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RIP - rest in peace

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Bei meinem Opa hab ichs auch so gemacht. Ich und meine Schwester waren die einzigen, die ihn nicht nochmal sehen wollten, auch mit dem Argument, dass das dann das Bild gewesen wäre, dass ich in Erinnerung behalte. Und nicht sein Lächeln mit seinem Goldzahn, das mich meine ganze Kindheit begleitet hat.
Hatte unsere Familie nicht wirklich verstanden, aber ich stehe bis heute zu der Entscheidung.

Aber wenn ich versuche, mein Gehirn dazu zu bringen sich diesen monströsen Gedanken vorzustellen, dass da mein Kind liegt... Da würd ich wohl auch nochmal persönlich Abschied nehmen wollen. Und dabei wohl innerlich in tausend Scherben zerspringen :(




Und schon sitz ich im Büro und kämpfe mit den Tränen.
 
Sorry das wollt ich nicht. Ich weiß das klingt vllt makaber aber ich hätte nicht gedacht das da so ein Unterschied besteht zwischen Tod eines Famlienmitgliedes und dem eigenen Kind... Gibt so Momente die sich einfach einbrennen, das gestern war einer davon. War so krass das ich langsam immer weniger schlafen kann und immer sie sehe und mir vorstelle was ich mit ihr alles gern gemacht hätte. Ich hab das Gefühl das es nun erst irgendwie in meinem Kopf ankommt....
 
Zuletzt bearbeitet:
das was uns auch die letzten Tage bewusst geworden ist, das wir bei der nächsten Schwangerschaft ständig mit der Angst leben werden das was passiert. Nun haben wir jeden Moment genossen, Zeit für einander gehabt und einfach Spaß gehabt da es keine Probleme gab. Nun, beim zweiten Versuch werden wir richtig Panik schieben und ich werd sie (unabsichtlich) noch mehr bemuttern und um sie rum kriechen. Machen uns jetzt schon Gedanken darüber
 
Von gutem.Freubdr die Mutter liegt im Hospiz.
Der Vater.meiner Schwester (haben die gleiche Mutter) ist gestorben.
Kumpel bei Autounfall verloren.

Das in.einer Woche...
Was ist denn los?
 
Meine Oma ist heute auch verstorben. 89, Krebs, 35 Kilogramm, nicht mehr sie selbst. Es ist eher eine Erleichterung, auch für meinen Vater der seit 15 Jahren nur auf Abruf für sie lebt.

Allerdings habe ich ein bisschen das schlechte Gewissen, ihn ein bisschen alleine damit gelassen zu haben. Doch fällt es mir nicht leicht, überhaupt Nähe zu ihm zuzulassen, weil er mich als Kind oft verprügelt hat und meine Mutter in sehr schwere Depressionen getrieben hat, inklusive mehrerer Selbstmordversuche. Damals sind irgendwie Distanzen entstanden, die nicht zu überbrücken sind, auch wenn er sehr geläutert ist und seine Fehler einsieht.

Ich kann angesichts Omas Gesundheitszustand nicht sagen, dass ich traurig bin. Eher ergriffen, dass es das jetzt war. Sie war ein sehr missmutiger Mensch, der nicht über den tellerrand geblickt hat, meine Mutter nicht mochte, aber mein Bruder und ich waren ihre einzige Freude.

Dass sie so war, hängt vielleicht damit zusammen, dass sie in den 40ern zweimal schwanger war von verschiedenen Männern, ein Kind verlor, das andere zur Adoption freigab und dann von der elterlichen hofstelle geworfen wurde. Das hat ihr wohl n Knacks mitgegeben.

Naja. Das ist nun alles Geschichte.
 
Meine Oma ist heute auch verstorben. 89, Krebs, 35 Kilogramm, nicht mehr sie selbst. Es ist eher eine Erleichterung, auch für meinen Vater der seit 15 Jahren nur auf Abruf für sie lebt.

Allerdings habe ich ein bisschen das schlechte Gewissen, ihn ein bisschen alleine damit gelassen zu haben. Doch fällt es mir nicht leicht, überhaupt Nähe zu ihm zuzulassen, weil er mich als Kind oft verprügelt hat und meine Mutter in sehr schwere Depressionen getrieben hat, inklusive mehrerer Selbstmordversuche. Damals sind irgendwie Distanzen entstanden, die nicht zu überbrücken sind, auch wenn er sehr geläutert ist und seine Fehler einsieht.

Ich kann angesichts Omas Gesundheitszustand nicht sagen, dass ich traurig bin. Eher ergriffen, dass es das jetzt war. Sie war ein sehr missmutiger Mensch, der nicht über den tellerrand geblickt hat, meine Mutter nicht mochte, aber mein Bruder und ich waren ihre einzige Freude.

Dass sie so war, hängt vielleicht damit zusammen, dass sie in den 40ern zweimal schwanger war von verschiedenen Männern, ein Kind verlor, das andere zur Adoption freigab und dann von der elterlichen hofstelle geworfen wurde. Das hat ihr wohl n Knacks mitgegeben.

Naja. Das ist nun alles Geschichte.

Klingt nach einer sehr bewegenden Familiengeschichte. Ich hoffe du hast keinen Knacks erlitten. Und ich weiss nicht ob man das jemals durch Einsicht wett machen kann, dass man sein Kind geschlagen hat.

Wünsche dir mit all deinen Gedanken alles Gute.
 
Klingt nach einer sehr bewegenden Familiengeschichte. Ich hoffe du hast keinen Knacks erlitten. Und ich weiss nicht ob man das jemals durch Einsicht wett machen kann, dass man sein Kind geschlagen hat.

Wünsche dir mit all deinen Gedanken alles Gute.

Ich denke, ich bin ganz in Ordnung so, wie ich bin. Auf jeden Fall ist es mir wichtig, "Dinge" (um Thomas Schaaf zu zitieren) besser zu machen und Fehler nicht zu wiederholen. Aber so tolle vater-sohn teams, Brüder, die zusammenhalten wie Pech und Schwefel, da schaue ich manchmal doch fast ein bisschen neidisch drauf. Aber zumindest habe ich mir einen Freundeskreis aufgebaut, mit dem ich jedes Problem besprechen kann.
 
Gestern war die Beerdigung meiner Oma. Das war echt hart! Ich war zwar schon auf einigen Beerdigungen, auch von näheren Bekannten oder Familienangehörigen, aber das war einfach meine Lieblingsoma! Ich hab geheult wie ein Schlosshund :heul: Da sieht man dann die Kinder ( also meine Tanten und Onkels), die man als Kind immer als große und starke Persönlichkeiten im Gedächtnis hatte, dastehen wie ein Häufchen Elend, alle weinend. Das war echt krass, vor allem bei zwei von meinen Onkels und meinen Eltern - so hab ich sie noch nie gesehen :traurig: Echt eine Erfahrung, die ich so schnell nicht wieder brauche. Hab jetzt schon wieder Tränen im Augen als ich das Schreibe.
Da merkt man erst mal, was man im Alltag oft als Probleme oder Schwierigkeiten bezeichnet, eigentlich für ein nichtiger Bullshit ist und wie viel wert doch so ein Leben ist, von dem wir nur das eine haben. Als ich meine beiden Jungs dann von den Schwiegereltern abgeholt habe, hab ich wieder geflennt, als ich sie in meine Arme geschlossen habe. Unglaublich was die kleinen Racker in einem auslösen :liebe:
So schnell geht's, letztes Jahr die Oma väterlicherseits, dieses Jahr die Oma mütterlicherseits gestorben. Meinen Opa mütterlicherseits hab ich nie kennenlernen dürfen und dem Opa väterlicherseits (leben schon lange getrennt) geht's auch nicht wirklich gut.
 
Ich hab bewusst erst eine einzige beerdigung miterlebt und es war meine tante, die lieblingstante, furchtbares erlebnis. Beerdigungen und abschied nehmen von einem lebewesen bleibt das wohl schlimmste auf erden.
 
Ich hab bewusst erst eine einzige beerdigung miterlebt und es war meine tante, die lieblingstante, furchtbares erlebnis. Beerdigungen und abschied nehmen von einem lebewesen bleibt das wohl schlimmste auf erden.

Wie schafft man das denn in deinem Alter? :skep:

Gehst du absichtlich auf keine Beerdigungen? Oder ist die Familie sonst noch vollzählig?

Wir müssen geschätzt mindestens einmal pro Monat von der Firma aus auf eine Beerdigung. Leider bleibt es auch bei unseren Kunden nicht aus, dass sie gehen müssen. Und leider hat es auch meine Familie schon stark dezimiert. Eine Oma (dement) und ein Opa (ziemlich fit) leben noch, die gehen aber beide auf die 90 zu. Ewigkeiten wird es da auch nicht mehr dauern. :traurig:
 
Wie schafft man das denn in deinem Alter? :skep:

Gehst du absichtlich auf keine Beerdigungen? Oder ist die Familie sonst noch vollzählig?

Wir müssen geschätzt mindestens einmal pro Monat von der Firma aus auf eine Beerdigung. Leider bleibt es auch bei unseren Kunden nicht aus, dass sie gehen müssen. Und leider hat es auch meine Familie schon stark dezimiert. Eine Oma (dement) und ein Opa (ziemlich fit) leben noch, die gehen aber beide auf die 90 zu. Ewigkeiten wird es da auch nicht mehr dauern. :traurig:

Von der Firma aus? Hast du sozusagen was in dem Gewerbe zutun, wenn ich fragen darf?
 
Wie schafft man das denn in deinem Alter? :skep:

Gehst du absichtlich auf keine Beerdigungen? Oder ist die Familie sonst noch vollzählig?

Wir müssen geschätzt mindestens einmal pro Monat von der Firma aus auf eine Beerdigung. Leider bleibt es auch bei unseren Kunden nicht aus, dass sie gehen müssen. Und leider hat es auch meine Familie schon stark dezimiert. Eine Oma (dement) und ein Opa (ziemlich fit) leben noch, die gehen aber beide auf die 90 zu. Ewigkeiten wird es da auch nicht mehr dauern. :traurig:
Meine eine oma hab ich nicht miterlebt, da war ich zu jung, meine andere oma bekam eine anonyme beerding ohne familie, ihr mann, also mein opa bekam eine anonyme beerdigung, mein anderer opa bekam eine, da war ich 12 mein ich und hab ich nicht so bewusst mitbekommen, war halt nicht so mein opa, der andere aber auch nicht. :ugly: alle anderen bis auf die tante leben noch.
 
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