Neben der Feuchtigkeit sind auch andere Einflussfaktoren, wie z. B. CO2-Gehalt, Geruchsstoffe usw. für das Lüftungsverhalten ausschlaggebend. Als Maßstab für die Luftqualität wird schlechthin der „Kohlensäure-Maßstab“ (CO2-Gehalt) nach Pettenkofer angesehen. Die Obergrenze wird mit 0,1 Vol % CO2 angegeben. Liegen die Werte höher so bedeutet dies: Verbrauchte Luft. Berücksichtigt man, dass die ausgeatmete Luft beim Menschen ca. 4 Vol % CO2 enthält, so kann die 0,1 Vol %-Grenze in kleinen Räumen oder bei Anwesenheit mehrerer Personen schnell erreicht werden. [...]
Menschen sind lufthungrig.
Zwei Personen (Nichtraucher) verbrauchen 48m³ in rund 60 Minuten. Bei zwei Rauchern in einem Raum gleicher Größe sollte die Luft bereits nach 40 min. ausgetauscht werden. [...]
Die Stoß- oder Zugbelüftung schneidet ganz deutlich am besten ab – schon nach fünf Minuten ist die Luft wieder erträglich – nach zehn Minuten ist die Luft praktisch komplett ausgetauscht. Der Durchzug ist deshalb im Winter die einzige richtige Belüftung, weil sich in fünf oder zehn Minuten natürlich nicht Wände, Decken und Möbel abkühlen, sie behalten weitgehend ihre Eigentemperatur. Damit entfällt das erneute „Aufheizen“. Werden die Fenster geschlossen, erwärmt sich der Raum entsprechend schnell wieder. Die Stoßlüftung spart – bei gleicher Luftwechselmenge gegenüber Dauerbelüftung – Heizenergie.
Wir empfehlen 5 – 6 mal über den Tag verteilt, für mindestens 5 Minuten, eine Stoßlüftung vorzunehmen.