System: Game Boy Color / 3DS VC
Spieler: 1
Sprache: dt. Texte, keine Sprachausgabe
Entwickler: Capcom
Publisher: Nintendo
USK: ab 0 Jahren
Erscheinungsdatum: 2001
Im Jahr 2001 gab es bei Nintendo gleich zwei Besonderheiten: es erschienen - erstmals und bis heute auch einmalig - zwei Zelda Spiele gleichzeitig. Darüber hinaus entstanden beide Spiele nicht bei Nintendo, sondern bei Capcom. Natürlich hatte Nintendo die Entwicklung unterstützt.
The Legend of Zelda - Oracle of Ages (OoA) und The Legend of Zelda - Oracle of Seasons sind zwei eigenständige Spiele, die sich allerdings durch ein Passwort verbinden lassen. Startet man dann das Gegenstück mit dem Passwort ändern sich ein paar Kleinigkeiten im Spiel und das Ende wird erweitert.
Der wackere junge Link trifft auf Impa, eine Abgesandte aus dem Königreich Hyrule. Sie wird von Monstern attackiert. Wir retten sie aus ihrer misslichen Lage. Sie erzählt uns daraufhin ihre Geschichte. Sie ist auf der Suche nach Nayru, einer bekannten Sängerin. Impa möchte ihr ein Geschenk aus Hyrule machen. Sie erkennt auch das Zeichen des Helden auf Links Handrücken. Wir helfen ihr Nayru zu finden.
Auf einer Lichtung singt Nayru für die Waldbewohner. Als Impa sie erblickt, verlässt ein Geist ihren Körper und nimmt von Nayru Besitz. Dieser Geist ist Veran, die Meisterin der Schatten.
Nayru ist nicht nur eine begnadete Sängerin, sondern auch das Orakel der Zeit. Veran bedankt sich bei Link für seine unfreiwillige Hilfe und reist mit Hilfe von Nayrus Körper in die Vergangenheit.
Veran möchte dadurch die Gegenwart nach ihren Vorstellungen anpassen...
Die Geschichte ist für ein Zelda Spiel typisch zweckmäßig gestaltet und leider wird diese Geschichte, wie so häufig, im Mittelteil auch zu sehr vernachlässigt. Positiv zu nennen sind die skurrilen Charaktere und der immer wieder gelungen eingestreute Humor.
Um eines vorweg zu nehmen; nach etwa 20 Versuchen habe ich es aufgegeben den Endgegner zu besiegen. Dazu später mehr. Jedenfalls hab ich mir das erweiterte Ende angeschaut und leider muss ich sagen, dass es etwas aufgesetzt wirkt, da es im normalen Spiel nur kurz vor dem Ende einen Hinweis auf solch eine Entwicklung gibt. Schade, hier wäre viel mehr möglich gewesen.
Das Gameplay ist identisch zu dem wesentlich älteren Link’s Awakening. Auch optisch gibt es kaum Unterschiede - mit Ausnahme der Einfärbung. Die Oberwelt finde ich nicht ganz so gut designt, da die Grenzen der einzelnen Abschnitte recht plump gesetzt sind. Da hat ein A Link to the Past immer noch die Nase vorn.
Auch die Auswahl der Items könnte besser sein. Größte Veränderung sind nun Kerne, die verschiedene Auswirkungen haben. Duftkerne können z.B. bestimmte Gegner anlocken. Ansonsten orientieren sich die Items sehr an der Zelda Basis.
Es gibt vor allem zwei Sachen zu entdecken in der Welt: Herzteile und Ringe. Letztere müssen vom Händler geschätzt werden und können danach ausgerüstet werden. Sie haben bestimmte Eigenschaften, wie z.B. eine Schadenserhöhung. Herzteile und Ringe sind wirklich gut versteckt und steigern die Motivation bei Sammlern.
Weitere Abwechslung bringen ein paar kurze Passagen, in denen man mit skurrilen Tieren arbeitet.
