPs haben, bis das sich überhaupt lohnt... solche Investitionen sieht man andauernd. Am liebsten würden die noch Take 2 schlucken, um GTA zu haben (und Take 2 macht trotzdem seit Jahren miese...)... und dann wundern die sich tatsächlich das sie Verluste machen... Man muss sich das ja mal reinziehen, EA gibt für Bioware und Pendemic ca. 850 Mio aus. die entwickeln daraufhin ca. 5 Spiele für zig Millionen, welche alle gefloppt sind... wie viel soll denn jetzt Dragon Age einspielen, um die Investition zu rechtfertigen?

Wenn ich der EA Chef wäre, hätte ich so ein Spiel wie Dragon Age gebracht ohne vorher fast 1 Mrd. Dollar auszugeben!

Auch genial, die Aktion mit NfS Shift, da hat man extra ein Entwicklungsstudio für und der neueste Teil kommt von einem Drittentwickler... wie kann man als zweitgrößter 3rd Party Publisher sowas nicht selbst hinbekommen?

Man nehme auch Sony mit seinen Exklusivtiteln für die PS3, wie man dermaßen viele offensichtlich aufwendige Spiele produzieren kann, die am Ende doch nichts reißen ist mir ein Rätsel. Die Spiele die davon einen Nachfolger bekommen, die bekommen keinen, weil sie beliebt sind, sondern weil es sich eventuell rentiert, wenn man da noch ein Missionspack als Nachfolger verkauft... siehe auch Eidos mit seinen Kane & Lynch 2...

Was ebenfalls meiner Meinung nach unsinnige Geldverschwendung ist, ist diese unglaubliche Ausschlachtung, z.B. Guitar Hero, Teil 3 war super erfolgreich, daraufhin brachte man so viele Teile, das man schon jetzt Guitar Hero 5 mit Sonderangebote fand, ich verstehe nicht, wieso die Entwickler erfolgreiche Reihen dermaßen totreiten, das hat man schon mit Tomb Raider und Tony Hawk gemacht, momentan macht man es mit Halo und CoD, also ob es noch irgendwer will, wenn es einen unsinnigen Nachfolger nach dem anderen gibt.

Dann auch diese ganzen sinnlose Spiele a la Red Faction, die sowieso nur untergehen können... die produziert man wohl in der Hoffnung, dass sie aus irgendeinen Grund zum Überraschungshit werden...

Das sind doch die Gründe, wieso die Publisher dermaßen viele Verluste machen, meiner Meinung nach sind die meisten selbst schuld.

Aber ich finde die Spiele Situation passt gut zu den Konsolenherstellern, MS und Sony zeigen ja schon spektakulär, wie man Geld aus dem Fenster wirft (XBOX360 und PS3). Zumindest bei MS, glaub ich will man damit nur noch Steuern sparen...
 
Iro schrieb:
Genauso geil ist EA, hat 1400 Mitarbeiter und kauft sich Bioware, um endlich West RPGs auf dem Markt bringen zu können. Es ist doch einfach ein Witz, das die Unternehmen mehrere Millionen ausgeben, damit sie ein paar neue IPs haben, bis das sich überhaupt lohnt... solche Investitionen sieht man andauernd. Am liebsten würden die noch Take 2 schlucken, um GTA zu haben (und Take 2 macht trotzdem seit Jahren miese...)... und dann wundern die sich tatsächlich das sie Verluste machen... Man muss sich das ja mal reinziehen, EA gibt für Bioware und Pendemic ca. 850 Mio aus. die entwickeln daraufhin ca. 5 Spiele für zig Millionen, welche alle gefloppt sind... wie viel soll denn jetzt Dragon Age einspielen, um die Investition zu rechtfertigen?

Es bringt aber auch zwei Vorteile mit sich. Erstens: weniger Gewinn der zu versteuern ist, und zweitens ist jeder aufgekaufte Entwickler ein potentieller Konkurrent weniger.
Man muss immer bedenken, dass die großen Konzerne nicht mehr die Führung haben, die noch mit Leidenschaft Spiele entwickelt. Es gibt einfach zu viele Faktoren die beachtet werden müssen. Und diese lassen sich meist auch nur waage Vermuten.
Gerade bei EA. Die sind nur ihren Gesellschaftern Rechtfertigung schuldig.
 
Ich finde es nur extrem schade, dass ausgerechnet EA so abgestraft wird. Man erkennt schon, dass sie ihr Portfolio verändert haben, IMO zum Guten. Vielleicht wird es sich ja wirklich irgendwann auszahlen, wäre zu wünschen.
 
Iro schrieb:

Wow, gute Idee. :shock:

Anstatt teure Flopps zu entwickeln sollen die Leute lieber günstige Blockbuster entwickeln, die sich besser verkaufen. Am besten mailst du deine Ideen gleich mal an EA. Die können bestimmt noch einen Chefstrategen gebrauchen. :D
 
Aber mal ganz im Ernst.

Was erwartet sich ein Entwickler im ernst von einem mittelmässigem game?

Die kennen die Situation selber genau und die wissen auch selber genau das es sich nciht verkaufen wird.

Warum machen Sie das Game dan nicht entweder besser oder sie lassen es gleich bleiben, brechen also die Entwicklung ab.

Aber das so eine halbärschige Entwicklung bestraft wird finde ich is eigentlich nichtmal schlecht.
 
Der_Geächtete schrieb:
Was erwartet sich ein Entwickler im ernst von einem mittelmässigem game?

Die kennen die Situation selber genau und die wissen auch selber genau das es sich nciht verkaufen wird.

Warum machen Sie das Game dan nicht entweder besser oder sie lassen es gleich bleiben, brechen also die Entwicklung ab.

