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Wie hoch ist deine persönliche Inflationsrate?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Dass sich nur noch vermögende Menschen Tiere anschaffen dürfen ist schlicht diskriminierend. Man wird eh schon genug ausgegrenzt wenn man arm ist, viele ältere Menschen haben nur noch ihr geliebtes Tier, sonst nix. Die konnten die Rechnungen sowieso schon kaum oder nicht bezahlen.

Es ist verdammt traurig was da passiert. Und es geht primär zum Leide des Tieres. Gibt genug Penner die ihr Tier deswegen aussetzen werden, weil die Kosten zu hoch sind. Und es werden weniger Tiere aus den Heimen geholt. Bei den Kosten überlegt man sich das halt zwei mal, vor allem bei den gestiegenen Fixkosten.

und was ist dein Lösungsvorschlag?
 
das ist doch die logische Konsequenz daraus. Irgendeiner wird den Kürzeren ziehen. Das ist nämlich genau das Problem, es gibt hierfür keine gute Lösung die alle zufrieden stellt. Das muss man halt nur einfach erkennen.

Anders herum kann man auch sagen dass Katzenbesitzer die letzten Jahre von zu niedrigen Sätzen profitiert haben und diese jetzt angepasst wurden.

Dass dir das nicht gefällt ist mir klar aber eine sinnvolle Lösung bietest du eben auch nicht.
 
Mich wundert aber auch warum der Preisunterschied zwischen Hunden und Katzen bisher so hoch war.
Die meisten Hunde sind ja auch nicht viel größer als eine Hauskatze. Da sind dann entweder die Preise bei Hunden viel zu hoch, oder die bei Katzen zu niedrig.

Was jetzt nicht bedeutet das ich so eine extreme Preiserhöhung gutheiße. Selbst wenn da dringender Handlungsbedarf ist sollte man sowas dann doch Schrittweise machen. Denn selbst wenn sich jemand wirklich durchgerechnet hat ob er sich eine Hauskatze leisten kann, kann jetzt dann doch plötzlich in der Situation sein sich das nicht mehr leisten zu können. Was natürlich extrem ungünstig ist wenn das Tier schon angeschafft ist.
 
geb ich dir Recht, aber sind wir mal ehrlich, denkst du irgendeiner schaut sich die komplette Gebührenordnung an bevor er sich ein Tier anschafft? Sinnvoll ist es, machen wird es kaum einer.

Wenn man Glück hat kommt man ja auch ohne viele Kosten durchs Tierleben.
 
Dass du mir vorwirfst dass ich den Hintergedanken habe keinem ärmeren Menschen ein Tier zu gönnen.
Das habe ich nicht geschrieben. Ich habe geschrieben, dass das die logische Konsequenz ist von Forderungen, die nicht mit der Realität von armen Menschen in Einklang zu bringen sind. Zumal das mit zweckgebundenen Rücklagen bei armutsbetroffenen Menschen so eine Sache ist; zumal in einer Zeit stark gestiegener Lebenshaltungskosten.

Im Übrigen glaube ich, dass sich die allermeisten Menschen durchaus vorab Gedanken machen, ob sie sich ein Tier grundsätzlich leisten können - mal abseits von irgendwelchen worst case Szenarien.
 
Das habe ich nicht geschrieben. Ich habe geschrieben, dass das die logische Konsequenz ist von Forderungen, die nicht mit der Realität von armen Menschen in Einklang zu bringen sind. Zumal das mit zweckgebundenen Rücklagen bei armutsbetroffenen Menschen so eine Sache ist; zumal in einer Zeit stark gestiegener Lebenshaltungskosten.

Im Übrigen glaube ich, dass sich die allermeisten Menschen durchaus vorab Gedanken machen, ob sie sich ein Tier grundsätzlich leisten können - mal abseits von irgendwelchen worst case Szenarien.

hast du nicht?