Der größte Kritikpunkt ist der Schwierigkeitsgrad. Für mich war OoA teilweise wirklich abartig schwer. Es gibt einige Geschicklichkeitspassagen, die teilweise in Trial&Error enden, weil die Zeit in der man reagieren soll, extrem kurz ist. Leider sind einige dieser Passagen auch essentiell für das Vorankommen im Spiel.
Die Zwischen- und Bossgegner in den Dungeons haben es wirklich in sich. Einerseits weil sie bei Treffern wirklich viele Herzen abziehen, andererseits weil sie bei Treffern unsererseits manchmal nicht zurückweichen, sondern stur ihren Weg fortsetzen. So wird man bei einem Angriff mehrmals getroffen. Hinzu kommt, dass der Spieler in einigen Dungeons nur wenig Herzen oder Feen findet. Zumindest diesen Teil, hätte man leicht mit den bekannten Flaschen lösen können. Aber es gibt leider keine.
Die Dungeons mit ihren Rätseln sind auch sehr anspruchsvoll, aber für Zelda-Veteranen lösbar. Eine Ausnahme bildet der vorletzte Dungeons, der so groß und verzwickt ist, dass ich dagegen den Wassertempel aus Ocarina of Time nur belächeln kann.
Als wäre der Weg nicht schon anstrengend genug gewesen, wird einem am Ende ein Bossgegner vor die Füße gesetzt, der den Namen zugegebenermaßen mehr als verdient hat. Insgesamt hat Dieser drei Phasen und im gesamten Kampf kann man maximal vier Herzen auffüllen. Die ersten beiden Phasen kriegt man mit viel Übung irgendwann ganz gut hin, die Letzte hat mich dann aber die weiße Fahne schwenken lassen.
Wenn ich mir dann vorstelle, dass bei einem Passwort-Spiel am Ende noch ein Gegner wartet, der ja dann noch schwerer sein sollte, bin ich fast schon wieder froh es nicht geschafft zu haben.
Schade, dass Capcom es hier eindeutig übertrieben hat. Wer die Spiele mal nachholen wollte, aber jetzt Angst bekommen hat: probiert es erst mit Oracle of Seasons, das soll die leichtere der beiden Versionen sein. Mir fehlt die Motivation dazu.
Trotz externer Entwicklung fühlt sich OoA zwar nach Zelda an, aber leider hat es nicht den typischen Zelda-Schwierigkeitsgrad. Wer dagegen Zelda vom Prinzip her mag, aber die Spiele zu leicht findet, für den könnte das Spiel interessant sein.
Im Detail fehlt es doch an der Durchdachtheit, welche die Nintendo-Zeldas ausmacht.
Spielzeit: 20 bis 30 Stunden
Pro/Contra:
+ schrullige Charaktere
+ viele schöne Rätsel
+ Zeitwechsel
+ großer Umfang
+ grundsätzlich typisches Zelda-Gameplay
+ viel zu entdecken
- untypisch schwer für ein Zelda-Spiel
- keine Story im Mittelteil
- Oberwelt wirkt etwas zusammen gestückelt
- Items eher schwach
- kombiniertes Ende wirkt aufgesetzt
Fazit: Viel zu schweres Zelda. Für mich daher einer der schwächsten Teile. Wer ein tragbares Zelda möchte, greift besser zu Minish Cap, A Link to the Past, A Link between Worlds oder A Link’s Awakening. Wer danach immer noch nicht genug hat, darf einen Blick riskieren.
6/10
Quelle der Bilder: youtube.com, gamespot.com und de.zelda.wikia.com
Spieler: 1
Sprache: dt. Texte, keine Sprachausgabe
Entwickler: Capcom
Publisher: Nintendo
USK: ab 0 Jahren
Erscheinungsdatum: 2001
Im Jahr 2001 gab es bei Nintendo gleich zwei Besonderheiten: es erschienen - erstmals und bis heute auch einmalig - zwei Zelda Spiele gleichzeitig. Darüber hinaus entstanden beide Spiele nicht bei Nintendo, sondern bei Capcom. Natürlich hatte Nintendo die Entwicklung unterstützt.
