Wie weit kann man im späteren Spielverlauf das Micromanagement auf den einfachen Schwierigkeitsgraden? Das wird die entscheidende Frage seinsein, wenn es um meinen Spielspaß geht.
Wenn ich bei jedem Planeten den gleichen Mist im Detail durchdeklinieren muss, könnte es kritisch werden.
Du kannst Sektoren erstellen, denen du Bereiche zuweist und die einer gewissen, von dir festgelegten Agenda folgen. Das war aber anfangs ziemlich bescheiden und wurde von Update zu Update mehr verfeinert, bis man es kürzlich mit 2.2 gänzlich in die Tonne trat und mit einer mMn (da scheiden sich die Geister) besseren Lösung ersetzte. Müsste mir jetzt die Patch Notes ansehen, um zu sagen mit welcher Version des Sektoren Systems die Konsolen Edition ausgestattet ist aber soweit ich das im Kopf habe, war das zu Utopia bereits mit einer der besser funktionierenden Varianten ausgestattet.
So etwa dürfte das bereits ausgesehen haben, das Kontroll Menu für die Sektoren (Gouverneur, Kolonien, gesamte Resourcenleistung, Abgaben, Wirtschaftsedikt,...)
Allgemein aber lässt sich sagen, dass das Spiel halt von Patch zu Patch komfortabler und leichter zu handhaben wurde, bei zugleich auch steigender Komplexität. Genau aus dem Grund hätte es der Konsolenversion sicher gut getan Features daraus zu übernehmen. Man kann Paradox jedoch keinen Strick daraus drehen, denn irgendwann musste man einfach den Cut setzen und anhand dessen den Port entwickeln. Ich denke/hoffe aber, dass weitere Patches/Content Updates/Addons folgen werden, sollte sich die Konsolen Version zufriedenstellend verkaufen. Immerhin hat Paradox bereits am PC die Reputation ein absoluter Nischenentwickler zu sein, der seine Produkte aber nicht fallen lässt, sondern sie kontinuierlich, unter Feedback der Community weiterentwickelt. Die Addons, also jene Inhalte die man kaufen muss und nicht kostenlos bekommt (übrigens, die meisten Dinge bzw. mit Abstand größten Änderungen bekommt man kostenlos in Form der Major Patches und muss dafür nicht zahlen) sind zwar überteuert aber damit finanziert sich Paradox auch deren Vorhaben und die Leute (inkl. mir; kaufe auch jedes Paradox Addon sofort) sind auch genau deshalb bereit dazu die zu hohen Preise zu bezahlen.
Habe ja Stellaris seit der Release Vanilla gespielt und es schon damals gemocht, nur hatte ich hier noch viel(!) mehr Kritik zu üben, die eben von Patch/Update/Addon immer weniger wurde bzw. Dinge dazu kamen von denen ich gar nicht ahnte, dass ich sie haben möchte (oder verändert sehen möchte) aber sie mittlerweile nicht mehr missen möchte. Natürlich muss man erwähnen, dass im Zuge dessen auch oft etwas schief ging und Patches dabei waren die das Spiel komplett zerstörten, allerdings wurde da immer innerhalb kürzester Zeit wieder alles gefixed - daher kommen auch die Steam Bewertungen, die sich kurz nach dem jeweiligen Release angesammelt haben. Dementsprechend ist es schwer bei einem Paradox Spiel (bei zB Europa Universalis IV und Crusader Kings 2 ist es exakt dasselbe Spiel) einen Zeitpunkt zu wählen ab dem man es empfehlen kann, bis zu dem Punkt wo die Entwicklung (Jahre nach dem Release) eingestellt wurde.
Ja, ich bin auf jeden Fall ein Paradox Fan, denn für mich haben die einen ähnlichen Stellenwert wie CDPR, wenn nicht sogar einen noch höheren. Das ist ein kleines, swedisches Entwicklungsstudio, die extrem nahe an ihrer Community stehen und auch kein Problem damit haben sich öffentlich einzugestehen, dass sie scheiße fabrizierten und dies, wegen Community Feedback, wieder einstampfen und entsprechend ersetzen. Für mich ist Paradox der positive Gipfel des sehr populären Games as a service Modell.