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RIP - rest in peace

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Bei meinem Vater habe ich die Grabrede gehalten, da er aus der Kirche ausgetreten war. Habe mich dabei auch gut und stark gefühlt, machte es nicht zu trocken, sondern durchaus etwas lockerer, genauso wie mein Vater auch war. Meine Mutter gab mir damals natürlich viel Halt.

Jetzt begrifft es aber meine Mutter, und ich bin froh dass ein Pfarrer etwas sagen wird, auch wenn ich von diesen bekannten Textpassagen nicht so viel halte. Aber hier würde ich wohl auch kein Wort rauszubekommen. Dazu ist das zu schwer und der Verlust zu groß.

Es ist das mit Abstand schwierigste was ich bis dato je in meinem Leben durchstehen musste. Im Moment fehlt mir auch etwas der Blick nach vorn.
 
Du musst jetzt ja auch noch nicht nach vorn schauen. Schau auf Dich selbst, daß Du das erstmal durchstehst. Und in der richtigen Zeit hast Du hoffentlich die Freunde, die deinen Blick wieder nach vorne richten und Dich auch aufbauen.

Weiterhin alles Gute.
 
Halt die Ohren steif @Freezi ! Es wird besser glaube mir. Die Zeit heilt zwar nicht alle Wunden, aber man gewöhnt sich irgendwie doch an Alles.. Leider. Ist wohl einfach der Lauf der Dinge.

Ich bin mit melnem Vater gerne Mountainbike gefahren. Waren dann Ende 2014 in Freiburg unterwegs. Feldberg mit dem Bike erklommen etc. Richtig toller Tag. Kurz vor Ende der Tour kommt noch ein Anstieg. Mein Vater fährt noch an mir vorbei und sagt "Da oben halten wir mal an". Drei Sekunden später fällt er vom Rad und stirbt. Sein bester Freund der noch dabei war hat reanimiert und ich hab den Rettungshelikopter eingewiesen (war im Wald, musste auf ein Feld laufen und signalisieren wo ich bin) - Keine Chance. Herzhinterwandinfarkt quasi sofort tot. Ist quasi in meinen Armen verstorben.

Hab seitdem das Mountainbiken aufgegeben. Hab es zwar probiert aber immer Panikattacken dabei bekommen. Versuche in ein paar Jahren vielleicht nochmal anzufangen mal schauen. Da kann man sein Unterbewusstsein irgendwie nicht zu zwingen, oder ich zumindestens nicht.

Ich versuche jedenfalls nicht an diesen einen schlimmen Moment zu denken, sondern melnen Vater in Ehren zu halten und an die tolle Zeit und an diesen tollen Urlaub zu denken. Das würde ich dir auch raten. :)
 
oh man das klingt so surreal. Noch sagen man sieht sich oben und 3 sek später is alles vorbei. Ohne scheiß solche Scheiße kann und darf nicht passieren... ich mein allein wenn die Eltern sterben is scheiße genug aber so unerwartet und vor deinen Augen, ich will mir das gar nicht vorstellen
 
Halt die Ohren steif @Freezi ! Es wird besser glaube mir. Die Zeit heilt zwar nicht alle Wunden, aber man gewöhnt sich irgendwie doch an Alles.. Leider. Ist wohl einfach der Lauf der Dinge.

Ich bin mit melnem Vater gerne Mountainbike gefahren. Waren dann Ende 2014 in Freiburg unterwegs. Feldberg mit dem Bike erklommen etc. Richtig toller Tag. Kurz vor Ende der Tour kommt noch ein Anstieg. Mein Vater fährt noch an mir vorbei und sagt "Da oben halten wir mal an". Drei Sekunden später fällt er vom Rad und stirbt. Sein bester Freund der noch dabei war hat reanimiert und ich hab den Rettungshelikopter eingewiesen (war im Wald, musste auf ein Feld laufen und signalisieren wo ich bin) - Keine Chance. Herzhinterwandinfarkt quasi sofort tot. Ist quasi in meinen Armen verstorben.

Hab seitdem das Mountainbiken aufgegeben. Hab es zwar probiert aber immer Panikattacken dabei bekommen. Versuche in ein paar Jahren vielleicht nochmal anzufangen mal schauen. Da kann man sein Unterbewusstsein irgendwie nicht zu zwingen, oder ich zumindestens nicht.

Ich versuche jedenfalls nicht an diesen einen schlimmen Moment zu denken, sondern melnen Vater in Ehren zu halten und an die tolle Zeit und an diesen tollen Urlaub zu denken. Das würde ich dir auch raten. :)

Harte Geschichte. :(
Da kannste ja aus Erfahrung sprechen mit kack Lebenssituationen.

Hab gerade eben noch Fotos von meiner Mutter von der Nachbarin bekommen, Aufnahmen von 1988 als sie zusammen gefeiert haben. Da war ich 10. Und meine Mutter strahlte so.