Ja verstehe schon, du willst nicht das arme Menschen oder armutsgefährdete Menschen (eine stark wachsende Gruppe) Haustiere besitzen.

Weil das ist doch die einzig logische Konsequenz. Wenn ich beispielsweise Hartz IV beziehe dann darf ich nicht mal diese Rücklagen bilden.

ich lese das anders.
 
geb ich dir Recht, aber sind wir mal ehrlich, denkst du irgendeiner schaut sich die komplette Gebührenordnung an bevor er sich ein Tier anschafft? Sinnvoll ist es, machen wird es kaum einer.

Wenn man Glück hat kommt man ja auch ohne viele Kosten durchs Tierleben.

Das nicht, aber ich hatte damals als ich mir einen Hund angeschafft hatte im Bekanntenkreis rumgefragt was die denn so für Tierarztkosten für ihre Hunde hatten. So das ich schon eine grobe Idee hatte was auf mich zukommen wird.
 
ok, ist durchaus sinnvoll aber im Endeffekt weiß man es eh nicht. Es kommt wie es kommt, das kann ganz wenig sein oder du hättest dir davon ein Auto kaufen können.....

Im Endeffekt ist es ja so: 160% sind furchtbar bitter aber da wir uns einig sind dass TA jetzt nicht gerade in Geld gebettet sind war die Erhöhung bzw Anpassung an Hunde eher überfällig als anders herum.
 
geb ich dir Recht, aber sind wir mal ehrlich, denkst du irgendeiner schaut sich die komplette Gebührenordnung an bevor er sich ein Tier anschafft? Sinnvoll ist es, machen wird es kaum einer.
Nehmen wir an, ich habe mir im vergangenen Jahr zwei Katzen angeschafft. Ich habe mich davor natürlich informiert, was so in etwa an Tierarztkosten anfällt, Stand 2021. Natürlich auch was eine Katze sonst so kostet, Futter, Spielzeug etc. Dann habe ich geschaut, wie viel ich im Monat zur Verfügung habe und ob das passt. Dann bin ich zu dem Schluss gekommen, das passt und am Ende des Monats hat man auch immer noch einen leichten Überschuss, der sich "automatisch" anspart so dass ich mir mittel- und langfristig etwas Vermögen anhäufen kann.
Die Katzen sind gekauft.
Jetzt haben wir das Jahr 2022, mein Stromvertrag ist plötzlich dreimal so teuer, das Gas fünfmal so teuer, Lebensmittel 20% teurer und jetzt kommen noch gestiegene Tierarztkosten. Am Ende des Monats komme ich jetzt vielleicht gerade noch bei +-Null raus, Vermögen und Rücklagen kann ich mir nicht oder kaum ansparen - und wenn dann habe ich im Hinterkopf dass im nächsten Jahr noch eine saftige Nachzahlung für Energie ansteht.

Da hatte ich im vergangenen Jahr also herzlich wenig von, dass ich mir die komplette Gebührenordnung angeschaut habe.
 
Wenn du auch noch den nächsten Satz gefettet hättest, dann hättest du literarisch genau das hervorgehoben, was ich geschrieben habe und wie es zu verstehen war.

seh ich anders. Der Zweite Satz allein hätte dafür gereicht. Der Erste ist einfach nur ein haltloser und falscher persönlicher Vorwurf an mich.

Ich gönne jedem ein Haustier und gerade auch ärmeren Menschen die eh schon sozial oft abgehängt sind. Trotzdem bleibt das Problem bestehen dass man entweder das Ganze irgendwie bezahlen muss oder der Natur ihren Lauf lassen muss (und ja ich finde das genau so grausam wie ihr). Aber es gibt eben leider keine andere Lösung, zumindest hab ich noch keine andere gehört und ich kann mir auch keine vorstellen.
 
