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"Videospiele-Journalismus"

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Wenn man kritische und ehrliche Reviews schreibt, ist man bestimmt der Erste auf der Liste, der nicht zu einem Event eingeladen wird. Aus Angst davor, schreibt man lieber ein wohlgesonnenes Alibi-Review. Ich weiß nicht, ob es so ist, aber wenn ich ständig von Publisher X zu Events eingeladen werden, hätte ich irgendwie ein mulmiges Gefühl, die Spiele dieses Publishers zu zerreißen bzw. ehrlich zu bewerten.

Was das Thema betrifft, bin ich eher auf silbex's Seite.

Zur Gameswelt Seite: Ich mag Gameswelt und Felix ist super. Aber die Seite ist tierisch langsam und die Werbung nervt.
 
Urgs schrieb:
Meinetwegen soll die Branche jedes halbgute Game abfeiern, dabei um den halben Globus fliegen, jede Menge Kohle verprassen und sich gegenseitg mit Werbebugets zuscheißen! Aber bitteschön, heult mir dann auch nicht auf der anderen Seite die Ohren voll, ich dürfe keine gebrauchten Spiele mehr kaufen, weil ihr zu wenig verdient! :deal:

Ernst nehm ich sowieso keinen mehr! :P

word!
kann nicht oft genug gequotet werden.

ich habe schon seit jahren keinen profi-test mehr gelesen und selbst bei testvideos interessieren mich nur die gameplay szenen. wertungen könnten mir nicht egaler sein. alle gamejournalisten die damit ihr geld verdienen, sind ja von der gamesbranche abhängig. da kann man keine 100%ige neutralität erwarten, dass wäre illusorisch.
 
Bexter schrieb:
Ich kenne KEINEN Journalisten, der Aufgrund eines Events das Spiel besser bewertet hat - zudem Felix übrigens auch gar keine Tests bei uns schreibt!

Edit: Übrigens finde ich die subjektive Denkweise einige User hier Bombe! Was glaubt ihr bitte, wie es bei Musik- und/oder Filmjournalisten abgeht? Die werden auch quer durch die Welt geflogen, zu Events gebracht und danach wird auf Kosten des Labels/Filmstudios getrunken, etc.

Aber es ist ja IMMER nur der böse Games-Journalismus...

Reg dich doch net so auf :) Ist doch eh egal was wir schreiben. Sind Teil der Branche und damit eh im Teufelskreis drin :motz:
 
Zimtzicke schrieb:
Also entweder scheisst man generell auf Reviews oder man kapituliert vor dem System?

Ich weiss, worauf du hinaus willst, aber "so ist es nunmal" ist gerade für uns Konsumenten eigentlich die schlechteste aller Varianten.

Also zumindestens im Videospielbereich lese ich schon lange keine Reviews mehr. Nur ganz selten, wenn hier mal ein Link gepostet wird (und die von Bart).
Da verlass ich mich mittlerweile lieber auf Demos und die Meinungen hier im Forum.
 
sanifox schrieb:
Bexter schrieb:
Ich kenne KEINEN Journalisten, der Aufgrund eines Events das Spiel besser bewertet hat - zudem Felix übrigens auch gar keine Tests bei uns schreibt!

Edit: Übrigens finde ich die subjektive Denkweise einige User hier Bombe! Was glaubt ihr bitte, wie es bei Musik- und/oder Filmjournalisten abgeht? Die werden auch quer durch die Welt geflogen, zu Events gebracht und danach wird auf Kosten des Labels/Filmstudios getrunken, etc.

Aber es ist ja IMMER nur der böse Games-Journalismus...

Reg dich doch net so auf :) Ist doch eh egal was wir schreiben. Sind Teil der Branche und damit eh im Teufelskreis drin :motz:

Und natürlich korrupt nicht zu vergessen...
 
Seo schrieb:
Zimtzicke schrieb:
Also entweder scheisst man generell auf Reviews oder man kapituliert vor dem System?

Ich weiss, worauf du hinaus willst, aber "so ist es nunmal" ist gerade für uns Konsumenten eigentlich die schlechteste aller Varianten.

Also zumindestens im Videospielbereich lese ich schon lange keine Reviews mehr. Nur ganz selten, wenn hier mal ein Link gepostet wird (und die von Bart).
Da verlass ich mich mittlerweile lieber auf Demos und die Meinungen hier im Forum.

Mag sein, aber ist es nicht traurig, dass man auf Reviews bei gewissen Spielen heute keinen Pfifferling mehr geben kann? Ich tuh' mich schwer, dein "es ist nun mal so" einfach so zu akzeptieren (also für mich).

