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eape schrieb:
Jop, kann Armut nicht einfach dort bleiben, wo sie herkommt?

Ja, exakt. Anders gehts nämlich nicht. Es gibt einfach Arme und Wohlhabende, es kann nicht allen gut gehen. Aber diese Lektion werden wir irgendwann noch sehr schmerzhaft lernen. Diese Leute kommen aus einem Land mit Eselskarren, 10-köpfigen Familien ohne jede Ausbildung oder sonstwas und in ihrem Kulturkreis nehmen sich viele irgendwann das, was sie haben wollen, wenn sie es von selbst nicht bekommen. Wer glaubt, dass die meisten von denen sich produktiv in unsere Gesellschaft integrieren, der muss schon ne doppelt und dreifache Multikulti Brille aufhaben.
 
Eigentlich kann es schon jedem gut gehen, es kann aber nicht wohlhabene geben ohne dass es arme gibt. Von irgendjemand muss man es ja wegnehmen.
 
Mondknallschlumpf schrieb:
eape schrieb:
Jop, kann Armut nicht einfach dort bleiben, wo sie herkommt?

Ja, exakt. Anders gehts nämlich nicht. Es gibt einfach Arme und Wohlhabende, es kann nicht allen gut gehen. Aber diese Lektion werden wir irgendwann noch sehr schmerzhaft lernen. Diese Leute kommen aus einem Land mit Eselskarren, 10-köpfigen Familien ohne jede Ausbildung oder sonstwas und in ihrem Kulturkreis nehmen sich viele irgendwann das, was sie haben wollen, wenn sie es von selbst nicht bekommen. Wer glaubt, dass die meisten von denen sich produktiv in unsere Gesellschaft integrieren, der muss schon ne doppelt und dreifache Multikulti Brille aufhaben.

Ich denke, dass es politisch möglich ist, zu erreichen, dass zumindest die Nachfolgegenerationen sich produktiv in unsere Gesellschaft integrieren können. Niemand will arm sein. Das größere Problem ist, dass es manchen nicht reicht, reich zu sein.
 
Stellt sich die Frage, was man unter "gut gehen", Arm und Reich versteht. Es geht dabei ja auch um Ressourcen (Baumaterial, Wasser, Öl, Erden, etc.) die nicht uneingeschränkt verfügbar sind. Wäre interessant zu wissen, ob wir überhaupt den Standard der westlichen Mittelschicht halten könnten, wenn jeder Mensch auf dem gleichen Level leben würde.
 
Wahrscheinlich nicht, aber ich denke, dass es langfristig die beste Lösung wäre auf unseren westlichen Luxus in merklichen Teilen zu verzichten, wenn wir dadurch ein deutlich homogeneres Wohlstandsverhältnis auf der Erde hätten.
 
eape schrieb:
Wahrscheinlich nicht, aber ich denke, dass es langfristig die beste Lösung wäre auf unseren westlichen Luxus in merklichen Teilen zu verzichten, wenn wir dadurch ein deutlich homogeneres Wohlstandsverhältnis auf der Erde hätten.

In einem mathematischen Modell sicherlich. In der Realität aber nicht, weil die meisten, inklusive mir, überhaupt nicht dazu bereit wären. Wohlstand musste in der Menschheitsgeschichte schon immer verteidigt werden und das ist bis heute so.
 
Jop, das ist mir klar. Das läuft ja bereits auf nationaler Ebene so ab und da würde der Verzicht deutlich kleiner ausfallen. Bin nur gespannt, wie lange sich Wohlstand verteidigen lässt.
 
Glaube ich kaum. Die arabischen / muslimischen Staaten werden von der Ungezähmtheit und Uneinigkeit vieler Strömungen der islamischen Religion(en) sowie der fehlenden Trennung von Religion und staatlicher Politik gelähmt, der indische Subkontinent kommt wirtschaftlich nicht in die Gänge und wird wohl noch Jahrzehnte mit den eigenen internen Problemen wie etwa sozialen Spannungen beschäftigt sein, fast dasselbe gilt für China. Auch dort ist das Wirtschaftswachstum mit den derzeitigen Zuwachsraten nicht dauerhaft zu halten, die verschiedenen internen Spannungen werden eine vielleicht ebenfalls jahrzehntelange Selbstbeschäftigung der Chinesen zur Folge haben. Die Südamerikaner machen Siesta.

Ganz (Schwarz-)afrika können wir aus der Rechnung sowieso schon exkludieren, Begründung kann ich mir glaube ich sparen.

