Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Politiktalk - immer aktuell informiert...

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Dazu braucht man ja lediglich Wikipedia bemühen:

Das Europäische Parlament verabschiedete im März 2014 einen Bericht, der die Troika scharf kritisiert und sich für deren schrittweise Abschaffung ausspricht. Das Gremium „habe einseitig auf Sparmaßnahmen gesetzt und Wachstumsimpulse vernachlässigt“. Abgeordnete kritisierten, dem Gremium fehle es an juristischer und demokratischer Legitimation und Kontrolle.[11]

In den politischen Leitlinien des neuen Kommissionspräsidenten, Jean Claude Juncker, vom 15. Juli 2014, ist geplant, die "Troika" zu reformieren und neu zu strukturieren: "In Zukunft sollte es uns gelingen, die „Troika“ durch eine Struktur mit stärkerer demokratischer Legitimation und Rechenschaftspflicht zu ersetzen, die um die europäischen Institutionen herum angesiedelt ist, mit verstärkter parlamentarischer Kontrolle sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene. "

Das ist ein verbrannter Name, der keine Zukunft hat.
 
Braucht sie ja auch nicht. Es ist ja nicht so, daß Griechenland einen Anspruch auf die Hilfe der EU & Co hat, eher im Gegenteil. Es ist ein freiwilliger Akt der EU: Geld gegen Reformen (verkürzt ausgedrückt). Sie können jederzeit aufhören, weiteres Geld und andere Vergünstigungen von der EU, IWF und Weltbank zu nehmen und brauchen dann auch keine Reformen durchführen.

Das passiert ja wohl auch gerade. Ob die Griechen das überleben, wird man sehen. Ich denke, die meisten Wähler haben überhaupt keine Ahnung, welche Liste der Grausamkeiten bei so einer Vorgehensweise auf die zukommen würde.
 
Braucht sie ja auch nicht.

Da bin ich etwas anderer Meinung. Es kann nicht sein, dass wir in der EU ein Konstrukt haben, was Erpresserisch, nahezu diktatorisch den Kurs eines Landes gegen den Willen der Bevölkerung bestimmt und das damit legitimiert, in dem es sagt "Ihr müsst es ja nicht nehmen. Aber wenn ihr es wollt dann müsst ihr tun was ich sage".
 
Da bin ich etwas anderer Meinung. Es kann nicht sein, dass wir in der EU ein Konstrukt haben, was Erpresserisch, nahezu diktatorisch den Kurs eines Landes gegen den Willen der Bevölkerung bestimmt und das damit legitimiert, in dem es sagt "Ihr müsst es ja nicht nehmen. Aber wenn ihr es wollt dann müsst ihr tun was ich sage".

Das kann nicht dein Ernst sein, oder? :staun:
 
Ich hab gerade auf 9gag ein Bild gesehen, das einfach die gesamte Situation perfekt widerspiegelt.

Ich hab die ganze Zeit überlegt, ob das nun in den Funny Thread oder in den Politiktalk gehört. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es traurigerweise hier hin gehört:

aE1d9WM_700b.jpg


:O_o:
 
Aus der Rubrik Meinung:

Die regierende Politik und (mehrheitlich) die Medien hierzulande vermeiden es beharrlich, wirtschaftliche Realitäten des Griechenlandkonfliktes offen zu legen:


Dass die scheinbar so großzügige Finanzhilfe für Hellas dazu diente, private, vornehmlich ausländische Banken und Fonds vor Verlusten zu bewahren; nur ein geringer Teil der Kredite ging an die griechische Staatskasse.


Dass im gleichen Zuge die Risiken dieser Finanzgeschäfte dann "sozialisiert", d.h. auf öffentliche Gläubiger verlagert wurden; für Verluste haben demnächst die gemeinen Steuerzahler nicht zuletzt in der Bundesrepublik aufzukommen.


Dass die von der Troika angeordneten "Reformen" keineswegs geeignet waren und sind, die griechische Wirtschaft zu sanieren; aus einem Verarmungsprogramm geht keine volkswirtschaftliche Blüte hervor.


Dass die zweifellos bestehenden Binnenursachen der griechischen Misere von der Vorgängerregierung dort nicht angegangen wurden - aber eben die wollte gerade die Euro-Elite, vorweg die deutsche Kanzlerin, unbedingt im Amt halten.


http://www.heise.de/tp/artikel/44/44020/1.html
 
Aus der Rubrik Meinung:

Die regierende Politik und (mehrheitlich) die Medien hierzulande vermeiden es beharrlich, wirtschaftliche Realitäten des Griechenlandkonfliktes offen zu legen:


Dass die scheinbar so großzügige Finanzhilfe für Hellas dazu diente, private, vornehmlich ausländische Banken und Fonds vor Verlusten zu bewahren; nur ein geringer Teil der Kredite ging an die griechische Staatskasse.


Dass im gleichen Zuge die Risiken dieser Finanzgeschäfte dann "sozialisiert", d.h. auf öffentliche Gläubiger verlagert wurden; für Verluste haben demnächst die gemeinen Steuerzahler nicht zuletzt in der Bundesrepublik aufzukommen.


Dass die von der Troika angeordneten "Reformen" keineswegs geeignet waren und sind, die griechische Wirtschaft zu sanieren; aus einem Verarmungsprogramm geht keine volkswirtschaftliche Blüte hervor.


