@Aya
Ich weiss nicht, wie alt du bist, oder wie lange du schon zockst.
Ich bin nun 41 und zocke seit dem Atari VCS 2600. Alles, was du so schilderst, habe auch ich irgendwann erlebt. Ich hatte zu Hause 50 neue Spiele, verschweisst, nie gespielt. Dann hab ich eins gespielt, und zwischenzeitlich wieder 3 gekauft. Hauptsache man hat das Spiel schon mal. Irgendwann kommt ja mal eine Flaute, und dann ist man froh, wenn man noch neues Futter hat. Reden ja alle drüber, wie toll das doch ist, das Spiel XYZ. Wenn man aktiv in einem Forum wie KT ist, verfällt man mit Hype auch leicht mal einem
Gruppenzwang. Ich hab dann auch probiert, alle Spiele zu mögen und zu spielen. Ich hab auch probiert, länger zu spielen, als es mich erfreut hat.
Doch dann kam irgendwann der Punkt, wo ich Tabularasa gemacht habe. Ich hab immernoch manchmal ein wenig Backlog, aber halt maximal 3 bis 5 Spiele. Ich kaufe kaum in Sales, denn Spiele, die mich wirklich interessieren, hab ich zum Release. Für mich werden Spiele nicht interessanter, besser oder spielbarer, nur weil sie günstiger sind.
Ich kaufe auch nur noch die Genre, die mir auch wirklich liegen. Hey, Persona 5 wird gehyped. Mag auch ein tolles Spiel sein. Aber es ist nicht mein Genre. Also werde ich auch nicht warm werden. Also lass ich den Kauf gleich.
Ich meide auch Spiele, die 20+ Stunden dauern. Ich will irgendwann auch fertig werden mit einem Spiel. Nur die allerwenigsten Spiele können über so viele Stunden wirklich begeistern. Ausnahmen gibt's natürlich.
Kurzum, ich kam irgendwann an den Punkt, wo ich alles über Bord geworfen habe, was mich als Spieler belastet hat. Das hat gedauert, aber es hat funktioniert. Eine Zeit lang musste ich mich disziplinieren und heute ist es ganz automatisch so.
Dabei spiele ich immernoch sehr viel. Die GT Sport-Beta spiele ich jeden (!) Abend seit Beginn.
Mach dich frei im Kopf von Dingen, die dich beim Zocken belasten. Zeit ist zu wertvoll, um sie zu verschwenden. Zocken ist zu schön, als dass es in Arbeit ausarten sollte.