Was einige nicht verstehen bzw. wahrhaben wollen, ist dass Deutschland, wie kein anderes Land auf der Welt, versucht ein Sozialstaat zu sein und es eben auch (teilweise) schafft.
Bei uns muss man sich eben nicht das Existenzminimum in irgendeiner Weise "verdienen" weder als deutscher Staatsbürger noch als Ausländer auf deutschem Boden (zumindest in weiten Teilen). Wir sind so sozial, dass hier jeder genug Geld bekommt, wenn nicht aus der Wirtschaft, dann vom Staat, dass er in zivilisierten Verhältnissen überleben und sogar leben kann, und das ist unabhängig von seinem Beitrag zur Gesellschaft.
Das ist nicht nur ein riesiges Privileg, das ist eine wahnsinnige Errungenschaft des Sozialstaates. Und noch stolzer können wir sein, dass es funktioniert. Denn schaut man sich an, wie viele Menschen trotz dieser Grundsicherung für ähnliches Geld Vollzeit arbeiten oder sogar weniger (also weniger Geld, Stunden sind es eher mehr) und sieht man jetzt hier bei dem Beitrag von Boarder, dass selbst die gehassten "Zigeuner" (also Bulgaren und Rumänen) zu fast 90% arbeiten und Steuern zahlen und ihren Beitrag für Deutschland leisten, dann... ja... das ist einfach sehr gut!
Viele sehen nur das Schlechte am Sozialstaat, aber es gibt so viel Positives. Wir sind so ein buntes Land, da steckt so viel Potenzial und Kraft im "Multikulti", wenn ich mir Berlin ansehe, dann wird der Staat eben durch diese Grundsicherung zum Mäzen für so viel kreatives Schaffen.
Deutschland hat so viele Probleme, aber die Grundsicherung ist keines. Das ist eine echte(!) soziale Leistung und das zeichnet unser Land aus. Damit muss nicht jeder einverstanden sein. Kann die Meinung, dass jeder verpflichtet ist sich für das (finanzielle) Allgemeinwohl Deutschlands ernsthaft zu bemühen, verstehen, sehe aber den viel größeren Erfolg darin, dass man es eben nicht muss.