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Wen würdet ihr wählen (Zweitstimme), wenn Sonntag die Bundestagswahlen wären?

  • Ersteller Ersteller straikar
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Wen würdet ihr wählen (Zweitstimme)?

  • CDU

    Stimmen: 5 5,2%
  • CSU

    Stimmen: 1 1,0%
  • SPD

    Stimmen: 15 15,5%
  • Die Grünen

    Stimmen: 21 21,6%
  • FDP

    Stimmen: 4 4,1%
  • Die Linke

    Stimmen: 7 7,2%
  • Piratenpartei

    Stimmen: 13 13,4%
  • Freie Wähler

    Stimmen: 1 1,0%
  • ödp

    Stimmen: 1 1,0%
  • Die Tierschutzpartei

    Stimmen: 3 3,1%
  • Familie

    Stimmen: 0 0,0%
  • MLPD

    Stimmen: 0 0,0%
  • DKP

    Stimmen: 0 0,0%
  • DVU

    Stimmen: 0 0,0%
  • REP

    Stimmen: 0 0,0%
  • NPD

    Stimmen: 8 8,2%
  • Eine andere Partei

    Stimmen: 1 1,0%
  • Ich würde meinen Stimmzettel ungültig gemacht

    Stimmen: 5 5,2%
  • Ich würde nicht zur Wahl gegangen

    Stimmen: 5 5,2%
  • Ich bin kein deutscher Staatsbürger bzw. unter 18 und dürfte deshalb nicht wählen

    Stimmen: 7 7,2%

  • Umfrageteilnehmer
    97

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Nero schrieb:
Michael Moore schrieb:
Mein Opa wollte damals nicht in die SS da man einiges schlechte gehört hat und weil er nicht wollte mußte er nach Deutschland gehen um zu Arbeiten.
Das war aber keine Zwangsarbeit sondern ein normaler Job wo er gut bezahlt wurde.

Der Großvater meiner Ex war bei der SS und hat nie ein KZ von innen gesehen - dieser dreckige Lügner! :shock:
Wenn er nicht zu den SS-Totenkopfverbänden gehörte, war das auch nicht seine Aufgabe. Trotzdem waren das die Jungs für sagen wir mal "Spezialaufgaben" ;)

Nero schrieb:
nofix schrieb:
Glaub mir, die Siegermächte hätten auf diese technischen Errungenschaften verzichtet wenn es dafür keinen Krieg gegeben hätte und haben am Ende sicher nicht gesagt "ach scheiß auf die paar Toten, war doch eigentlich ganz in Ordnung jetzt haben wir neue Technik". :fp:

Ähm, doch, lol.
Wer überlebte und wichtig war (weil er eben über bestimmte Fähigkeiten verfügte), wurde verschifft. Die Sowjetunion und die USA haben sich regelrecht um einige Nazis gestritten.
Denk mal nicht, dass hinter den riesigen Mengen an Geld, die in den Wiederaufbau und der Umerziehung Deutschlands gesteckt wurden, humanitäre Gründe steckten. Man wollte sich an den technischen Errungenschaften der Deutschen bereichern und hielt dafür ihre Wirtschaft am Laufen, um die Produktivität nicht erschlaffen zu lassen.
Kalter Krieg eben, die Siegermächte misstrauten sich gegenseitig und versuchten jeweils das Beste aus dem geschlagenen Deutschland raus zu holen.
Der Sieg über Deutschland hat die Alliierten so viele Verluste gekostet dass man nicht von einem glorreichen Sieg sprechen kann und mit den paar Wissenschaftlern konnte man das auch nicht ausgleichen. Zudem man die Wissenschaftler in Friedenszeiten auch mit anderen Mitteln hätte locken können. Ne das lasse ich nicht gelten, keine Partei und insbesondere nicht die Russen, fand den Krieg in der Retrospektive dann ganz in Ordnung...

edit: ok btt :ugly:
 
Nero schrieb:
Denk mal nicht, dass hinter den riesigen Mengen an Geld, die in den Wiederaufbau und der Umerziehung Deutschlands gesteckt wurden, humanitäre Gründe steckten. Man wollte sich an den technischen Errungenschaften der Deutschen bereichern und hielt dafür ihre Wirtschaft am Laufen, um die Produktivität nicht erschlaffen zu lassen.