Dass die zweifellos bestehenden Binnenursachen der griechischen Misere von der Vorgängerregierung dort nicht angegangen wurden - aber eben die wollte gerade die Euro-Elite, vorweg die deutsche Kanzlerin, unbedingt im Amt halten.


http://www.heise.de/tp/artikel/44/44020/1.html


Der Autor liegt im Grundsatz ja nicht ganz falsch, nur weiß ich beim besten Willen nicht, worauf er mit dem fettgedruckten hinaus will. Es war ja nun mal Ziel der ganzen Übung, dass Griechenland wieder zur Refinanzierung seiner Schulden befähigt wird. Daraus folgt, dass logischerweise die Kredite nicht einfach in der griechischen Staatskasse liegen bleiben (was sollten sie dort auch anstellen!?), sondern nun mal dafür benutzt werden, Gläubiger auszubezahlen. Dass dabei auch Risiken auf den deutschen Steuerzahlen übertragen werden... klar, nur war dieses Risiko ja vorher sowieso schon da, da im Falle der Pleite Griechenlands deutsche Banken auch betroffen gewesen wären und diese dann auch wieder mit Steuergeld gerettet worden wären (wenn er diese Praxis an sich kritisieren will, dann kann er das ja gerne machen; das ist aber wieder eine andere Baustelle).
 
Klar doch, ein Land welches einen schon vorher beschissen hat bei den Kriterien zum EU Beitritt, kann man bedingungslos vertrauen und mit Geld zuschmeißen. :O_o:

nun, das ist so nicht ganz richtig. in wahrheit steckt da viel mehr dahinter und auch viel mehr deutscher einfluss. maw die deutsche regierung wollte unbedingt das die griechen mit dabei sind. rate mal wer goldmann den griechen für die bücherschönung geschickt hat.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

wenn sich der chef der eigenen bundesbank dagegen stellt und vom finanzminister einen maulkorb verpasst bekommt, hey die beste regierung die man sich für geld kaufen kann. hans eichel gehört dafür in den knast und sein chef gleich mit!

ps:jemand mitbekommen das der bnd ganz klammheimlich schon die vorratsdatenspeicherung umgesetzt hat. jaja ein rechtsstaat ist das... ist egal wer da in berlin hockt, die lügen alle.
http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2015-01/bnd-nsa-metadaten-ueberwachung
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Autor liegt im Grundsatz ja nicht ganz falsch, nur weiß ich beim besten Willen nicht, worauf er mit dem fettgedruckten hinaus will. Es war ja nun mal Ziel der ganzen Übung, dass Griechenland wieder zur Refinanzierung seiner Schulden befähigt wird. Daraus folgt, dass logischerweise die Kredite nicht einfach in der griechischen Staatskasse liegen bleiben (was sollten sie dort auch anstellen!?), sondern nun mal dafür benutzt werden, Gläubiger auszubezahlen. Dass dabei auch Risiken auf den deutschen Steuerzahlen übertragen werden... klar, nur war dieses Risiko ja vorher sowieso schon da, da im Falle der Pleite Griechenlands deutsche Banken auch betroffen gewesen wären und diese dann auch wieder mit Steuergeld gerettet worden wären (wenn er diese Praxis an sich kritisieren will, dann kann er das ja gerne machen; das ist aber wieder eine andere Baustelle).

Tja, worauf wollte er hinaus?
Vielleicht auf genau das, was dieser Comic da vermittelt. Nämlich, dass die Griechen sich mit unseren Steuergeldern ein Feuerchen machen und wenn dies langsam ausgeht, dann verlangen sie - selbstverständlich völlig tatenlos - einfach neues Geld von uns.

Ich schätze, der Autor wollte einfach nur schnell ein Statement zu den ganzen Titelblättern abgeben, die ab Morgen auf uns losgelassen werden. Viel Zeit hat er sich dafür nicht genommen, aber wir werden in der nächsten Woche sicherlich noch ein paar fundiertere Artikel zu lesen bekommen.

Vor allem wird es ja spannend. Ich hab heute den ganzen Tag im Radio gehört, dass Tsiparis nächste Woche durch halb Europa jetten wird, um dafür zu werben, der neuen Regierung etwas Zeit einzuräumen, einen Reformplan auf die Beine zu stellen. Junker scheint wohl Entgegenkommen zu signalisieren.
 
Gauland hält Luckes Äußerungen für Schwachsinn
AfD-Vize Gauland kritisiert die Parteitagsrede Luckes als "unsinnig und unkollegial". Auch andere wehren sich gegen dessen Aussage, die Parteispitze arbeite stümperhaft.

gauland-lucke-540x304.jpg

Vorstandsmitglieder der Alternative für Deutschland (AfD) haben Teile der Rede von Parteichef Bernd Lucke beim Bundesparteitag in Bremen stark kritisiert. Der stellvertretende AfD-Sprecher Alexander Gauland sagte in der Rhein-Neckar-Zeitung, Luckes Aussage – die Arbeit der bisherigen Parteispitze sei "stümperhaft" gewesen – sei Schwachsinn. Die Einschätzung des Parteichefs sei völlig falsch sowie "unsinnig und unkollegial", sagte Gauland.
[...]
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-02/afd-lucke-kritik-parteitag
---------------------

Ein Traum, wie die Spitze miteinander umgeht, da bekommt ja gleich richtig Vertrauen in die Leute. Erinnert mich frappierend an die Kollegialität zwischen CSU und FDP :ugly:
 
Erste Demo am kommenden Sonntag - Pegida-Abtrünnige stellen sich auf

Oh das wird so geil wenn die sich in Zukunft gegenseitig des lügens, hetzens und rassistisch zu seins beschuldigen. Wohin geht man denn jetzt als "besorgter Patriot"? Zum verurteilten Schläger, Drogendealer und Dieb oder zur Lügnerin [zieht sich zurück weil es alles zu viel geworden ist, gründet wenige Tage später aber neue Bewegung]? Hach so schwere Fragen für die hohlen Köpfe. :grins:
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben