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Uni und so

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Kali schrieb:
Jiders schrieb:
So sieht's aus. Gerade im Markenmanagement oder den Behavioral Economics ist ne gesunde Portion Psychologie und Neurobiologie am Start.

Dreimal darfst du raten was mein Schwerpunkt ist :D

Letzteres is ne bislang nur schwach erforschte Disziplin. Könnt auf jeden Fall was taugen ;)

eiti schrieb:
Osa-chan schrieb:
MouseMan schrieb:
Diese Wichtigtuerei von Juristen ist einfach unglaublich, und du scheinst da voll in diese Kerbe mit einzuschlagen... :kaffee:

Das hat Null mit Wichtigtuerei zu tun, ich habe ganz schlicht und simpel eine Tatsache festgestellt. Ohne Juristen keine moderne Zivilisation. Ganz einfach, oder?

Und klar, wenn wir in irgendwelchen Kleingruppen in Lehmhäusern leben und Jäger und Sammler wären, dann bräuchten wir auch keine Juristen? So what?
Schulterzuck.gif


Meine ursprüngliche Äußerung, dass es ohne Juristen keine anderen Studiengänge gäbe und auch die meisten anderen Berufe nicht, war immer nur eine Erwiderung auf Aussagen, die dieses Studium abwerten und nicht etwa "Wichtigtuerei". Siehe dazu meinen erste Post zu dem Thema.

Versuche einfach, mit dieser Tatsache zu leben. Nur weil 5% der Juristen für die moderne Zivilisation unverzichtbar sind, heisst das nicht, dass du unwichtig bist!!!! Was immer du machst, du bist sicher auch ganz wichtig. :troest:

So, ich hoffe dass dich das ein bisschen aufbaut. :knuddel:

Fixed. Ne, ihr seid natürlich ganz wichtig. Das gilt übrigens auch für 100 andere Berufsgruppen.
Aber trotzdem möchte ich an dieser Stelle die Möglichkeit nutzen, um mich recht herzlich bei dir und Slurms für die Bereitstellung der Zivilisation bedanken :dhoch: Ist ungerecht, wenn man wie der ewig wachsame Slurms aka Dark Knight nachts über die Menschen wacht und dann nimmt das keiner so richtig ernst. :traurig:

You're beeing a cry-baby, man :kaffee:
 
@Osa-chan: Ich habe doch geschrieben, dass die Juristen notwendig (um sprachlich präzise zu sein auch hinreichend) sind für eine moderne Zivilisation :ugly: Nur bilden sie nicht das Fundament, sie halten die Zivilisation am Laufen. Ups, jetzt habe ich das nochmals geschrieben^^

Wenn du aber davon redest, dass es ohne Juristen keine Autos oder Internet gebe, dann ist das wirklich weltfremd. Die Juristen sorgen dafür, dass diese Erfindungen von allen im geregelten Maße nutzbar sind. Es würde auch Autos ohne Juristen geben, das Internet erst recht, aber eben ziemlich wirr und ohne "System dahinter". Es wäre wohl aber trotzdem irgendwann für jeden nutzbar, schließlich will der Erfinder seine Sachen unters Volk bringen und Geld verdienen. Und da kommen dann die Juristen (und BWLer) ins Spiel.

Und nur noch nebenbei: Ich bin Physiker und arbeite momentan an meiner Doktorarbeit. Es könnte natürlich sein, dass du das wusstest und deshalb das Beispiel des Physiker brachtest^^
 
Jiders schrieb:
Kali schrieb:
Jiders schrieb:
So sieht's aus. Gerade im Markenmanagement oder den Behavioral Economics ist ne gesunde Portion Psychologie und Neurobiologie am Start.

