Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

MOVIE Snowpiercer (Endzeit-Sci-Fi von Bong Joon-ho)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Yeah baby, an evening well wasted. Was für ne Kacke :lol:. Als ich bei Beginn des Films gesehen habe, dass das eigentlich ein südkoreanischer Film ist, hatte ich schon üble Befürchtungen, und die wurden auch voll erfüllt. Eine vollkommen hanebüchene Story, die ständig zwischen surrealistischen, asiatisch albernen Szenen und dann wieder ganz gelungenen melancholischen Szenen hin und her springt. Wer auf typischen "korean weird shit" steht, wird hier jedenfalls voll bedient.
Ja, die Kulissen sind super, ja, die Schauspieler machen nen tollen Job und ja, der Film is für viele sicherlich wohltuend anders als der typische Hollywood-Film. Ich kann den südkoreanisch geprägten Stil zwischen Kunstfilm, Blockbuster und Kammerspiel aber leider nicht ausstehen.

Allein solche Szenen wie die
Schlacht im Zugwaggon, wo sich die Halbtoten gegenseitig Frohes Neues wünschen. Mag das meinetwegen sogar ne Metapher auf die Weihnachtsfeste an der Front im 1. Weltkrieg sein,
ich möchte da nur meinen Schädel auf den Kinositz meines Vordermanns hämmern :D.

5.0/10 (und das auch nur wegen der erwähnten Kulissen und guten Schauspieler)


Ich ja ein Fan vom koreanischen/asiatischen Kino, aber ich muss zugeben, dass ich den Film höchst Scheiße fand. Wie du schon geschrieben hast merkt man von vorne bis hinten das es ein koreanischer Film ist. Die haben einfach eine sehr eigenwillige Art Situationen und besonders Charaktere darzustellen. Bei meinem absoluten lieblings-Film wie "Old Boy" kann ich damit leben, aber bei einer amerikanischen Produktion, mit amerikanischen Darstellern wirkt das so verkehrt. Ich hab mir auch ganze Zeit gedacht "Mein Gott, auch wenn die Situation eine Metapher auf etwas sein soll, wirkt das Ganze gerade so peinlich". Für mich war das keine Harmonie zwischen zwei Filmwelten... eher als würde man Pommes mit Schokokuchen kreuzen wollen - das geht gar nicht...
 
Fand den auch miserabel. Habe nichtmal Lust das zu begründen, der Streifen war einfach nur albern.
 
@Trayal: Da sind wir uns ja mal einig! :D

Die Sache mit Gilliam, die du in deinem Reviews erwähntest, kann ich übrigens auch voll unterschreiben. Irgendwie musste ich während Snowpiercer auch an Gilliam denken. Weniger jetzt an den eher Popcorn gerechten 12 Monkeys, sondern an meinen geliebten Brazil. Hatte einen gewissen Touch davon. Der neue Gilliam, The Zero Theorem, dürfte auch endlich wieder in diese Richtung gehen.

Was die Leute daran albern finden kann ich wirklich nicht verstehen. Die beiden Kumpels mit denen ich im Kino war fanden Snowpiercer auch albern. Das sind aber auch so Popcornkino verseuchte Banausen, die sich auf Avengers einen abwedeln. Die wollten sich den Film nur wegen seinem Sci-Fi Label ansehen. Eigentlich wollte ich gar nicht mit, aber im Endeffekt war ich es dann der die Vorstellung mit glänzenden Augen verließ und es kein Stück bereute. :D
 
Ich wusste dass das Argument "Popcornkinogänger" kommt, aber ich mag weder Transformers, Pacific Rim, die Transporter und Crank Filme. Ich mag zig Genres, von Herr der Ringe, über Juno, zu The Conjuring, zu Zurück in die Zukunft (vermutlich der beste Film aller Zeiten), Into the wild, die Helge Filme, The toxic Avenger, stehe total auf True Detective, breaking bad, game of Thrones, Family Guy, Southpark und und und. Aber Snowpiercer ging für mich einfach garnicht. Ich fand die Charaktäre ganz schlimm, vor allem die "Reprensentantin", dazu hatte der Film so viele Logikfehler, dass ich für mich sagen kann, verschwendete Zeit. Ich kann es evtl. nachvollziehen wenn andere das anders sehen aber für mich war das garnix.
 
