(Pillars of Eternity)
Da ich nun doch bereits einige Stunden auf dem Techo habe um mir einen guten ersten Eindruck über das Spiel zu machen, will ich diesen nun auch kurz zusammenfassen...
@MouseMan hat es im Pillars Thread bereits recht treffend und prägnant beschrieben: Pillars of Eternity fühlt sich wie eine Mischung aus Spiel und Buch an. Es spielt sich extrem gemütlich und nimmt sich wahnsinnig viel Zeit für den Aufbau seiner Geschichte und seines Inhalts. Besser gesagt: Es überschüttet einen damit förmlich, bis ins kleinste Detail und ist dabei auch noch ziemlich gut geschrieben. Aber genau deshalb ich es auch kein Spiel für jeden. Man sollte definitiv Freude am Lesen mitbringen und wer schon bei ein paar Zeilen Text die er zu lesen hat zum Stöhnen beginnt, der sollte auf jeden Fall einen großen Bogen um Pillars of Eternity machen. Glaub so viel Text habe ich seit Planescape: Torment nicht mehr in einem Videospiel erlebt.
Das Gameplay macht mir auch sehr viel Spaß, denn die Kämpfe sind extrem taktisch und Micro-Management ist ALLES. Spiele es selbst auf dem Schwierigkeitsgrad "Path of the Damned" (dem höchsten SG, der im Grunde an den Heart of Fury Mode aus Icewind Dale angelehnt wurde), auf dem es wirklich eine knallharte Herausforderung ist, selbst für abgebrühte Veteranen dieses Genres. Gibt sogar einen Hardcore Modus (Trial of Iron), bei dem man nur einen Spielstand zur Verfügung hat, der automatisch speichert und sich selbst löscht, wenn der Player Character stirbt. Das wird auf jeden Fall etwas für einen zweiten Durchgang, der mit Sicherheit kommen wird, denn der Wiederspielwert, so viel kann ich jetzt bereits sagen, ist verdammt hoch. Alleine der Charakter Editor ringt einem bereits eine ganze Reihe an schwierigen Entscheidungen ab, die sich durch die Bank und breit auf den gesamten Spielverlauf auswirken.
Gibt aber natürlich auch etwas Kritik: Das Pathfinding ist manchmal problematisch und die KI der Mitstreiter ziemlich dämlich. Zweites ist mir aber persönlich nicht weiter wichtig, da ich auf meinem Schwierigkeitsgrad sowieso jeden Handgriff selbst managen muss, um zu bestehen. Die Präsentation und Technik mutet auch sehr archaisch an, dafür aber aber laden die wunderschönen Hintergründe immer wieder zum Bestaunen ein.
Es fühlt sich an wie eine Mischung aus Baldurs Gate und Planescape: Torment. Dementsprechend bin ich auch ziemlich verzaubert und kann es jedem unbedingt an Herz legen, der mit den eben genannten Spielen etwas anfangen kann. Wer Baldurs Gate und Torment mochte, wird Pillars auch mit Sicherheit mögen. DAS ist es was ich mir von BioWare mit Dragon Age Inquisition gewünscht hätte und nicht bekam.
Bloodborne, ich vernehme hier ein leises, kontinuierlicheres Sägen, an deinem Thron zum GotY 2015.
Zuletzt bearbeitet:






