Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Verzichtet Ihr, in Zeiten der Maßlosigkeit?

  • Ersteller Ersteller Urgs
  • Erstellt am Erstellt am

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Mandos schrieb:
Dazu nochmal den von FA geposteten Link. Fand ich wirklich sehr interessant da ich mich da in vielem erkenne:

FA I Pinta schrieb:

Interessant wäre dazu auch mal ein eigener Thread. Was ist Glück? Könnt ihr noch geniesen? :popcorn:

Ja, der Artikel biegt aber imo woanders ab. Etwas Genießen, einen Sonnenaufgab, ein Eis oder mit Freunden Zeit verbringen läuft nicht paralell mit Übermäßigen Komsum. Im Gegenteil, der bewusste, nicht der maßlose, Konsum wird von diesem Artikel propagiert. Konsum und Lebenszeit um jeden Preis? Arbeiten ausschließlich für Konsum? Arbeiten, um Genuss zu verdienen? Nein, das ist nicht okay. Aber Genuss ist nicht übermäßiger Konsum.
 
Ich bezog mich da auch eher darauf dass mehr Geld geradelinig glücklicher macht. Nur ist meine Erfahrung dass mehr Geld nicht einhergeht mit mehr Glück. Mehr Geld hat oft auch mehr Verantwortung (auf der Arbeit) und weniger Zeit an sich. Diese Zeit und der mentale Streß durch das Plus an Arbeit beschränkt dann die eigene Freizeit und die Fähigkeit noch genießen zu können. Daher neigt man oft zu "Frustkäufen" oder Kurzbefriedigungen. Bei mir früher z.B. oft durch einen Marsch in den MM und Kauf von Spielen und zig DVDs - die ich teilweise heute noch nicht gesehen habe - geschehen. Das ist der kurze Moment des "Glücks" in dem man mit dem Zeug zur Kasse marschiert und auch zuhause auspackt. Dauerhaft ist das aber nicht. Irgendwann ist mehr Gelde eben nicht mehr mehr Glück. Dazu muss dann nochmal ein ganz anderer Sprung kommen.
 
Aussreichend Geld gibt vor allem Sicherheit. Sicherheit ist wichtig, um sich entfalten zu können. Ein regelmässiges Einkommen hat es uns ermöglicht, eine Familie zu gründen. Das wiederum ist eine Quelle des Glücks. Insofern bedingt sich das alles, in unserer Welt.

Ich habe neulich eine Doku über Kaufsucht gesehen. Ich bin schon froh, dass es mich absolut nicht kickt, Dinge zu kaufen, die ich mir nicht wirklich wünsche. Das muss ja eine grausame Sucht sein, denn Möglichkeiten Geld auszugeben, gibt es genug und wenn sich das Gehirn erstmal daran gewöhnt hat, wird es sicherlich sehr schwer, das wieder aus dem Kopf zu kriegen.
 
Ja, hat ja auch keiner gesagt, dass es ohne Geld geht. Es sollte keiner nackt in einer Tonne wohnen müssen. Einen Job und regelmäßiges Einkommen sind für Leute mit Familie unabdingbar. Aber damit hat man ja noch nichts über übermäßigen Konsum gesagt.

Und ob finanziell abgesichert automatisch glücklich bedeutet, darüber hat man auch nichts gesagt.

Zudem macht sich deine Familie Glücklich, nicht das nötige Geld.

Selbst wenn das eine Voraussetzung für das andere ist, macht Geld allein halt nicht zufriedener.

Vertrete ich jetzt mal als Position. Unabhängig davon, dass ich kein Geld habe und dennoch zufrieden bin
 
Kaufsucht ist schlimm.

Ich habe Jahre lang viel Geld einfach so ausgegeben. Vor allem für Spiele und elektronische Gadgets. Nicht ohne Grund blicke ich auf weit über 100 Handys zurück. :I Hatte ich einen guten Tag, war ich mir "zur Belohnung" etwas Schönes kaufen. Hatte ich einen schlechten Tag, war ich mir "zur Seelentröstung" etwas kaufen. Gebraucht hab ich es nie...
 
Dow Jones schrieb:
Selbst wenn das eine Voraussetzung für das andere ist, macht Geld allein halt nicht zufriedener.

