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PS4 The Last of Us: Part II: Story Diskussion, nach Kapiteln aufgeteilt

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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Lev ist ein Junge:?

Dachte die ganze Zeit das wäre ein Mädchen, die jedoch Jägerin werden wollte und eben nicht in die Frauenrollen wollte. Dachte deswegen hätte er/sie sich die Haare weggeschnitten.

Ok wieder was neues gelernt.
Biologisch eine Frau, ja... will aber ein Junge sein. Zumindest habe ich das so interpretiert...

Sonnst macht doch die Umbenennung mit einem männlichen Namen keinen Sinn?
 
Moin zusammen,

das ist mein erster Post :-)

Ich bin gestern in Seattle angekommen (Tag 1) und habe natürlich auch die Touristenkarte. Nachdem ich zwei, drei Orte besichtigt hatte und die maximale Anzahl der Gegenstände mit mir rumtrug, wollte ich erstmal ein bisschen mit der Story weitermachen. Irgendwie gerät man da aber in eine Schleife, die einen direkt zu "Tag 2" bringt.

Sehe ich es richtig, dass ich jetzt keine Chance mehr habe, Seattle zu erkunden?
 
@Erklärbär Insofern du den Dieselgenerator in Gang gesetzt und das Tor passiert hast kommst du nicht mehr retour. Es handelt sich nur um einen offenen Abschnitt und keine typische Open World Karte.

Danke für die schnelle Antwort. Das ist aber echt unglücklich gelöst. Ich habe mir nicht vorstellen können, dass man sofort die gesamte Karte erkunden muss, weil es danach in der Story weitergeht bzw. keinen Weg zurück mehr gibt. Hier wäre zumindest eine Warnung im Spiel hilfreich gewesen.
 
Selbst! Ver! Ständlich! Er weiß, was er getan hat, er weiß, dass er gesucht wird.

Abgesehen davon, dass ich mich durchaus etwas plumper unterhalten lasse ohne alles mürrisch zu verpupeln und normalerweise von diesen "Hätten, sie mal in Situation XY n bisschen rationaler gedacht, wäre es anders verlaufen und es hätte damit das Spiel gar nicht gegeben"-Analysen nicht viel halte, DAS muss ich unterschreiben.

An Joels Stelle hätte wohl ziemlich jeder erstmal sein Aussehen verändert und sich - außer vor ausschließlich den eigenen Verbündeten - nie wieder Joel genannt :ugly: Man hätte es storytechnisch sicherlich auch hinbekommen, dass sie ihn trotzdem finden, aber einfach "Hallo ihr Fremden, ich bin Joel!" fand ich auch n bisschen dürftig.

Ich freu mich auf jeden Fall schon auf das Gamesünden-Video ^^
 
Danke für die schnelle Antwort. Das ist aber echt unglücklich gelöst. Ich habe mir nicht vorstellen können, dass man sofort die gesamte Karte erkunden muss, weil es danach in der Story weitergeht bzw. keinen Weg zurück mehr gibt. Hier wäre zumindest eine Warnung im Spiel hilfreich gewesen.
Naja, als Schlauch-Storydriven-ND-Titel war es ziemlich klar, dass man da nie wieder hinkommt. Es ist ja keine OW!
 
Naja, als Schlauch-Storydriven-ND-Titel war es ziemlich klar, dass man da nie wieder hinkommt. Es ist ja keine OW!

Ich dachte tatsächlich, dass dieser Bereich so groß ist, dass man zumindest ein paar Missionen Zeit hat, um alles zu erkunden.
Ist halt nicht zu ändern. Nach einer Nacht des drüberschlafens, habe ich mir nun ein altes Savegame rausgesucht, wo ich gerade in Seattle angekommen bin, werde nochmal alles erkunden und dann, wohl oder übel, nochmal die Mission danach spielen müssen.
 