Das ist ein derart komplexes Thema, das kann man imo nicht so kurz abhandeln.

Grundlegend wird man das Thema aus 2 Sichten betrachten müssen; einmal aus der Seite des Publishers und einmal aus jener der Entwickler. Außerdem muss man hier die Grundlagen der Kalkulation berücksichtigen.

Wo also anfangen?

Warum bricht ein Entwickler ein Spiel das sich vermutlich nicht blendend verkaufen wird vorzeitig ab? Logisch, weil andernfalls die investierte Arbeit für die Katz war. Außerdem werden die wenigsten Entwickler mit fertigen Spielen auf Publishersuche gehen, sondern die laufende Entwicklung von eben jenen finanzieren lassen, Warum bricht also ein Publisher nicht vorzeitig ab? Wahrscheinlich weil es nicht geht, da sie Verträge mit dem Entwicklungsstudio haben und nicht nach Lust und Laune die Finanzierung einstellen können.

Außerdem darf man nicht vergessen dass Umsatz, selbst wenn man etwas Verlust einfährt, gut ist. Denn je mehr Umsatz ich habe, umso besser verteilen sich die Gemeinkosten.
 
Das Thema ist wirklich komplex. Und fängt schon mit der Frage an, wann ein Spiel mittelmässig ist. Und ob ein gutes bis sehr gutes Spiel auch der Garant für Erfolg ist. Und das kann man schon definitiv verneinen. Siehe Dead Space. Das Spiel wurde in den Himmel gelobt, hat sich auf zwei Plattformen auch knapp über eine Million Mal verkauft (was sehr gut ist), war aber finanziell für EA ein Flop (Entwicklungskosten).

Ich denke, wir werden in Zukunft ein leicht anderes Szenario in der Branche sehen. Die grossen Titel werden noch wesentlich mehr Marketing bekommen. Bin mir ziemlich sicher, dass bspw. Dante's Inferno eine riesige Marketing-Kampagne bekommen wird, damit nicht das Gleiche wie bei Dead Space passieren wird. Und so werden das auch Activision (siehe CoD MW2) und andere grosse Publisher machen. IMO wird der Trend in Richtung Gross-Produktionen gehen.
 
Erstens: ihr habt völlig recht damit dass das Thema viel zu komplex ist um es in zwei, drei Sätzen abzuhandeln. Für mich persönlich stellt sich aber trotzdem irgendwann mal die Frage warum wird nicht mal die Reißleine gezogen.

Es gibt Filme die wurden abgebrochen. Es gibt ganze Firmenkonzepte die Finaziert waren und dan eingestellt wurden(z.B. Cargolifter)

Und bei einem game könnte man im Untershcied zum Film das bereits erstellte material sogar ncih weiterverwenden. Entweder kann man die Idee mitnehmen oder die technik.

Egal. Belassen wir es bei der Aussage ein mittelprächtiges Game ist besser als gar keines.

Was mcih zum denken bringt an der ganzen Sache ist der Vergleich mit anderen Medien.

Es gibt bei Buch, Film, und Musik Mainstream daneben auch noch „Kulturell/Künstlerisch“ hochwertigere Titel.

Bei Games gab es da ein paar gaaaaaanz wenige Beispiele die diesen Weg gehen wollten. Entweder bekomme ich Sie selber nicht mit aber mir scheint das diese Experimente quasi nicht mehr existent sind.

Ich sags ganz ehrlich. Wenn im Jahr 100 für mich persönlich Rotz Titel floppen is mir völlig egal. Pandemic, Faktor 5, Schlagmichtot Studios,…… es is mir völlig egal wer alles vor die Hunde geht.

Was ich bedenklich finde ist das sich erstens niemand für so ein Projekt überhaupt nur zu interessieren scheint(aus Entwickler Sicht) und daneben das es im gegensatz zu den anderen Medien hier scheinbar auch wirklich keinen Lebensraum für so etwas zu geben scheint
 
Der_Geächtete schrieb:
Es gibt Filme die wurden abgebrochen. Es gibt ganze Firmenkonzepte die Finaziert waren und dan eingestellt wurden(z.B. Cargolifter)

Und bei einem game könnte man im Untershcied zum Film das bereits erstellte material sogar ncih weiterverwenden. Entweder kann man die Idee mitnehmen oder die technik.

Selbiges gibt es doch auch bei Spielen. Gibt doch eine vielzahl an Spielen deren Entwicklung irgendwann eingestellt wurde.

Was ich bedenklich finde ist das sich erstens niemand für so ein Projekt überhaupt nur zu interessieren scheint(aus Entwickler Sicht) und daneben das es im gegensatz zu den anderen Medien hier scheinbar auch wirklich keinen Lebensraum für so etwas zu geben scheint

Weil ein künstlerisch wertvolles Spiel, wollen wir es mal so nennen, nach wie vor ein finanzieller Selbstmord ist. Es wird noch Jahre wenn nicht sogar Jahrzehnte dauern bis es sowas wie eine "Arthouse-Genre" für Spiele geben wird.
 
Evin schrieb:
Weil ein künstlerisch wertvolles Spiel, wollen wir es mal so nennen, nach wie vor ein finanzieller Selbstmord ist. Es wird noch Jahre wenn nicht sogar Jahrzehnte dauern bis es sowas wie eine "Arthouse-Genre" für Spiele geben wird.

Ja das isses ja gerade was ich so schlimm finde.

Auf der einen Seite beteuern wir alle ein doch sooooo erwachsenes Medium zu sein und wollen das games als Kultur gesehen werden. Aber im Prinzip wollen doch alle nur ballern.

Der Fakt is mir klar ich finds einfach schade/traurig
 
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