Das sollte doch eigentlich selbstverständlich sein. Genauso, wie mehr Geld (c.p.) besser ist, als weniger Geld. Natürlich kann man immer Situationen konstruieren, in denen das nicht so ist, aber das ist dann eben ... konstruiert.
 
Dow Jones schrieb:
Selbst wenn das eine Voraussetzung für das andere ist, macht Geld allein halt nicht zufriedener.

Das reine Geld an sich natürlich nicht, es ist ja auch nur bedrucktes Papier.
Aber was man damit machen kann und die Sicherheit, die es mit sich bringt.
Zumindest sind die Voraussetzungen damit besser um einigen Problemen nicht begegnen zu müssen.

Also macht Geld nicht glücklich aber sorgenfreier.
 
Dow Jones schrieb:
Ja, hat ja auch keiner gesagt, dass es ohne Geld geht. Es sollte keiner nackt in einer Tonne wohnen müssen. Einen Job und regelmäßiges Einkommen sind für Leute mit Familie unabdingbar. Aber damit hat man ja noch nichts über übermäßigen Konsum gesagt.

Und ob finanziell abgesichert automatisch glücklich bedeutet, darüber hat man auch nichts gesagt.

Zudem macht sich deine Familie Glücklich, nicht das nötige Geld.

Selbst wenn das eine Voraussetzung für das andere ist, macht Geld allein halt nicht zufriedener.

Vertrete ich jetzt mal als Position. Unabhängig davon, dass ich kein Geld habe und dennoch zufrieden bin



Es ist doch wenig sinnvoll, die Dinge ständig isoliert zu betrachten, um dann z.B. zu der Erkenntnis zu gelangen, nee Geld allein macht nicht glücklich. Nichts, für sich genommen, macht allein glücklich. Aber wir leben einer kapitalistischen Welt und da ist Geld mit eine der Grundvorraussetzungen, um überhaupt die Grundlage für ein glückliches und erfülltes Leben zu schaffen. Natürlich hängt das auch noch von ganz anderen Faktoren ab. Ich schätze, das ist zum Teil sicherlich auch eine Charakterfrage. Neid ist ja eine eher schlechte Charaktereigenschaft. Schlecht für das eigene Glücksempfinden, wenn man ein neidischer Mensch ist. Oder vielleicht einer ohne Selbstwertgefühl. Da kommt wohl sehr viel zusammen.
 
Irgendwo gab's mal eine Studio, das Geld schon glücklich macht - bis zu einer bestimmten Summe im Jahr. Irgendwas um die 65.000 EUR glaub ich.
 
Das heißt ja nicht, dass alle die weniger verdienen unglücklich sind. Nur über diese Grenze hinaus, hat dein Einkommen keinerlei Auswirkungen mehr auf dein Glück. Es ist sozusagen völlig egal ob du 65.000 verdienst oder 130.000. Rein glückstechnisch betrachtet. :D
 
Ich verzichte auf:
- Medikamente
- Fleisch welches aus grausamer Haltung bzw. Ausland kommt

Zu den Medis:
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das ständige einwerfen von Medikamenten bei kleinen Sachen (Husten, Kopfschmerzen, ..) den Körper nicht schädigen. Daher nehme ich nur Medikamente wenn es kaum einen Weg vorbei gibt.

Zum Fleisch:
Meiner Meinung nach haben die Tiere ein anständiges Leben verdient. Ich liebe Fleisch und könnte wohl auch nie darauf verzichten - für ein einigermassen "tolles" Leben zahle ich aber auch gerne mal 5 Franken mehr. Dazu kommt, dass zum Beispiel Hühnchen aus Ungarn oder so oft Antibiotika enthält (das fressen die Viecher um schneller fett zu werden und nicht abkratzen, was weiss ich..)


Ansonsten sehe ich mich als ziemlich konsumgeil an.. Gibt kaum etwas, was ich noch bräuchte..


Aber ja, um beim Thema zu bleiben - ich verzichte nur, wenn es mein Kopf will bzw. ich selbst.
Handkehrum achte ich meinem Körper nicht sonderlich gut (wenig Schlaf, regelmässig & viel Alkohol, etc...)
 