@ Bexter

Du hast halt das Problem, dass speziell eure Seite sehr viel Werbung schaltet. Damit ergibt sich fast automatisch der "Verdacht", dass ihr empfänglich sein könntet.

Ich persönlich sehe das Problem aber viel mehr in den grossen US-Seiten. Da gehe ich fest davon aus, dass die meisten Seiten geschmiert sind.
 
Natürlich ist es traurig, und gut finde ich es ja auch nicht. Aber ich wüsste nicht, wie ich das ändern könnte...
Höchstens durch mein Konsumverhalten, aber da ich eh fast nur noch ausschließlich gebrauchte Spiele kaufe, kann ich da nicht mehr viel ändern.
 
Zimtzicke schrieb:
Seo schrieb:
Zimtzicke schrieb:
Also entweder scheisst man generell auf Reviews oder man kapituliert vor dem System?

Ich weiss, worauf du hinaus willst, aber "so ist es nunmal" ist gerade für uns Konsumenten eigentlich die schlechteste aller Varianten.

Also zumindestens im Videospielbereich lese ich schon lange keine Reviews mehr. Nur ganz selten, wenn hier mal ein Link gepostet wird (und die von Bart).
Da verlass ich mich mittlerweile lieber auf Demos und die Meinungen hier im Forum.

Mag sein, aber ist es nicht traurig, dass man auf Reviews bei gewissen Spielen heute keinen Pfifferling mehr geben kann? Ich tuh' mich schwer, dein "es ist nun mal so" einfach so zu akzeptieren (also für mich).

@ Bexter

Du hast halt das Problem, dass speziell eure Seite sehr viel Werbung schaltet. Damit ergibt sich fast automatisch der "Verdacht", dass ihr empfänglich sein könntet.

Ich persönlich sehe das Problem aber viel mehr in den grossen US-Seiten. Da gehe ich fest davon aus, dass die meisten Seiten geschmiert sind.

Was die US-Seiten angeht, kann ich nichts zu sagen, die die Branche dort eh ganz anders funktioniert, als in DE. Aber klar, wir haben viel Werbung, aber man muss sich auch mal fragen, woran das liegt und nicht gleich die "gekauft" Keule auspacken.

Wir sind im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern KOMPLETT unabhängig und haben keinen großen Verlag im Rücken. Das hat viele Vorteile, aber auch die Nachteile, dass wir als kleines Unternehmen deutlich anders haushalten müssen.

Zudem arbeiten wir komplett ohne Netzwerkseiten, Fanforen, etc., was bedeutet, dass wir nicht "mal eben" die Werbung auf irgendwelche Fanseiten oder Foren aussteuern können, wie das einige große, aufgeblähte Verlage tun - und damit indirekt auch den Kunden bescheissen.

Hinzu kommt, dass wir zumindest versuchen auf Qualität zu achten. Schau dir div. Verlage an, die inzwischen EINE Redaktion für etliche Publikationen haben. Zudem gibt es genug Seiten, die vielleicht 1-2 feste Redakteure haben, ansonsten NUR freie Schreiber oder Praktikanten.

Das ist bei uns anders. Wir haben fünf festangestellte Redakteure. Dazu kommen ein festangestellter Moderator, fünf festangestellte Videomenschen, eine Marketingabteilung (auch das lagern viele aus) und einen Produktmanager, sowie unseren Geschäftsführer. Das ist ein enormer Kostenblock, der halt monatlich gesichert sein muss und da sind wir stark von Werbung abhängig.

Nichtdestotrotz heisst das ja nicht automatisch, dass wir uns verkaufen, denn gerade als kleiner Verlag bist du davon abhängig, dass du authentisch bist. Schaut man sich bspw. Critify an, dann sind wir 0,5 Punkte unter dem Schnitt, der allgemeinen Wertungsmedien:
http://critify.de/publications/1/

Eigentlich ist dies sogar noch weniger, denn wir haben für Arcade-Titel keine Prozentwertung, sondern nur Schulnoten wie "Sehr gut, gut, befriedrigend, etc.".
Da macht Critify dann aus einem "Sehr gut" gleich 100%, was natürlich unseren Wertungsschnitt noch mal erheblich nach oben zieht...:roll:
 
@ Bexter

Ich sag ja garnicht, dass ihr gekauft seid. ;)

Ihr seid Teil einer Branche, die käuflich ist. Also besteht erstmal Generalverdacht.

Dazu kommt, und da musst du ehrlich sein, dass auch ihr damals (ist schon eine Weile her) teils sehr hohe Wertungen für manche Spiele hattet, und genau diese Spiele waren dann omnipräsent in eurer Werbung vertreten. Klar macht man sich da seine Gedanken, vor allem nach allem, was man aus der Branche so liest.
 
