Spielor schrieb:
Weil man für diese Spieler auch einfach ne neue Franchise machen könnte, da sie zuvor mit Splinter Cell ja nichts anfangen konnten, wird der Name bei dieser Zielgruppe sicherlich keine immense Zugkraft besitzen, was es dann wieder unverständlich macht ein Spiel vollkommen umzukrempeln.
Es ist nichts vollkommen umgekrempelt worden wie z.B. bei RE. Es wurde erweitert. Und ich habe Conviction zwar noch nicht durch, aber bis an den Punkt, wo ich kam, hatte ich die Wahl zwischen Stealth und Haudrauf und der Stealth hat gut funktioniert. Ja, ich drücke eine Taste, um von einer Deckung in die andere zu kommen. So what? Wo ist da das große Unglück?
Das "Problem" ist schlicht und ergreifend, dass einem die Action-Komponente die Möglichkeit gibt, Situationen schnell und effektiv zu lösen, anstatt sich ewig in den Ecken rumzudrücken, Routen auszuspähen, etc. Und wenn man dann nicht geduldig genug ist, dann greift man auf die grobe Kelle zurück und regt sich anschließend auf, dass es kein Stealth-Spiel mehr wäre. Ist aber die Schuld des Spielers und nicht die des Spieles.
Die Splinter Cell Reihe ist/ war ein Stealth Spiel....da das nun feststeht ist Conviction ein einziger FAIL
Ist es nicht. Stealth ist nach wie vor möglich. Es ist nur anspruchsvoller und zeitaufwändiger und natürlich weniger offensichtlich als die große Schießerei. Aber es geht trotzdem (zumindest in den Levels, die ich kenne).
Genau...Logik und Videospiele...demnach würden aber demnächst 90% der Titel aus den Regalen verschwinden müssen....und das ist jetzt ernsthaft dein Proargument für die Gleichschaltung ALLER Spiele???
Das Stealthgerne ist unrealistisch und muss ausradiert werden?
Unsinn. Natürlich sind Videospiele nicht logisch. Ich schicke nicht einen einzigen Typen, der bei Nacht und Nebel über'n Zaun klettert, auf einer morschen Kiste ausrutscht, sich den Fuß bricht und nie wieder gesehen ward'.
Aber ich kann ja wohl innerhalb des gesteckten Rahmens eine gewisse Glaubwürdigkeit erwarten. Und die von mir geschilderte Stelle ist nicht glaubwürdig sondern schwachsinnig und der engen Fixierung der SC-Reihe auf Dunkelheit zu verdanken. Laufe durch schwarze Flächen und du wirst nicht entdeckt. Sowas ist Bullshit.
Aber da ist Splinter Cell nicht allein. In MGS stehe ich in einem hell erleuchteten Gang. Am anderen Ende des Ganges steht ein Gegner, der mich direkt ansieht. Allerdings endet sein Sichtkegel 2 Schritte vor mir und deswegen nimmt er mich nicht war, obwohl ich sein Namensschild mit bloßem Auge lesen kann. Dafuq?
Aber so ist das eben, wenn man den ultimativen Soldaten losschickt, der Mechs wie nichts zerlegt, dafür aber nicht mal in der Lage ist, Stunt-Soldat Nr. 5 und 6 ohne großes Aufheben auszuschalten.
Gerade Splinter Cell und MGS haben im Grunde immer versagt, wenn es darum ging, auch mal die kämpferischen Fähigkeiten des Protagonisten zu zeigen, die einfach da sein MÜSSEN, wenn der Typ auch nur halb so gut sein soll, wie immer behauptet wird. Das mag durchaus der mangelnden Rechenpower vergangener Hardware geschuldet gewesen sein, oder evtl. auch dem Umstand, dass Filme wie 24 oder die Bourne Serie, den Typ brandgefährlicher Einsatzagent auf eine gewisse Art neu definiert haben. Jetzt kann zumindest Fisher so kämpfen, wie es sein sollte, ohne dass die Serie deswegen zu einem reinen Third Person Shooter verkommt.
Conviction hat damit angefangen, Black List setzt es fort. Wenn du willst, KANNST du tierisch auf den Busch klopfen und Leichenberge zurücklassen. DU MUSST das aber nicht tun, weil eine Alternative existiert. Und das bringt mich zu dem gezeigten Walkthrough:
Ja, der ist lächerlich. Aber das liegt mehr daran, dass diese Szene sehr unausgewogen wirkt. Das Leveldesign ist hier nicht das Beste, weil für den Stealth nur der Gang an der Klippe bleibt. Aber das sagt noch gar nichts, über die anderen Level des Spieles aus. Fakt ist, dass man die Stellen, durch die sich Fisher in der Demo durchgetötet hat, auch ohne Lärm bewältigen kann und nur das zählt. Wie es letztendlich mit der Optionsvielfalt aussieht, bleibt abzuwarten. Das kann man jetzt noch gar nicht beurteilen. Und zum wievielten Mal wird ein Stealthspiel mal wieder wegen seiner actionbetonten Trailer vorschnell abgeurteilt? Das war bei MGS2/3/4 so, das war bei Hitman Absolution auch nicht anders. Und was war am Ende immer? Alles astreine Schleicher, bei denen man sich nur mal etwas mit dem Triggerfinger zurückhalten muss.