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Scheiß Liebe!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Sowas trifft einen empathischen Menschen im Normalfall doch immer. Ich gehe davon aus, dass du die Beziehung aus guten Gründen beendet hast und nicht aus einem Impul heraus. Ruf dir die Gründe wieder ins Gedächtnis.
Eine Talsohle wirst du jetzt trotzdem durchschreiten müssen, aber Kopf hoch.
Klischeesprüche wie "Zeit heilt alle Wunden" sind nicht ganz substanzlos.
 
Wir waren jetzt 5 Jahre zusammen aber es war nie eine Beziehung auf Augenhöhe. Ich wollte immer das sie ein Mensch ist der sie einfach nicht sein kann. Ich glaube das das auch für sie auf lange Sicht einfach erleichternd sein wird. Man überlegt Natürlich endlos lange ob es das richtige ist, aber ich hatte in den Jahren immer wieder Phasen wo ich mich gefragt habe ob es das jetzt sein sollte. Vor der Beziehung hatte ich kurz etwas mit einer, da habe ich komplett anders gefühlt, für die hätte ich alles getan. In der jetzigen Beziehung, war es genau anders Rum und dieses Gefälle war einfach nicht gesund. Dazu kommt das wir einfach in unserer kommunikation Probleme hatten, oft einfach völlig aneinander vorbei geredet haben wodurch streitigkeiten meist unnötig eskaliert sind. Auch gemeinsame Interessen...die waren eh schon rar gesät, wir haben halt gerne Serien oder Filme geschaut, in letzter Zeit auch das immer weniger, aber sonst? Teilweise hat man eher das Gefühl gehabt dem anderen Zeit zu opfern als ihm Zeit zu widmen...ich hoffe wirklich das ich mich da nicht in was dummes reingesteigert habe, aber ich musste diesen Schritt einfach Wagen, sonst hätte sie für ewig jemanden an ihrer Seite gehabt der die beziehung hinterfragt hätte.

Edit: das ist halt das Ding, es wäre viel einfacher wenn es den einen großen Grund gäbe. Diesen einen Fehler der gemacht wurde. Das eine große Argument, aber das gibt es nicht. Es waren viele kleine Dinge die auf Dauer zermürbt haben aber umso schwieriger fällt dir Entscheidung. Steigere ich mich da in etwas hinein? Wird vielleicht doch alles besser? Ist das was ich Grade als schlecht bezeichne vielleicht genau das was ich am Ende eigentlich brauche? Fragen über Fragen und man kommt aus den Gedankenspielen nicht mehr raus.

Wir haben dann vor ein paar Wochen ernsthaft über die Option Trennung geredet. Seitdem ist da ein Bruch, der Gedanke hat sich manifestiert. Jetzt noch Mal kämpfen und was ändern? Oder akzeptieren das man schon seit Jahren auf etwas wartet was nie passieren wird? Echt schwer alles...
 
Zuletzt bearbeitet:
Sagt mein bester Freund auch aber wenn man mittendrin steckt sieht man meist nicht so klar. Es gab auch lange Phasen wo es ihr psychisch unheimlich schlecht ging. Wo ich mir gesagt habe, wenn es ihr besser geht wird alles anders. Ich hab mir immer die karotte vor der nase vorgegaukelt und aus teils vielleicht auch aus Mitleid weiter gemacht. Du kannst sie in der Lebenslage doch jetzt nicht hängen lassen...

Letztlich hatte sie Termine beim Psychologen und was ich da so am Rande mitbekommen habe hat mich aufhorchen lassen. Das Thema Selbstfindung, wer ist sie eigentlich. Ein Teil von mir dachte, wie will sie das herausfinden wenn da die ganze Zeit einer ist der ihr sagt wer sie zu sein hat? Ich glaube es ist für beide das beste...
 
Sehe ich auch so wie @snowman. Ihr habt es beide verdient in einer Beziehung zu sein, in der der jeweils andere wirklich bedingungslos geliebt wird. Zumal - ich geh jetzt einfach mal davon aus - sie wahrscheinlich ungefähr in deinem Alter ist und irgendwann in naher Zukunft möchte man ja doch vielleicht die Sache ernst werden lassen. 5 Jahre miteinander zu verbringen und ständig das Gefühl zu haben, dass es nicht das "Optimal" ist, ist eigentlich bereits 5 Jahre zu lange.

Es ehrt dich sehr, dass du immer so um ihr Wohlergehen besorgt bist, aber letztendlich tust du ihr mit der Trennung sicher einen größeren Gefallen.
 
Screenshot_20180412-161541.jpg
 
Ich bin mir da nicht so sicher, ob ich zustimmen kann. In meinen Augen trennen sich viel mehr Paare, als das sie zusammen bleiben. Trennung oder gar Scheidung ist ja eher die letzten 20-30 Jahre (?) erst "gesellschaftsfähig" geworden und noch früher undenkbar und verpöhnt. Ganz zu Schweigen davon was eine Trennung erst für die Frau bedeutete.

Ich denke wirklich, dass genauso wenig oder viel wie früher geredet wird und bin mir ganz sicher, dass z. B. in der Generation meiner Eltern viel mehr zusammen bleiben, weil sich das so gehört und sie schon immer zusammen waren. Von Großeltern ganz zu schweigen.
 
Da hast du recht, aber ich habe irgendwie den Eindruck dass wenn es zu einer Trennung kommt meistens eben nicht einer von beiden so richtig die Eier hat es auch auszusprechen sondern sich dann eben irgendwie zurückgezogen wird bzw. sich bereits irgendwie eine Trennung im Kopf abspielt.
Das meine ich nur mit fehlender kommunikation ... nicht dass man nicht über die Beziehung hinweg miteinander redet sondern dass man eben oft nicht klipp und klar sagt was man denkt oder woran man sich stört.
 
Da hast du recht, aber ich habe irgendwie den Eindruck dass wenn es zu einer Trennung kommt meistens eben nicht einer von beiden so richtig die Eier hat es auch auszusprechen sondern sich dann eben irgendwie zurückgezogen wird bzw. sich bereits irgendwie eine Trennung im Kopf abspielt.
Das meine ich nur mit fehlender kommunikation ... nicht dass man nicht über die Beziehung hinweg miteinander redet sondern dass man eben oft nicht klipp und klar sagt was man denkt oder woran man sich stört.

Ah verstehe :) Das kann ich schlecht beurteilen, weil ich bisher immer sehr wenig zerbrechende Beziehungen erlebt habe. Aber ja, ich kann mir gut vorstellen, dass oft gerne die konfliktscheue greift und man versucht der Sache irgendwie aus dem Weg zu gehen. Zumal man sich im Idealfall ja noch irgendwie mag, schätzt und niemanden verletzen will.

Ich wüsste auch nicht, wie ich mich in so einer Situation verhalten würde. Bisher ist mir diese "negative" Rolle immer "erspart" geblieben.
 
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