Habe gerade ein interessantes Analyse-Video bei YouTube gesehen, bei dem auf die Aussage Druckmanns bezüglich der ursprünglich geplanten Story für Part II eingegangen wird und ich dachte, ich stelle sie mal hier zur Diskussion:

Die erste Idee der Entwickler war, dass man als Abby startet, von Joel und Tommy gerettet und nach Jackson gebracht wird. Dort erfährt man über ein paar Rückblenden etwas über Abbys Hintergrundgeschichte, spielt allerdings auch aktiv einige Zeit mit ihr und erfährt dadurch etwas über ihr "eigentliches" Motiv, weshalb sie nach Jackson gekommen ist. Da sie allerdings in Jackson herzlich aufgenommen wird, beginnt ein innerer Konflikt in ihr, der jedoch trotz allem zur Ermordung Joels führt - danach spielt man als Ellie weiter.

Was haltet ihr davon? Meiner Meinung nach wäre dieses Vorgehen bei WEITEM besser gewesen und hätte nicht zu dieser starken Kontroverse geführt. Man hätte den inneren Konflikt besser nachvollziehen können (eine Läuterung wäre in dem Sinne ja nicht mehr unbedingt nötig gewesen, da der innere Konflikt ja den Racheaspekt infrage stellt) und wäre nicht in absoluter Schockstarre direkt zu Beginn des Spiels verharrt. "Schock" ist mMn nicht immer vorteilhaft für den weiteren Verlauf des Spiels und ich denke, dass mit dieser ursprünglich geplanten Story sehr viele Fans besser klargekommen wären (inkl. mir).
 
Ist sicher Geschmackssache. Ich finde die final gewählte Variante besser, da man so mit Ellie eher in blinder Wut drauf los läuft und später den Spiegel vorgehalten bekommt. Außerdem hätte es aus meiner Sicht Abby in ein zu schlechtes Licht gestellt, wenn sie in Jackson noch einige Zeit mit Joel und Ellie verbringt, bevor sie Joel dann umbringt. So hätte der spätere Teil mit Abby dann für mich nicht mehr funktioniert bzw hätte ich ihr einige Handlungen nicht mehr abgenommen.
 
Verschoben in den Story-Thread.

Werden im besagten Analyse-Video auch die Ausführungen von Druckmann zu Ende geführt? Er wird sicherlich erklärt haben, warum man sich dagegen entschieden hat.

Und mir wird in der Beschreibung nicht deutlich, was man mit Abby in Jackson hätte anstellen sollen. Außer dort friedlich zu leben und ein paar Clicker im Umfeld zu töten, hätte doch keinerlei nennenswerte Handlung stattgefunden. Dem Ganzen würde komplett die Dramaturgie fehlen. Ebenso wäre der Übergang zu Ellies Part weitaus weniger rachsüchtig und effektiv ausgefallen.

Zwischen den Zeilen vermag ich bei dir eher herauszulesen, dass du einfach noch ein paar schöne Stunden mehr gemeinsam mit Joel und Ellie verbracht hättest. Aber darum geht es in TLoU2 nicht, im Gegenteil, das gesamte Spiel behandelt Ellies Zwiespalt und inneren Kampf, auch ohne Joel atmen, leben und nach vorne blicken zu können. Ihm endlich zu vergeben, ihn hinter sich zu lassen ist daher eine gleichsam bittersüße wie hoffnungsvolle Auflösung.
 
Natürlich wäre das eigentliche Thema ein anderes gewesen, wenn man sich für die erste Variante entschieden hätte. Nichtsdestotrotz war es ja die Überlegung Druckmanns, nicht meine, sodass hierbei nicht nur meine eigenen Wünsche reinspielen (warum sich dagegen entschieden wurde, wird im Video nicht ausgeführt). Und natürlich hätte ich mir noch weitere Stunden mit Joel UND Ellie gewünscht, schließlich war das der Kern des ersten Spiels und die Vater-Tochter-Beziehung ist auch nach wie vor eines der Grundthemen des zweiten Teils gewesen.

