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Rasen - Wie schnell treibt ihr es?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

maXX schrieb:
fühlst du dich etwa angesprochen?
Ich bin Schweizer. Ich lebe in der Schweiz. Ich habe keine Rennstrecke zur Verfügung und ich höre dieses Argument auch ständig in den Medien bei uns. Verständlich, dass ich mich angesprochen fühle oder?
 
du bist also einer, der zugunsten deines spaßes auf die sicherheit anderer im straßenverkehr scheißt?

das ist nämlich meine kernaussage. keine ahnung, ob da jetzt was falsch verstanden wird.
 
maXX schrieb:
du bist also einer, der zugunsten deines spaßes auf die sicherheit anderer im straßenverkehr scheißt?

:fp:

Edit: Mir ging es natürlich – wie man all meinen Texten auch ganz einfach entnehmen kann – nur um die Begründung mit der Rennstrecke.
 
Das mit dem Rennstreckenverbot in der Schweiz ist schwachsinnig und es will mir einfach kein guter Grund einfallen, weshalb daran festgehalten wird...

Ansonsten möchte ich noch sagen, dass es imo keine einzige Landstrasse gibt, wo man 160 km/h fahren kann und das noch im entferntesten irgendwo mit den Begriffen "vernünftig" oder "verantwortungsvoll" in Verbindung gebracht werden darf. Umso mehr nicht von jemandem, der glaubt, etwas von Autos zu verstehen... Das will mir einfach nicht in den Kopf. Wenn jemand wenigstens sagt, o.k. ich bin ein permanenter Schnellfahrer (um hier das leidige Wort Raser mal nicht zu benutzen), ich weiss dass das massiv gefährlich ist, aber ich tue es halt trotzdem - solche Leute gibt es hier sicherlich; nun gut, ich kann's nicht gutheissen, aber es ist wenigstens ehrlich und jegliche Diskussion irgendwie auch überflüssig. Aber versucht doch nicht, die Raserei noch als in irgendeiner Weise vernünftig zu reden wenn man nur genügend Skills hat und die Strasse gut einhersehbar ist, denn kein Rennfahrer dieser Welt kann z.B. den Bremsweg kürzer machen als die liebe Physik es zulässt und es helfen auch keine Rennfahrerskills wenn die übrigen Verkehrsteilnehmer davon ausgehen, dass jemand mit 80 km/h auf ihn zukommt, dieser dann aber mit 160 km/h angebraust kommt. Solche Aussagen führen einzig dazu, dass Junglenker die Gefahren völlig unterschätzen - und diese steigen nun mal mit der Erhöhung des Tempos exponentiell an.

Und ja, ich weiss, dass wir Schweizer vom Tempo keine Ahnung haben und dass unsere Nerven schon ab Tempo 125 flattern :grins: , aber imo ist as nich mal so schlecht.
 
Weil sich hier viele echauffieren:

1. Wenn ich mich um den Baum oder einen Brückenpfeiler wickeln sollte irgendwann wegen überhöhter Geschwindigkeit, erwarte und will ich auch kein Mitleid. Bin beim Ausleben einer Passion draufgegangen, sollte es so weit kommen. Sehe ich ähnlich, wenn einer Fallschirmspringen oder Skateboard-Fahren oder Ski Alpin als Hobby hat.

2. Ich habe nie behauptet, der Hengst am Steuer zu sein. Trotzdem traue ich mir in aller Bescheidenheit zu, ein Fahrzeug besser im Griff zu haben und den Verkehr vorausschauender zu überblicken als so manche tattrige Omi oder eine Mutti, der man anmerkt, dass Autofahren nicht zu ihren Stärken gehört (gilt auch für männliche Pendants).

3. Auf die Klientel, die ich in Punkt 2 beschrieben habe, muss ich als versierterer Autofahrer eben mehr Rücksicht nehmen und diese so wenig wie möglich gefährden. So bin ich halt individuell in vielen anderen Dingen den anderen Menschen unterlegen und in den dortigen Bereichen auf deren Verständnis und Rücksicht angewiesen.