Dreimal darfst du raten was mein Schwerpunkt ist :D

Letzteres is ne bislang nur schwach erforschte Disziplin. Könnt auf jeden Fall was taugen ;)

Das finde ich aber wirklich auch etwas sehr interessantes :dhoch:
 
MouseMan schrieb:
@Osa-chan: Natürlich ist dir das klar :roll: :nein:

Ich habe nie behauptet, dass man keine Juristen braucht. Sie sind notwendig um unsere Welt am Laufen zu halten. Aber eben nur dafür!!!
Alles würde es geben, nur eben anders und chaotisch.


Was würden denn Juristen machen, wenn niemand diese Sachen entwickelt? :lol:
Ohne das Fundament der Entwicklungen würde es den Rest nicht geben. Ein Turm ohne Fundament existiert nicht! Ohne den Rest drüber ist es aber auch kein Turm sondern nur ein "Etwas"!

Diese Wichtigtuerei von Juristen ist einfach unglaublich, und du scheinst da voll in diese Kerbe mit einzuschlagen... :kaffee:


This. Natürlich sind Juristen ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft, aber ohne Ideen oder ähnliches wären sie in manchen Sachen vll. auch nie tätig geworden, bzw. hätte keine gesetzl. Grundlage schaffen müssen.

Wenn sich zum Beispiel Menschen mit Behinderung nie gegen Diskriminierung gewehrt hätten, hätten wir dann heute sowas wie die UN Konvention? (Und natürlich haben da auch Juristen mitgearbeitet, aber auch nur mit).
 
Vielleicht nochmal anders betont.
Juristen sind oftmals Snobs in Anzügen, die einfach nur viel Kohle verdienen mit relativ schlecht nachvollziehbarer Leistung, die das rechtfertigt. Umso wichtiger is es doch, dass man mal pointiert auf den Punkt bringt, was genau sie leisten. Juristen sind nicht einfach nur Anwälte die Wirtschaftsverbrecher im Gerichtssaal durch den Prozess boxen, sondern diejenigen, die Rahmenbedinungen für... hmm... alles aufstellen, das wichtig für die Entwicklung und das Bestehen einer Zivilisation ist. Das hat doch echt nix mit Angeberei zu tun. Ich mein, nehmt's von mir. Ich hasse Slurms in Wahrheit ja, weil er als Angehöriger dieser Zunft zum natürlichen Erzfeind der allseits geliebten Betriebswirte gehört. Aber wo se recht ham, ham se halt recht :kaffee:

@ Slurms: :bier:
 
Ich habe auch nichts anderes behauptet :deal:
Nur müssten sie nicht tätig werden und Grundlagen für "alles" schaffen, wenn dieses "alles" nie geschaffen wurde ;)

Nochmals anders: Sie sind absolut verzichtbar für das Voranschreiten der notwendigen Technik und Ideen die eine Zivilisation brauch um überhaupt "modern" zu sein. Sie sind aber unverzichtbar um die neuen Techniken in eine bestehende Zivilisation einzubinden ohne dass es zu Ausschweifungen kommt.
 
Jup. Es wird wohl kaum einen Juristen gegeben haben der gesagt hat: "Leute, wir brauchen Energie lasst uns ein Kraftwerk und Leitungen bauen. Aber vorher müssen wir noch ein Gesetz verfassen, denn sonst herrscht ja die pure Anarchie...".

Der Jurist passt sich doch einfach an die Gegebenheiten an und würde wenn es gut läuft für Recht und Ordnung sorgen. Wenn ein Jurist für das Auto veantwortlich sei, dann muss ich mich doch schon fragen, warum es nicht viel mehr davon gibt. :grins:

Innovationen kommen zuvorderst von im Verhältnis kleinen, winzigen Leutchen in der Gesellschaft , welche eben völlig losgelöst von dem BWL/Juristen Kram sind. Erst nach einer solchen Erfindung/Innovation kommen die BWLer ins Spiel die eben die Chancen und Möglichkeiten erkennen diese gewinnbringend auf den Markt zu bringen. Der Jurist schaut erst dann nach ob alles so seinen geregelten Lauf nimmt und alles regelkonform abläuft...
 