Alter Schwede, du hast ja mal so gar keine Ahnung :lol:.
 
Allerdings.

Ich finds übrigens schon ziemlich fragwürdig, dass der Begriff "Nationalsozialismus", der ja ne reine Erfindung der Nazis war, heute einen Klang hat, als wäre es durchaus ein durchdachtes, politisches System gewesen wäre, das zumindest theoretisch einige gute Sachen hervorgebracht haben könnte, die man aber aufgrund der negativen nicht würdigen darf. Tatsächlich wurde in diesem System nur sehr wenige Dinge systematisch verfolgt und die haben etwas mit Verblendung, Krieg, Terror und Vernichtung von Menschen etwas zutun gehabt. Das System an sich war in seinem Kern vollkommen selbstzerstörerisch. Man kann sagen, das Schicksal der Welt fiel damals einer fanatischen Sekte in die Hände. Das muß man sich immer vor Augen führen. Das war keine gescheiterte Alternative, so wie man das vielleicht noch vom Kommunismus sagen kann. Der sogenannte Nationalsozialismus war von Anfang an ein hohle Phrase oder eine Art Theaterkulisse, hinter der sich nichts verbarg, ausser der totalen Zerstörung bis in den eigenen Tod. Das ist etwas, dass NPD-Wähler nicht begriffen haben.
 
BAZONG schrieb:
Gib mir bitte zuerst einmal das Zitat eines NPD-Funktionärs, in dem der Holocaust "toll gefunden" wird. Danke.

Wäre so ein Zitat einfach so zu finden, wäre die betreffende Person schon im Knast. Nichtsdestotrotz gibt es mehr als genügend Belege für die antisemitische Einstellung diverser Partei-Bonzen. Und angesichts des Auftretens und der Ideologie der Partei bezweifle ich, dass die die Meinung "Ja, die Scheißjuden mussten weg. Aber hey - man hätte es ja nicht gleich SO krass machen müssen" vertreten.


Deine überaus intelligente Folgerung läuft ja folgendermaßen ab: X findet System A gut. In System A wurde aber u.a. auch "böse Tat" vollbracht. Ergo findet, wer System A gut findet, automatisch auch "böse Tat" gut. IMO ist das Blödsinn.

Tja und hier liegt das Problem. Die NPD glorifiziert die Nazi-Zeit und die damaligen Lichtgestalten. Das wird wohl kaum einer bestreiten. Nur leider war das GESAMTE NS-System auf Krieg und Vernichtung ausgelegt. Hitler hat seine Schwurbelphilosophie bereits in Mein Kampf formuliert. Und die hat er dann umgesetzt. Sicherlich war das Leben im Dritten Reich nicht unbedingt schlimm, wenn man angepasst oder unauffällig (und kein Mitglied einer Minderheit oder gar Jude) war. Sicherlich waren da einige Sachen dabei, die nicht wirklich verdammenswert waren. Aber ALLES führte letztendlich auf den Krieg, den Holocaust und alle anderen Begleiterscheinungen hin. Das war das einzige Ziel der ganzen Scharade.
Natürlich hat Hitler mit dem Bau der Autobahnen viele Arbeitsplätze geschaffen. Nur wofür waren die denn da? Genau - schneller Truppentransport. Der Käfer hatte die Vorgabe, dass nach Abnahme des Verdecks Platz für 4 Personen, ein MG und Munition sein muss (oder so ähnlich). Die Bevölkerung wurde auf Kadavergehorsam getrimmt. Wer unbequem war, wurde nicht einfach nur mundtot gemacht sondern gleich mal komplett entsorgt. Das fing unmittelbar nach der Machtübernahme an und hat sich bis '45 fortgesetzt.