Wie erwähnt muss niemand damit rechnen, dass ich auf der Landstraße mit plus 140 fahre (ist ja auch kein Dauerzustand, sondern gelegentlich), also muss ich mein Fahrverhalten darauf anpassen.

Wenn eure Freundin beim Zocken nicht so gut spielt wie ihr, weil ihr mehr Erfahrung habt, länger trainiert habt, oder schlicht und einfach mehr Talent habt, dann nehmt ihr auch auf sie Rücksicht, oder? Und trotzdem werdet ihr, weil ihr euch mehr für euer Hobby interessiert, mit hoher Wahrscheinlichkeit einfach "besser" sein und bleiben als eure Freundin.

4. Brauche ich nicht ein Forum als Kommunikationsmittel, um aktuell mitzuteilen, dass ich "mal wieder" flott über Landstraßen oder Autobahnen gefahren bin. Diese Form des Prahlens, wenn die Kritiker es als solches verstehen wollen, ist nicht mein Ding.

Ich fahre schnell, wenn die Verhältnisse es zulassen, weil ambitioniertes Autofahren für mich eine Form von Glücksempfinden ist. Ich kann, obwohl ich sehr konzentriert in solchen Momenten unterwegs bin, herrlich abschalten, mein inneres Ich kann von Sorgen los lassen in diesen Momenten. Irgendeine Art von Stolz, wie ach so toll ich doch sein mag, ich hätte das Auto gebändigt, hätte die Grenzen ausgelotst, mich selbst bewiesen, blabla, habe ich dabei noch nie empfunden.

Diese Form von Glückseligkeit spüren andere beim Zocken, auf ihrer Mutti oder bei adrenalin-fördernden sportlichen Betätigungen, jeder nach seinem eigenen Gusto.

5. Wenn ich nun weitestgehend alleine unterwegs bin, einen guten Überblick über die vor mir liegende Straße habe, warum akzeptiert man dann nicht einfach, dass ich alles Mögliche getan habe, um andere von dadurch ausgehenden potenziellen Gefahren auszuschließen?

Nochmal: Wenn ich mich wegen überhöhter Geschwindigkeit verabschiede, kein Mitleid!

6. Traue ich anderen Leuten zu, ähnlich zu handeln, bevor sie sich auf solche "Abenteuer im Alltag" einlassen.

7. Plötzliche Ereignisse wie Reifenplatzer oder Ölspur; nun, irgendwo sehe ich es in letzter Konsequenz dann einfach fatalistisch, denn sowas lässt sich nicht ausschließen, und in letzter Konsequenz dürfte man dann gar nicht mehr fahren und auch nicht in Busse einsteigen.

8. Gibt es in Deutschland vielerorts bestens ausgebaute und einsehbare Landstraßen, die es einem erlauben, in verkehrsarmen Zeiten flotter als Richtgeschwindigkeit zu fahren. Man muss halt sein Hirn einschalten und viel Selbstdisziplin besitzen, und die Pauschalaussage "Alles über 120 km/h ist immer lebensmüde und verantwortungslos" kann ich so nicht verstehen.
 
SB Harald schrieb:
Wenn eure Freundin beim Zocken nicht so gut spielt wie ihr, weil ihr mehr Erfahrung habt, länger trainiert habt, oder schlicht und einfach mehr Talent habt, dann nehmt ihr auch auf sie Rücksicht, oder? Und trotzdem werdet ihr, weil ihr euch mehr für euer Hobby interessiert, mit hoher Wahrscheinlichkeit einfach "besser" sein und bleiben als eure Freundin.

Wenn ich dann allerdings beim Zocken eine Fehler mache, kostet das meiner Freundin in den seltensten Fällen das Leben.
 
fuck man hat mich gestern geblitzt. Ich denke ich war mit Abzug von 2-3km/h noch knapp 22km/h drüber. Aus der Probezeit bin ich raus, hatte mir aber gemerkt, dass ab >19km/h Punkte etc. drohen.
Jemand erfahren darin, was mir droht?
 