Hohe Wertungen können immer mal "ein" Ausrutscher sein, weil es letztendlich auch immer subjektiv von Autor zu Autor ist. Jens hatte damals LA Noire 90% gegeben, was viel zu viel war. Aber er war von dem Spiel total begeistert und steht auch heute noch dazu - das ist halt so im Entertainment Bereich. Aber wenn ich mir Magazine wie die Gamepro bspw. anschaue, dann sind wir sehr harmlos, was die Wertungen angeht und sind eigentlich meistens immer etwas unter dem Schnitt.

Und das Argument mit hohen Wertungen und gleichzeitig Werbung ist halt auch haltlos, denn wir haben nahzu von 98% aller AAA-Titel Werbekampagnen. Man kann uns ja jetzt nicht erwarten, dass wir eine Werbekampagne zu bspw. Dishonored ablehnen, nur, weil es 90% bei uns bekommt.

Im Gegenzug hatten wir auch Fallout Vegas Werbung, obwohl wir mit 73% deutschlandweit die schlechteste Wertung hatten.
 
Neee, das Ding war bei unseren Tests ein einziges Bugfest. Andi kennt bei Bugs keinen Spaß und nachdem selbst einige Missionen nicht richtig liefen und Ereignisse nicht richtig triggerten, war Andi not amused ;)
 
Bexter schrieb:
Und das Argument mit hohen Wertungen und gleichzeitig Werbung ist halt auch haltlos, denn wir haben nahzu von 98% aller AAA-Titel Werbekampagnen. Man kann uns ja jetzt nicht erwarten, dass wir eine Werbekampagne zu bspw. Dishonored ablehnen, nur, weil es 90% bei uns bekommt.

"nur" 90% :) Wir haben sogar 89% vergeben und trotzdem Werbung zu Dishonored gehabt :) Kampagne gabs auch bei Doom 3 BFG, Wertung? 70%!

Sind manche Publisher unzufrieden wenn man ein Spiel nicht so gut bewertet? Klar, ist ja auch deren Job ihr Produkt zu verkaufen! Ist ja auch kein Geheimnis das Publisher dann gern mal mit dem Redakteur reden wollen, wenn die Wertung nicht so gut ausfällt. Hab ich auch schon erlebt. Da wird das dann einfach freundlich erklärt und gut ist. Die wissen ja auch was ihr Spiel kann und nicht. Ein guter Redakteur kann das dann auch vernünftig begründen und die Sache ist erledigt.

Davon mal ab, wird eh heutzutage viel zu viel Gewicht auf 80% 85% oder 85,943% Wertungen gelegt. Man liest die Zahlen und gut ist. Der Artikel, der dann auch die Wertung erklärt, kommt dann leider zu kurz. Aber das Volk will in der Masse halt die Zahlen sehen.

Davon mal abgesehen, es gibt immer Möglichkeiten sich eine Meinung zu bilden. Eine Meinung/Kritik ist und bleibt subjektiv. Ich find auf der Strapße auch Personen die den Werkfeurwehr-Simulator toll finden :) Sei es Demos, Let's Plays oder unabhängige Blogs (die manchmal auch nicht so unabhängig sind, wie sie so tun)
 
Es geht doch eigentlich gar nicht um gekaufte Spieletests - da ist die Presse doch eh total "safe", weil die meisten großen Spiele eh objektiv ganz gut sind. So viel kann man da nicht falsch machen. Und selbst wenn sind sie immer noch subjektiv und wenn begründet absolut in Ordnung.

Mir geht es darum, daß wir nicht die Presse bekommen, die wir verdienen. Die Industrie macht so viel Sch... um uns abzuzocken oder leistet sich grobe Schnitzer, die total konsumentenfeindlich sind (quasi unspielbare Skyrim PS3 Fassung zum Beispiel). Gibt es da im Nachklapp mal kritische Töne? Kaum oder gar nicht. Warum wird nicht mal nachgefragt wie so es bei Bethesda keine engl. Sprache mehr auf deutschen Disks gibt, obwohl das ohne weiteres möglich wäre? Hauptsache die Review-Kopie ist halbwegs rund gelaufen, das Werbegeld sprudelt und man verbrennt sich nicht den Mund und die guten Beziehungen zu den PR-Abteilungen der Publisher.

Edit: Persönlich ärgert mich auch wenn ich manche opulenten Pressekits sehe. Mag man Neid nennen, aber wenn im gleichen Atemzug die teurer werdenden Special Editions für die zahlende Kundschaft immer besch.... werden, finde ich das wenig lustig.
 