Das sind alles persönliche Präferenzen und ich finde es spannend und sehe es auch als der vielen Vorteile von TLOU, dass es viel Spielraum für Interpretationen liefert. Ebenso besteht dabei aber natürlich auch die Gefahr, dass es nicht jedermanns Geschmack trifft. Ich denke jedoch, dass der 2. Teil unter Bruce Straleys Leitung/Einfluss eine gänzlich andere Form angenommen hätte.
 
Na ja, kommt ja darauf an, wie das Ganze aufgezogen wird. Dieses Rachethema ist ja nun auch keine neue Erfindung des Rads. Der Mantel (das Narrativ) ist aber anders und das macht eben ein Meisterwerk aus. Was letztlich drin steckt, kann durchaus konventionell sein, solange die Ummantelung unkonventionell gestaltet wird.

Zusatz: Ich verstehe auch gar nicht, warum sich alle so an einer Fortsetzung mit einem lebenden Joel stören. Bei der Uncharted-Reihe hat eine Fortsetzung mit allen Beteiligten auch prima funktioniert, ohne dass man beim 4. Teil den Eindruck hatte, dass alles nach Schema F läuft oder gar öde erzählt wird.

Es kommt eben darauf an, WIE es erzählt wird und wohin die Story führen soll. Und da muss eine Kombination von Ellie und Joel nicht zwangsläufig zur 0815-Story mutieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Unkonventionell wirkt das ganze vor allem deswegen, weil es im Videospielbereich komplett unüblich ist, eine Geschichte so konsequent weiterzuerzählen. Ich gehörte auch zu denen, die damals beim ersten Teil sofort gesagt haben, davon brauche ich keine Fortsetzung, eben weil ich mir das nicht vorstellen konnte, dass eine Fortsetzung nicht wie ein Aufguss des bereits erlebten zusammengebastelt wird.

Uncharted hat für mich nicht mal im Ansatz eine so glaubwürdige Geschichte. Das ist quasi das Aufgußprinzip, bis sie mit Teil 4 einen Punkt erreicht haben, wo das Erzählen einer Geschichte ein neues Niveau erreicht und die Charaktere eine viel höhere Glaubwürdigkeit bekommen. Soweit ich mich daran erinnere.
 
Uncharted nimmt sich ja grundsätzlich nicht so ernst, wie The Last of Us. Die hochemotionale Geschichte (ich habs jetzt gestern auch endlich beendet) im Vergleich zu Nathan Drake, der einstürzende Gebäude unter den Füßen hat, wie andere Leute Rollschuhe - und dabei noch flotte Sprüche bringt.
 
Und trotzdem hat der 4. Teil aufgrund der Erzählung wieder "ganz neu" gewirkt und unterhalten. Das zeigt ja, dass das Kernthema gleich bleiben kann, solange die Erzählung interessant gestaltet wird. Spricht man an dieser Stelle von möglichen alternativen Storys, klingt das ja alles erstmal sehr plakativ, theoretisch und "dünn". Erzähltechnisch unkonventionell umgesetzt, sähe das schon wieder ganz anders aus. Das Rachethema des 2. Teils ist, wie gesagt, auch nichts Besonderes. Die multiperspektivische Narration macht es aber zu etwas Besonderem und die ist letztlich nicht themengebunden.
 
Ich hab halt nachträglich nicht das Gefühl, das man die Geschichte in alle mögliche Richtungen hätte weiterspinnen können und das wäre nur eine von mehreren Optionen gewesen. Teil 1 und 2 greifen schon sehr gekonnt ineinander. Klar kann man das Rachethema vielleicht anders erzählen, aber wie? Hätte man Joels Bruder opfern sollen, damit beide auf nen Rachefeldzug gehen können? Das wäre eine ganz andere Geschichte geworden, die ganz andere Emotionen im Spieler angesprochen hätte. Nee, ich kann für mich sagen, dass ich mit der Geschichte sehr zufrieden bin. Ohne Joels Tod wäre der Spieler ganz anders in das Thema Rache hineingegangen.
 
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