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Steffko schrieb:
Ich lese da jetzt zum ersten Mal, dass das Gewicht der Fahrzeuge eine Rolle spielen sollen. Ist das tatsächlich so und wieso kam das bisher kaum raus (oder hab ich's überlesen?)? Das war nämlich eigentlich mein einziger Kritikpunkt.

Meinst du diese Energieeffizienzklassen (wie bei Haushaltsgeräten beispielsweise)? Da ist es nämlich tatsächlich so, dass das Gewicht eine Rolle spielt. Ein Audi Q7 3.0 TFSI Quattro z.B. mit 333 PS und einem Normverbrauch von 10,7 Liter/100 km ist in die selbe Klasse (nämlich E) eingestuft, wie ein Smart 1.0 mit 84 PS und 4.9 Litern Verbrauch.
 
Ich bin mir gar nicht sicher, was ich da meine :ugly:

Anstoß ist der, dass doch ständig geredet wird, dass dieses 95 Gramm Ziel die Hersteller einseitig benachteiligen würde, die vor allem große (und dementsprechend auch schwerere) Fahrzeuge herstellen (also u.A. BMW, Mercedes), während diejenigen bevorzugt würden, die zum größten Teil kleine/leichte Autos herstellen (Fiat etc.).

Nur ist es ja offensichtlich so einfach nicht, zumindest lese ich das hier so heraus:

Gales: (lacht) Ich will das nicht kommentieren. Mit den verfügbaren Technologien sind die 95 Gramm bis 2020 auf jeden Fall machbar. Das ist ja nur ein Durchschnittswert - jeder Hersteller hat je nach dem Gewicht seiner Flotte individuelle Vorgaben. Aber sie sind für jeden einzelnen Autobauer zu schaffen, sei es nun Daimler oder Fiat. VW-Chef Martin Winterkorn sagt sogar, sein Konzern schafft dieses Ziel bis 2019.


Insofern frage ich mich a) warum genau das in den sonstigen Artikeln fast nie erwähnt wird und b) was genau dann eigentlich der Kritikpunkt ist? Halten Mercedes/BMW es tatsächlich für zu ambitioniert, dass sie um Gewichtsunterschiede bereinigt etwas schaffen müssen, das Fiat, VW und Co. offensichtlich für absolut möglich halten? :ugly:
 
Ja, aber ob er das diesbezüglich tut, kann ich nicht 100%ig sagen. :D

Die 95g für die Flotte müssen erreicht werden im Schnitt. Bei dieser Berechnung das Gewicht zu berücksichtigen würde wenig Sinn machen. Wichtig ist das Gewicht eh, denn nur mit "schweren Panzern" kannst du die 95g eh knicken.

Vielleicht lieg ich aber auch falsch und ein 7er wird in dieser Berechung anders gehandhabt wie ein 114d oder i3. Wäre der EU zuzutrauen bei solchen Fragen. :ugly:
 
:D


Also das hier hab ich jetzt beim googlen gefunden: http://www.bmu.de/fileadmin/bmu-import/files/pdfs/allgemein/application/pdf/eu_verordnung_co2_emissionen_pkw.pdf


Alle Artikel im Netz schaffen es in unglaublicher Lullihaftigkei, NICHTS konkretes auszusagen. Unglaublich, dass sich sowas als Journalismus bezeichnen darf :wand::wand::wand:


Falls das oben nach aktuell ist, heißt das imo tatsächlich, dass das Gewicht der Fahrzeugflotte eine Rolle spielt. Wobei für die Phase ab 2020 nix mehr konkret angegeben ist.
Auch hier ist davon die Rede: http://ec.europa.eu/clima/policies/transport/vehicles/cars/

... The target would continue to be set on the basis of a vehicle's mass; ...
 
Alter.... was ein Schwachsinn. :skep:

Diese Berechungsformel... :skep:

Ich hab das jetzt mal anhand einiger Autos von uns durchgerechnet, immer mit dem Ergebnis, dass schwere, starke Modell viel mehr durch diese Formel profitieren, die wirklich schadstoffarmen Modelle werden bestraft, aber nicht im gleichen Masse wie die Schweren profitieren.

Nach dieser Formel müsste BMW "einfach nur" leichtere Autos bauen und sie würden profitieren, ganz egal, wie hoch der CO2-Ausstoss tatsächlich ist. :ugly:

Auch andere Faktoren spielen überhaupt keine Rolle. Warum werden später 5.000 7er genauso behandelt wie, sagen wir mal, 200.000 i3?

Unglaublich, was sich da wieder ausgedacht wurde.
 
Bedingt. Klar, je weniger ein Auto wiegt, desto weniger wird es verbrauchen bei gleichem Motor. Aber wenn der Motor beschissen und alt ist...

Das Problem an dieser EU-Formel ist, dass der tatsächliche Verbrauch und CO2-Ausstoss eines Autos garnicht (!) in die Berechnung einfliessen, oder hast du da was erkennen können?