The Legend of Zelda - Oracle of Ages (OoA) und The Legend of Zelda - Oracle of Seasons sind zwei eigenständige Spiele, die sich allerdings durch ein Passwort verbinden lassen. Startet man dann das Gegenstück mit dem Passwort ändern sich ein paar Kleinigkeiten im Spiel und das Ende wird erweitert.
Der wackere junge Link trifft auf Impa, eine Abgesandte aus dem Königreich Hyrule. Sie wird von Monstern attackiert. Wir retten sie aus ihrer misslichen Lage. Sie erzählt uns daraufhin ihre Geschichte. Sie ist auf der Suche nach Nayru, einer bekannten Sängerin. Impa möchte ihr ein Geschenk aus Hyrule machen. Sie erkennt auch das Zeichen des Helden auf Links Handrücken. Wir helfen ihr Nayru zu finden.
Auf einer Lichtung singt Nayru für die Waldbewohner. Als Impa sie erblickt, verlässt ein Geist ihren Körper und nimmt von Nayru Besitz. Dieser Geist ist Veran, die Meisterin der Schatten.
Nayru ist nicht nur eine begnadete Sängerin, sondern auch das Orakel der Zeit. Veran bedankt sich bei Link für seine unfreiwillige Hilfe und reist mit Hilfe von Nayrus Körper in die Vergangenheit.
Veran möchte dadurch die Gegenwart nach ihren Vorstellungen anpassen...
Nayrus Beschützer Ralph nimmt die Verfolgung durch ein Zeitportal auf. Wir suchen zunächst in der nahe gelegenen Stadt Labrynna den Maku-Baum auf. Sie ist die Einzige, die uns in die Vergangenheit schicken kann.
Der Maku-Baum merkt allerdings auch, dass der Fluss der Zeit bereits verändert wurde. Ihre Erinnerung beginnt bereits zu schwinden. Wir sollen ihre Essenzen finden, damit sie Veran aufhalten kann.
Der Maku-Baum schickt uns 400 Jahre in die Vergangenheit. Dort hat Veran bereits Einfluss auf Königin Ambi genommen. Sie benutzen die Dorfbewohner um den Schwarzen Turm zu bauen. Mit diesem Turm kann Veran Schatten über die ganze Welt bringen.
Die Bewohner arbeiten wie Sklaven. Veran hat die Zeit angehalten, damit die Dorfbewohner durch arbeiten.
Zwischenzeitlich finden wir die Harfe der Zeit, mit der wir an bestimmten Stellen zwischen Gegenwart und Vergangenheit wechseln können.
Wir treffen auch Ralph wieder, der uns immer mal wieder hilft.
Der Maku Baum schickt uns von einem Schrein zum Nächsten.
Nach dem Erlangen der Essenz “Der einsame Gipfel” kriegen wir die Nachricht, dass die Palastwachen abgezogen sind. Vor Ort treffen wir erneut Ralph, der voraus eilt. Wir können uns reinschleichen und finden Nayru, die immer noch durch Veran fremd gesteuert ist. Nach dem Kampf fährt Veran in Königin Ambi rein und verschwindet.
Nayru kehrt nach Hause zurück und bittet uns die fehlenden Essenzen zu sammeln, denn Ambi baut den Turm weiter.
Nach Erhalt der nächsten Essenz, taucht eine dunkle Gestalt auf. Sie freut sich über die Fertigstellung des Turmes. Veran im Körper von Ambi empfängt die dunklen Kräfte. Sie kann nun die Zeit kontrollieren und tut dies auch fleißig. Einige Bewohner des Landes erstarren zu Stein. Andere werden gequält.
Mit dem Erlangen der letzten Essenz kann sich der Maku endlich wieder an alles erinnern. Er übergibt uns einen gewaltigen Maku-Kern, der uns den Zugang zum Turm ermöglichen soll.
