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Brandneu: Bei Beschuss von einem "Zentrum für humanitäre Hilfe" (in der Nähe eines Hotels) sind in Donezk mehr als 5 Menschen getötet und etlich verletzt worden.

Wie tief kann die Ukrainische Regierung noch sinken ?
 
Apropos "tief sinken":

In der Rada wurde ein Gesetzentwurf von der Volksfront eingebracht, der es Kommandeuren erlauben würde, gegen untergebene Soldaten in bestimmten Fällen und während einer bestimmten Zeit die Waffe richten zu können. So sollen etwa in Kampfsituationen Soldaten unter Androhung von Gewalt zum Gehorsam gebracht werden. Auch wenn diese illegale Handlungen wie Plünderungen begehen, was nicht ganz selten zu sein scheint, soll so härter eingeschritten werden können. Auch den Alkoholkonsum will man so einschränken. Mehr als 10.000 Soldaten sollen desertiert sein. Auch die Mobilisierung trifft auf Schwierigkeiten, viele Menschen entziehen sich durch Wegzug. Für Poroschenko verläuft die Mobilisierung allerdings wie geplant, zudem hätten sich 2500 freiwillige "Patrioten" gemeldet.

http://www.heise.de/tp/artikel/44/44009/1.html

Auch der Rest ist lesenswert und auch erschreckend, wie schlimm sich der Krieg ständig ein Stückchen weiter in den Alltag eines Landes einschleicht, das vor einiger Zeit noch weit davon entfernt war.
 
Apropos "tief sinken":

In der Rada wurde ein Gesetzentwurf von der Volksfront eingebracht, der es Kommandeuren erlauben würde, gegen untergebene Soldaten in bestimmten Fällen und während einer bestimmten Zeit die Waffe richten zu können. So sollen etwa in Kampfsituationen Soldaten unter Androhung von Gewalt zum Gehorsam gebracht werden. Auch wenn diese illegale Handlungen wie Plünderungen begehen, was nicht ganz selten zu sein scheint, soll so härter eingeschritten werden können. Auch den Alkoholkonsum will man so einschränken. Mehr als 10.000 Soldaten sollen desertiert sein. Auch die Mobilisierung trifft auf Schwierigkeiten, viele Menschen entziehen sich durch Wegzug. Für Poroschenko verläuft die Mobilisierung allerdings wie geplant, zudem hätten sich 2500 freiwillige "Patrioten" gemeldet.

http://www.heise.de/tp/artikel/44/44009/1.html

Auch der Rest ist lesenswert und auch erschreckend, wie schlimm sich der Krieg ständig ein Stückchen weiter in den Alltag eines Landes einschleicht, das vor einiger Zeit noch weit davon entfernt war.

Ich habe auch gelesen, dass Russland die Leute, die zwangseingezogen werden und das Land verlassen wolllen bis August 2015 visafrei aufnehmen würde.

Wenn das so weiter geht, wird die Ukraine, so wie im Artikel erwähnt, weiter zerfallen und der nächste Regierungswechsel steht vor der Tür.
 
Als Ausgleich habe sie auch schon die halbe rote Armee in die Ukraine geschickt - also nur die, die gerade urlaubsfrei haben natürlich :D
 
Tsipras-Regierung kündigt Zusammenarbeit mit Troika auf
Entgegen allen Warnungen aus Deutschland und Europa lehnt die griechische Regierung Gespräche mit den internationalen Geldgebern ab. Sie seien in Athen nicht willkommen.

griechenland-troika-540x304.jpg


Zwischen der neuen griechischen Regierung und der Eurogruppe ist es zu einem Eklat gekommen. Finanzminister Yanis Varoufakis sagte nach einem Treffen mit Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem in Athen, Griechenland werde künftig nicht mehr mit den Geldgeber-Kontrolleuren der Troika zusammenarbeiten. Eine Verlängerung des im Februar auslaufenden EU-Hilfsprogramms werde nicht mehr angestrebt. Sein Land wolle zwar mit der EU im Dialog bleiben – aber nicht mit einer "wackeligen Kommission, (der Delegation) der Troika".

"Unser Land weigert sich, mit der Troika zu kooperieren", sagte Varoufakis. Die Troika sei ein illegales und antieuropäisches Gremium. Das auferlegte Sparprogramm sei nicht in die Tat umsetzbar. Das griechische Volk habe es bei den Wahlen vergangenen Sonntag abgelehnt. Der New York Times hatte Varoufakis zuvor gesagt, Griechenland wolle auf ausstehende Hilfskredite der EU und des Internationalen Währungsfonds in Höhe von 7,2 Milliarden Euro verzichten. "Wir wollen uns zusammensetzen und das ganze Programm überdenken." [...]
http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-01/griechenland-tsipras-troika-geldgeber-konfrontation
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Wow, kaum im Amt und schon dabei, wirtschaftlichen Selbstmord zu begehen. Das wird auf jeden Fall lustig :D
 
Ist doch super.

