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Wie hoch ist deine persönliche Inflationsrate?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich glaube niemand verlangt, dass Tierärzte nicht für ihre Leistung angemessen bezahlt werden. Tierarzt ist wirklich kein Beruf, an dem man sich eine goldene Nase verdient. Aber der Umfang der Erhöhung und der Zeitpunkt sind mehr als ungünstig. Wenn man statt 200 Euro plötzlich 600 Euro für eine Behandlung zahlen muss, ist das schon eine verrückte Steigerung.

Mein Tierarzt behandelt manchmal kostenlos, wenn jemand absolut nicht zahlen kann. Einfach um des Tieres Wohl. Solche Fälle werden in nächster Zeit sicher zunehmen. Wenn Tiere nicht gleich ins Tierheim abgeschoben werden, die eh schon überfüllt sind und mit den steigenden Versorgungskosten zu kämpfen haben.
 
Wenn ein krankes Tier ebenso zum Arzt gehört wie ein Mensch, dann muss man auch angemessene Kosten für eine Behandlung bezahlen können, oder sich eine Versicherung leisten. Vielleicht wäre es dann Zeit für eine verpflichtende Versicherung. Kein Haustier ohne Krankenversicherung.

This.
Würde viel Tierleid ersparen und den ein oder anderen dazu bewegen wirklich 2 mal über eine Anschaffung eines Haustieres nachzudenken.
 
This.
Würde viel Tierleid ersparen und den ein oder anderen dazu bewegen wirklich 2 mal über eine Anschaffung eines Haustieres nachzudenken.

Die üblichen Versicherungen, die es gibt übernehmen nur wirklich teure Operationen (unter bestimmten Voraussetzungen). Das kann zwar vorkommen, macht aber wohl eher nicht den Hauptteil der Kosten für nen Tierhalter aus. Ne umfassende Krankenversicherung fürs Haustier könnte kaum jemand bezahlen (sieht man auch den wenigen Versicherungen für Tiere, die deutlich mehr abdecken).
 
Wenn es wirklich um die Vermeidung von möglichst viel Tierleid ginge, dann sollte man den Hebel vielleicht wo anders ansetzen als primär bei der Haustierhaltung :)

Wer redet den von primär? Muss sich doch gegenseitig gar nicht ausschließen.
Die weit aus größere Baustelle ist natürlich die Industrielle Tierhaltung.
 
Eine verpflichtende Tierversicherung ist völlig utopisch, das könnte niemand bezahlen. Tiere würden reihenweise ausgesetzt und abgegeben werden. Mal als Beispiel, ich hatte mir ein Angebot von Petplan geholt. Ich müsste bei 90% Erstattung Beiträge von 40 Euro im Monat pro Tier zahlen, und da wären auch nicht mal alle Behandlungen abgedeckt. Macht 480 Euro im Jahr, auf 10 Jahre Lebenszeit hochgerechnet also 4800 Euro. Und jetzt hält man Katzen, Kaninchen oder Meerschweinchen ja nicht alleine, sondern mindestens im Pärchen. Da hat man also alleine schon fünfstellige Versicherungskosten.

Ich bin auch voll dafür, dass sich nur Leute Tiere anschaffen sollten, die sie auch versorgen können. Aber die meisten Tiere leben 10-20 Jahre. Wer konnte vor 2 Jahren vorhersehen, dass so eine plötzliche Preiserhöhung um bis zu 160% kommt?
 
Das kann man nicht vorhersehen aber wenn man das Geld für den Worst Case auf Seite hat kann man idR auch jetzt seine TA Rechnungen bezahlen.
Die meisten Leute kaufen sich aber Tiere und sind sich nicht bewusst was da hinten dran hängt WENN das Tier wirklich krank wird. unser Hund hat uns auch schon mehrere Tausend Euro gekostet + 40€ Medikamente jeden Monat.
 