Hana-Bi schrieb:
Jup. Es wird wohl kaum einen Juristen gegeben haben der gesagt hat: "Leute, wir brauchen Energie lasst uns ein Kraftwerk und Leitungen bauen. Aber vorher müssen wir noch ein Gesetz verfassen, denn sonst herrscht ja die pure Anarchie...".

Der Jurist passt sich doch einfach an die Gegebenheiten an und würde wenn es gut läuft für Recht und Ordnung sorgen. Wenn ein Jurist für das Auto veantwortlich sei, dann muss ich mich doch schon fragen, warum es nicht viel mehr davon gibt. :grins:

Innovationen kommen zuvorderst von im Verhältnis kleinen, winzigen Leutchen in der Gesellschaft , welche eben völlig losgelöst von dem BWL/Juristen Kram sind. Erst nach einer solchen Erfindung/Innovation kommen die BWLer ins Spiel die eben die Chancen und Möglichkeiten erkennen diese gewinnbringend auf den Markt zu bringen. Der Jurist schaut erst dann nach ob alles so seinen geregelten Lauf nimmt und alles regelkonform abläuft...

Das ist genau mein Punkt, nur eben anders oder sogar eher besser formuliert^^
 
MouseMan schrieb:
Ich habe auch nichts anderes behauptet :deal:
Nur müssten sie nicht tätig werden und Grundlagen für "alles" schaffen, wenn dieses "alles" nie geschaffen wurde ;)

Ich kenn ne ähnliche Diskussion sehr gut. Inventor (Ingenieur) und Innovator (Betriebswirt) streiten darüber, wer die Henne, wer das Ei is. Ohne die Invention gäbs keine Innovation und das versteht auf Anhieb auch jeder.
Ich befasse mich (zur Zeit auch in einer Arbeit) mit der Kompetenzbasis in Unternehmen und es lässt sich mit Leichtigkeit argumentieren, dass es ohne eine gewisse Unternehmenskultur, organisationale und humankapitale Ressourcen (bla bla) noch nicht mal zur Invention gekommen wär. Also ohne die vom Innovator geschaffene Grundlage für die Profitabilität einer Erfindung niemals ein Team zusammengestellt worden wäre, dass letzten Endes den Durchbruch geschafft hat.
Ich find die Diskussion an sich zu spannend, um die aktiv zu entschärfen. Das ist doch das Salz in der Suppe und letzten Endes lieben wir den Flame-War der Studiengänge doch mehr als das Studium selbst. :deal:
 
grad ist Europäische Wirtschaftspolitik Online gegangen

nur ne 3.7 :heul:

42% sind durchgefallen, imo sau viel für ein P-Phase Fach. Die Vorlesung war aber auch ein Witz, es gab keine Übung und schlecht präsentiert wars auch:drunter:

ziemlich bitter, da die Noten nun richtig fett zählen, werd wohl im 6. Semi noch ein Alternativ Fach hierfür machen, allerdings nur gegeben dem Fall, dass ich auch mal bessere Noten schreibe, sonst lohnt sich das ja nicht:gerri:
 
Natürlich, ohne die Geldgeber könnte ich meine Forschung begraben. Die Geldgeber säßen aber auf Dauer auch ziemlich ohne Geld da, wenn nichts neues erforschrt wird.
Ich stimme dir da voll zu mit der Henne und dem Ei.
 
Jiders schrieb:
MouseMan schrieb:
Ich habe auch nichts anderes behauptet :deal:
Nur müssten sie nicht tätig werden und Grundlagen für "alles" schaffen, wenn dieses "alles" nie geschaffen wurde ;)