Und diese Zeit ist das Goldene Kalb der NPD. Dafür treten die ein, wenn sie ihren Rudolf Heß-Gedenktag feinern und Hitlers Geburtstag begehen etc. pp. Und wer denen seine Stimme gibt, erklärt sich automatisch mit ihren Zielen einverstanden: Fremdenfeindlichkeit, Unterdrückung, Gewalt, Gleichschaltung. Wohin das geführt hat, hat man gesehen. Und wer allen Ernstes so blöd ist, sich diese Zeiten per Stimmzettel zurück zuwünschen, der gehört einfach nur so lange geschlagen, bis er sich nicht mehr rührt.
 
nofix schrieb:
Nero schrieb:
Michael Moore schrieb:
Mein Opa wollte damals nicht in die SS da man einiges schlechte gehört hat und weil er nicht wollte mußte er nach Deutschland gehen um zu Arbeiten.
Das war aber keine Zwangsarbeit sondern ein normaler Job wo er gut bezahlt wurde.

Der Großvater meiner Ex war bei der SS und hat nie ein KZ von innen gesehen - dieser dreckige Lügner! :shock:
Wenn er nicht zu den SS-Totenkopfverbänden gehörte, war das auch nicht seine Aufgabe. Trotzdem waren das die Jungs für sagen wir mal "Spezialaufgaben" ;)

Na da kommen wir der Sache doch schon näher. Es gab solche SS Leute und solche SS Leute. Ich kann nun nicht in Apfels Kopf reinsehen, aber wenn sich der Mann einen Funken an politischen Erfolg erhoffte, dann sah er nicht den KZ-Aufseher als Vorbild für die Asiglatzen, sondern den disziplinierten, durchtrainierten und gut erzogenen SS-Offizier (ich möchte sogar meinen, mich zu erinnern, dass es in der SS sowas wie eine ethische 'Schulordnung' bezüglich guter Manieren gab, aber nagel mich darauf nicht fest). Ist natürlich schwieirg, sowas dem Volk schmackhaft zu präsentieren, aber deren Ahnenverehrung funktioniert wohl so. Ein preußisches Vorbild würde z.B. in Bayern wenig reißen können, deswegen nimmt man da eher was aus dem dritten Reich.
 
Urgs schrieb:
Tatsächlich wurde in diesem System nur sehr wenige Dinge systematisch verfolgt und die haben etwas mit Verblendung, Krieg, Terror und Vernichtung von Menschen etwas zutun gehabt.

Grundsätzlich stimme ich dir zu, dass das System Nationalsozialismus darauf hinaus lief, die eigene Grundlage zu zerstören. Aber du verkennst völlig, dass hinter all dem, was du als Verblendung, Krieg, Terror und Vernichtung beschreibst, ein funktionierendes Staatswesen stand, auch in anderen Bereichen. Anders hätte das Dritte Reich wohl kaum so lange bestanden und wir hätten nicht heute noch so viele gültige Gesetze, die auf diese Zeit zurück gehen. Das würde ich nicht als Verdienst herausstellen, aber leugnen sollte man es auch nicht.
 
Dieses Staateswesen existierte aber schon vor den Nazis und auch danach. Das ist keine Leistung des dritten Reiches, ganz im Gegenteil. Die haben nur des bestehende System übernommen, in ihrem Sinne modifiziert und auf ihren Krieg ausgerichtet. Wie zum Beispiel die berühmten Autobahnen, die ja in der Weimarer Republik geplant und nur von den Nazis übernommen wurden. Das Adolf Nazi die Autobahnen für die Truppenbewegungen gebaut hat, ist schlichtweg falsch. Das kam im zugegen, mehr nicht.
Praktisch alle relevanten "Neuschöpfungen" im Staatswesen der Nazis sind wieder verschwunden, zum Glück!
 
Cale schrieb:
Dieses Staateswesen existierte aber schon vor den Nazis und auch danach. Das ist keine Leistung des dritten Reiches, ganz im Gegenteil.

Worauf ich hinaus will, ist dass das System eine große Rolle gespielt hat. Das Dritte Reich war extrem stabil, wenn man bedenkt was dort alles passiert ist. Unzählige Leute, die sich nicht mit den Nazis identifizierten, haben Beiträge zum Funktionieren der nationalsozialistischen Idee geleistet. Das alles lässt sich nicht mit dem Begriff der Sekte, oder der These von den Irren, die das Volk als Geisel genommen haben, erklären. Man muss das politische System im Dritten Reich ernst nehmen.