Das kann man nicht vorhersehen aber wenn man das Geld für den Worst Case auf Seite hat kann man idR auch jetzt seine TA Rechnungen bezahlen.
Ja, wenn man nicht arm ist und es sich leisten kann Rücklagen zu bilden, dann ist alles relativ easy.
Dann sind unerwartet gestiegene Stromkosten, enorm steigende Gaskosten, Verteuerung von Lebensmitteln und anderen alltäglichen Konsumgütern kein Problem und am Ende hat man sogar noch was übrig um auch noch die plötzlich sich vervielfachten Tierarztkosten aufzubringen.
 
alles richtig aber wenn man sich ein Tier anschafft hat man Verantwortung und man sollte das Geld dann schon VORHER auf Seite gelegt haben.
Es kann nicht jede Verantwortung vom Staat o.Ä. abgefedert werden.
 
alles richtig aber wenn man sich ein Tier anschafft hat man Verantwortung und man sollte das Geld dann schon VORHER auf Seite gelegt haben.
Es kann nicht jede Verantwortung vom Staat o.Ä. abgefedert werden.
Ja verstehe schon, du willst nicht das arme Menschen oder armutsgefährdete Menschen (eine stark wachsende Gruppe) Haustiere besitzen.

Weil das ist doch die einzig logische Konsequenz. Wenn ich beispielsweise Hartz IV beziehe dann darf ich nicht mal diese Rücklagen bilden.
 
Ja verstehe schon, du willst nicht das arme Menschen oder armutsgefährdete Menschen (eine stark wachsende Gruppe) Haustiere besitzen.

Weil das ist doch die einzig logische Konsequenz. Wenn ich beispielsweise Hartz IV beziehe dann darf ich nicht mal diese Rücklagen bilden.

:sprachlos:

Ich bin dann raus, auf dem Niveau müssen wir nicht weiterdiskutieren.
 
Dass sich nur noch vermögende Menschen Tiere anschaffen dürfen ist schlicht diskriminierend. Man wird eh schon genug ausgegrenzt wenn man arm ist, viele ältere Menschen haben nur noch ihr geliebtes Tier, sonst nix. Die konnten die Rechnungen sowieso schon kaum oder nicht bezahlen.

Es ist verdammt traurig was da passiert. Und es geht primär zum Leide des Tieres. Gibt genug Penner die ihr Tier deswegen aussetzen werden, weil die Kosten zu hoch sind. Und es werden weniger Tiere aus den Heimen geholt. Bei den Kosten überlegt man sich das halt zwei mal, vor allem bei den gestiegenen Fixkosten.
 
Dass sich nur noch vermögende Menschen Tiere anschaffen dürfen ist schlicht diskriminierend. Man wird eh schon genug ausgegrenzt wenn man arm ist, viele ältere Menschen haben nur noch ihr geliebtes Tier, sonst nix. Die konnten die Rechnungen sowieso schon kaum oder nicht bezahlen.

Es ist verdammt traurig was da passiert. Und es geht primär zum Leide des Tieres. Gibt genug Penner die ihr Tier deswegen aussetzen werden, weil die Kosten zu hoch sind. Und es werden weniger Tiere aus den Heimen geholt. Bei den Kosten überlegt man sich das halt zwei mal, vor allem bei den gestiegenen Fixkosten.
Genau das. Haustier wird zum Luxusgut für Vermögende.
 
alles richtig aber wenn man sich ein Tier anschafft hat man Verantwortung und man sollte das Geld dann schon VORHER auf Seite gelegt haben.
Es kann nicht jede Verantwortung vom Staat o.Ä. abgefedert werden.
Was hast du eigentlich die ganze Zeit mit dem Staat? Der Staat hat bisher keine Tierarztkosten gezahlt und tut es auch ab November nicht. Die Gebührenordnung wurde angepasst. Die legt fest, wie viel Tierärzte für jeweilige Leistungen berechnen dürfen.
 
Was hast du eigentlich die ganze Zeit mit dem Staat? Der Staat hat bisher keine Tierarztkosten gezahlt und tut es auch ab November nicht. Die Gebührenordnung wurde angepasst. Die legt fest, wie viel Tierärzte für jeweilige Leistungen berechnen dürfen.

Nein, ich frag mich nur was die ganzen Leute sich dann wegen der Erhöhung beschweren? Wir sind uns doch alle einig dass diese durchaus nötig und wichtig ist um dem TA ein angemessenes Gehalt zu ermöglichen oder nicht?

Und wenn die Einzelperson es nicht tragen kann, wer soll es denn dann tragen? Wer soll dafür aufkommen? Über was reden wir hier?
 
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