Ich kenn ne ähnliche Diskussion sehr gut. Inventor (Ingenieur) und Innovator (Betriebswirt) streiten darüber, wer die Henne, wer das Ei is. Ohne die Invention gäbs keine Innovation und das versteht auf Anhieb auch jeder.
Ich befasse mich (zur Zeit auch in einer Arbeit) mit der Kompetenzbasis in Unternehmen und es lässt sich mit Leichtigkeit argumentieren, dass es ohne eine gewisse Unternehmenskultur, organisationale und humankapitale Ressourcen (bla bla) noch nicht mal zur Invention gekommen wär. Also ohne die vom Innovator geschaffene Grundlage für die Profitabilität einer Erfindung niemals ein Team zusammengestellt worden wäre, dass letzten Endes den Durchbruch geschafft hat.
Ich find die Diskussion an sich zu spannend, um die aktiv zu entschärfen. Das ist doch das Salz in der Suppe und letzten Endes lieben wir den Flame-War der Studiengänge doch mehr als das Studium selbst. :deal:

Naja, was sind aber dann die ganzen Start-Ups, welche ohne (oder mit wenig) Förderung ausgekommen sind? SAP ist ja auch von 5 Leutchen gegründet worden, welche vorher alle bei IBM gearbeitet haben...

Es sollte klar sein, dass es da schon Unterschiede gibt ob das nun unternehmensintern entwickelt wird oder ob sich eine Firma um eine Erfindung herum aufbaut.

Bin übrigens ein WiIng, also wohl von allen verachtet. :D
 
eiti schrieb:
Jiders schrieb:
You're beeing a cry-baby, man :kaffee:

und wer hat jetzt an deinem Käfig gerüttelt?

War nicht böse gemeint. :knuddel:

Hana-Bi schrieb:
Jiders schrieb:
MouseMan schrieb:
Ich habe auch nichts anderes behauptet :deal:
Nur müssten sie nicht tätig werden und Grundlagen für "alles" schaffen, wenn dieses "alles" nie geschaffen wurde ;)

Ich kenn ne ähnliche Diskussion sehr gut. Inventor (Ingenieur) und Innovator (Betriebswirt) streiten darüber, wer die Henne, wer das Ei is. Ohne die Invention gäbs keine Innovation und das versteht auf Anhieb auch jeder.
Ich befasse mich (zur Zeit auch in einer Arbeit) mit der Kompetenzbasis in Unternehmen und es lässt sich mit Leichtigkeit argumentieren, dass es ohne eine gewisse Unternehmenskultur, organisationale und humankapitale Ressourcen (bla bla) noch nicht mal zur Invention gekommen wär. Also ohne die vom Innovator geschaffene Grundlage für die Profitabilität einer Erfindung niemals ein Team zusammengestellt worden wäre, dass letzten Endes den Durchbruch geschafft hat.
Ich find die Diskussion an sich zu spannend, um die aktiv zu entschärfen. Das ist doch das Salz in der Suppe und letzten Endes lieben wir den Flame-War der Studiengänge doch mehr als das Studium selbst. :deal:

Naja, was sind aber dann die ganzen Start-Ups, welche ohne (oder mit wenig) Förderung ausgekommen sind? SAP ist ja auch von 5 Leutchen gegründet worden, welche vorher alle bei IBM gearbeitet haben...

Es sollte klar sein, dass es da schon Unterschiede gibt ob das nun unternehmensintern entwickelt wird oder ob sich eine Firma um eine Erfindung herum aufbaut.

Bin übrigens ein WiIng, also wohl von allen verachtet. :D

Start-Ups haben im Idealfall nen BWLer im Team :D
 
Aber die Frage die sich mir persönlich in den Vorgergrund stellt, geht weg von Kraftwerken, Unternehmen oder sonstigen Dingen.

Ich studiere Rehabilitationswissenschaften. Daher habe ich keine Ahunng wer wo, wie tätig werden muss, damit Kohlekraftwerk B läuft.

Aber, wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe Jiders, sagst du in deinem letzten Post, dass es ohne eine Grundlage (für welche dann auch Juristen wieder verantwortlich sind), keine Innovationen geben kann. Richtig?

Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass ich dich da richtig verstanden habe.

Jetzt gucken wir einmal auf die Behindertenpolitik der letzten Jahre.

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurden Menschen mit einer Behinderung in Großeinrichtungen untergebracht und sowas wie einen freien Willen gab es nicht.

