Also, ich finde schon, dass man halbwegs verantwortungsvoll auf bestimmten Landstraßen 160 oder mehr fahren kann. Man muss sich halt immer bewusst sein, dass das eigene Talent meist unter dem Limit des Fahrzeugs liegt UND das niemand der anderen Verkehrsteilnehmer damit zu rechnen hat, dass man so flott unterwegs ist.
Es gibt in meiner Umgebung Landstraßen, die sind von weitem sehr gut einsehbar, besitzen kaum, aber sehr übersichtliche Feldwege, und es hat kaum Getier, was rumhüpft.
Man sollte halt beim eigenen Geballer immer gewisse Eventualitäten berücksichtigen, so eine plötzliche Ölspur oder ein Reifenplatzer. Natürlich ist man sich dessen nicht immer bewusst, aber mit ein bißchen Verstand folgendes berücksichtigen und schon sollte "ein Überleben aller Beteiligten" möglich sein:
- In Rechtskurven mehr Spielraum für Unvorhergesehenes lassen, damit man nicht in den Gegenverkehr abbiegt.
- Auf öffentlichen Straßen immer ein gutes Stück unter dem eigenen Leistungsvermögen fahren.
- Bedenken, dass die anderen Verkehrsteilnehmer nicht mit solch hohen Geschwindigkeiten rechnen müssen.
- Auf Witterungs- und Lichtverhältnisse acht geben.
Ich traue mir zu, ein Auto bis zu einem gewissen Rahmen sicher auf der Straße zu bewegen, auch weil ich eine hohe Affinität für Autos besitze und mich somit intensiv mit dem Fahren und seinen Zuständen auseinandersetze; im Vorfeld des Fahrens an sich. Durch diese Affinität kennt man sich in höheren Geschwindigkeitsbereichen besser aus und sammelt ungleich mehr Erfahrungen als der Standard-Autofahrer, der nur von A nach B kommen will.
Dass dieses Fahrtalent immer noch stark limitiert ist, zeigt mir ein Besuch auf der Nordschleife deutlich (wobei auch da Idioten unterwegs sind!). Da weiß ich, dass es Leute mit wirklichem Fahrtalent gibt!
Ich wehre mich nur gegen diese Pauschalisierung "Schneller als Tempo 120 auf Landstraßen und schneller als Tempo 200 auf Autobahnen = hirnamputierter Raser und potenzieller Massenmörder". Und nur, weil man sich selbst nicht in hohen Geschwindigkeitsbereichen mit seinem Fahrzeug aufhält, muss man den anderen nicht den verantwortungsbewussten Umgang damit absprechen. Schwarze Schafe gibt es überall.
In Siedlungen und Städten bin ich bemüht, nach Vorschrift zu fahren.