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MOVIE Okja (von Bong Joon-ho, mit Gyllenhaal)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

MiXeR

Anführer der Glücksbärchis
Moderator
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Regie: Bong Joon-ho (Mother, The Host, Snowpiercer)
Darsteller: Ahn Seo-hyeon, Tilda Swinton, Jake Gyllenhaal, Paul Dano, Lily Collins

ab dem 28. Juni auf Netflix

Nach Snowpiercer meldet sich der südkoreanische Regisseur Bong Joon-ho mit Okja zurück. Diesmal in Zusammenarbeit mit Netflix, wo der Film auch ab dem 28. Juni zu sehen sein wird. Auch Okja scheint wieder eine gesellschaftskritische, fantasievolle, skurrile und abenteuerliche Reise zu werden, für die er eine beeindruckende Riege an internationalen Schauspielern versammeln konnte. Mit dabei sind u.a. Ahn Seo-hyeon, Tilda Swinton, Jake Gyllenhaal, Paul Dano, Lily Collins, Hee-Bong Byun und Giancarlo Esposito.

Anbei noch das frisch veröffentlichte Poster (s.o.), der erste Teaser und die offizielle Inhaltsangabe:
From visionary Director Bong Joon Ho, this grand global adventure follows a friendship too big to ignore. Meet Mija, a young girl who risks everything to prevent a powerful, multi-national company from kidnapping her best friend – a massive animal named Okja. Following her across continents, the coming-of-age comedy drama sees Mija’s horizons expand in a way one never would want for one’s children, coming up against the harsh realities of genetically modified food experimentation, globalization, eco-terrorism, and humanity’s obsession with image, brand and self-promotion.

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Dt. Trailer:

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Kommt in Cannes sehr gut an. Wenn etwas kritisiert wird, dann eigentlich nur die "Inkonsistenz", die aufgrund der einzelnen Genreelemente (Comedy, Gesellschaftskritik, Familienfilm, Drama, Fantasy, etc.) entstehen kann und er damit wohl manchmal über das Ziel hinaus schießt.

Genau das mag ich aber an seinen Filmen. Sie sind so vielfältig und funktionieren auf so vielen verschiedenen Ebenen, als simpler Comedy-Action Blockbuster, aber auch als tiefgreifende, nachhaltige Fabel.

The Guardian: 5/5
https://www.theguardian.com/film/20...ix-tilda-swinton-giant-korean-pig-cannes-2017
How can this movie’s producer - Netflix - ever be content with just letting it go on the small screen? Apart from everything else, the digital effects are spectacular and the visual images beautiful. It’s a terrible waste to shrink them to an iPad.

Collider: A-
http://collider.com/okja-review/#netflix
Again, it’s admittedly a whole lot. But it’s gorgeous and moving and thrilling and funny and inventive and unexpected. It’s why Bong is a visionary among his peers. And, my god, it’s why we go to the movies.

TheFilmstage: A
https://thefilmstage.com/reviews/okja-review-bong-joon-ho-netflix-cannes-2017/
A dystopian story about a genetically engineered beast with overt anti-capitalist connotations, Bong Joon-ho’s Okja represents a synthesis and an upgrade – in scale as well as quality – of the director’s previous outings The Host and Snowpiercer, confirming him as one of the finest contemporary craftsmen of intelligent, ambitious blockbusters.

Timeout: 3/5
https://www.timeout.com/london/film/okja
The creature effects are charming, but the pig-chasing antics and cartoonish corporate nastiness that dominate much of the film become seriously grating.

Vanityfair:
http://www.vanityfair.com/hollywood/2017/05/okja-movie-review-bong-joon-ho-tilda-swinton
Okja is a buoyant, messy delight of a film, clever and rousing and full-hearted. I laughed; I cried; I chose to forego meat at lunch.
 
Auch gerade gesehen. Weiß noch nicht was ich davon halten soll. Die Verfolgungsjagd Szene ist spektakulär inszeniert und Gyllenhaal war in seiner Rolle wirklich herrlich, dazu geradlinige Handlung ohne viele Längen. Aber für Bong Joon-Ho Verhältnissse, den ich als einen der führenden Regisseure unsere Zeit halte, hätte ich etwas mehr erwartet.
 
Ich zieh das mal aus dem Zuletzt gesehen Thread rüber...

Okja ist gestern frisch auf Netflix erschienen (eine Eigenproduktion) und der neueste Film von Bong Joon-Ho (Snowpiercer, Mother, The Host, Memories of Murder). Im Gegensatz zu seinem letzten Werk Snowpiercer ist Okja jedoch weniger reich an Action und Gewalt.

Es geht um ein Riesenschwein (Okja), ein genetisch manipuliertes Zuchtprojekt eines multinationalen Nahrungsmittelkonzerns und dessen perfider, 10-jähriger Marketingkampagne. Okja wurde, Teil dieser Marketingkampagne, in den südkoreanischen Bergen aufgezogen, von einem alten Mann und seiner Enkelin Mija. Als Okja nach 10 Jahren vom Konzern, zum Grand Finale ihres Marketingplans - welches die Markteinführung ihrer Superschweine einleiten sollte - abgeholt wird, beginnt das tatsächliche Abenteuer von Netflix hochkarätig besetztem Märchenfilm (Tilda Swinton, Jake Gyllenhaal und Paul Dano, die alle drei super performen).

Wer Bong Joon-Ho kennt, der weiß auch, dass er es hier wiederum mit einer facettenreichen, eklektischen und tonal vielschichtigen Gesellschaftskritik zu tun bekommt, die nicht davor zurück schreckt sich vieler hochstilisierte Klischees und Zuspitzungen zu bedienen (kann man mögen oder auch nicht, mir gefällt so was). Wobei er in manchen Dingen dann doch seltsamerweise sehr tiefstapelt, denn wer bereits einmal eine große Fleischfabrik in ihrer Gesamtheit erfahren durfte, mit ihrer Geräuschkulisse, den Gerüchen und der eigentümlich-perversen Atmosphäre, der kann sehr gut nachvollziehen, wieso mir Okjas Darstellung in dieser Angelegenheit noch ziemlich handzahm vorkam, trotz der stilisierten Regie.

Da Bong Joon-Ho zu den Filmschaffenden gehört die mich bisher noch nicht enttäuscht haben, ging ich natürlich mit gewissen Erwartungen an Okja heran und wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Okja ist intelligentes, trotz allem geradliniges, charmantes, amüsantes, cineastisch entzückendes aber auch bedrückendes Kino. Gefiel mir sehr gut.
 
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