Die dunkle Gestalt erscheint erneut und gibt sich als Gerudo-Hexe Twinrova zu erkennen. Der Maku-Baum ist entsetzt.
Wir reisen zum Turm und erfahren, dass Ralph sich bereits auf den Weg gemacht hat. Nayru und Impa erscheinen. Sie haben herausgefunden, dass Ralph von Königin Ambi abstammt. Wenn er Ambi vernichtet, verschwindet er selbst.
Wir kämpfen uns durch die Stockwerke. Der Maku-Kern zeigt uns den richtigen Weg. Im Thronsaal finden wir Ralph, der Ambi angreift. Doch er wird zurück geworfen. Er wusste, dass sie seine Vorfahrin ist.
Link folgt Veran und befreit Ambi. Anschließend geht es gegen Verans echte Gestalt. Nach diesem Kampf begleiten uns Nayru und der genesene Ralph hinaus, doch Veran greift ein letztes Mal nach uns. Wir schubsen unsere beiden Freunde aus dem Gefahrenbereich und bekämpfen Veran ein drittes Mal. Kurz vor ihrem Ende sagt Veran, dass sie nur ein Mittel zum Zweck war. Sie hat die Flamme der Qual entzündet. Wir sehen auch kurz Twinrova.
Nach diesem Sieg ist Veran endgültig weg. Nayru und Ralph warten draußen und bedanken sich bei Link.
Unten wartet Königin Ambi, die uns ebenso dankt und preisgibt, dass auch sie von ihrer Verwandtschaft zu Ralph weiß. Die Zeitlinie ist wieder intakt und wir werden in die Gegenwart geschickt. Ambi ließ eine Statue für uns anfertigen.
In einem Passwortspiel entführt Twinrova an dieser Stelle Prinzessin Zelda. Sie möchten damit Ganon wieder erwecken.
In der Zeremonienhalle findet ihr die bewusstlose Zelda und tretet ihr den beiden Hexen gegenüber. Am Ende opfern sie sich um Ganon zu erwecken, doch da sie nicht Zelda opfern konnten, erscheint nur das dämonische Abbild von Ganon.
Nach dem Sieg entfliehen wir mit Zelda. Anschließend feiern alle zusammen.
Der Maku-Baum merkt allerdings auch, dass der Fluss der Zeit bereits verändert wurde. Ihre Erinnerung beginnt bereits zu schwinden. Wir sollen ihre Essenzen finden, damit sie Veran aufhalten kann.
Der Maku-Baum schickt uns 400 Jahre in die Vergangenheit. Dort hat Veran bereits Einfluss auf Königin Ambi genommen. Sie benutzen die Dorfbewohner um den Schwarzen Turm zu bauen. Mit diesem Turm kann Veran Schatten über die ganze Welt bringen.
Die Bewohner arbeiten wie Sklaven. Veran hat die Zeit angehalten, damit die Dorfbewohner durch arbeiten.
Zwischenzeitlich finden wir die Harfe der Zeit, mit der wir an bestimmten Stellen zwischen Gegenwart und Vergangenheit wechseln können.
Wir treffen auch Ralph wieder, der uns immer mal wieder hilft.
Der Maku Baum schickt uns von einem Schrein zum Nächsten.
Nach dem Erlangen der Essenz “Der einsame Gipfel” kriegen wir die Nachricht, dass die Palastwachen abgezogen sind. Vor Ort treffen wir erneut Ralph, der voraus eilt. Wir können uns reinschleichen und finden Nayru, die immer noch durch Veran fremd gesteuert ist. Nach dem Kampf fährt Veran in Königin Ambi rein und verschwindet.
Nayru kehrt nach Hause zurück und bittet uns die fehlenden Essenzen zu sammeln, denn Ambi baut den Turm weiter.
Nach Erhalt der nächsten Essenz, taucht eine dunkle Gestalt auf. Sie freut sich über die Fertigstellung des Turmes. Veran im Körper von Ambi empfängt die dunklen Kräfte. Sie kann nun die Zeit kontrollieren und tut dies auch fleißig. Einige Bewohner des Landes erstarren zu Stein. Andere werden gequält.