Man war davon überzeugt, dass dies auch mit Betrachtung der Geschichte genau der richtige Weg wäre.

Irgendwann haben sich dann aber Menschen mit Behinderung und Angehörige angefangen zu wehren....

Dadurch passierte es, dass ein komplettes Hilfesystem umgedacht wurde, und es bis heute noch im Umbruch ist.

Eine der wichtigsten Dinge ist zum Beispiel auch das SGB9.
Hier wird Slurms jetzt sagen, dass es ja von den Juristen kommt. Ist auch richtig, aber hier ist es wie Hana-Bi sagte, dass hier jetzt der Jurist dafür zuständig ist, Gesetze so zu formulieren, dass sie auch ihre Richtigkeit haben.

Aber ein Jurist hat diese Gesetze mit Sicherheit nicht erdacht Dafür gab es dann ganz andere Experten.

Der Jurist ist also nicht mehr (aber auch nicht weniger) als ein wichtiges Rad in der Gesellschaft.

Oder was ist mit Martin Luther King oder Rosa Parks? Soweit ich richtig informiert bin, keine Juristen...
 
Also diese Diskussion finde ich jetzt - sagen wir mal: putzig: Dass die Juristen jeweils denken, sie hätten die ganze Welt erfunden, ist Teil des Problems, weshalb sie eben nur beschränkt beliebt sind… Ich gehe mal frech davon aus, dass derjenige, der zu aller Anfang hingesessen ist und die Welt in ein paar Tagen erschaffen hat, kein Jurist war (das ist jetzt keine Anspielung auf die Arbeitsmoral der Juristen)... Auch war es wohl kaum so, dass sich eine illustre Juristenrunde irgendwann an eine runden Tisch gesetzt und eben mal so zum Wohle aller "die moderne Gesellschaft" erfunden und geregelt haben. Die Juristen sind als Teil der Gesellschaft entstanden wie der Bäcker, der Ingenieur und der Bankangestellte auch. Das scheinen die KT-Juristen ja irgendwie auch anzuerkennen, aber - so ganz juristenlike - nicht ohne sich vorerst mal den gesamten Verdienst der modernen Gesellschaft unter den Nagel gerissen zu haben… Erst bei genauerem Hinsehen wird dann den übrigen 99,… % der Bevölkerung zugestanden, wohl auch etwas Konstruktives beigetragen zu haben.
Schlussendlich ist die Diskussion aber so überflüssig wie diejenige zwischen dem Keilriemen und der Antriebsachse, wer für die Fortbewegung nun wichtiger sei...

Einverstanden bin ich aber damit, dass das Studium der Jursiten bzw. die Juristen selbst zu oft belächelt werden: Es ist kein Zufall, dass so viele wichtige Ämter in Politik (o.k., wie ich in einem anderem Thread lernen musst sind das ja alles auch nur Idioten...), Verwaltung und Privatwirtschaft von Jursiten besetzt werden…
 
XtreCoolX schrieb:
Aber die Frage die sich mir persönlich in den Vorgergrund stellt, geht weg von Kraftwerken, Unternehmen oder sonstigen Dingen.

Ich studiere Rehabilitationswissenschaften. Daher habe ich keine Ahunng wer wo, wie tätig werden muss, damit Kohlekraftwerk B läuft.

Aber, wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe Jiders, sagst du in deinem letzten Post, dass es ohne eine Grundlage (für welche dann auch Juristen wieder verantwortlich sind), keine Innovationen geben kann. Richtig?

Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass ich dich da richtig verstanden habe.

Jetzt gucken wir einmal auf die Behindertenpolitik der letzten Jahre.

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurden Menschen mit einer Behinderung in Großeinrichtungen untergebracht und sowas wie einen freien Willen gab es nicht.

Man war davon überzeugt, dass dies auch mit Betrachtung der Geschichte genau der richtige Weg wäre.

Irgendwann haben sich dann aber Menschen mit Behinderung und Angehörige angefangen zu wehren....

