Also ich habe VWL in Heidelberg studiert, bin durch keine Prüfung gerasselt und kann dir versichern, dass Du, wenn Du es geschickt machst, massig Freizeiht haben wirst.
Meine Vorgehensweise war die:
suche dir 2 nette Mädels (ja, dürfen hübsch sein, sollten aber auch zielstrebig sein). Die beiden Mädels musst Du für dich gewinnen. Die sollen alles mitschreiben, dir sagen, wenn wichtige Termine anstehen, usw. Zuverlässig müssen sie sein.
Die ersten 2 Wochen jedes Semesters gehst Du in die Uni. Schaust dir alles an. Wenn dir die Vorlesung wichtig erscheint (es gibt Vorlesungen, die sehr wichtig sind und die es lohnt zu besuchen) --> weiter reingehen. Es gibt allerdings auch massig Vorlesungen, bei denen nur vom Skript abgelesen wird oder es steht alles 1:1 im Buch des Profs. Oder aber es hat mit den eigentlichen Klausuren nix zu tun. Dann geh nicht rein, sondern schlaf dich aus und zock daheim.
Wichtig!! Du musst alle Übungen kapieren! Gerade Fächer wie Mikro, Theorie der Finanzmärkte, Spieltheorie, usw. Hier musst Du die Übungsaufgaben vorwärts und rückwärts rechnen können! Dann sind Klausuren sehr locker. Deshalb: Geh in die Übungen. Die sind das A und O des Studiums.
Praxistipps:
- Geh gleich zu Beginn ins Sekretariat des Lehrstuhls und kopier dir alte Klausuren (oder geh zum dozenten). Dann hast Du es erledigt und Du siehst, wie hoch der Theorie-Anteil ist.
- halte dich mit dem Dozenten gut, dann gibt er dir vor den Klausuren Tipps und sagt dir ehrlich, ob die Vorlesung relevant ist. (Frag hier nach, da die erste Antwort immer die ist: "Ja, Vorlesung ist wichtig.")
- Übertreibs mit den 2 Mädchen nicht. Du musst denen irgendwas als Gegenwert geben können, dass sie dich immer mit Infos füttern, dir immer alles sagen und dich die Sachen kopieren lassen!! (Ich hatte ne Freundin, daher hab ich ihnen im Gegenzug die mathematischen Dinge erklärt. Ansonsten kannst Du es ja anders zurück zahlen. )
- Faustregel: je mehr Mathe in den Klausuren, desto weniger ist die Vorlesung relevant (Statistik, Mikro, Spieltheorie, Finanzmarkttheorie, usw)
- Je dicker das Skript, desto weniger ist die Vorlesung relevant (Marketing, Produktionsmanagement z.B.)
- je mehr VWL drin ist, desto wichtiger wird die Vorlesung (Makro, Einführung in die WiWi)
- bei uns gab es immer 2 Termine zum Klausuren schreiben. Ich wollte immer 4 Scheine pro Semester machen (=> nach 9 Semestern scheinfrei). Meine Taktik war die: nie durchfallen und daher nur einmal lernen müssen. Also hab ich 2 zum ersten Termin und 2 zum zweiten Termin geschrieben. Dann hast Du weniger Aufwand und schreibst bessere Noten. Andere haben 4 zum ersten geschrieben. Sind durch 1-2 Prüfungen gefallen und die bestandenen waren nicht besonders gut. In meinen Augen schwachsinnig.
Kurzum: wenn Du in die Uni gehst: hör zu und konzentrier dich, fang nicht zu spät an zu lernen (ich habe pro Klausur ca. 3 Wochen gelernt), informier dich anfangs über den Prof (Buch geschrieben, was kaam in alten Klausuren dran), spar dir unnötige Vorlesungen, geh nur zu Tutorien, wenn Du wirklich keinen Plan hast (ich war nie in einem), lerne maximal aus einem Buch und nicht aus 5.
Viel Erfolg