Mit dem Erlangen der letzten Essenz kann sich der Maku endlich wieder an alles erinnern. Er übergibt uns einen gewaltigen Maku-Kern, der uns den Zugang zum Turm ermöglichen soll.
Die dunkle Gestalt erscheint erneut und gibt sich als Gerudo-Hexe Twinrova zu erkennen. Der Maku-Baum ist entsetzt.
Wir reisen zum Turm und erfahren, dass Ralph sich bereits auf den Weg gemacht hat. Nayru und Impa erscheinen. Sie haben herausgefunden, dass Ralph von Königin Ambi abstammt. Wenn er Ambi vernichtet, verschwindet er selbst.
Wir kämpfen uns durch die Stockwerke. Der Maku-Kern zeigt uns den richtigen Weg. Im Thronsaal finden wir Ralph, der Ambi angreift. Doch er wird zurück geworfen. Er wusste, dass sie seine Vorfahrin ist.
Link folgt Veran und befreit Ambi. Anschließend geht es gegen Verans echte Gestalt. Nach diesem Kampf begleiten uns Nayru und der genesene Ralph hinaus, doch Veran greift ein letztes Mal nach uns. Wir schubsen unsere beiden Freunde aus dem Gefahrenbereich und bekämpfen Veran ein drittes Mal. Kurz vor ihrem Ende sagt Veran, dass sie nur ein Mittel zum Zweck war. Sie hat die Flamme der Qual entzündet. Wir sehen auch kurz Twinrova.
Nach diesem Sieg ist Veran endgültig weg. Nayru und Ralph warten draußen und bedanken sich bei Link.
Unten wartet Königin Ambi, die uns ebenso dankt und preisgibt, dass auch sie von ihrer Verwandtschaft zu Ralph weiß. Die Zeitlinie ist wieder intakt und wir werden in die Gegenwart geschickt. Ambi ließ eine Statue für uns anfertigen.
In einem Passwortspiel entführt Twinrova an dieser Stelle Prinzessin Zelda. Sie möchten damit Ganon wieder erwecken.
In der Zeremonienhalle findet ihr die bewusstlose Zelda und tretet ihr den beiden Hexen gegenüber. Am Ende opfern sie sich um Ganon zu erwecken, doch da sie nicht Zelda opfern konnten, erscheint nur das dämonische Abbild von Ganon.
Nach dem Sieg entfliehen wir mit Zelda. Anschließend feiern alle zusammen.
Die Geschichte ist für ein Zelda Spiel typisch zweckmäßig gestaltet und leider wird diese Geschichte, wie so häufig, im Mittelteil auch zu sehr vernachlässigt. Positiv zu nennen sind die skurrilen Charaktere und der immer wieder gelungen eingestreute Humor.
Um eines vorweg zu nehmen; nach etwa 20 Versuchen habe ich es aufgegeben den Endgegner zu besiegen. Dazu später mehr. Jedenfalls hab ich mir das erweiterte Ende angeschaut und leider muss ich sagen, dass es etwas aufgesetzt wirkt, da es im normalen Spiel nur kurz vor dem Ende einen Hinweis auf solch eine Entwicklung gibt. Schade, hier wäre viel mehr möglich gewesen.
Das Gameplay ist identisch zu dem wesentlich älteren Link’s Awakening. Auch optisch gibt es kaum Unterschiede - mit Ausnahme der Einfärbung. Die Oberwelt finde ich nicht ganz so gut designt, da die Grenzen der einzelnen Abschnitte recht plump gesetzt sind. Da hat ein A Link to the Past immer noch die Nase vorn.
Auch die Auswahl der Items könnte besser sein. Größte Veränderung sind nun Kerne, die verschiedene Auswirkungen haben. Duftkerne können z.B. bestimmte Gegner anlocken. Ansonsten orientieren sich die Items sehr an der Zelda Basis.