Der zweite Punkt: Es gibt nicht nur eine Kontinuität zwischen Weimarer Zeit und Drittem Reich, sondern auch eine Kontinuität zwischen Drittem Reich und BRD. Ging ja auch gar nicht anders. Noch heute gibt es Gesetze, die ihre Gültigkeit durch eine Unterschrift von Hitler erlangt haben. Das hat nichts mit Verdienst zu tun, ich wüsste aber auch nicht warum man das runterspielen sollte. Im Gegenteil sind alle Facetten nationalsozialistischer Politik wichtig, um besser verstehen zu können. Es ging eben nicht immer nur um Vernichtung und Einschüchterung, die Sache ist viel komplexer.
 
Welche Gesetze meinst Du denn damit, ehrliche Frage?

Mal abgesehen davon, natürlich war nicht alles, was in den paar Jahren der Naziherrschaft passiert ist, schlecht. Das wäre dann doch sehr einfach gedacht. Nicht alle waren Nazis, und nicht alles auf die faschistische Idee gepolt.
Aber alles was den Nationalsozialismus an sich ausgemacht hat, war schlecht. Und da kann man sich nicht ein paar Rosinen rauspicken, weil es vielleicht den einen "anständigen SS-Mann" gegeben hat! Erst Recht kann man sowas nicht verallgemeinern.
Oder um es anders zu formulieren: es hat in der Zeit auch gute Dinge gegeben, trotz der Nazis, aber keine guten Dinge wegen der Nazis!
 
Nasreddin:

Ich stimme da völlig mit Cales Meinung überein. Die Nazis haben nicht nur das Staatswesen von der Weimarer Republik übernommen. Sie haben auch sofort damit begonnen, ihre politischen Gegner mit allen Mitteln zu bekämpfen. Bei all dem Hitlertainment, den man heute geboten bekommt, bleibt oft unerwähnt, wie brutal und grausam sie dabei vorgegangen sind. Vor allem deswegen saß diese politische Gruppe so fest im Sattel. Die Gegner wurden systematisch ausgeschaltet und es entwickelte sich leider kein größerer Widerstand in der Bevölkerung, sei es aus Angst oder eben auch, weil es vielen egal war, was da passierte. Als Geisel würde ich das Volk aber nicht bezeichnen. Es hätte sich theoretisch durchaus gegen Hitler erheben können.
Politik im eigentlichen Sinne hat es im dritten Reich kaum gegeben. Die Herrschaftsclique war geradezu politikfaul. Man kann da kaum von einem politischen System sprechen. Alles konzentrierte sich nur noch auf die Realisierung von Hitlers Hirngespinsten.

Wenn man sieht, mit welchem fanatischen Eifer Untergebene wie Himmler oder Goebbels die völlig kranken Vorstellungen Hitlers in die Tat umgesetzt haben, dann kann man meiner Meinung nach durchaus von einer fanatischen Partei-Sekte reden, die in einem religiösen Rausch ihrem Führer anbeteten und befriedigen wollten.

Allein die Tatsache, dass man einen Weltkrieg ausglöst hat, weil man Lebensraum im Osten suchte, ist ja allein schon völlig absurd und sinnlos. Das ganze Gerede vom Finanz- und Weltjudentum hat sich auch geradezu krankhaft in die Köpfe der Nazis gebrannt.

Sicherlich, es mögen z.B. auf regionaler Ebene auch einige gute Sachen während der NS-Zeit passiert sein, weil es in manchen Ämter noch vernunftbegabte Entscheidungsträger gab. Aber die wurden doch keinesfalls vom Nationalsozialismus begünstigt oder gefördert. Ich schätze auch, im direkten Vergleich sind die überdauernden positiven Einflüsse der Weimarer Republik ungleich höher. Mit dieser Zeit verbindet unser jetziges System wohl auch deutlich mehr.
 
silbex schrieb:
Seht ihr Admins diejenigen, die die NPD ausgewählt haben? So ein Instant-Kick für diejenigen wäre nett.

mhfrz8.jpg
 
als ob nur 1 der die npd gewählt hat sie auch im wirklichen leben wählen würde.. ist ja lächerlich wie da manche bei abgehen... ich hatte auch erst mit dem gedanken gespielt sie zu wählen .. aus langeweile und dem bauch heraus gnhihihi
 
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