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Scheiß Liebe!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Genau das ist für eine introvertierte Person bereits schwer oder unangenehm. An eben jener Aufgeschlossenheit und Kontaktfreudigkeit mangelt es da, beim einen mehr und beim anderen weniger.

Die Gesellschaft anderer, besonders Unbekannter raubt dir die Kraft, es ist anstrengend. Als Introvertierter kommst du dir alleine auf einer Party, unter vielen Menschen einsam vor und es ist ziemlich Kraft raubend.
Genau so!
Extrovertierte Personen können sowas nur sehr selten nachvollziehen.
Mir erscheinen daher viele Tipps, insbesondere in diesem Thread hier, oft sehr fragwürdig.

Es kann niemals schaden, auch mal über den eigenen Tellerrand zu schauen, und zumindest mal in Erwägung zu ziehen, dass es Menschen gibt, die anders ticken als man selbst.
Wenn man dann noch begreift, dass das auch nicht abnormal ist, wow... Dann fehlen mir die Worte :D
 
Die Gesellschaft anderer, besonders Unbekannter raubt dir die Kraft, es ist anstrengend. Als Introvertierter kommst du dir alleine auf einer Party, unter vielen Menschen einsam vor und es ist ziemlich Kraft raubend.
Das ist genau der Punkt. Es ist kräftezehrend, anstrengend und daher rein gar nicht spaßig, lustig oder sonstwie positiv für mich, eine Unterhaltung mit Fremden zu führen.
Das spiegelt man unbewusst auch dem Gegenüber zurück, daher laufen solche Situationen für introvertierte Menschen so ab, dass man nach wenigen Minuten nur noch "am Rand" der Unterhaltung sitzt, während die anderen sich locker flockig unterhalten und Spaß haben.

Hab aber schon öfter gemerkt, dass diese Denkweise für Leute, die nicht introvertiert sind, komplett nicht nachvollziehbar ist.
 
So wie sich das hier liest gibt es nur wieder mal schwarz und weiß!
Ich würde mich selbst nicht als extrovertiert bezeichnen..

Letztendlich ist es wie bei allem Einstellungssache und je nachdem wie man an das Ganze rangeht fällt das Ergebnis aus. Wenn man schon von Vornerein sagt dass man das nicht kann, kann’s ja nix werden. Ich glaube in den meisten Fällen scheitert es am Wollen.
Ist wie mit der Höhenangst...
 
Höhenangst durch wollen besiegen? Das klappt vorne und hinten nicht. Hab schon alles mögliche gemacht und trotzdem packt mich die Höhenangst immer wieder.

Ich würde mich auch nicht als introvertiert bezeichnen, aber wenn ich auf einer Party keine Sau außer dem Gastgeber kenne, dann kann es durchaus passieren, dass das den ganzen Abend so bleibt.
 
Ich leide ebenfalls an Höhenangst, bin auch letztes Jahr auf die St. Pauls Cathedral geklettert, weil ich wollte...Am Ende stand ich oben mit zitternden Knien und konnte mich fast nicht mehr bewegen. Meine Höhenangst ist seit dem noch stärker geworden. Viele Vergessen das die Höhenangst eine Angststörung ist und man sie nicht mal eben so besiegen kann.
 
Wenn man schon von Vornerein sagt dass man das nicht kann, kann’s ja nix werden. Ich glaube in den meisten Fällen scheitert es am Wollen

Genau das ist des Pudels Kern.
Ob es am Wollen scheitert, weiß doch nur die betroffene Person selber.

Man könnte auch einfach in Erwägung ziehen, dass die betroffene Person zufrieden ist und es gar nicht anders haben möchte. Ob jemand introvertiert oder extrovertiert ist, sagt nichts darüber aus, wie zufrieden und glücklich jemand ist.

Introversion kann auch eine Stärke sein, wenn man es als natürliche Veranlagung versteht und nicht versucht zwanghaft extrovertiert zu sein. Man sollte das Leben nach seiner Natur ausrichten!
Extrovertierte Menschen werden in der Öffentlichkeit immer dominanter sein, sie sind aber nicht der Maßstab oder die Zielvorgabe, wie ein Mensch zu sein hat.
 