Aber ich bin einfach nur glücklich über all die Zeiten die ich mit ihr verbracht habe. Dass sie aber nicht mehr ein Zimmer nebenan liegt, ich nicht mehr an ihr vorbei gehe, ihr nicht mehr Gute Nacht sagen kann... Das ist alles noch sehr unwirklich.

Und irgendwie will ich auch leiden. Ich denke mir immer in den Momenten wo ich mich nicht ganz so beschissen fühle, dass bei mir etwas nicht stimmt.

Naja, jetzt zieh ich mir erstmal die neue Folge The Walking Dead rein. Danke weiterhin fürs zuhören.

Btw. Für solche KT-Fälle wäre ein Trauerthread keine üble Idee. Letztendlich ist das hier ja eher so ein Promi Todesfall Thread. ;)
 
Das erste Quartal ist echt nicht mein Ding. 2010 verstarb mein Vater am 27.01 in meinem Beisein, 2011 erstickte mir meine geliebte Katze Lissy 1-2 Tage nach meinem Geburtstag (05.03.), und dieses Jahr stirbt meine Mutter am 22.02.

Mein Vater wurde kurz vor meinem Geburtsga bestattet, meine Mutter wird kurz danach bestattet. Einfach nur scheiße.

Ständig muss ich bei jedem Mist heulen. Mache ich mir Abends um 22 Uhr einen Kaffee, heule ich, weil och meine Mutter dann auch immer fragte ob sie denn noch einen Kaffee haben möchte. Alles so Kleinigkeiten halt.

Bin froh Paul und Paula zu haben, denen darf jetzt echt nix passieren.

Und trotzdem, selbst wenn einer etwas passiert, es muss weiter gehen, niemals aufgeben, niemals kapitulieren, manchmal gehts Bergab aber glaub mir, nach jedem Bergab geht es Bergauf.

Ich hatte nach den Tod meiner 3 Katzen meine 4 Kater geholt, war 1 Jahr Pause, und ich hatte die 4 Kater und keine Woche später fiel mein Kater vom Balkon, aus dem 4rten Stock direkt auf Beton, einer meiner schlimmsten Momente als ich das realisiert habe, alleine die Schuldgefühle, war natürlich Feiertag, hat ein Vermögen gekostet aber er hat es überlebt, es hat mir aber auch gezeigt wie eng Freude und Trauer zusammen hängt, alles kann jederzeit passieren aber wir müssen damit weiterleben. Hab danach natürlich Geld investiert, jetzt fliegen hier höchstens noch die Fetzen wenn die 4 Racker sich gegenseitig jagen. :D Ist meine Familie. :liebe: In diesem Sommer werde ich meine 3 Katzen begraben, hab ihre Urnen hier aber im Sommer werde ich sie freilassen und tief vergraben.
 
Die geliebte Mutter zu verlieren ist dann aber dennoch eine andere Hausnummer. Vor allem bei solch einer intensiven Bindung. Und glaube mir, ich weiss wie hart es ist eine Katze zu verlieren. Mir ist ja eine Katze im Arm erstickt.

Nur habe ich in meinem ganzen Leben immer meine Mutter gehabt zum Trost. Immer wenn etwas schlimmes passierte, als mein Vater starb war sie da, und nun ist es sie, die weg ist.

Da kannste auch so alt sein wie du willst, es bricht dir immer das Herz.
 
Die geliebte Mutter zu verlieren ist dann aber dennoch eine andere Hausnummer. Vor allem bei solch einer intensiven Bindung. Und glaube mir, ich weiss wie hart es ist eine Katze zu verlieren. Mir ist ja eine Katze im Arm erstickt.

Nur habe ich in meinem ganzen Leben immer meine Mutter gehabt zum Trost. Immer wenn etwas schlimmes passierte, als mein Vater starb war sie da, und nun ist es sie, die weg ist.

Da kannste auch so alt sein wie du willst, es bricht dir immer das Herz.
Ja ich glaube dir das und es tut mir leid dass es so ist, ich kann dir die Trauer auch nicht nehmen, sie gehört ja dazu, der Film Alles steht Kopf behandelt das Thema ja, die Trauer einem zu nehmen ist auch falsch da sie dazugehört, weine wenn du weinen musst, es gehört alles zum leben dazu, sowie dir wieder neue Chancen eröffnet werden, es braucht halt nachmal einfach Zeit.
 
Harte Geschichte. :(
Da kannste ja aus Erfahrung sprechen mit kack Lebenssituationen.

Hab gerade eben noch Fotos von meiner Mutter von der Nachbarin bekommen, Aufnahmen von 1988 als sie zusammen gefeiert haben. Da war ich 10. Und meine Mutter strahlte so.