Bart Wux schrieb:
Wenn ich dann allerdings beim Zocken eine Fehler mache, kostet das meiner Freundin in den seltensten Fällen das Leben.

Bei weitem nicht jeder Fahrfehler hat einen Unfall zur Folge, geschweige denn kostet Menschen das Leben. Ferner kann ein Fahrfehler genauso sein, dass man mal in einer fremden Gegend eine Vorfahrt übersieht.

Die Aussage "Schnellfahrer = Verantwortungslose kleinschwänzige Typen, die sonst im Leben zu kurz gekommen sind" ist für mich genauso plump wie "Alle Killerspiel-Spieler sind potenzielle Massenmörder" oder "Alle Kampfsportler haben sich die Birne weichgeklopft, sind schnell reizbar und allgemein immer schnell auf gewaltsame Eskalation aus". Das will ich aussagen.
 
SB Harald schrieb:
"Alle Kampfsportler haben sich die Birne weichgeklopft, sind schnell reizbar und allgemein immer schnell auf gewaltsame Eskalation aus".

Also davon hab ich ehrlich gesagt noch nie gehört.

Wer allerdings meint, 160 auf Landstraßen sei absolut in Ordnung, der hat'n Sockenschuss, da bleib ich bei. Und meine ganz persönliche Erfahrung: Schnellfahrer sind nicht rücksichtsvoll. Das will ich nicht als verallgemeinerte Regel hier aufstellen, nur ich habe noch keinen getroffen, der schnell UND verantwortungsbewusst unterwegs war. Man kann gut und zügig und sicher fahren, klare Sache, diese Leute meine ich auch nicht. Ich meine wirklich nur die Raser, für die jede Minute zählt und die dem alles andere unterordnen (mit anderen Worten, die BMW und BenzFahrer).

Und für 99 % aller Autofahrer (mich an vorderster Front) gilt zudem Folgendes. So gut, wie ihr euch für haltet, seid ihr bei weitem nicht.
 
160 auf der Landstraße ist definitiv krank. Vor allem in Gegenden die man nicht kennt oder nur sporadisch. Ein klitzekleines bisschen Feuchtigkeit dazu und schon klebt der Kollege hoffentlich am Baum. Das ganze heisst nicht umsonst Landstrasse.
 
Vor allem kann immer etwas Unvorhergesenes, ein Tier welches auf die Straße schnell und man dann das Lenkrad verreißt. Wenn man bei 110 noch hätte regaieren können, aber es bei 160 knallt, dann liegt das doch eindeutig an der Geschwindigkeit.
 
@ SB Harald:
Imo hast du das schön zusammengefasst. Ich stimm dir da vollständig zu.

Kurz gesagt: Es gibt Straßen auf denen 160km/h kein Problem ist und es gibt Straßen, auf denen die erlaubten 100km/h völlig krank sind. Insofern... Nur weil es so vorgeschrieben ist, heißt das nicht, dass das auch durchdacht ist.

http://www.westfocus.org.uk/sitemanager/userfiles/images/Arizona_road_1MB.jpg

Und ihr wollt ernsthaft sagen, dass auf einer solchen Straße eine Geschwindigkeit von 160km/h verrückt und grob fahrlässig wäre? Und jetzt kommt mir bitte keiner mit "solche Straßen gibt es hier in Deutschland nicht". Darum gehts mir nicht...
 
basti schrieb:
Und ihr wollt ernsthaft sagen, dass auf einer solchen Straße eine Geschwindigkeit von 160km/h verrückt und grob fahrlässig wäre? Und jetzt kommt mir bitte keiner mit "solche Straßen gibt es hier in Deutschland nicht". Darum gehts mir nicht...
Das Zeigen eines Fotos einer, wahrscheinlich von Sand triefenden, Straße aus den USA im Rahmen der Geschwindigkeitsdiskussionen auf deutschen Landstraßen macht jetzt auch wahnsinnig viel Sinn. :kaffee:
 
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