El-Suave schrieb:
Mir geht es darum, daß wir nicht die Presse bekommen, die wir verdienen. Die Industrie macht so viel Sch... um uns abzuzocken oder leistet sich grobe Schnitzer, die total konsumentenfeindlich sind (quasi unspielbare Skyrim PS3 Fassung zum Beispiel). Gibt es da im Nachklapp mal kritische Töne? Kaum oder gar nicht. Warum wird nicht mal nachgefragt wie so es bei Bethesda keine engl. Sprache mehr auf deutschen Disks gibt, obwohl das ohne weiteres möglich wäre? Hauptsache die Review-Kopie ist halbwegs rund gelaufen, das Werbegeld sprudelt und man verbrennt sich nicht den Mund und die guten Beziehungen zu den PR-Abteilungen der Publisher.
Also das kann ich nicht nachvollziehen! Wir berichten bei spieletipps öfters drüber das es für Skyrim immer noch keine DLCs auf der PS3 gibt und alles was dazu rauskommt. Wir haben auch darüber berichtet das die Doom 3 BFG zwar Uncut zur Internationalen Version ist, jedoch nicht zur Release-Fassung. Also keine kritischen Töne kannst da nicht unterstellen. Ich denk das ist bei gameswelt genauso.

Es gibt keine englische Tonspur? Mag jetzt hart klingen, aber dann kauf dir die UK-Fassung! Das ganze interessiert wirklich nur einen kleinen Teil der Käufer. Im gegenzug dazu, berichten wir aber auch sehrwohl wen ein Spiel sowas macht. Wie jetzt Hitman-Absolution.

El-Suave schrieb:
Edit: Persönlich ärgert mich auch wenn ich manche opulenten Pressekits sehe. Mag man Neid nennen, aber wenn im gleichen Atemzug die teurer werdenden Special Editions für die zahlende Kundschaft immer besch.... werden, finde ich das wenig lustig.

Ja, die RE-Collectors Edition war ein witz. Und ich hab sie mir selbst auch gekauft :/
 
Zimtzicke schrieb:
@ Bexter

Dazu kommt, und da musst du ehrlich sein, dass auch ihr damals (ist schon eine Weile her) teils sehr hohe Wertungen für manche Spiele hattet, und genau diese Spiele waren dann omnipräsent in eurer Werbung vertreten. Klar macht man sich da seine Gedanken, vor allem nach allem, was man aus der Branche so liest.

Naja ...
Den Zusammenhang würd ich aber nicht aus gekauften Wertungen ziehen.
Überleg mal: es wird nun mal besonders viel Werbung für die großen blockbuster-Titel geschalten und genau diese Spiele sind eben auch oft so gut, dass sie sehr gute Wertungen verdient haben.
Natürlich haben auch kleine Titel gute Wertungen verdient (und bekommen sie auch), nur gibt's für die halt nur ein kleines oder gar kein werbe-Budget, daher werden sie auf den Games-Seiten nicht promoted.
 
Urgs schrieb:
Meinetwegen soll die Branche jedes halbgute Game abfeiern, dabei um den halben Globus fliegen, jede Menge Kohle verprassen und sich gegenseitg mit Werbebugets zuscheißen! Aber bitteschön, heult mir dann auch nicht auf der anderen Seite die Ohren voll, ich dürfe keine gebrauchten Spiele mehr kaufen, weil ihr zu wenig verdient! :deal:

Ernst nehm ich sowieso keinen mehr! :P

Das muss nochmals gequotet werden :deal:

Dieser Affenzirkus der da im Marketing betrieben wird ist nicht mehr feierlich. Da sind bei einigen Spielen die Marketing-Kosten so hoch wie die Herstellung des Produkts :nein: Nungut, es scheint oft aufzugehen und die finanzielle Endrechnung stimmt, also alles "richtig" gemacht.
Was aber nicht beachtet wird, dass das Spiel sich eventuell genauso oft verkauft hätte (oder gar besser) wenn man das Geld statt ins Marketing in die Produktproduktion für ein besseres Produkt gesteckt hätte. Dann wäre ein wirklich gutes Spiel bei rausgekommen. Mir könnte das egal sein, ist es aber nicht ganz da ich lieber ein besseres Spiel hätte anstatt einer dämlichen Werbekampagne.
Und wie Urgs sagt, rumheulen muss kein Publisher.

Eine Folge davon ist eben, dass ich den Spielejournalismus nur begrenzt als ernsthaft bezeichnen kann.
 
Ich fühl mich mittlerweile zu alt für diese Diskussion. Finds daher auch ziemlich entspannt, wie die Game One-Redaktion ihr Ding aufzieht. Die umschiffen solche langweiligen Diskussionen gekonnt und produzieren erst gar nicht mehr solchen überflüssigen Kram wie Tests. Die geben lockere Empfehlungen und der Rest ist Unterhaltung. Mit dem Ergebnis, dass einer dann auch mal sagen kann, dass SpielXY ein Drecksgames ist, was ich unheimlich befreiend finde, in dieser Welt voller Fanboys und Trolle. :D
 
Eigentlich hatte ich gestern schon einen ellenlangen Text zu dem Thema geschrieben und dann nicht abgeschickt, aber egal, Urgs bringt es auf den Punkt. Der deutsche Videospieljournalismus ist grauenhaft. Ich finde die Tests unlesbar. Sie sind langweilig, scheiße und scheiße und seelenlos und werden dem Hintergrund, SPIELE, nicht gerecht. Die EDGE hat es geschafft das Thema Videospiele ernsthaft und interessant aufzuwickeln, GameOne und Bart Wux sind die einzigen, die noch les- und sehbar sind in Deutschland. Aber ansonsten ist alles grauenhaft, egal ob diese megaobjektiven, scheinheiligen Videospielbeobachtungen, die in langen Texten Gameplaytrailer schlecht zusammenfassen oder diese gequirrlte Kunstblabla-wirsindsowichtig-scheiße, die niemand versteht und die niemandem etwas bringt.
Ich frage mich immer wieder was für Qualifikationen Menschen in dieser Branche mitgebracht haben. Journalistisch ausgebildet scheint da niemand zu sein und Leidenschaft für das Fach schimmert hierzulande auch selten hindurch.
 
sanifox schrieb:
Also das kann ich nicht nachvollziehen! Wir berichten bei spieletipps öfters drüber das es für Skyrim immer noch keine DLCs auf der PS3 gibt und alles was dazu rauskommt. Wir haben auch darüber berichtet das die Doom 3 BFG zwar Uncut zur Internationalen Version ist, jedoch nicht zur Release-Fassung. Also keine kritischen Töne kannst da nicht unterstellen. Ich denk das ist bei gameswelt genauso.

Es gibt keine englische Tonspur? Mag jetzt hart klingen, aber dann kauf dir die UK-Fassung! Das ganze interessiert wirklich nur einen kleinen Teil der Käufer. Im gegenzug dazu, berichten wir aber auch sehrwohl wen ein Spiel sowas macht. Wie jetzt Hitman-Absolution.

Ich sage ja nicht, daß man es als deutsche Spielepresse leicht hat, auch wenn selbst die Amis nur Zugang über die PR haben, sind die Wege dort wesentlich kürzer.
Bzgl. Skyrim habe ich den Aufschrei vermisst, als das Thema hoch kam, jetzt wenn alle drüber berichten, ist sich anzuschließen nicht mehr die ganz große Kunst. Aber wie gesagt, ich gestehe gerne zu, daß man als dt. Outlet oft keine andere Wahl hat als von den Amis "abzuschreiben".
Das gleiche war damals so beim RROD oder von mir aus auch beim Fifa 12 Ultimate Team 360 "Hack". Da hat man erst was darüber gehört als es prominente Blogs gab, oder bei Geoff Keighley das Konto wegen des Hacks gesperrt wurde.

Bei sowas könntet ihr auch ihr aus Deutschland raus ruhig mal aktiv werden, wenn mehrere Anzeichen für ein Problem vorliegen und nicht erst warten, bis es soweit ist, daß sich in Amiland was rührt. Wenn man bei EA oder MS auf eine Mauer des Schweigens stößt kann man natürlich nichts machen, außer es eben zu kritisieren. Aber das muss man dann auch tun. Wenn das mehrere Seiten mal konzertiert machen würden, könnte man die Riesen der Branche aber vielleicht auch mal zu einem Statment nötigen, bevor sie nicht mehr anders können.

Die Sache mit der leicht apologetischen Haltung wegen der fehlenden englischen Tonspur nötigt mir dann trotzdem ein Stirnrunzeln ab. Man stelle sich mal vor, wir verlören bei DVDs wieder den englischen Ton oder hätten wieder Zwangsuntertitel. Ich denke, das würde man dann auch nicht hinnehmen.

All diese Aussagen muss ich noch dahingehend qualifizieren, daß ich die dt. online Presse fast nicht lese. Wenn das also gemacht wurde, gebührt dem natürlich Respekt. Aber wenn ich mal was lese dann meistens auch erst, wenn die Amis die Themen endlich mal aufgegriffen haben.
 
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