Dadurch passierte es, dass ein komplettes Hilfesystem umgedacht wurde, und es bis heute noch im Umbruch ist.

Eine der wichtigsten Dinge ist zum Beispiel auch das SGB9.
Hier wird Slurms jetzt sagen, dass es ja von den Juristen kommt. Ist auch richtig, aber hier ist es wie Hana-Bi sagte, dass hier jetzt der Jurist dafür zuständig ist, Gesetze so zu formulieren, dass sie auch ihre Richtigkeit haben.

Aber ein Jurist hat diese Gesetze mit Sicherheit nicht erdacht Dafür gab es dann ganz andere Experten.

Der Jurist ist also nicht mehr (aber auch nicht weniger) als ein wichtiges Rad in der Gesellschaft.

Oder was ist mit Martin Luther King oder Rosa Parks? Soweit ich richtig informiert bin, keine Juristen...

Genau so sieht's aus. Ohne Juristen geht's nicht. Mit Juristen allein aber auch nicht. Absolut korrekt!

Zum Rest deines Postings: Ich denke schon, dass du mich richtig verstanden hast. Aber ich verstehe das mit den Behinderten und der Innovation nicht. Ich kann nur soviel dazu sagen, dass das alles richtig zu sein scheint, was du sagst. Nen Widerspruch seh ich auf Anhieb nicht. Für mich wäre das aber in Ordnung ;)
 
Interessant, es hat mit meinem Scherz auf Kosten der Juristen begonnen. Weder der Slurms (der ja sonst auch nicht gerade mit solchen Kommentaren geizt), noch der osa-chan konnten damit locker umgehen, sondern erzählen lieber bierernst wie die Juristen die Welt erschaffen haben und nun nach 2-3 Seiten Austausch von offensichtlichen Sachverhalten (und ein bisschen anstacheln) ist man nun im Kollektiv zu der aufregenden Erkenntnis gekommen, dass Jurist ein wichtiger Beruf ist, so wie halt so ziemlich jeder andere auch. KT at it`s best. :D
 
Osa-chan schrieb:
enix schrieb:
Übertrieben... ich halte es eher für Weltfremd... :deal:

MouseMan schrieb:
Osa-chan schrieb:
Ich glaube über die Wichtigkeit des Juristenberufs für eine moderne Zivilisation brauchen wir gar nicht diskutieren.

Ohne Juristen gäbe es die nämlich schlicht nicht. Es gäbe kein Internet, keine Autos, kein modernes Gesundheitssystem etc.

Daher kann ich über Anflüge von Geringschätzung gegenüber diesem Studium immer nur müde lächeln, gäbe es ohne Juristen doch keinerlei andere Studiengänge. Auch die meisten anderen Berufe die wir heute kennen, gäbe es ohne Juristen nicht. :D

Das ist ja sowas von weltfremd, das glaubt man ja gar nicht :lol:

Ohne euch beiden zu nahe treten zu wollen, aber eure Ansicht, dass meine Aussagen "weltfremd" wären, zeigt nur, dass ihr beide nicht wirklich versteht, wie die Welt funktioniert in der ihr lebt. ;)

Eine moderne Gesellschaft die ohne Gesetze funktioniert (und genau das wäre notwendig, soll sie ohne Juristen entstehen oder aufrecht erhalten werden) ist in etwa so gut möglich, wie einen modernen PC ohne Betriebssystem bestimmungsgemäß zu benutzten: Nämlich gar nicht.

Man muss sich nur vorstellen, es würden morgen alle Juristen einfach mal die Arbeit einstellen. Keine Gerichte mehr (Strafgericht, Verwaltungsgericht, Zivilgericht...), also auch keine Justiz mehr, etc.

Bis das totale Chaos ausbricht ist es eher eine Frage von Tagen als von Wochen. :grins:

Stromnetz versagt, Lebensmittelversorgung fällt aus, etc.