Im vorletzten Urlaub ging da irgendwie die Magen-Darm-Seuche rum. Da war so ne alte Mutti am Strand, der schien es nicht gut zu gehen. Also bin ich hin und hab ihr was zu trinken geholt und kurz geredet.
Tja, fortan kam ich jeden Tag angerannt um mir von ihrem Befinden inklusive Stuhlgang zu erzählen. Auch als ich mit prall gefüllten Teller im Restaurant fassungslos vor ihr stand.
Also Menschen im Urkaub kennenlernen kann sehr anstrengend sein.
 
Ich kann Fahrradtouren empfehlen. Lernt man eigentlich immer jemanden kennen. Besonders auf Zeltplätzen etc
giphy.gif
 
Ich leide ebenfalls an Höhenangst, bin auch letztes Jahr auf die St. Pauls Cathedral geklettert, weil ich wollte...Am Ende stand ich oben mit zitternden Knien und konnte mich fast nicht mehr bewegen. Meine Höhenangst ist seit dem noch stärker geworden. Viele Vergessen das die Höhenangst eine Angststörung ist und man sie nicht mal eben so besiegen kann.

Das hatte ich letzte Woche auf der Landesgartenschau, bei so einem Baumwipfelpfad. Bin da wie so ein Spinner mit starrem Blick wie auf Schienen durchgeglitten und hab mir nur alle relaxten Omas und Kleinkinder angeguckt. :D
 
@Samstrike 68
Das meinte ich ja, erstmal umziehen und dann mal sehen. Mehr auf mich konzentrieren und mit mir im Reinen sein.




Ja online dating, klar. Hatte ja auch eine zeitlang getindert. Aber irgendwie fehlt mir da was. Der erste Blick, sich so kennen lernen wie im realen Leben. Sich danach dann zu treffen. Wie im Englisch Kurs etc.
Aber ich will auch mit mir erstmal im Reinen sein und hab dafür auch schon Hilfe und bin da dran :)
Trotzdem ist das alles nicht so leicht.
Die Zukunftsangst spielt auch eine Rolle..
Finde ich jemanden der mir gefällt? Dem ich gefalle? Oder bleibe ich alleine etc...

Tinder ist ja nun nicht gerade vergleichbar mit einer Partnerbörse, Du sollst nicht direkt was für die Kiste suchen. :D
Es geht mehr um das kennenlernen verschiedener Leute mit verschiedenen Ansichten und Vorlieben, alleine dort zu chatten hat mir vor vielen Jahren sehr gut gefallen. Man war abgelenkt, hat sich auch mit der ein oder anderen Frau getroffen.
Man kann telefonieren wenn man merkt das man ähnlich tickt, hört die Stimme, ein Bild hat man ja heute schon direkt zum Start.
Das alles lenkt ab, macht Spaß und Du wirst deine nächste Frage damit auch gleich beantworten mit "Ja", es wird Menschen geben die dich Attraktiv, Hübsch, begehrenswert finden, Dir muss dein Gegenüber natürlich auch gefallen aber das findet man alles nach und nach heraus. Gib Dir mal selber 3 Monate Zeit ab dem Datum wo Du deine eigene Wohnung beziehst, da sieht die Welt sicher schon ganz anders aus. Das ausziehen und sich eben auch Räumlich trennen hat in meinen Augen viel zu lange gedauert und lässt dich immer wieder von vorne leiden.
 
So wie sich das hier liest gibt es nur wieder mal schwarz und weiß!
Ich würde mich selbst nicht als extrovertiert bezeichnen..

Dann musst du genauer lesen. Ich habe etwa nicht umsonst von "beim einen mehr und beim anderen weniger" geschrieben. Niemand ist nur das eine und nicht das andere aber wie es aus Studien hervor geht, sind nur die wenigsten wirkliche ambiviert (wobei das ein Streitpunkt ist, wie immer bei diffusen Mitten) und die anderen lassen sich eher der einen oder der anderen Richtung zuwiesen. Der Großteil der Menschen ist übrigens extrovertiert (etwa 70:30) - wohl auch ein Grund woher die Unverständnis dafür kommt.


Letztendlich ist es wie bei allem Einstellungssache und je nachdem wie man an das Ganze rangeht fällt das Ergebnis aus. Wenn man schon von Vornerein sagt dass man das nicht kann, kann’s ja nix werden. Ich glaube in den meisten Fällen scheitert es am Wollen.


Hier muss ich dir in allen Punkten vehement widersprechen. Natürlich kann jemand, dem wir jetzt das Etikett introvertiert verpasst haben, all seinen (unfreien) Willen zusammennehmen und mit anderer "Einstellung" rangehen aber dieses gewisse Unbehagen, welches über Zeit an seinen Kräften zehrt - wohingegen sich der andere umgekehrt daran labt - wird ihm ständig im Nacken sitzen. Es wird nicht mit dieser fast selbstverständlichen Leichtigkeit anderer ablaufen.


Ist wie mit der Höhenangst...

Da kann ich als Bergsteiger aus eigener Erfahrung sprechen: Man wird seine Höhenangst vielleicht in Griff bekommen aber daraus wird nur unter seltenen Fällen jemand hervorgehend der sich dann zum Spaß in schwindelerregende Höhen begibt. Dem scheint ebenso eine Disposition zu Grunde zu liegen. Sowas kannst du, je nach Schweregrad, lindern aber nie gänzlich wegnehmen.
 
bleibt nur die frage ob man leute kennenlernen will, die fahrradtouren für ne gute idee halten... :kaffee:

Man lernt ja nicht nur Fahrradfahrer kennen. Das Schöne ist halt, dass es total unverbindlich bleibt. Man verbringt so viel Zeit miteinander wie man möchte und dann geht jeder seines Weges. Habe oft mit fremden Leuten Abends zusammengesessen und gute Unterhaltungen gehabt.

edit: Ich bin intro- und extrovertiert zugleich! :D
 
Nein, wenn du abends einfach so mit fremden Leuten zusammensitzt, dich zwanglos unterhältst und Spaß dabei hast, gehörst du in den extrovertierten Teil des Spektrums.
Das heißt ja nicht gleich, dass man der größte Extrovert unter der Sonne ist. Aber einem introvertierten Menschen würde genau so eine Situation keinen Spaß machen oder sogar in Stress ausarten.

Für mich ist allein schon die Vorstellung, alleine auf Radtour zu gehen und mich abends mit Fremden unterhalten zu müssen (ja, das ist es für mich) schrecklich.
 
Ich finde schon die Vorstellung eine Unterkunft mit Schlafsaal zu buchen Horror. Wenn ich ständig mit anderen Menschen interagieren muss ist das für mich reiner Stress. Ich mein ich arbeite im Verkauf, da schlüpfe ich am Tag in meine Arbeitsrolle, aber privat will ich meine Ruhe haben. Und Leute die sich irgendwo mit mir anfreunden wollen finde ich nur anstrengend, weil ich nicht unhöflich sein will und das einfach nicht kann.
 
Ich könnte das gar nicht, dazu leide ich emotional noch viel zu sehr als das ich irgendwas genießen könnte in die Richtung.
Einzelne Abende mal mir Freunden sind super, aber dann kommt ganz schnell das melancholische Brett vors Hirn und setzt sich lachend mit.Übergewicht sif die Brust.
 
Nein, wenn du abends einfach so mit fremden Leuten zusammensitzt, dich zwanglos unterhältst und Spaß dabei hast, gehörst du in den extrovertierten Teil des Spektrums.
Das heißt ja nicht gleich, dass man der größte Extrovert unter der Sonne ist. Aber einem introvertierten Menschen würde genau so eine Situation keinen Spaß machen oder sogar in Stress ausarten.

Für mich ist allein schon die Vorstellung, alleine auf Radtour zu gehen und mich abends mit Fremden unterhalten zu müssen (ja, das ist es für mich) schrecklich.

Von "müssen" war auch nicht die Rede. Auf eine Radtour sitze ich auch an manchen Abenden alleine vor dem Zelt, was für mich auch kein Problem ist.

Hab mich bisher mit dem Thema nie beschäftigt, aber mal kurz gegoogelt und nach dieser Seite

https://www.zeitblueten.com/news/introvertiert-extrovertiert/

würde ich mich eher als ambiviert oder zentrovertiert bezeichnen.


Ambivertierte Personen – auch Zentrovertierte genannt – zeichnen sich durch ein besonders flexibles und stabiles Verhalten aus und können sich gut anpassen. Sie sind weder offenkundig introvertiert noch extrovertiert.

Ambivertierte fühlen sich beispielsweise bei großen Menschenansammlungen durchaus wohl, können aber auch gut alleine sein
 
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