Ja, deshalb schrieb ich auch in meinem kleinen Bericht, dass man einen Hang für das skurrile und Absurde mitbringen sollte und keine Abneigung dafür. Diese skurrilen Szenen und Figuren, wozu ja auch die Ministerin zählte, fand ich nämlich ziemlich genial. Habe ich aber auch einen gewissen Faible dafür, besonders für so überzogen dystopische Darstellungen und Stilmittel, wie sie hier zum Einsatz kamen.

Die Logikfehler fand ich wie erwähnt auch nicht so schlimm. Zwar gabs die, aber die gibt es in sehr vielen Filmen und waren jetzt Game Breaker für mich. Der letzte Film dessen Logik Fehler für mich absolute Game Breaker waren, war der overhypte Gravity, den ich abseits von seiner genialen, handwerklichen Ausführung für ziemlichen Schund halte.
 
Na da sind wir uns ja zumindest bei Gravity einig. Die erste ruhige Hälfte fand ich den Streifen bombastisch, dann wurds so überzogen, dass der ganze Film für den Arsch war, unfassbar wie der gegen die Wand gefahren wurde.

Wie gesagt, kann nachvollziehen wenn du und andere Snowpiercer gut fanden, meinen Geschmack hats garnicht getroffen.
 
Haben die keine Vorstellung am Wochenende?
Central, Weinmeisterstr., zeigt die OmU-Version am Sonntag. Wird mir wohl am besten passen wegen Spätschicht. Auch wenn ich auch deutsche Untertitel bei englischer Sprache hasse.
 
der film hat auf jeden fall große momente, aber auch viele schwächen. sehenswert ist er allemal. ich hätte aber gerne jemand anderen als chris evans in der hauptrolle gesehen, der passt nicht.

gewisse logiklücken muss man imo als macher eines derartiges films in kauf nehmen. sonst steht irgendwann die umsetzbarkeit der gesamten idee auf dem spiel.
 
Kannst du die vielen schwachen Momente mal aufzählen!

Kann das Acud jetzt auch nicht wirklich wärmstens empfehlen. Is halt recht klein, war okay. Genauso wie die deutsche Synchro, die kann man sich gut geben.
 
ich sprach von "schwächen", nicht "schwachen momenten". manche charaktere bleiben etwas flach (cate blanchett, grandios gespielt aber vollkommen ohne backstory, dafür dass sie gefühlt die rechte hand vom zugführer ist), zu sehr am rand (der tätowierte jugendliche, "die/surrender") oder verschwinden trotz ihrer relevanz zu plötzlich aus der story (edgar). das pacing hätte auch stellenweise besser sein können (diese langgezogene alberne schießerei durch die löcher in den zugscheiben). gerade mit der auflösung kurz vor ende hätte man da mehr rausholen können.
 
Das deckt sich eigentlich ziemlich gut mit dem hier ->

Inhaltlich stark und metaphorisch. Aus diesem Grund vielleicht aber auch nicht für jeden geeignet, besonders nicht für jene welche für wirklich alles eine direkte Erklärung vom Film benötigen, statt sich jene anhand des gezeigten selbst zu formulieren.


Die Sache mit...
...Edgars Tot fand ich sehr gut gelöst, da ich es nicht erwartet hätte, dass er so bald stirbt. Hat mir sehr bald gezeigt, dass der Film Zähne hat, was Spannung aufbaute. Sein Tot war dann auch Cortis Background Erklärung gegenüber Namgoong sehr förderlich.

Am Pacing hätte ich jetzt rein gar nichts auszusetzen. Ganz im Gegenteil sogar, ich würde hier max. ankreiden, dass Snowpiercer manchmal etwas zu schnell war, was aber halt auch an der von Urgs erwähnten "Roadmovie Natur" lag. Einen wirklichen Stillstand gab es eigentlich nie wirklich, tat sich immer etwas und länger aufgehalten wurde sich eigentlich nur an zwei Punkten. Einmal am Anfang im hinteren Abteil, bevor die Ereignisse ins Laufen kamen und dann zum Schluss...

...bei Wilfords Engine Raum.

Ansonsten hatte er eigentlich ein sehr zügiges Tempo vorgelegt.
 