Aber ich bin einfach nur glücklich über all die Zeiten die ich mit ihr verbracht habe. Dass sie aber nicht mehr ein Zimmer nebenan liegt, ich nicht mehr an ihr vorbei gehe, ihr nicht mehr Gute Nacht sagen kann... Das ist alles noch sehr unwirklich.

Und irgendwie will ich auch leiden. Ich denke mir immer in den Momenten wo ich mich nicht ganz so beschissen fühle, dass bei mir etwas nicht stimmt.

Naja, jetzt zieh ich mir erstmal die neue Folge The Walking Dead rein. Danke weiterhin fürs zuhören.

Btw. Für solche KT-Fälle wäre ein Trauerthread keine üble Idee. Letztendlich ist das hier ja eher so ein Promi Todesfall Thread. ;)
das ist völlig normal, was du fühlst... nur sei dir versichert, dass deine mama nicht wollen würde, dass du dir selber vorwürfe machst, wenn es dir nicht ganz so beschissen geht... der schmerz über den verlust bleibt, man lernt nur irgendwann damit umzugehen...

ich hab meinen vater 3 wochen vor meinem 16. geburtstag verloren... von jetzt auf gleich (autounfall)... das ist jetzt 32 jahre her und es vergeht kaum ein tag wo ich nicht an ihn denke. aber die guten erinnerungen bleiben und ich erinnere mich heute gerne... das war ewig lange anders, als ich es immer wieder verdrängt habe...

weiterhin ganz viel kraft freezi... :knuddel:
 
das ist völlig normal, was du fühlst... nur sei dir versichert, dass deine mama nicht wollen würde, dass du dir selber vorwürfe machst, wenn es dir nicht ganz so beschissen geht... der schmerz über den verlust bleibt, man lernt nur irgendwann damit umzugehen...

ich hab meinen vater 3 wochen vor meinem 16. geburtstag verloren... von jetzt auf gleich (autounfall)... das ist jetzt 32 jahre her und es vergeht kaum ein tag wo ich nicht an ihn denke. aber die guten erinnerungen bleiben und ich erinnere mich heute gerne... das war ewig lange anders, als ich es immer wieder verdrängt habe...

weiterhin ganz viel kraft freezi... :knuddel:

Danke. Gleich geh ich erstmal zum Blumenladen wegen dem Kranz. Wird auch hart, habe ihr da seit über einem Jahr stets Blumen gekauft für den Tisch.

Ich möchte auch nicht dass es irgendeinen Tag geben wird an dem ich nicht mal an sie denke.
 
Traurige Geschichten hier. Bin auch für den trauer Thread. Sichtbar für Mitglieder. Gäste sollten meiner Meinung nach ausgeschlossen werden. Gibt genug freaks da draussen
 
Heute lag der Bescheid über die Gebühren vom Krematorium im Briefkasten in dem stand wann sie eingeäschert wurde. Alles Dinge die rational und logisch sind, mich als Sohn aber dennoch völlig aus der Bahn schmeißen. Der Gedanke dass ihr Körper nicht mehr existiert. Brutal. :nein:
 
@Freezi, der Verlust meines Vaters war vor 11 Jahren. Es vergeht heute noch kein Tag, an dem ich nicht an ihn denke. Die Zeit wird die Wunde heilen aber die Narbe erinnert dich täglich daran.

Ich möchte auch jeden Tag an meine Mutter denken. Aber halt "anders". Kann ich jetzt nicht erklären. Ich fühle mich nur so unendlich leer, völlig perspektivlos. Habe schon Angst vor chronischen Depressionen. Bis dato nie ein Thema gewesen, habe alles gepackt, aber das hier scheint mir derzeit aussichtslos. Womöglich denken manche nun ich übertreibe, aber wie gesagt, es war durch die Pflege und das ewig lange Zusammenleben eine sehr enge Bindung.
 
Ich möchte auch jeden Tag an meine Mutter denken. Aber halt "anders". Kann ich jetzt nicht erklären. Ich fühle mich nur so unendlich leer, völlig perspektivlos. Habe schon Angst vor chronischen Depressionen. Bis dato nie ein Thema gewesen, habe alles gepackt, aber das hier scheint mir derzeit aussichtslos. Womöglich denken manche nun ich übertreibe, aber wie gesagt, es war durch die Pflege und das ewig lange Zusammenleben eine sehr enge Bindung.

Ist halt schlimm, dass mein gleich von Depression spricht, wenn man mal ein paar Wochen trauert.
 
Schlimm ist, dass @Freezi sich ständig für seine Trauer bzw. die Stärke der Emotion rechtfertigt... Warum? Es ist deine Mutter gewesen. Innerhalb so kurzer Zeit von einer Depression zu sprechen ist völliger Schwachsinn. Der Zustand wird auch erstmal so bleiben. Du solltest auch nicht ständig deine Gefühle bewerten. Mit der Zeit wirst du schon merken, dass der Alltag wieder überhand nimmt.
 
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