Mondknallschlumpf schrieb:
Bin mal gespannt, ob die Amis echt dämlich genug sind, sich in den Syrien-Konflikt hineinziehen zu lassen. Würde mich nicht mal wundern, wenn eine Rebellengruppe für die Gasangriffe verantwortlich wäre, die scheren sich um Zivilisten genauso wenig wie die Armee des Regimes und wenn sie damit dieses Ziel erreichen schon gleich dreimal nicht.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/giftgasangriff-in-syrien-usa-bereiten-militaerschlag-vor-a-918519.html
Sieht so aus, als würden die Amis den dämlichen Köder mal wieder schlucken. Scheiß auf die UNO...ähh...Russland. Da war fast zweifelsfrei der Assad. Da müssen wir draufhauen *HumptaHumptaTäterääää". UN-Inspekteure am Arsch. Viel zu spät blablabla....die gleiche beschissene Kriegsrethorik wie vorm Irak.
Sind die wirklich so blöd? Warum um alles in der Welt sollte Assad chemische Waffen einsetzen? Ich habe den Konflikt zwar nicht bis ins Detail verfolgt, aber der läuft ja nun schon eine ganze Weile, also kann Assad so schlecht nicht abschneiden. Und wenn ich das richtig mitgekriegt habe, hat er in der letzten Zeit auch einiges an Boden gut gemacht. Russland versorgt ihn mit Waffen - warum sollte der etwas tun, wovon er weiß, dass es ihm nahezu sicher amerikanische Bombenangriffe bescheren wird? Assad kann durch den Einsatz solcher Waffen nur verlieren und das weiß er auch. Er ist zwar ein mieser Diktator, aber er ist kein Idiot.
Stellt man sich also die "Qui bono?"-Frage, dann bleiben nur Rebellen oder die Al-Quaida Zellen, die in Syrien operieren, übrig. Beide können durch eine Intervention des Westens nur gewinnen. Beide haben bereits ausreichend bewiesen, dass ihnen die zivile Bevölkerung genauso scheißegal ist, wie den Assad-Truppen. Wenn man also die Verursacher des Gas-Angriffes suchen sollte, dann imo eher in deren Reihen.
Aber das interessiert natürlich niemanden. Die USA wollen Assad und dafür scheint ihnen wieder jedes Mittel Recht zu sein (am Ende war's sogar die CIA

). Na Prost Mahlzeit. Wer weiß, was sie mit dem Einsatz wieder anrichten. Aber vielleicht macht's ja der Herr Friedensnobelpreisträger wieder mit den Drohnen.