Ich ja ein Fan vom koreanischen/asiatischen Kino, aber ich muss zugeben, dass ich den Film höchst Scheiße fand. Wie du schon geschrieben hast merkt man von vorne bis hinten das es ein koreanischer Film ist. Die haben einfach eine sehr eigenwillige Art Situationen und besonders Charaktere darzustellen. Bei meinem absoluten lieblings-Film wie "Old Boy" kann ich damit leben, aber bei einer amerikanischen Produktion, mit amerikanischen Darstellern wirkt das so verkehrt. Ich hab mir auch ganze Zeit gedacht "Mein Gott, auch wenn die Situation eine Metapher auf etwas sein soll, wirkt das Ganze gerade so peinlich". Für mich war das keine Harmonie zwischen zwei Filmwelten... eher als würde man Pommes mit Schokokuchen kreuzen wollen - das geht gar nicht...

Als Oldboy-Fan solltest du dir bei Gelegenheit mal Stoker von Park Chan-Wook geben, denn da funktioniert die, von dir kritisierte Symbiose, doch erstaunlich gut, wobei man dazu auch sagen muss, dass er im Gegensatz zu Snowpiercer nur mit einer handvoll Schauspielern auskommt.
 
klar, für curtis backstory und damit dieses gespräch vor der tür des maschinenraums hat er eine große bedeutung, aber dafür wird er zu plump aus dem film katapultiert. ohje, große moralentscheidug: rette ich meinen freund oder gehe ich voran, mein ziel verfolgend? *moralisches dilemma lässt mein gesicht kurz verzerren* ich geh weiter im zug. *zack edgar tot*

dafür, dass er edgar gegenüber so krasse schuldgefühle hegt (durch die wirklich oberüble hintergrundgeschichte), lässt curtis ihn recht belanglos im stich. ja, er ist der anti-held und der film ist eben nicht glattgebügelt, aber das find ich persönlich suboptimal gelöst.
 
Das ist nicht Cate Blanchett, sondern Tilda Swinton. :D

Klar, wenn man solche faszinierenden Charaktere hat, dann will man immer noch mehr von ihnen wissen. Manchmal ist weniger aber auch mehr und der Film bietet so eine Fülle an Details, Anspielungen und Charakteren, dass man sich da halt auf das Wesentliche konzentrieren muss. Finde das jetzt nicht wirklich schwach, dass man da nicht noch mehr von ihr erfährt. Zumal sie schon ordentlich Screentime hat.

Grundsätzlich fand ich es aber ziemlich cool, dass man sich in dem Film nicht darauf verlassen kann, wer bis zum Ende überlebt.

Naja, und was das Ende angeht. Was noch? Das war doch alles ziemlich gut aufgelöst.

Nee, also viele Schwächen hab ich zum Glück nicht gesehen. Aber das ist ja oft auch Geschmacksache. :)
 
Als Oldboy-Fan solltest du dir bei Gelegenheit mal Stoker von Park Chan-Wook geben, denn da funktioniert die, von dir kritisierte Symbiose, doch erstaunlich gut, wobei man dazu auch sagen muss, dass er im Gegensatz zu Snowpiercer nur mit einer handvoll Schauspielern auskommt.

Ich finde Stoker zwar genial (weil er halt einfach durch und durch Chan-Wooks Handschrift trägt, besonders was seine Bildgewalt und sein Händchen für atmosphärisch düstere Erzählungen angeht), war für mich zusammen mit Only God Forgives der beste Film 2013, aber Stoker ist schon recht eigenwillig und sehr deutlich auf Arthouse getrimmt.

Außer ein paar wenigen hier im Forum und meiner Schwester kenne ich da auch niemanden der sich noch dafür begeistern konnte. Die Tendenz geht da eher in Richtung von "scheiße" und Zeitverschwendung. Scheint mehr ein Liebling weniger Kritiker und Chan-Wook Fans zu sein. :D
 
Das ist nicht Cate Blanchett, sondern Tilda Swinton. :D

ja, asche auf mein haupt. :nein: hab die namen verwechselt. ich musste am anfang aber echt dreimal hinschauen, bis ich sie erkannt habe. da haben die maskenbildner/ausstatter echt ganze arbeit geleistet. dazu dieser akzent. für mich definitiv eine der stärksten rollen im ganzen film.

ich hab doch auch gesagt: der film ist auf jeden fall sehenswert, schon alleine für die story und die teilweise großartigen schauspieler. ich steh ja ohnehin auf so endzeit/dystopie-settings.
 

Ähnliche Themen

G
Gelöschte Mitglieder 212
Antworten
7
Aufrufe
1K
Gelöschte Mitglieder 212
G
Zurück
Oben