Das mit dem Fleisch gefällt mir.Ich bin auch so einer der lieber weng mehr Geld ausgibt als KZ Hühnerfleisch zu kaufen.Nur so als Beispiel.Also verzichte ich auf billiges Fleisch. :D
 
Urgs schrieb:
Das heißt ja nicht, dass alle die weniger verdienen unglücklich sind. Nur über diese Grenze hinaus, hat dein Einkommen keinerlei Auswirkungen mehr auf dein Glück. Es ist sozusagen völlig egal ob du 65.000 verdienst oder 130.000. Rein glückstechnisch betrachtet. :D

Da fällt mir ein, daß Bhutan Glück als Staatsziel No. 1 definiert hat. Es gibt sogar einen obersten Glücksvermesser: Fürst Karma Ura! Vielleicht sollten wir den mal fragen :D
 
Okay, wenn Dinge nicht einzeln betrachtet werden können, sondern immer vor anderen Dingen, (Situation, Person und erweiterter Kontext), dann hat das die logische Konsequenz, dass keine allegemeine Aussage mehr über Glück gemacht werden kann, als das:

Eine nicht abzuschließende (kontextabhängige) Menge von X macht Glück. (und damit habe ich nichts gesagt)

Das hat dann aber auch zur Folge, dass das Geld als Faktor auftreten kann, aber nicht notwendigerweise muss. Das heißt aber zudem, dass alle allegemeinen Aussagen betreffend Glück und Geld, je nach Definition, hinfällig sind. Dazu gehören aber auch Dinge wie "Geld macht glücklich(er), zufriedener, ist Voraussetzung zu Glück, etc, sowie deren Verneinungen.

Isolation ist notwendig.
 
Dow Jones schrieb:
Cale schrieb:
Ich denke, Du machst das komplizierter, als es eigentlich ist. Geld ist mein finanzieller Verfügungsrahmen und Glück spiegelt meine Zufriedenheit mit meinem Leben wider. Und da ist es nun mal so: mit mehr Geld bin ich glücklicher, als mit weniger Geld. Kann sich vielleicht auch irgendwann umdrehen, aber in diese Regionen bin ich bisher nicht vorgestossen.

Naja, kommt drauf an. Mit viel (mehr) Geld hat man mehr kurzfristige Vergnügen, aber ich würde bezweifeln, dass sich damit die Ausgeglichenheit einstellt, die viele dabei im Auge haben. Freunde, Familie, Ausgeglichenheit etc kann man nun einmal nicht kaufen.

Das stimmt zwar, aber Geld kann das Glücklichsein unterstüzen. Wer Geld hat, der kann mit diesem Geld sein Leben zumindest soweit einfacher gestalten, dass er sich mehr auf die Dinge konzentrieren kann, die glücklich machen.

Umgekehrt kann sich ein armer Mensch nicht auf diese Dinge konzentrieren, weil er ständig damit beschäftigt ist, über die Runden zu kommen. Die Ausnahmen, die die Regel bestätigen gibts natürlich auch (reiche, aber dennoch todunglückliche sich abschuftende Leute oder auch arme Leute, die aufgrund vieler Freunde/Familie glücklich sind). Aber im Schnitt sind Menschen, die sich keine Sorgen um Geld machen müssen, glücklicher als ärmere Menschen (innerhalb der gleichen Gesellschaft). Das zeigen ja auch diverse Studien.
 
Wieso muss sich ein armer Mensch denn um Geld sorgen? Vielleicht hat er ja andere Dinge, die ihn glücklich und zufrieden machen?
Es wird hier immer davon ausgegangen, dass man entweder völlig verarmt im Keller eines fremden Hauses sitzt und nicht weiß, ob man die nächste Nacht überlebt.
Aber darum gehts doch gar nicht. Angenommen man kann leben, sprich, man hat was zu essen und ein Dach über dem Kopf. Was braucht man dann noch, um glücklich zu sein? Geld? Um sich die in der Werbung angepriesenen Produkte zu kaufen?
 
Na ja, viele Menschen wissen halt am 15. des Monats eben nicht mehr, ob's gegen Ende des Monats noch für's Essen reicht.

Aber auch sonst denke ich, dass ein gewisses Mass an Konsum zum Leben einfach dazugehört. Sei es mal eine neue, schöne Hose oder halt etwas zum Spielen für die Kinder.
 

Ähnliche Themen

G
Gelöschte Mitglieder 617
Antworten
128
Aufrufe
11K
Zurück
Oben