Und dabei gehen wir noch von dem günstigen Fall aus, dass es die komplexen und speziellen Rechtsgrundlagen die es für das Funktionieren unserer komplexen modernen Zivilisationen braucht, bereits gibt, und es nur keine Spezialisten mehr gibt, die sie fachgerecht anwenden können.

Wären diese Rechtsgrundlagen (Normen, Gesetze) nie von Juristen entwickelt worden, dann hätte sich auch die Zivilisation und Technik nie so weit entwickeln können. Was glaubt ihr denn, wie viele Verträge geschlossen werden müssen, damit ein modernes Kraftwerk zur Stromerzeugung gebaut werden kann? Was glaubt ihr denn, wie viele Verträge geschlossen werden müssen, damit die Fabriken gebaut werden können, in denen die Bestandteile eines PCs produziert werden?

Glaubt ihr echt, ohne zumindest rudimentäre Rechtssicherheit würden Menschen dazu in der Lage sein, komplexere Handungen der Zusammenarbeit zu setzen, als primitivste Tauschgeschäfte?

Habt ihr schon mal überlegt, dass das gesamte Geldsystem niemals hätte entstehen können, ohne die notwendigen Regelungen, also ohne Juristen? Und wo unsere Zivilisation heute ohne "Geld" als Tauschmittel stehen würde könnt ihr euch vielleicht selbst denken. ;)

Wenn also der Begriff weltfremd auf jemanden angewendet werden kann, dann wohl auf euch beide.

MouseMan schrieb:
Osa-chan schrieb:
Mich hat ein Physiker mal gefragt, ob das Jus-Studium nicht langweilig ist, weil man da "immer nur Gesetze auswendig lernen muss".

Ich hab mit der Gegenfrage geantwortet, ob sein Studium nicht auch langweilig ist, wenn er immer nur physikalische Gesetze auswendig lernen muss.

Die Erinnerung an sein indigniertes Gesicht daraufhin... unbezahlbar. :lachweg:

Weißt du warum der Physikstudent dich so komisch angeschaut hat? Weil er keine physikalischen Gesetze auswendig lernen muss ;) Somit darfst du dich über deine eigene Unwissenheit selbst auslachen, aber nicht ihn.
Der Teil des Auswendiglernens ist im Physikstudium vernachlässigbar klein.

Ach, echt? Stell dir mal vor, das war mir schon bewusst. ;)

Er hat deswegen so indigniert geschaut, weil ich ihm mit meiner Aussage die Falschheit seiner eigenen Aussage vor Augen geführt habe. Stell dir vor, der Teil des Auswendiglernens ist auch beim Jus-Studium vernachlässigbar klein. ;)

Mir ist schon klar, dass das bei Physik auch so ist. :lol:

Aber schön, dass du die Pointe nicht verstanden hat. :ugly:

Alles was du schreibst, ist der größte Blödsinn überhaupt. Du magst ja an etwas richtiges denken, aber die oben aufgeführten Auslegungen sind einfach FALSCH. Wo der größte Fehler verborgen liegt?

Dass du vom aktuellen Rechtsstaat ausgehst und das auf die Entwicklung der Moderne ansetzt. Leider war dein Juristentum sowas von unfassbar wenig beteiligt, als die wichtigen Entwicklungen unserer Zeit entstanden sind UND um das ganze noch etwas genauer zu Begutachten, ohne Juristen hätte sich die Welt anders entwickelt, aber niemals wäre sie unter dem aktuellen Fortschritt... ich behaupte sogar, dass wir weiter wären, weil nicht so gebunden. Sorry Junge, aber dein Gedankengang ist schlichtweg falsch. Wir brauchen Juristen NUR, um eine Welt aufrechtzuerhalten, wo diese eine Daseinsberechtigung haben und Entscheidungen treffen dürfen. Unsere aktuelle Welt eben. Alles andere wäre auch nicht das Chaos. Es wäre nur anders. Man brauchte nämlich auch in langer Vergangenheit keine Juristen um Gesetze zu erlassen, umzusetzen oder anzuwenden.
 
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