Dass man als Hartz IV und Sozialhilfe Empfänger weit unter der definierten Armutsgrenze lebt und damit haushalten muss, ist natürlich eine absolute Schweinerei. Dass man diesen Leistungsempfängern zusätzlich noch gesetzlich verbietet überhaupt Überlebenswichtige Rücklagen zu bilden, nur eine von vielen sich einreihender verachtenswerten Methodiken dieses auf Ausgrenzung und auf Bestrafung ausgelegten Systems.

Dass die Pharmazie, medizinischen Einrichtungen und Eingriffe aber ganz generell ne verdammt kostspielige Sache sind - auch abseits des tierischen Wohls - ist aber nichts neues. Für den Mensch hat man sich wenigstens das System der verpflichtenden Pflegeversicherung einfallen lassen, welches durch die Übernahme der Verwaltung der Kosten zumindest einigermaßen für ein geregeltes, tragbares und sicheres Gesundheitsnetz sorgt. Sonst wäre die Gesundheitsvorsorge auch für den Mensch (aufgrund der Kosten die es verursacht) einfach ein Luxus den sich nicht jeder Leisten könnte.

So ein System gibt es aber halt für das private Haustier nicht, weshalb das eigene Haustier im schlimmsten Fall ne verdammt kostspielige Sache werden kann. Der Tierarztbesucht dadurch vielleicht sogar wirklich ein Luxus den sich leider nicht jeder aus eigener Tasche leisten kann.

Auch wenn ich es echt heftig finde, wie drastisch (um 160+%) sich die Gebührenordnung für Katzen (durch die Angleichung an den Hund) von heute auf morgen plötzlich ändern können. Ich würde mir aber halt auch einfach wirklich kein Haustier anschaffen, wenn ich nicht hundertprozentig garantieren könnte - auch im Worstcase - dafür aufzukommen oder halt zusehen, dass ich ne gute Versicherung fürs Tier abschließe. Wäre jedenfalls stark dafür, dieses bei Anschaffung eines Haustieres verpflichtend zu machen.


Edit: Man kann natürlich darüber Diskutieren, ob die Gesundheitsvorsorge und Abrechnungsmodelle fürs Tier generell einfach zu Hoch bzw. Wucher sind.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Eine verpflichtende Versicherung bedeutet doch, deutlich mehr Versicherungspflichtige. Mehr Beitragszahler bedeutet wiederum, geringere Beiträge. Das könnte man noch differenzieren. Rassen, die krankheitsanfälliger sind, wären teurer in der Versicherung. Damit könnte man gegensteuern, dass Menschen sich Rassen zulegen, die durch fragwürdige Züchtungen krankheitsanfälliger sind.
 
Eine verpflichtende Versicherung bedeutet doch, deutlich mehr Versicherungspflichtige. Mehr Beitragszahler bedeutet wiederum, geringere Beiträge. Das könnte man noch differenzieren. Rassen, die krankheitsanfälliger sind, wären teurer in der Versicherung. Damit könnte man gegensteuern, dass Menschen sich Rassen zulegen, die durch fragwürdige Züchtungen krankheitsanfälliger sind.

das löst doch das Problem nicht, bzw es löst "nur" das Tierwohlproblem was natürlich zu begrüßen wäre.

Aber da bist du doch pro Tier auch gerne mal bei 50-100€ (von mir geschätzt) wenn die wie eine GKV alles übernehmen soll. Wie sollen sich Leute mit geringem Einkommen sowas denn dann leisten können?
 
bis auf den Edit ein Like da wir eigentlich bisher hier alle den Konsens hatten dass TA sich eh schon keine goldene Nase verdienen.
Das kann Konsens sein und man kann trotzdem die relativ großen Kostensprünge kritisieren. Zumal der Punkt von @Bart Wux richtig bleibt: Was ist denn das Ergebnis, wenn Katzenhalter*innen sich einen Tierarztbesuch aufgrund dessen nicht mehr leisten können bzw. wollen? Dann verdient die Ärztin weder mehr Geld noch ist damit den Tieren geholfen.
 
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