Es gibt vor allem zwei Sachen zu entdecken in der Welt: Herzteile und Ringe. Letztere müssen vom Händler geschätzt werden und können danach ausgerüstet werden. Sie haben bestimmte Eigenschaften, wie z.B. eine Schadenserhöhung. Herzteile und Ringe sind wirklich gut versteckt und steigern die Motivation bei Sammlern.
Weitere Abwechslung bringen ein paar kurze Passagen, in denen man mit skurrilen Tieren arbeitet.
Der größte Kritikpunkt ist der Schwierigkeitsgrad. Für mich war OoA teilweise wirklich abartig schwer. Es gibt einige Geschicklichkeitspassagen, die teilweise in Trial&Error enden, weil die Zeit in der man reagieren soll, extrem kurz ist. Leider sind einige dieser Passagen auch essentiell für das Vorankommen im Spiel.
Die Zwischen- und Bossgegner in den Dungeons haben es wirklich in sich. Einerseits weil sie bei Treffern wirklich viele Herzen abziehen, andererseits weil sie bei Treffern unsererseits manchmal nicht zurückweichen, sondern stur ihren Weg fortsetzen. So wird man bei einem Angriff mehrmals getroffen. Hinzu kommt, dass der Spieler in einigen Dungeons nur wenig Herzen oder Feen findet. Zumindest diesen Teil, hätte man leicht mit den bekannten Flaschen lösen können. Aber es gibt leider keine.
Die Dungeons mit ihren Rätseln sind auch sehr anspruchsvoll, aber für Zelda-Veteranen lösbar. Eine Ausnahme bildet der vorletzte Dungeons, der so groß und verzwickt ist, dass ich dagegen den Wassertempel aus Ocarina of Time nur belächeln kann.
Als wäre der Weg nicht schon anstrengend genug gewesen, wird einem am Ende ein Bossgegner vor die Füße gesetzt, der den Namen zugegebenermaßen mehr als verdient hat. Insgesamt hat Dieser drei Phasen und im gesamten Kampf kann man maximal vier Herzen auffüllen. Die ersten beiden Phasen kriegt man mit viel Übung irgendwann ganz gut hin, die Letzte hat mich dann aber die weiße Fahne schwenken lassen.
Wenn ich mir dann vorstelle, dass bei einem Passwort-Spiel am Ende noch ein Gegner wartet, der ja dann noch schwerer sein sollte, bin ich fast schon wieder froh es nicht geschafft zu haben.
Schade, dass Capcom es hier eindeutig übertrieben hat. Wer die Spiele mal nachholen wollte, aber jetzt Angst bekommen hat: probiert es erst mit Oracle of Seasons, das soll die leichtere der beiden Versionen sein. Mir fehlt die Motivation dazu.
Trotz externer Entwicklung fühlt sich OoA zwar nach Zelda an, aber leider hat es nicht den typischen Zelda-Schwierigkeitsgrad. Wer dagegen Zelda vom Prinzip her mag, aber die Spiele zu leicht findet, für den könnte das Spiel interessant sein.
Im Detail fehlt es doch an der Durchdachtheit, welche die Nintendo-Zeldas ausmacht.
Spielzeit: 20 bis 30 Stunden
Pro/Contra:
+ schrullige Charaktere
+ viele schöne Rätsel
+ Zeitwechsel
+ großer Umfang
+ grundsätzlich typisches Zelda-Gameplay
+ viel zu entdecken
- untypisch schwer für ein Zelda-Spiel
- keine Story im Mittelteil
- Oberwelt wirkt etwas zusammen gestückelt
- Items eher schwach
- kombiniertes Ende wirkt aufgesetzt
Fazit: Viel zu schweres Zelda. Für mich daher einer der schwächsten Teile. Wer ein tragbares Zelda möchte, greift besser zu Minish Cap, A Link to the Past, A Link between Worlds oder A Link’s Awakening. Wer danach immer noch nicht genug hat, darf einen Blick riskieren.
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Quelle der Bilder: youtube.com, gamespot.com und de.zelda.wikia.com