Ich finde auch einige Sachen im Film nicht so toll:
- z.B. diese süßen Pinguin-Viecher. Aber ich kann da gut drüber hinwegsehen, weil ich weiß, dass nicht ich damit angesprochen werden soll und übermäßig rausgezogen werde ich da auch nicht durch.
- Physik spielt immer nur dann eine Rolle, wenn man es zur Dramaturgie benötigt. Leia wird ins All rausgezogen, weil das Kommandodeck auseinandergenommen wird, aber an allen Ecken und Enden wird in offenen Hangaren gekämpft etc.
Naja, fällt halt doch auf wenn's so beliebig-unlogisch wird.
- Snoke wird gar nicht erklärt? Wird ein ziemlich mächtiges Unterfangen in nur einem verbliebenen Film eine nun bereits im Jenseits befindliche Figur und ihre Motivation (in Rückblenden?) zu beleuchten.
- Luke ist am Entstehungsort der Jedi, aber kein Schwein weiß wo das ist?
- Für meinen Geschmack war da ein bisschen viel Thelepatie zwischen Rey und Ben

grins

, einfach ein bisschen cheap gelöst finde ich
- Es passiert sehr viel, es gibt verdammt viele Sideplots und Charaktere, die einerseits wichtig sind, anderseits nicht wirklich auserzählt werden können weil, nunja... viel passiert. Symptomatisch dafür ist sicherlich, dass sich Poe und Rey am Ende des zweiten Films (sic!) das erste Mal treffen und gegenseitig vorstellen
- Casinotown als Schauplatz unnötig wie sonstwas
Gibt sicherlich noch mehr Sachen, die ich weniger berauschend fand, aber es gab auch viele positive Aspekte:
- starke weibliche Note:
die letzte Jedi ist eine Frau, wie geil ist das denn?
Poe fliegt mit seinem Mansplaining mal ordentlich auf die Fresse.
Ohne Rose wäre Fin Matsch.
- Geiler Look, der Salzplanet am Ende sah richtig fett aus und hatte sogar einen Zweck abseits vom Geil-Aussehen: Luke hat im Gegensatz zu Ben keine Fußspuren hinterlassen. Ist mir nicht aufgefallen, aber eine Freundin hat im Kino drauf geachtet.
- Die allermeisten Charaktere sind sympathisch (auf der guten Seite) oder irgendwie interessant. I'm in love with Rey, Fin, Rose, Poe, Leia, Luke...
Ok, irgendwie nicht so viele Punkte gerade, aber ich hab mich einfach unterhalten gefühlt und ich hatte durchweg das Gefühl: ja, das ist Star Wars wie Star Wars im Jahr 2017 funktioniert.
Oder vielmehr: klar ist da noch mehr... Es ist einfach das Gesamtpaket das unterm Strich stimmig war.
Ich fand Lukes Struggle mit "seiner Religion" geil und glaubwürdig und nachvollziehbar. Und in dem Kontext btw auch der "unehrenhafte" Umgang mit dem Laserschwert.
Ich fand auch Fins Struggle cool, dass er die "gute Seite" geil finden will, aber immer wieder Momente für ihn kommen, die ihn zweifeln lassen.
Insgesamt einfach das Aufzeigen von Gut/Böse als reine Fassade und die Botschaft, dass es vielleicht auch im Star Wars-Universum nicht so einfach sein kann mit bewertungen ala schwarz oder weiß.