Spielor schrieb:Was für dich eine Weiterentwicklung ist, ist für viele allerdings gar kein Stealthspiel mehr. Vielleicht liegt ja hier das Problem. Und gegen neue Spiele mit, für die einen mehr für die anderen weniger, fragwürdigem Gameplay hat ja niemand was einzuwenden. Es geht darum, dass dafür ein beliebtes Spiel so krampfhaft verändert wurde, dass Fans der alten Teile in dem neuen nichts mehr von dem wiederfinden können was sie an SC 1-3 so gemocht haben.
Und genau das halte ich für eine maßlose Übertreibung. Stealth war in Conviction immer noch möglich und bot etliche Optionen. Der Unterschied zu früher war lediglich, dass man nicht mehr zu 100% auf Stealth fixiert war.
Aber da du Resident Evil erwähnst und darüber lachst, wenn sich Fans beschweren, dass die Reihe ab teil 4 eigentlich kein Resi mehr ist hat für mich die Diskussion über dieses Thema eh keinen Sinn, da wir da Dinge anscheinend vollkommen und absolut anders sehen.
Kann gut sein. Ich sehe das so: Das Gameplay von RE hat damals 1995 gut funktioniert. Auch Teil 2 zog noch. Aber schon bei Teil 3 war die Luft raus. Das Gameplay war komplett ausgelutscht und offen gesagt scheiße. Die Rätsel waren furchtbar aufgesetzt, unlogisch und zu großen Teilen schwachsinnig. Darüber hinaus waren die Schockmomente zu fast 100% vorhersagbar. Oh eine Tür...wenn da mal nicht 2-3 Zombies rausfallen, sobald ich näher komme. Das Konzept war schlicht und ergreifend am Ende.
Natürlich hat die Reihe mit Teil 4 einen extem krassen Schnitt hingelegt. Aus "Oh, 3 Zombies und ich hab nur 2 Kugeln" wurde "Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Heißes Blei galore für alle!!" Aber was wäre denn die Alternative gewesen? Noch mehr Teile in der alten Machart? Wo hätte das denn hinführen sollen? Wie hätte man dieses veraltete Konzept so am Leben erhalten können, dass es interessant bleibt? Schon bei RE Zero wurde das den Entwicklern ja schwer angekreidet. Du musst dir einfach mal vor Augen halten, dass das krampfhafte Beibehalten eines bestimmten Rahmens schlicht und ergreifend dazu führt, dass man dem Spieler sehr schnell absolut nichts Neues mehr bieten kann. Irgendwann hat man jede Situation schon mal gehabt und dann wird es langweilig und die Reihe stirbt komplett.
Und ja, RE4 war keine Weiterentwicklung sondern ein komplettes Umkrempeln. Aber wir schreiben mit Teil 6 jetzt den dritten Teil mit dem gleichen Spielprinzip. Wie man da immer noch rumflennen kann, dass RE kein RE mehr wäre, entzieht sich meinem Verständnis. Ewig gestrig könnte man sagen. Man könnte auch sagen, dass es eine alte und eine neue RE-Reihe gibt, die beide ihre Stärken und Schwächen haben. Aber das ist ja nicht möglich. Entweder Herrenhaus und Munitionsmangel oder kein RE. So sieht's doch aus. Das allerdings die Story schon längst (seit Teil 3) über einsame Villen und leere Magazine hinaus ist, wird geflissentlich ignoriert.
Und wie gesagt....Splinter Cell 6, Resident Evil 6, Dead Space 3....die Spiele sind vom Gameplay mittlerweile nahezu identisch - lediglich das Setting unterscheidet sich. Wenn du DAS als Weiterentwicklung bezeichnest, dann Gute Nacht.
RE6 ist 'ne Dauerschießerei, was SC6 definitv nicht ist, egal, was irgendwelche Trailer behaupten. Von daher ist deine Aussage schlicht falsch.