Griechenland bekommt die Kohle statt von der EU nun von Putin. Griechenland bezahlt damit die Schulden an die EU. Putin geht noch schneller pleite. Der Krieg in der Ukraine kann dann nicht mehr finanziert werden. Krieg fertig. Putin bankrott.
Passt.:)

:ugly:
 
Ich hab keine Ahnung von solch komplizierten Dingen. Ich kann mir aber vorstellen, wen ich als neue Regierung, die wirkich etwas verändern will, in so einer komplizierten Situation an die Macht komme, dann bleibt mir gar nichts anderes übrig, als erstmal den diplomatischen Reset-Schalter zu drücken. Danach kann man sich dann hinsetzen und neu verhandeln, um Spielräume auszureizen und vielleicht auch, um bestimmte Positionen neu zu definieren. Wenn man da mit nem "Weiter so!" antritt, dann kann man auch gleich den Kopf in den Sand stecken.
 
Ich hab keine Ahnung von solch komplizierten Dingen. Ich kann mir aber vorstellen, wen ich als neue Regierung, die wirkich etwas verändern will, in so einer komplizierten Situation an die Macht komme, dann bleibt mir gar nichts anderes übrig, als erstmal den diplomatischen Reset-Schalter zu drücken. Danach kann man sich dann hinsetzen und neu verhandeln, um Spielräume auszureizen und vielleicht auch, um bestimmte Positionen neu zu definieren. Wenn man da mit nem "Weiter so!" antritt, dann kann man auch gleich den Kopf in den Sand stecken.


Mag ein guter Plan sein (klingt offen gesagt nach einem unglaublich unsinnigen Plan), nur ist das in der aktuellen Situation natürlich etwas... schwierig umzusetzen. Griechenland hat noch für etwa 4 Wochen Geld, dann brauchen sie die nächste Hilfstranche. Wenn sie sich bis dorthin mit genau der Eurogruppe, die sie grade ausgeladen haben, nicht einigen, sind sie zahlungsunfähig.
 
Mag ein guter Plan sein (klingt offen gesagt nach einem unglaublich unsinnigen Plan), nur ist das in der aktuellen Situation natürlich etwas... schwierig umzusetzen. Griechenland hat noch für etwa 4 Wochen Geld, dann brauchen sie die nächste Hilfstranche. Wenn sie sich bis dorthin mit genau der Eurogruppe, die sie grade ausgeladen haben, nicht einigen, sind sie zahlungsunfähig.

Vier Wochen ist doch ein super Zeitraum! Viel besser als 2 Jahre. Da sind wir alle noch hier und im Bilde und können genau sehen, wohin das geführt hat.
 
Ich hab keine Ahnung von solch komplizierten Dingen. Ich kann mir aber vorstellen, wen ich als neue Regierung, die wirkich etwas verändern will, in so einer komplizierten Situation an die Macht komme, dann bleibt mir gar nichts anderes übrig, als erstmal den diplomatischen Reset-Schalter zu drücken. Danach kann man sich dann hinsetzen und neu verhandeln, um Spielräume auszureizen und vielleicht auch, um bestimmte Positionen neu zu definieren. Wenn man da mit nem "Weiter so!" antritt, dann kann man auch gleich den Kopf in den Sand stecken.

Tolle Idee :lol:

Wenn ich als Chefarzt einen Patienten auf der Intensivstation übernehme, stelle ich als Erstes mal alle Maschinen aus und setze die Medikamente ab. Dann ich kann ich mich hinsetzen und erstmal schauen, was ihm eigentlich fehlt. Das ist wissenschaftlich :grins:
 
Das ist doch eher ein pokerspiel bei dem die griechische regierung mal gucken will was man rausholen kann und ob die euroländer wirklich einen evtl. zusammenbruch des euro in kauf nehmen wenn griechenland pleite geht
 
Dummerweise bricht der Euro dann nicht zusammen. Wir müssten unsere Kredite abschreiben und Griechenland fällt für ein paar Dekaden auf den Status eines Dritte-Welt-Land zurück. Wäre zwar echt unangenehm für uns, aber für die Griechen wäre es die Hölle. Dagegen wären die letzten Jahre wie ein Lottogewinn für Hellas. Ich hoffe, die sind nicht so doof, denn mit Blick auf die anderen Krisenländer kann die EU da nicht mehr als was Symbolisches springen lassen.
 
Tolle Idee :lol:

Wenn ich als Chefarzt einen Patienten auf der Intensivstation übernehme, stelle ich als Erstes mal alle Maschinen aus und setze die Medikamente ab. Dann ich kann ich mich hinsetzen und erstmal schauen, was ihm eigentlich fehlt. Das ist wissenschaftlich :grins:

Die Troika ist so verhasst bei den Griechen, dass selbst die Vorgängerregierung sich von ihrem Griff befreien wollte. Diese Regierung wird von der Bevölkerung ein radikales Umdenken fordern müssen. Die Menschen müssen auf ihre althergebrachten Privilegien verzichten. Das ist ein gesellschaftlicher Umbau, der da erfordertlich ist. Ohne diesen Schritt der Bevölkerung, wird aus Griechenland nichts mehr werden, ob mit oder ohne Troika. Aber mit der Troika wird es erst Recht nicht funktionieren. Diesen Schritt müssen sie von allein gehen und nicht, um bei deinem Sinnbild zu bleiben, vom Chefarzt verordnet bekommen, der einmal die Woche für fünf Minuten reinschaut.
 
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