Am westlichen wirtschaftlich/militärischen Machtblock USA/EU führt in den nächsten 50 Jahren absolut kein Weg vorbei. Natürlich immer unter der Prämisse, dass keine plötzlichen Ereignisse die Karten komplett neu verteilen, das macht die Geschichte ja gerne. :D
 
Osa-chan schrieb:
der indische Subkontinent kommt wirtschaftlich nicht in die Gänge und wird wohl noch Jahrzehnte mit den eigenen internen Problemen wie etwa sozialen Spannungen beschäftigt sein, fast dasselbe gilt für China. Auch dort ist das Wirtschaftswachstum mit den derzeitigen Zuwachsraten nicht dauerhaft zu halten, die verschiedenen internen Spannungen werden eine vielleicht ebenfalls jahrzehntelange Selbstbeschäftigung der Chinesen zur Folge haben. Die Südamerikaner machen Siesta.

Das ist auch meine Hoffnung, gut, so schlecht stehen unsere Chancen eigentlich doch nicht :D.
 
Mondknallschlumpf schrieb:
Bin mal gespannt, ob die Amis echt dämlich genug sind, sich in den Syrien-Konflikt hineinziehen zu lassen. Würde mich nicht mal wundern, wenn eine Rebellengruppe für die Gasangriffe verantwortlich wäre, die scheren sich um Zivilisten genauso wenig wie die Armee des Regimes und wenn sie damit dieses Ziel erreichen schon gleich dreimal nicht.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/giftgasangriff-in-syrien-usa-bereiten-militaerschlag-vor-a-918519.html

Sieht so aus, als würden die Amis den dämlichen Köder mal wieder schlucken. Scheiß auf die UNO...ähh...Russland. Da war fast zweifelsfrei der Assad. Da müssen wir draufhauen *HumptaHumptaTäterääää". UN-Inspekteure am Arsch. Viel zu spät blablabla....die gleiche beschissene Kriegsrethorik wie vorm Irak.

Sind die wirklich so blöd? Warum um alles in der Welt sollte Assad chemische Waffen einsetzen? Ich habe den Konflikt zwar nicht bis ins Detail verfolgt, aber der läuft ja nun schon eine ganze Weile, also kann Assad so schlecht nicht abschneiden. Und wenn ich das richtig mitgekriegt habe, hat er in der letzten Zeit auch einiges an Boden gut gemacht. Russland versorgt ihn mit Waffen - warum sollte der etwas tun, wovon er weiß, dass es ihm nahezu sicher amerikanische Bombenangriffe bescheren wird? Assad kann durch den Einsatz solcher Waffen nur verlieren und das weiß er auch. Er ist zwar ein mieser Diktator, aber er ist kein Idiot.
Stellt man sich also die "Qui bono?"-Frage, dann bleiben nur Rebellen oder die Al-Quaida Zellen, die in Syrien operieren, übrig. Beide können durch eine Intervention des Westens nur gewinnen. Beide haben bereits ausreichend bewiesen, dass ihnen die zivile Bevölkerung genauso scheißegal ist, wie den Assad-Truppen. Wenn man also die Verursacher des Gas-Angriffes suchen sollte, dann imo eher in deren Reihen.
Aber das interessiert natürlich niemanden. Die USA wollen Assad und dafür scheint ihnen wieder jedes Mittel Recht zu sein (am Ende war's sogar die CIA :gerri: ). Na Prost Mahlzeit. Wer weiß, was sie mit dem Einsatz wieder anrichten. Aber vielleicht macht's ja der Herr Friedensnobelpreisträger wieder mit den Drohnen. :fp:
 
Wenn ich eins mittlerweile gelernt habe, dann dass man die Blödheit nie unterschätzen sollte.
Ob Assad wirklich chemische Waffen eingesetzt hat, daran glaube ich aufgrund der aktuellen Lage auch nicht. Aber Glauben ist nicht Wissen und wegen der Blödheit kann ich es auch nicht wirklich ausschließen.
 
Ich hasse vor allem diesen selbstverliebten Sarkasmus, mit dem sowas gerne vorgetragen wird. Total überheblich. Kann ich auch nicht ertragen.
 
Sisaya schrieb:
Wenn ich eins mittlerweile gelernt habe, dann dass man die Blödheit nie unterschätzen sollte.
Ob Assad wirklich chemische Waffen eingesetzt hat, daran glaube ich aufgrund der aktuellen Lage auch nicht. Aber Glauben ist nicht Wissen und wegen der Blödheit kann ich es auch nicht wirklich ausschließen.

Da gibt leider kein richtig oder falsch mehr.... Eingreifen ist sicher falsch - zuschauen aber genau so...
 
Die müssen ihre Problem einfach selbst regeln. Es gibt nicht einen westlichen Eingriff, der im Nahen Osten funktioniert hat, es ist immer nur noch schlimmer geworden.
 
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