Ein 320i und ein 320d wiegen ziemlich genau das gleiche. Der Diesel stösst effektiv 25g weniger CO2 aus, laut EU sind beide gleich bewertet.

Ein 335i mit effektiven 186g CO2-Ausstoss wird kommt laut EU-Berechnung auf 139g, der 320d EDE hat effektiv 109g, der wird nach der Formel auf 135g hochgerechnet.

Klar, weil beide Autos fast das gleiche wiegen...

Aber welche Logik hat das?

Wenn BMW den 335i nun 100kg leichter machen würde, wäre er für den Flotten-Ausstoss besser als der 320d EDE, obwohl er viel mehr verbraucht und CO2 ausstösst. :ugly:

edit:

Das ist übrigens die besagte Formel:

Von 2012 bis 2015:
Spezifische CO2 - Emissionen = 130 + a × (M - M0)
Dabei ist:
M = Masse des Kraftfahrzeugs in Kilogramm (kg)
M0 = 1372,0
a = 0,0457
Ab 2016:
Spezifische CO2 - Emissionen = 130 + a × (M – M0 )
Dabei ist:
M = Masse des Kraftfahrzeugs in Kilogramm (kg)
M0 = der nach Korrektur für die Gewichtsänderung festgelegte
Wert
a = 0,0457

Die 130g CO2 sind fix, ab 2016 wird M0 korrigiert werden.

edit 2:

Und dann ist es ja auch klar, dass die deutschen Hersteller etwas dagegen haben. Sollen BMW und Mercedes nur noch leichte Kleinwagen bauen?

Ach ja, und wenn ich jetzt irgendwo total auf'm Schlauch stehen sollte, schubst mich runter aber steinigt mich nicht. :D
 
Jetzt hatte ich schon einiges neues geschrieben, aber ich glaube, ich verstehe grad wo dein Denkfehler liegt. Also hoffe ich :D

Die besagte Formel sagt - abhängig vom Gewicht - aus, wie viel ein bestimmtes Fahrzeug verbrauchen "darf". Der 335i, 320i und 320d sind da alle fast gleich, weil sie ja fast gleich viel wiegen. Und das Gewicht (und das entsprechende Jahr, denn die Formel verändert sich dann ja) ist die einzige Grundlage dafür.

Veranschaulichung für 335i, 320i und 320d. Ich unterstelle einfach mal, dass alle drei genau gleich viel wiegen (1490kg, wiki), obwohl der eine oder andere sicher en Ticken schwerer sein dürfte, aber das macht den Kohl nicht fett:

Die "erlaubte" Menge an CO² für dieses Fahrzeug berechnet sich eben durch die Formel:

--> 130 + 0,0457 * (1490 - 1372) = 135 Gramm CO²

Der 320d wäre also aktuell z.B. deutlich drunter, der 335i natürlich weit drüber.
Banal gesagt: Wenn BMW für jeden 335i zwei 320d verkaufen würde, würde sich das ganze grob ausgehen (135 Durchschnitt erlaubt, (186 + 2*109) /3 = ~135 erreicht). Verkaufen sie nur 335i, haben sie ein ziemlich großes Problem, verkaufen sie nur 320d kann die EU die Reduzierung auf 95g sehr bald vornehmen ^^
War das dein Denkfehler oder hab ich jetzt ne komplett andere Baustelle aufgemacht? :D


Beispiele noch für verschiedene Gewichtsklasse, dadurch wirds m.E. noch etwas klarer:

Ein Fahrzeug mit 1000kg dürfte so viel verbrauchen: 130 + 0,0457 * (1000 - 1372) = ~113g CO²
1500kg hatten wir eben schon beinahe = ~135g
2000kg dementsprechend grob ~157g

Umso schwerer das Fahrzeug ist, desto mehr CO² "darf" es ausstoßen.
 
http://www.faz.net/aktuell/politik/grosse-koalition-die-vorratsdatenspeicherung-kommt-wieder-12642438.html

na, super.. :wand:
 
das war ja eigentlich klar wenn die FDP aus ist..... Leutheuser- Schnarrenberger war die einzige die dagegen richtig aufbegehrt hat. So unnütz war die FDP in diesem Ministerium wohl doch nicht.
 
Ich seh grad Ströbele im Live-Stream, was hat der Mann eigentlich je erreicht, dass der Snowden treffen darf und immer so im Fokus is?
 
Ich war gestern, während der Tagesschau völlig baff, als Ströbele da plötzlich in Moskau zu sehen war. War das eigentlich schon vorher bekannt, oder hat die Tagesschau da ne Bombe platzen lassen?
 
eMKay schrieb:
War wohl streng geheim. Aber damit hat er ja Erfahrung. Kudos an den Mann!

Nee, eben nicht. Es ist sicherlich diskussionswürdig, wie die Regierung mit dem Fall Snowden umgeht. Aber Ströbele als Abgeordneter des Bundestages und damit Repräsentant der Bevölkerung sollte sich mit solchen Alleingängen zurückhalten, die nicht mit der Regierung abgesprochen sind. Mit sowas kann man viel politischen Schaden anrichten.
 
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