So, jetzt mal ein bisschen ausführlichere Eindrücke zum Spiel von mir...
Ich kann vor weg sagen, dass sich das ganze weit besser spielt als ich sowieso schon gehofft hatte, grade in Bezug auf die Steuerung. Ich würde das Gameplay in der Form am ehesten als seichten Mix aus Vanquish, Splatoon und Warframe vom "Kampfsystem" bezeichnen. Betonung auf seicht, nur weil man vielleicht eins der drei genannten Spiele mag, heißt das nicht unbedingt gleich, dass das Spiel was für einen sein muss, da es trotzdem ne Menge eigene Dinge mit sich bringt.
Das Spiel findet soweit in kleineren Arenen statt, die sich für schnelle, direkte Gefechte für 5v5 eignen, sind dabei groß genug, dass man trotzdem noch wegrennen oder sich mit dem richtigen Equipment verstecken kann, haben dabei aber nie wirklich lange Laufwege in die Action.
So muss man in den Story-Missionen dann entweder viele, kleine unterschiedliche KI-Mobs und Turrets mit einer Vielzahl von Wasserwaffen platt machen oder auch häufig vollwertigen Spieler-Charakteren in einem Team-Deathmatch artigen Szenario. Im V-Mode hingegen hat man einen Tournament-artigen Mode aus TDM Spielen, ähnlich einer Arcade Ladder in B'em'Us. Im Multiplayer gibt es dann auch noch klassische zielbasierte Team-Modi, und der Survival-Mode scheint auch richtig gut geworden zu sein, mit Bossfights und so, aber den hab ich nur einmal kurz gespielt und werd ich irgendwann vielleicht mal mehr zu schreiben.
Das Spiel bringt aber im Gameplay einen Haufen cooler Features mit, die es in der Hinsicht von anderen Spielen ähnlichen Genres abheben.
Man hat z.B. zusätzlich zu den Wasserpistolen eine Art Booster an der Hüfte, mit dem man ähnlich wie bei Vanquish im extrem Boost über den Boden slidet während man schießt, mit dem man schnelle Ausweich-Dashes machen kann oder auch Jetpack-artig springen kann. Die Art der Movement-Abilities hängt dabei von der Waffe ab. Mit einem Rocket Launcher kann man z.B. statt einen normalen Jetpack-Modus klassiche Rocket Jumps machen, die einen sofort nach oben katapultieren, aber auch mehr Munition/Wasser abziehen.
Das ist auch schon gleich das nächste Feature, jede der Waffenarten verwendet logischerweise Wasser zum Schießen, das aber gleichzeitig auch für das schnellere Movement verwendet wird. Heißt, wenn man viel schießt, kann man nicht so viel umherboosten und umgekehrt. Gleichzeitig ist man während des Nachladens ziemlich ungeschützt und muss die Nachladetaste möglichst lange gedrückt halten um schneller Wasser nachzupumpen, je nach Waffe dauert das unterschiedlich lange und gibt ihnen einen unterschiedlichen Fokus im Spielstil. Die Minigun braucht z.B. ewig bis sie vollgeladen ist und sollte sich eher als Support im Hintergrund halten, während die Sidearm zwar weitaus mehr Übung braucht um zu treffen und gut Schaden zu machen, lädt aber innerhalb von Millisekunden nach und macht einen somit sehr mobil.
Generell sind die Waffen ebenfalls zu loben, jede der Waffenkategorien hat mit R1 zwei Schussmodi, zwischen denen man wählen kann. Beim Granatwerfer kann man z.B. zwischen dem normalen Schussmodi einer bouncenden Granate mit Zeitzünder oder einer Cluster-Granate, die sofort bei Kontakt detoniert wählen. Diese Schussmodi geben den Waffen auch nochmal einen eigenen Touch und das ist echt ganz cool da on the fly zu wechseln.
Ebenso mit dem Aiming, man kann mit L1 jederzeit zwischen Lock-On und Free Aim wählen. Die Wahl gibt es deswegen, weil lock on bei vielen kleineren oder statischen Zielen zwar gut ist, aber z.B. bei schnellen, springenden nichts bringt, da er bewusst bei den langsamen Projektilen nicht Vorhalte macht und man dort dann mit manuellem Zielen gezielt schießen muss um überhaupt die Chance zu haben zu treffen.
Auf jeden Fall klasse, wie unterschiedlich sich die Waffen spielen, hab unten in meinem Gameplay Video auch extra gleichzeitig die Dual Pistols zum ersten Mal ausgetestet, und war z.B. überhaupt nicht darauf vorbereitet, dass ich nur diesen schnellen Ausweich-Jump machen kann, der nur gefühlt 10cm hoch geht und dafür diesen Super-Slide, weswegen ich mich da leicht verplant anstelle.
Das ganze Gameplay und Movement macht auf jeden Fall ziemlich Spaß und geht gewohnt Senran-like ziemlich flüssig und direkt von der Hand. Außerdem macht es einfach Fun die Maps entlang zu boosten.
Dann gibt es natürlich mal wieder nen ganzen Haufen freizuschalten. Jeder der Charaktere kann gelevelt werden, wodurch sie mehr HP erhält oder auch mehr Schaden mit den Nahkampfattacken ausführt (die gibt es nämlich trotzdem, allerdings in Form eines direkten Quick-Melees wie bei Warframe damals).
Dann kann jede Waffe in mehreren Stufen gelevelt werden, wodurch sie sich technisch wie auch optisch anpasst.
Und dann gibt es noch das neue Karten-System mit an die 1000 einzigartigen Spielkarten, die gesammelt, gelevelt und angepasst werden können. Man hat in seinem Loadout 3 Pet-Karten und 6 Buff/Debuff Karten.
Diese Slots kann man frei belegen mit den Karten, die man gesammelt hat, im Spiel hat man dann auf dem Steuerkreuz links/hoch/rechts zufällig 3 von diesen 9 Karten, die man aktivieren kann. Jede Karte benötigt unterschiedlich viel Energie zum Aktivieren und hat einen Cooldown, nachdem man eine Karte aktiviert hat, kriegt man 3 zufällige neue Karten aus seinen 9 im Deck.
Die Effekte können dabei alles mögliche sein, man kann das gesamte Gegnerteam gleichzeitig an den Boden fesseln und ihrer Sprungfähigkeit entziehen, man kann sich kleine Flugdrohnen rufen, die parallel mit einem schießen, es gibt Druckwellen-Attacken, alles mögliche was man sich denken halt. Auf jeden Fall auch sehr motivierend und die Karten, die ich jetzt schon hab, ermöglichen spielerisch ziemlich abgefahrene Kombinationen.
Ach ja, und Story, das bisschen was ich mit bekomme, ist natürlich auch wieder abgefahren. Direkt am Anfang schon, ich hab kein Plan, was Kiriya zu sich genommen hat, dass er so übertrieben euphorisch abgeht, das es selbst für Japano-Verhältnisse heftig ist, aber ich feier's...